Veranstaltungen "uni•com"
Sommersemester 2010



Vorträge

uni•com-Vorträge sind allgemein zugänglich, Karten nur an der Abendkasse.

Unkostenbeitrag: € 5,-
Für SchülerInnen, Lehrlinge, SeniorInnen (ab dem 60. Lebensjahr): € 4,-

uni•com-Vorträge und -Führungen sind für StudentInnen gegen Vorlage der Student Card frei zugänglich. Bei uni•com-Kursen gilt die übliche Studentenermäßigung von 20 %.

Bei Führungen und Kursen ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte wenden Sie sich an die VHS Tirol, Tel. 0512/58 88 82-0, innsbruck@vhs-tirol.at und www.vhs-tirol.at.

Sämtliche Vortrags-, Führungs- und Kursteilnahmen aus dem uni•com-Programm können in einem speziellen HörerInnenbuch bestätigt werden. Nähere Informationen erhalten Sie im Büro der VHS Tirol.

 

• Mi, 03.03.

Der deutsche Schlager und die Philosophie – (wie) passt das (überhaupt) zusammen?

Referent: Mag. Thomas Palfrader
Beginn: 20:00 Uhr, Vortrag mit Diskussion
Ort: Aufgrund von Umbauarbeiten an der Universität Innsbruck wird der Veranstaltungsort kurzfristig bekannt gegeben, weitere Informationen im Büro der Volkshochschule unter 0512/58 88 82-13.


Die Philosophen sind berühmt-berüchtigt dafür, auch in jenen Bereichen Zusammenhänge und Strukturen zu erschließen, bei denen es auf den ersten Blick scheinbar gar keine gibt: Was hat der (als trivial und oberflächlich verrufene) deutsche Schlager, was hat Unterhaltungsmusik ganz generell mit Philosophie, diesem höchsten Reflektieren der Menschheit über sich selbst und die Welt, zu tun? Scheinbar ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht! Dieser Vortrag möchte ein gewagter Versuch des Referenten sein, auf der Basis einiger Denkansätze der Philosophie des 20. Jahrhunderts (etwa: Ansatz des Daseins [= Mensch] aus seiner Alltäglichkeit bei Heidegger; Konzeption der „Lebensweltlichkeit“ in hermeneutischen Ansätzen [Hermeneutik = „Lehre vom Verstehen“]) zu zeigen, dass dieser Gegensatz doch auch manch Verbindendes in sich schließt. Über das Phänomen des Kitsches etwa gibt es eindeutige Nachweise in der Philosophie des 20. Jahrhunderts.

 

• Mi, 10.03.

Nachtleben im alten Rom

Referent: MMag. Gundula Schwinghammer
Beginn: 20:00 Uhr, Vortrag mit Diskussion
Ort: Aufgrund von Umbauarbeiten an der Universität Innsbruck wird der Veranstaltungsort kurzfristig bekannt gegeben, weitere Informationen im Büro der Volkshochschule unter 0512/58 88 82-13.



Mit dem Einbruch der Nacht senkte sich zwar Dunkelheit über Rom, aber dies bedeutete nicht, dass alle Bewohner sich Hypnos (= der Gott des Schlafes) ergaben. Auch kehrte keineswegs Ruhe ein, denn aufgrund des von Caesar verfügten Tagesfahrverbots für Last- und Reisewagen rumpelten nachts zahlreiche Wagen über das grobe Pflaster der Stadt und raubten den Menschen den Schlaf.

Allerdings gab es für die Bewohner, die nicht schlafen konnten oder wollten, viele Möglichkeiten sich die Zeit bis zum Morgengrauen zu vertreiben. Zahlreiche Wirtshäuser, Kneipen und Herbergen boten ihren Gästen die verschiedensten Vergnügungen. Nicht nur der Wein floss in Strömen, sondern auch das Glücksspiel und die Prostitution florierten. So konnten die Nachtschwärmer aus den unterschiedlichsten Schichten die Nacht zum Tag werden lassen.

 

• Mi, 17.03.

Weingenuss im Spannungsfeld zwischen Griechen und Einheimischen im archaischen Sizilien

Referent: Univ.-Prof. Dr. Erich Kistler
Beginn: 20:00 Uhr, Vortrag mit Diskussion
Ort: Aufgrund von Umbauarbeiten an der Universität Innsbruck wird der Veranstaltungsort kurzfristig bekannt gegeben, weitere Informationen im Büro der Volkshochschule unter 0512/58 88 82-13.


