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Wie gedolmetschte Kommunikation gelingt.

Laiendolmetscherinnen und -dolmetscher üben ihre Tätigkeit meist ehrenamtlich oder gegen eine geringe Aufwandsentschädigung aus. Die alleinige Grundlage für ihre Tätigkeit ist oft ihre Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit. Sie haben keine Ausbildung in den Bereichen Dolmetschtechniken, -strategien oder Rollenverständnis. Die Komplexität ihrer Aufgabe und der damit verbundenen großen Verantwortung, die sie tragen, ist dabei nicht nur ihnen, sondern auch den am Gespräch beteiligten Fachkräften nicht immer klar. Für das Funktionieren von gedolmetschter Kommunikation sind nicht nur ausgebildete Dolmetscherinnen und Dolmetscher, sondern auch die Fachkraft, bei der die Gesprächsleitung liegt, verantwortlich. Daher wird im Projekt „Wie gedolmetschte Kommunikation gelingt“ erstmalig in Österreich auf eine Sensibilisierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern öffentlicher und privater Einrichtungen Wert gelegt. Die Fachkräfte sollen ein Bewusstsein für die Arbeit von und mit Dolmetscherinnen und Dolmetscher entwickeln und dieses in einer gemeinsamen Schulungseinheit mit ihnen schärfen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlen jeweils einen Unkostenbeitrag von € 380,- pro Person. Damit wird auf die finanzielle Situation der Laiendolmetscherinnen und –dolmetschern Rücksicht genommen.

 

» Professionalisierung von Laiendolmetscherinnen und -dolmetschern

Im Rahmen dieses Projektes werden 32 Laiendolmetscherinnen und -dolmetscher in einer 15-tägigen Schulung auf ihre professionelle Tätigkeit als „Community Interpreter“ vorbereitet. Sie bekommen eine Einführung in Fachsprachen und eine Anleitung zur Reflexion der eigenen sprachlichen Kompetenzen und Potentiale. Sie erhalten allgemeine Grundkenntnisse zum Thema Dolmetschen und Kenntnisse über die Rolle des Community Interpreters. Mit der theaterpädagogischen Methode der „Dolmetschinszenierungen“ werden die Community Interpreter auf die Komplexität von dolmetschgestützten Gesprächen hingeführt, damit sie lernen eine (selbst-)bewusste und ethische Position als Dolmetscherin und Dolmetscher einzunehmen.


Weitere Informationen finden Sie im Folder.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung. (Anmeldeschluss ist der 29. Spetember 2017)


 

» Sensibilisierung von Fachkräften

Die 32 Fachkräfte erhalten eine einführende eintägige Schulung zum Tätigkeitsbereich von Dolmetscherinnen und Dolmetschern. Sie erhalten Informationen über die Grenzen und Herausforderungen beim Dolmetschen und über die Erwartungen die an ihre Rolle als Gesprächsleiterinnen und -leiter gestellt werden. Im Anschluss probieren sie sich gemeinsam mit den Laiendolmetscherinnen und -dolmetschern in einer zweitägigen Schulung nach der Methode „Dolmetschinszenierungen“ aus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spielen gemeinsam mit den (Laien-)Dolmetscherinnen und Dolmetschern typische Dolmetschszenarien durch und analysieren diese. So soll die Kommunikation bei dolmetschgestützten Gesprächen verbessert werden.


Weitere Informationen finden Sie im Folder.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.