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Die systemischen Ursachen der neuen Weltwirtschaftskrise

 

Vortrag: Dr. Stephan Schulmeister (WiFo)
Moderation: Univ.-Prof. Dr. Gilg Seeber (Institut für Politikwissenschaft, Universität Innsbruck)

Zeit: Mittwoch, 25. März 2009, 19:30 Uhr
Ort: Zukunftszentrum Tirol, Universitätsstr. 15, 6020 Innsbruck

 

Der jahrelange "Aufbau" des Krisenpotentials auf den Aktien-, Immobilien- und Rohstoffmärkten, seine "Aktivierung" durch die US-Hypothekenkrise und die Ausbreitung der Krise durch anhaltende Vermögensentwertung verweisen auf ihre systemischen Ursachen: In den vergangenen 30 Jahren hat sich das Gewinnstreben aller wichtigen Akteure von realwirtschaftlichen Aktivitäten zu Finanzveranlagung und -spekulation verlagert ("Lassen Sie Ihr Geld arbeiten"). Wissenschaftlich legitimiert wurde dieser Prozess durch die neoliberale Wirtschaftstheorie, seine Umsetzung wurde durch die Produktion von (vermeintlichen) "Sachzwängen" erleichtert. Mit der Entwicklung der neuen Weltwirtschaftskrise ist das Ende der Sackgasse des Finanzkapitalismus erreicht. Der Übergang zu einer neuen Form realkapitalistischer Rahmenbedingungen (analog zu jenen in denn ersten 25 Jahren der Nachkriegszeit) wird zumindest einige Jahre dauern, und damit auch die Krise.

 

Stephan Schulmeister ist Volkswirt und seit 1972 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Österreichischen Institut für Wirschaftsforschung - WiFo im Forschungsbereich Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb tätig. weiter 

 

Gemeinsam mit dem Zukunftszentrum Tirol

 

  


Semesterschwerpunkt: Das Ende des Kapitalismus

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