„Gieße auf eine Schöpfkelle Wein zehn Kellen Wasser“ empfiehlt Anakreon von Teos (Ende 6. Jh. v. Chr.) in einem seiner Weintrinklieder. Nur dies sei ein gefälliger Dienst am Weingott Dionysos - alles andere, so der Dichter weiter, sei ein Weinsaufen nach Barbarenart. Das materialkulturelle Pendant zu dieser moderaten Form des Weingenusses ist der Krater: ein offenes, weitmündiges und bauchiges Gefäß, das eigens dazu diente, den Wein mit Wasser zu verdünnen, um ihn in seiner alkoholisierenden Wirkung zu entschärfen. Mit der Ankunft der Griechen auf Sizilien im späteren 8. Jh. v. Chr. gelangte auch der Krater auf die Insel und bald einmal ins Hinter- und Binnenland der einheimischen Bevölkerungsgruppen. Gelangte damit auch die griechische Weingenusskultur zu den Indigenen Siziliens? Machen griechische Weinmischgefäße, sprich Kratere gar eine Hellenisierung der einheimischen Barbaren archäologisch sichtbar? Dies wird in der Forschung und im Vortrag kontrovers diskutiert.

 

• Do, 18.03.

Der blaue Planet – Erdbeobachtung mit Flugzeug und Satellit

Referent: Dr. Thomas Geist
Beginn: 20:00 Uhr, Vortrag mit Diskussion
Ort: Aufgrund von Umbauarbeiten an der Universität Innsbruck wird der Veranstaltungsort kurzfristig bekannt gegeben, weitere Informationen im Büro der Volkshochschule unter 0512/58 88 82-13.


Vor 50 Jahren wurde mit Sputnik I der erste Satellit in einen Orbit um die Erde geschossen. Seit dieser Zeit haben sich die technischen Möglichkeiten zur Erdbeobachtung aus der Luft und aus dem Weltraum rasant entwickelt. In Form von Produkten wie Google Earth sind Satelliteninformationen heute für jedermann leicht zugänglich. Zudem stellt Europa für die Erdbeobachtung aus dem Weltraum in den kommenden Jahren beträchtliche Mittel zur Verfügung. Welche Missionen werden bereits durchgeführt, welche Projekte sind in Planung? Für welche Zwecke werden Erdbeobachtungsdaten verwendet? In diesem Vortrag werden diese Fragen mit einem Schwerpunkt auf der geowissenschaftlichen Erdbeobachtung aufgegriffen.

 

• Mi, 24.03.

Die Ursprünge der Wandmalerei in Etrurien

Referent: Univ.-Prof. Dr. Alessandro Naso
Beginn: 20:00 Uhr, Vortrag mit Diskussion
Ort: Aufgrund von Umbauarbeiten an der Universität Innsbruck wird der Veranstaltungsort kurzfristig bekannt gegeben, weitere Informationen im Büro der Volkshochschule unter 0512/58 88 82-13.


Die gemalte Wanddekoration wurde im 7. Jh. v. Chr. in Etrurien zum festen Bestandteil der aristokratischen Begräbnissitten und diente hauptsächlich dazu, die Gräber sozial höhergestellter Personen besonders hervorzuheben. Da sich die Malereien in den Gräbern befinden, müssen sie auch in diesem Zusammenhang interpretiert werden. Raubtiere und Wasservögel schmücken oft die Wände der Grabkammer, wobei das Auftauchen von Raubtieren wie Löwen oder Panthern mit hoher Wahrscheinlichkeit als Symbol der Gewalt des Todes zu interpretieren ist. Anders verhält es sich bei Wasservögeln, die in Verbindung zu einer religiösen Bedeutung gebracht werden können.

 

• Mi, 14.04.

Mars – der Rote Planet

Referent: Mag. Gernot Grömer
Beginn: 20:00 Uhr, Vortrag mit Farblichtbildern
Ort: Aufgrund von Umbauarbeiten an der Universität Innsbruck wird der Veranstaltungsort kurzfristig bekannt gegeben, weitere Informationen im Büro der Volkshochschule unter 0512/58 88 82-13.


