ODOK'05

Bozen, Universität, 13.-16. September 2005

Generalthema:
"Zugang zum Fachwissen"


Tagungsband in den Schriften der VÖB erschienen

Bestellformular, Inhaltsverzeichnis

Abstracts

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Peter Ahrens:
Das Portal als Einstieg zu Informations-Angeboten im Internet - Erfolgsfaktoren & Konzepte für die Bibliothek von morgen

Mittwoch, 14. September 2005, 15:20, Hörsaal D101

Der Stellenwert einer Bibliothek innerhalb einer Institution, ihr Budget, ja neuerdings teilweise gar ihre Existenz-Berechtigung werden zunehmend an "benchmarks", wie u.a. der Höhe und Entwicklung von Nutzungszahlen elektronischer Dienste, wie Portal, Nachweisen und linking services, ge- und bemessen. Die Forderung lautet: immer schneller und müheloser zu "besseren" Ergebnissen zu gelangen ! Diese "Mantra" gilt mehr denn je in Zeiten von Google Scholar, Amazon, A9 und anderen "Global Playern der New Economy". Um als lokaler oder regionaler Fachinformations-Dienstleister bestehen und langfristig gedeihen zu können, ist diese Forderung aus doppelter Sicht zu erfüllen; muß nachhaltiger und anerkannter Mehrwert produziert werden.

Die Anwender erwarten von Ihrer Bibliothek immer einfachere und dabei mächtigere Werkzeuge, umfassendere Datenpools und individuelle Workflow-Integration, um nicht "abzudriften". Die Bibliothek (Informationszentrum) muss sich Ihrerseits ständig fragen, wie sie für das eigene Angebot, Darbietung Pflege & Integration die jeweils geeigneten Entwicklungs-Plattformen, Module, Verfahren, Schnittstellen und Service-KnowHow optimal eingesetzt, um mit internationaler IT- und Standards-Entwicklung mithalten zu können.

Mehr denn je sind daher dynamische modular integrierbare Konzepte gefragt, die für verschiedenste Institutionen ein attraktives Angebot sicherstellen können. Mit der Erfahrung aus Aufbau und erfolgreichem Betrieb von mittlerweile über 500-MetaLib-Installationen weltweit sowie in intensiven Dialog einer Library-Strategy-Taskforce haben wir solch ein tragfähiges zukunftsorientiertes Rahmenkonzept entwickelt. Diese Architektur ist offen und im Alltag praktisch, stufenweise, bedarfsgerecht und höchst flexibel umsetzbar. Das Portal MetaLib mit SFX (derzeit Versionen 3.x und konsequente Weiterentwicklungen) spielen dabei eine zentrale Rolle. Zu den Kern-Erfolgsfaktoren gehören neben der Basierung auf Standards und neuesten Technologien insbesondere: Skalierbarkeit, Nutzerfreundlichkeit, ein unübertroffenes Ressourcen Angebot (global, regional & lokal), Pflegbarkeit, Integrabilität und Investitionsschutz. Viele fortgeschrittene Anwender-freundliche Funktionen, die weit über die Basis-Leistung eines schlichten "federated search tools" hinausgehen, sind daher bei MetaLib selbstverständlich, und tragen zur wachsenden Beliebtheit und Nutzung bei. Der Vortrag stellt das Konzept vor und führt dies im einzelnen an Hand konkreter Beispiele aus verschiedenen Anwendungsbereichen aus.

Für Einrichtungen aus vorwiegend deutschsprachigen Ländern, die sich für MetaLib interessieren, gibt es in diesem Zusammenhang ein sehr interessantes neues Service-Netz. Mit Ex Libris und verschiedenen Kompetenz- und Dienstleistungs-Partnern ist gemeinsam eine leistungsfähige Service-Infrastruktur entstanden (und befindet sich in weiterem Ausbau), die wissenschaftlichen und anderen Bibliotheken als attraktive und kompetente Projekt-, Hosting- und Betriebs-Partner zur Seite stehen. Bei Bedarf können auch ausgefallene Entwickungs-Wünsche erfüllt werden. So kann, wenn Sie nicht komplett auf eine in-house Lösung mit eigenem Personal setzen, Ihr individuelles Portal zügig ganz nach Ihren Vorstellungen zu kalkulierbaren Kosten entstehen, wachsen sowie mit Erfolg und nachhaltig kosteneffizient betrieben werden. Die mit Ex Libris Partnern und Anwendern gesammelten Erfahrungen und breite Installationsbasis sind Ihre beste Garantie, dass die ständig notwendigen Weiterentwicklungen und Investitionen in Technik, Schnittstellen & Ressourcen auch weiterhin und zwar mit der für Sie günstigsten "Economy of Scale" betrieben werden können.

