Willkommen beim Projekt
'Wie kommt Wissenschaft zu Wissen?'

Die Leitfrage dieses Kooperationsprojekts geht von einem Wissenschaftsverständnis im Sinne pulsierender Diskurszusammenhänge aus. Inwiefern hat sich die Lage des Wissens parallel zu den sozio-kulturellen, den ökonomischen und den politischen Veränderungen um die Jahrtausendwende gewandelt? Die wissenschaftlichen Institutionen sind mit diesen Dynamiken immer eng verknüpft. Einerseits ermöglichen sie diese Veränderungsprozesse und tragen sowohl zur Problemverursachung als auch zur Problembewältigung bei. Andererseits verändern sie sich dabei auch selbst und mit ihnen die Weisen, wie wissenschaftliches Wissen hervorgebracht, diskutiert, organisiert, kritisiert, verbreitet und tradiert wird. Vor allem die Sozial- und Kulturwissenschaften stehen im Übergang zum 21. Jahrhundert in einem vielfältigen Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation, Stabilität und Reform, Fragmentierung und Systematisierung, Integration und Differenzierung. Die Veränderungen zeigen sich sehr deutlich anhand der zahlreichen Abhandlungen zur Identitäts- und Profilbildung, die disziplinübergreifenden Bemühungen und nicht zuletzt die Beiträge der gleichnamigen Buchreihe dieses Projektes.

Buchreihe zum Download




Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Die Inhalte des ersten Bandes beziehen sich u.a. auf Fragen des wissenschaftlichen Schreibens, des Zitierens von gedruckten Publikationen und Internetquellen, des Studierens und Forschens mit digitalen Medien, des Wissens- und Projektmanagements, des Präsentierens wissenschaftlicher Arbeiten sowie auf institutionelle und hochschuldidaktische Dimensionen, erfahrungsreflexive und subjektbezogene Aspekte, Metadaten und kognitive Werkzeuge.



Einführung in die Forschungsmethodik und Forschungspraxis
Die Inhalte des zweiten Bandes beziehen sich auf Fragen der Erhebung und Auswertung empirischer Daten und Methoden theoretischer Forschung, wobei qualitative und quantitative Konzepte Berücksichtigung finden. Die vorgestellte Palette umfasst Methoden der Beobachtung, der Befragung, der Gruppendiskussion, der Testpsychologie, der Inhalts-, Diskurs-, Argumentations-, Metaphern- und Filmanalyse sowie der Biographieforschung, der Handlungsforschung, der Schul- und Unterrichtsforschung, der Evaluationsforschung, der Medienforschung, der Kommunikationswissenschaft, der psychoanalytischen Sozialforschung, der Geschichtsforschung, der kunsthistorischen Forschung und der Technikbewertung.



Einführung in die Methodologie der Sozial- und Kulturwissenschaften
Die Inhalte des dritten Bandes beziehen sich u.a. auf Fragen der Konstitution sozialer Wirklichkeit, des Verstehens und Erklärens, der Geltung und Verallgemeinerung, der Theorie-Praxis-Relation, der Interdisziplinarität, der Zeichentheorie, der Systemtheorie und der Diskurstheorie. Weiters werden methodologische Aspekte insbesondere der interaktiven Sozialforschung, der Praxisforschung, der Ethnographie, der polylogischen Forschung, der Medien- und Kommunikationswissenschaften, der Wirtschaftswissenschaften, der Technikphilosophie, der historischen Forschung, der kritischen Sozialforschung, der feministischen Forschung und der theologischen Wissenschaften behandelt.



Einführung in die Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsforschung

Die Inhalte des vierten Bandes beziehen sich u.a. auf Fragen der wissenschaftlichen Theoriebildung und der Begründung wissenschaftlicher Aussagen sowie auf vielfältige Aspekte der Wissenschaftsforschung, Wissenschaftssoziologie, der Wissenschaftsphilosophie, der Wissenschaftspolitik, der Wissenschaftssprache, der Wissenschaftskritik, des Wissenschaftsjournalismus und der Forschungsethik. Weiters werden ausgewählte wissenschaftstheoretische Ansätze einzelner Disziplinen und interdisziplinäre Zugänge vorgestellt.




Im November 2001 fand zu dieser Thematik eine Tagung an der Universität Innsbruck statt. Die ReferentInnen stellten im Rahmen von Vorträgen und Workshops verschiedene Gesichtspunkte und Perspektiven vor:

Tagungsrückblick mit Abstracts, Manuskripte, Materialien und Berichte zum Nachlesen >>



Als Projektleiter wünsche ich im Namen aller MitarbeiterInnen und KooperationspartnerInnen gedeihliche Schaffensprozesse.

Innsbruck, im Dezember 2018 A.Univ.Prof.Dr. Theo Hug

zuletzt aktualisiert am 03.12.2018