In einem faszinierenden Multimediavortrag wird aus erster Hand von den Herausforderungen einer bemannten Marsexpedition und dem aktuellen Stand der Marsforschung berichtet. Wann wird der erste Mensch auf dem Roten Planeten landen und hätte es früher vielleicht sogar einmal Leben auf dem Mars geben können?

Der Rote Planet - heute eine trockene Kältewüste - hatte vor mehr als 3 Milliarden Jahren Wasser auf seiner Oberfläche und Umweltbedingungen, welche die Entstehung von primitivem Leben ermöglichten. Basierend auf hochaktuellen Daten der Mars-Raumsonden wird uns in diesem Vortrag ein neues Bild vom Roten Planeten beschrieben – als eine Welt, in der vielleicht in 20 - 30 Jahren erstmals auch Menschen landen werden.

 

• Mi, 28.04.

David, Salomo und die Kamele des Abraham Zwischen göttlicher Offenbarung und archäologischer Forschung

Referent: Dr. Simone Paganini
Beginn: 20:00 Uhr, Vortrag mit Diskussion
Ort: Aufgrund von Umbauarbeiten an der Universität Innsbruck wird der Veranstaltungsort kurzfristig bekannt gegeben, weitere Informationen im Büro der Volkshochschule unter 0512/58 88 82-13.


Biblische Archäologie ist in der Vergangenheit leider allzu oft als Beweis für die Heilige Schrift missbraucht worden. Archäologen suchten und fanden genau die Objekte, die sie wollten: Stallungen von König Salomo, gewaltige Stadtmauern von Jerusalem, Ruinen von Städten, die schnell mit biblischen Ereignissen und Gestalten in Verbindung gebracht wurden. Neuere Grabungskampagnen bzw. auch die neu gelesenen und interpretierten Ergebnisse älterer Grabungen zeigen allerdings ein anderes Bild. Welchen historischen Wert besitzt also die Bibel? Darf die Archäologie biblische Wahrheiten in Frage stellen? Weshalb soll man sowohl biblische Texte als auch archäologische Funde interpretieren? Der Bildvortrag zeigt ein buntes Spektrum an Theorien und Hypothesen und versucht ausgehend von biblischen Texten und archäologischen Berichten, einige „Wahrheiten“ ins rechte Licht zu rücken.

 

• Di, 08.06.

Braucht Tirol eigene Medien?
Podiumsdiskussion

Teilnehmer: Hans Karl Peterlini (Journalist und Schriftsteller), Hermann Petz (Vorstandsvorsitzender Moser Holding), Kurt Rammerstorfer (ORF-Landesdirektor für Tirol), Alt-LH Dr. Wendelin Weingartner
Moderation: o. Univ.-Prof. Dr. Brigitte Mazohl
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: VHS-Haus, Marktgraben 10, 3. Stock, Raum 6 (Saal)

 

• Mi, 09.06.

Die Heilerin vom Strader Wald. Eine Sonderbestattung des 17. Jahrhunderts aus Tarrenz, Tirol

Referent: ao. Univ.-Prof. Dr. Harald Stadler
Beginn: 20:00 Uhr, Vortrag mit Diskussion
Ort: Aufgrund von Umbauarbeiten an der Universität Innsbruck wird der Veranstaltungsort kurzfristig bekannt gegeben, weitere Informationen im Büro der Volkshochschule unter 0512/58 88 82-13.


Die mysteriöse „Heilerin vom Strader Wald“, deren Skelett Archäologen der Universität Innsbruck im Mai 2008 bei Tarrenz im Tiroler Bezirk Imst ausgegraben haben, gibt nur zögerlich ihre Geheimnisse preis. Ein Forscherteam bestehend aus Archäologen, Anthropologen, Historikern, historischen Pharmazeuten, Textilspezialisten und Numismatikern untersucht eingehend das Skelett und die zahlreichen Beifunde dieser völlig atypischen Bestattung, etwa sechs Schröpfköpfe aus Messing, die die Ausgräber veranlassten, eine Heilerin zu vermuten. Im Vortrag werden erste Ergebnisse und Theorien zum Schicksal der geheimnisvollen Toten präsentiert, die Anfang des 17. Jahrhunderts abseits jeder menschlichen Siedlung hastig verscharrt wurde.

 

 

Zurück zur Übersicht »