Dr. Peter Ahrens
Ex Libris (Deutschland) GmbH
Gasstraße 18, Haus 2
D-22761 Hamburg
Tel: +49 172 45 15 620
Fax: +49 40 89 809 250
E-Mail: peter.ahrens@exl.de
Web: http://www.exl.de


Klaus Bahmann:
Das neue SpringerLink-Angebot nach dem Merger

Donnerstag, 15. September 2005, 17:30, Hörsaal D102

Nach dem Merger verfügt Springer über eine erweitertes Online-Angebot. Herr Bahmann informiert über neue Inhalte, neue Lizenzmodelle und gibt Antworten auf die Fragen:

  • Welche Inhalte bietet Springer auf seiner E-Book-Plattform ?
  • Welche Inhalte bieten die E-Reference-Works ?
  • Wie gestalte ich einen "persönlichen" Zugang zu SpringerLink ?
  • Welche Berechtigungen hat ein Admin ?
  • Welche Tools bietet SpringerLink für die Verwaltung von E-Ressourcen ?

Ergänzende Infos unter: http://www.springerlink.com
und http://www.springeronline.com

Klaus Bahmann
Springer-Verlag
Tiergartenstraße 17
D-69121 Heidelberg
Tel:/Fax:: 0049-6221-487-8726
E-Mail: klaus.bahmann@springer-sbm.com


Joachim Bartz:
Editoria Italiana Online (EIO) - Online-Volltexte italienischer geistes-und sozialwissenschaftlicher Publikationen

Donnerstag, 15. September 2005, 14:00, Hörsaal D102

Editoria Italiana Online (EIO) will Veröffentlichungen bedeutender geistes- und sozialwissenschaftlicher Verlage und Forschungseinrichtungen Italiens in einer recherchierbaren Volltext-Datenbank vereinigen. Vor allem qualitativ hochwertige wissenschaftliche Publikationen kleiner und mittlerer italienischer Verlage werden in EIO auf einer einheitlichen Plattform in einem nutzerfreundlichen elektronischen Format zugänglich gemacht. Damit wird ein neues, einzigartiges Arbeitsinstrument für all diejenigen Wissenschaftler und Studenten geschaffen, die die Ergebnisse geistes- und sozialwissenschaftlicher Forschung und Lehre Italiens in ihre Arbeit einbeziehen. Bereits vertreten sind Publikationen der Italianistik im weitesten Sinn wie auch aus den Bereichen allgemeine Geschichte, Kunst, Literatur und Sprache, Politik und Gesellschaft, Altertumswissenschaften und Archäologie.

In diesem Sinne beteiligen sich an EIO bisher zahlreiche wichtige wissenschaftliche Verlage, unter ihnen Bulzoni, Clueb, École Franšaise de Rome, Giardini, Guerini e Associati, Istituti Editoriali e Poligrafici Internazionali, Leo S. Olschki, Longo, Edizioni Plus (Pisa University Press), Storia e Letteratura, Salerno und Tilgher.

Die kontinuierliche und gezielte Vermehrung der Inhalte ist wesentlich für das Konzept von EIO. In den kommenden drei Jahren plant Casalini Libri, das Spektrum der Verlage schrittweise zu erweitern. Aus den Programmen der neuen und der bereits vertretenen Verlage sollen jährlich ca. 500 neue oder bereits erschienene Monographien und Kongressberichte sowie ca. 25-30 Zeitschriften neu aufgenommen werden. Für Zeitschriften ist auch die Rückergänzung mit älteren Jahrgängen vorgesehen.

