Kompetenzenmappe  
]der entscheidende Unterschied[

Wintersemester 2008/09

 

Genderkompetenz

Vorlesungsverzeichnis

Anmeldung ab Montag, 22. September 2008 bis einschließlich fünf Tage vor Beginn des jeweiligen Kurses - per Anmeldeformular an Weiterbildung@uibk.ac.at

 


 

Genderkompetenz – ein Vorteil bei Ihrer Bewerbung!

Sie wollen im Schul-, (Erwachsenen)Bildungs- und Beratungsbereich, in Berufsvereinigungen, in der Privatwirtschaft, in öffentlich-rechtlichen Institutionen wie AMS, ÖGB oder WKÖ, im Banken-, Versicherungswesen oder in der Politikberatung tätig sein? Auch in kommunalen, Landes- oder Bundeseinrichtungen, im Management und Marketing oder Personalwesen sowie in der Architektur gewinnt Genderkompetenz zunehmend an Relevanz.

Die Zusatzqualifikation „Genderkompetenz“ erweitert Ihre Einsatzmöglichkeiten. Gender-ExpertInnen verfügen über das Wissen, wie Ungleichheiten entstehen, wie Veränderungen nachhaltig bewirkt werden können und welche Wechselwirkungen die Kategorie „Geschlecht“ mit anderen sozialen Ordnungsstrukturen hervorruft. Sie werden in allen Berufssparten gebraucht. Das Bekenntnis der EU zum Prinzip der Gleichstellung von Frauen und Männern mit der Verpflichtung ihrer Mitgliedstaaten zur Integration des Gender Mainstreaming-Ansatzes in alle Bereiche stellt zunehmend neue einschlägige Qualifikationsanforderungen an UniversitätsabsolventInnen.

Mit dieser Kompetenzenmappe erhalten Sie eine sowohl theoretisch-fundierte als auch praxis-orientierte Ausbildung. Sie verschränken Ihr Gender-Wissen mit den Fachkenntnissen aus Ihrem Hauptstudium.

Modul 1: Sozialwissenschaftliche Grundlagen der Frauen- und Geschlechterforschung

Verschiedene Differenzen prägen unsere Gesellschaft: Sie konkretisieren sich als strukturelle und individuelle hierarchische Verhältnisse. In diesem Modul geht es um die grundlegenden Theorien, die Geschlecht als Strukturkategorie bzw. als Ordnungsprinzip der Gesellschaft behandeln, um die historische Entwicklung der Geschlechterdifferenz, um Geschlechterverhältnisse als Herrschaftsverhältnisse auf individueller und der struktureller Ebene.

Modul 2: Gender Mainstreaming in Theorie und Praxis

Gender Mainstreaming ist die Strategie, mit der eine systematische Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen erreicht werden soll. In diesem Modul wird das Konzept des Gender Mainstreaming vorgestellt und anhand praktischer Umsetzungsbeispiele in Projekten und Institutionen erläutert. Die Teilnehmer/innen können die Fähigkeit erwerben, an der Einbeziehung der Gender-Perspektive in ihre eigenen Praxisfelder zu arbeiten und die Chancen und Grenzen des Gender Mainstreaming kritisch einzuschätzen.

Modul 3: Gender in Betrieben und Organisationen sowie rechtliche Grundlagen

Erfolgreiche Gleichstellungspolitik in Betrieben erfordert ein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Gender und Organisationen. Die jeweiligen AkteurInnen müssen ausgemacht, mögliche Strategien und Instrumente – in kritischer Auseinandersetzung mit den diversen Gender-Ansätzen mit gleichzeitigem Blick auf die konkreten Erfordernisse – entwickelt werden. Um die Strategie des Gender Mainstreaming in der Praxis zielführend und nachhaltig umsetzen zu können sind auch Kenntnisse der rechtlichen Grundlagen erforderlich. In diesem Modul erwerben Studierende einen Überblick über die Antidiskriminierungsrichtlinien der EU und die in Österreich geltenden Gleichbehandlungsgesetze und deren Anwendungsgebiete und –möglichkeiten.

Modul 4: Genderkompetenzen in konkreten Berufsfeldern: „Gender“ in den Bereichen Gesundheit, Planung, Bildung, Informatik

Was bedeuten Genderkompetenzen in der Praxis? Welche zusätzlichen Handlungsperspektiven lassen sich durch die Einbeziehung der Geschlechterdimension gewinnen? Anhand von vier konkreten Berufsfeldern soll dies veranschaulicht werden: ExpertInnen aus dem Gesundheitswesen, aus planerischen / technischen Berufen, dem pädagogischen bzw. Bildungsbereich sowie aus der Informatik zeichnen die Verknüpfung ihres jeweiligen Fachwissens mit Genderkompetenz nach und verdeutlichen die Praxisrelevanz dieser Schlüsselqualifikation.