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WuV-Vortrag:
Abschiebungen
Mehr als eine politische Herkules-Aufgabe

 

Vortrag: Univ.-Prof.in Dr.in Sieglinde Rosenberger
Moderation: Priv.-Doz. Dr. Andreas Exenberger

 

Zeit: Montag, 25. April 2016, 19:00 Uhr
Ort: SoWi, HS 3, Universitätsstraße 15, Innsbruck


Das politische Instrument Abschiebung besitzt hohe Symbolkraft: Es steht für staatliche Souveränität, über das Bleiben von Nicht-Staatsbürger_innen zu bestimmen. Es steht für Handlungsfähigkeit, die die Politik im Zuge der Flüchtlingszuwanderung und der Erosion europäischer Entscheidungsprozesse dringend beweisen muss. Der vehemente Ruf nach Abschiebungen aber wird die Souveränität nicht zurückbringen, sondern neue politische Unfähigkeiten aufzeigen und zusätzliche humanitäre Probleme schaffen.

Ausgehend von aktuellen Entwicklungen werden Motive für Abschiebungen als politisches Ziel genannt, Ursachen für das Scheitern angeführt und schließlich die sozialpolitischen Folgen für Menschen im rechtlichen Limbo, die als abschiebbar gelten aber faktisch nicht abschiebbar sind, thematisiert.

 

Sieglinde Rosenberger ist Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Derzeit laufende Forschungsarbeiten zu “Taking Side. Protest Against the Deportation of Asylum Seekers” sowie zu “Inside the Deportation Gap – Social Membership for Non-Deported Persons”.

 

In Kooperation mit: Haus der Begegnung


Semesterprogramm: Brüche - Wandel - Kontinuitäten, Teil 1