Im Januar 2005 wird EIO rund 1100 vollständig recherchierbare monographische Werke, Kongressberichte und Zeitschriften umfassen:

  • 1000 Monographien und Kongressberichte
  • 120 Zeitschriften, darunter 80 Titel des renommierten Zeitschriftenverlages Istituti Editoriali e Poligrafici Internazionali.

Der Großteil der Titel ist ab Jahrgang 2001 vertreten; neue Zeitschriftenhefte werden zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aufgenommen. Die vollständige Liste aller Titel, geordnet nach Verlagen und nach Fachgebieten, ist im PDF-Format über den Link "Katalog" auf der Homepage von eio.casalini.it zugänglich.

Joachim Bartz
Direktor
Casalini Libri
Via Benedetto da Maiano, 3
I-50014 - Fiesole (FI) Italia
Tel: +390555018226
Fax: +390555018201
E-Mail:
jbartz@casalini.it
Web: http://www.casalini.it


Bruno Bauer:
Open Access Publishing - Trends in Deutschland, Österreich und der Schweiz:
Initiativen, Projekte, Stellenwert VTXT

Freitag, 16. September 2005, 12:00, Hörsaal D101

1665 erschienen mit dem Journal des Savants (Paris) und den Philosophical Transactions of the Royal Society (London) die ersten wissenschaftlichen Zeitschriften; seither spielen Zeitschriften im wissenschaftlichen Publikationswesen eine entscheidende Rolle, die allerdings in den letzten Jahren durch die sogenannte Zeitschriftenkrise zunehmend in Frage gestellt wird. Diese ist gekennzeichnet durch die Publikationsflut, die hohen jährlichen Preissteigerungen sowie stagnierende bzw. sinkende Bibliotheksetats. Sah man zunächst in der Entwicklung der elektronischen Zeitschrift und in der Folge in der Bildung von Konsortien mögliche Auswege aus der Zeitschriftenkrise, so wird die aktuelle Diskussion über die Zukunft des Publikationswesens vom Schlagwort Open Access dominiert. Open Access versteht sich als kritische Antwort auf das bestehende System und richtet sich vor allem dagegen, dass öffentliche Gelder sowohl für die Forschung als auch für den Rückkauf der Forschungsergebnisse in Form von Zeitschriften eingesetzt werden müssen.

Seit 2000 verfolgen viele Wissenschafter, Non-Profit-Verleger und Bibliothekare, aber auch politische Entscheidungsträger und internationale Organisationen, das Ziel, dem Open Access Publishing zum Durchbruch zu verhelfen und mit Hilfe des Internet einen unmittelbaren, freien und kostenlosen Zugang zur wissenschaftlichen Zeitschriftenliteratur sicherzustellen. In Peter Subers "Timeline of the Open Access Movement" sind zahlreiche Initiativen verzeichnet, von denen einige auch international sehr große Beachtung gefunden haben:

In jüngster Zeit hat Open Access bei konkreten Zeitschriftenprojekten, beim Aufbau institutioneller Repositorien - und nicht zuletzt auch auf politischer Ebene bemerkenswerte Forschritte aufzuweisen:

Im Directory of Open Access Journals / DOAJ sind ca. 1.600 Zeitschriften verzeichnet.
Als wichtige Innovation im Bereich der Selbstarchivierung ist das Directory of Open Access Respositories / OpenDOAR
Für die deutliche Zunahme des Interesses politischer Entscheidungsträger an der aktuellen Open Access-Entwicklung waren die Aktivitäten des UK Science and Technology Committee und dessen Report Scientific Publications: Free for all? vom Juli 2004 von großer Bedeutung.

Als Indikatoren für das gesteigerte Interesse an Open Access Publishing auch im deutschsprachigen Raum, sind die im Dezember 2004 in Köln bzw. im Januar 2005 an der ETH Zürich veranstalteten hochkarätigen Konferenzen zu diesem Thema zu nennen.

Im Vortrag wird auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Initiativen und Projekten im Bereich des Open Access Publishing in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingegangen. Am Beispiel von BioMed Central einem kommerziellen Anbieter von Open Access-Zeitschriften (169 Titel mit den Schwerpunkten Medizin und Biologie), wird exemplarisch dargestellt, welchen Stellenwert Open Access Publishing als alternatives Publikationsmodell in den drei genannten Ländern bereits erreicht hat.

