Weitere FFG Projekte


» Digitalisierung chancengerecht gestalten! Laura Bassi 4.0 - Ein digitaler Wegweiser bei sozialen Problemen:
   Der Sozialroutenplan für Westösterreich

Leitung: assoz. Prof. Dr. Andreas Exenberger, Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte

Der Zugang zu sozialen Unterstützungsleistungen ist durch zahlreiche Hürden geprägt, was die Gefahr der Mangelversorgung erhöht. Im Projektgebiet (Vorarlberg, Tirol und Salzburg) betrifft dieses Problem mindestens 300.000 Menschen. Dabei stellt die Zielgruppe potentieller Nutzer*innen aufgrund ihrer Heterogenität und zahlreicher relevanter Diversitätsdimensionen besondere Herausforderungen. Dieses Problem hat zudem einen engen Bezug zum Thema Digitalisierung: sie verstärkt infolge mangelnden Zugangs zu digitalen Werkzeugen Ausgrenzung, kann aber auch eine Chance sein, wenn man sie richtig umsetzt. Beides wird durch die jüngsten Entwicklungen infolge der Covid-19-Pandemie unterstrichen.

Aufgrund von bislang unzureichenden Antworten auf diese Herausforderung wurde für dieses Projekt ein Dreiländer-Konsortium aus fünf Partner*innen aus der Wissenschaft, drei aus der IT-Branche und 14 Sozialeinrichtungen gebildet, das in einen integrierten und partizipativen Prozess zusammen mit potentiellen User*innen eintritt, um auf der Basis eines bestehenden Printprodukts ein völlig neues digitales Werkzeug zu entwickeln: einen digitalen Sozialroutenplan für Westösterreich. Das Projekt kombiniert dafür einen Service-Design-Thinking- und einen Service-User-Involvement-Ansatz, um diese Lösung möglichst nahe an den Bedürfnissen der Betroffenen umzusetzen.

Das Projekt strebt mehrere digitale Werkzeuge als Ergebnis an (offene Schnittstelle, mobile App, Web-Anwendung, etc.), mittels derer Personen, die soziale Unterstützungsleistungen brauchen, Informationen über Beratungsstellen, konkrete Angebote und Voraussetzungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen in möglichst flexibler und niederschwelliger Form erhalten. Dabei sind Barrierefreiheit, Usability und Nicht-Diskriminierung zentrale Grundprinzipien der Entwicklungsarbeit. Deren Schwerpunkt liegt dabei auf digitalen Lösungen, ein begleitender Reflexionsprozess stellt aber sicher, dass auch nicht-digitale Optionen nicht übersehen werden. Insgesamt ist ein derartig umfassendes Produkt, das auf einem so intensiven Beteiligungsprozess basiert, bisher nicht entwickelt worden und stellt daher eine völlige Neuerung dar.

Projektpartner der Universität Innsbruck ist: Koordinationsstelle für universitäre Weiterbildung (Mag. Elisabeth Thompson). 

FFG-Newsletter: #Sucess-Story: Ein Klick zum Überblick der Sozialangebote, 08.11.2021

 

 

» Digital Innovation Hub West (DIH West)

Leitung: Univ.-Prof. Dr. Ruth Breu, Institut für Informatik

Ziel des DIH West ist es, KMU in Westösterreich bei der digitalen Transformation zu unterstützen und ihr Innovationspotential zu stärken, indem ihnen der institutionalisierte Zugang zum Know-how der Forschungseinrichtungen durch verschiedene Aktivitäten ermöglicht wird. Entsprechend dem Bedarf der KMU in Salzburg, Tirol und Vorarlberg fokussiert sich die inhaltliche Ausrichtung des DIH West auf die Anwendungsgebiete Industrie 4.0, für produzierende Unternehmen, und auf eServices, für Unternehmen aus Tourismus, Gewerbe und Handel. Die Aktivitäten des DIH West konzentrieren sich auf die Information und individuelle Beratung, die Weiterbildung, die thematische Vernetzung von KMU und Forschungseinrichtungen in Arbeitsgruppen und den Transfer von Forschungsergebnissen in standardisierte Angebote wie Leitfäden, Baukastensystemen, usw., begleitet von individuellen Coaching- und Unterstützungsmaßnahmen sowie dem Zugang zu relevanter Infrastruktur der Forschungseinrichtungen. Am DIH West beteiligt sind Standortagenturen, Interessensvertretungen und Forschungseinrichtungen aus Salzburg, Tirol und Vorarlberg, die ihre jeweilige Expertise zur optimalen Unterstützung der KMU einbringen.

Weitere Projektpartner der Universität Innsbruck sind: Koordinationsstelle für universitäre Weiterbildung (Mag. Daniela Genser, MA), Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus (Univ.-Prof. Mag. Dr. Andrea Hemetsberger) und projekt.service.büro (Dr. Kurt Habitzel). 

 


» Digital Pro Bootcamp Data Science Tirol (Data Science Tirol)

Leitung: Tobias Hell, PhD, Institut für Mathematik

Das Digital Pro Bootcamp zielt darauf ab, 16 Mitarbeiter/innen (4 Frauen, 8 Männern) aus 12 Tiroler Unternehmen eine einzigartige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit im Bereich „Data Science“ auf höchstem Niveau zu bieten. Die Branchenvielfalt der Firmen (IT, Holz, Keramik, Lichtdesign, Photovoltaik, Medaillen) wie auch die unterschiedlichen Firmengrößen (von 5 bis 4.000 Mitarbeiter/innen) zeigen, welch zentrale Bedeutung der Wissenserwerb für „alle“ Unternehmen hat. Das hohe Niveau der Teilnehmenden bietet die Möglichkeit, intensiv über kooperatives, kommunikatives und interdisziplinäres Arbeiten und einem höchst effizienten Betreuungsverhältnis von 1:2,7 Expertenwissen zu vermitteln. Jede/r Mitarbeiter/in bringt ein Unternehmensprojekt mit, das über 9 Wochen als exzellenter Use-Case bearbeitet wird und gleichzeitig einen immensen Erfahrungswert für die übrigen Teilnehmer/innen bedeutet. Ein alpines Rahmenprogramm rundet das Bootcamp ab und fördert nicht nur das unternehmerische Denken, sondern unterstützt die Kommunikationsstärke der Teilnehmenden und dient dem nachhaltigen Netzwerken aller beteiligten Partner.

Weitere Projektpartner der Universität Innsbruck sind: Koordinationsstelle für universitäre Weiterbildung (Mag. Daniela Genser, MA), Institut für Infrastruktur (DI Johannes Sappl), Institut für Informatik und Institut für Statistik.

Newsroom: Bootcamp Data Science Tirol, 06.12.2019

Newsroom: gemeinsam lernen, 25.02.2020

Kurier: Digitaler Aufschwung

 

 



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