Mag. Bruno Bauer
Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien
Währinger Gürtel 18-20
1097 Wien
Tel. +43 (0) 1 40400-1082
Fax. +43 (0) 1 40400-1086
E-Mail: bruno.bauer@meduniwien.ac.at


Rüdiger Baumberger:
Zeitgeschichte online - Recherchieren von 1955 bis 2005 mit modernsten Retrievalkomponenten
HTML
Freitag, 16. September 2005, 09:00, Hörsaal D101

In mehr als dreijähriger Entwicklungszeit wurden in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur rund drei Millionen APA-Basisdienstmeldungen aus den Jahren 1955-1985 vollständig digitalisiert. Die Rede von Außenminister Figl zur Staatsvertragsunterzeichnung, die Farbe von Jackie Kennedys Kleid beim Wienbesuch 1961 oder die Sporterfolge von Sailer, Krankl, Rindt & Co. - das sind nur einige der Highlights die in diesen Datenbanken dokumentiert sind und nun im Volltext zu recherchieren sind.

Die Recherche in diesem nun rund 50 Mio. Dokumenten stellt unter Verwendung herkömmlicher Suchanwendungen für die meisten Benutzer eine nur schwer zu bewältigende Aufgabe dar. Meist kann der Anwender sein Informationsbedürfnis, speziell bei historischen Recherchen, nur unvollständig beschreiben, wodurch das Auffinden relevanter, vom Benutzer benötigter Information nur schwer möglich ist.

APA-DeFacto hat gemeinsam mit der APA-IT und dem KnowCenter Graz eine neue Rechercheoberfläche entwickelt, welche ein einfaches und gezieltes Finden von Informationen ermöglicht. Die Suche wird dabei als ein auf den Benutzer zugeschnittener Prozess und nicht als Einzelereignis betrachtet. Durch die Anwendung von verschiedensten Techniken aus den Bereich des Information Retrieval und der Wissensvisualisierung wird der Benutzer in jedem Schritt unterstützt und spielerisch zum gewünschten Ergebnis geführt.
 
Für die Benutzer eröffnet sich ein Spektrum an Möglichkeiten wie z.B. die automatische Extraktion von Themen, Personen, Firmen einer Suche oder aber die eindimensionale, interaktive Visualisierung der zeitlichen Verteilung der Treffermenge. Damit wird der Recherchekomfort in großen Datenbeständen enorm erhöht.

Rüdiger Baumberger
APA-DeFacto GmbH
Tel: +43 (0)1-36060-5613
Fax: +43 (0)1-36060-5699
E-Mail: Ruediger.Baumberger@apa.at
www.defacto.at
www.apa-defacto.at


Gabriele Bertioli:
CSA Illumina: The Platform that links all your services

Donnerstag, 15. September 2005, 15:00, Hörsaal D102

CSA has been an innovator and leader in publishing and distributing quality abstracts and indexes in the information field for over 30 years. A worldwide information company, CSA's products serve as a guide to researchers, faculty, librarians and students enabling discovery and aiding the identification, management and organization of quality information. A privately held company, CSA is internationally recognized for its excellence in publishing and distributing, in print and electronically, over 100 bibliographic and full-text databases and journals in four primary editorial areas: natural sciences, social sciences, arts & humanities, and technology. Over 4,000 institutions worldwide use CSA information resources.The new federated search capability operates within the CSA Illumina framework and provides connectors for more than 2,000 target sources. MultiSearch offers simple and fast implementation of a low cost/low risk solution for federated searching.

Gabriele Bertioli
Senior Account Manager
CSA
4640 Kingsgate - Cascade Way
Oxford Business Park South
Oxford OX4 2ST
UK
Tel: ++44 1932 230 219
Fax: ++44 1932 230 211
E-Mail:
gbertioli@CSA.com


Maike Bielfeldt:
Der neue RDB-Zugang für Universitäten

Donnerstag, 15. September 2005, 15:30, Hörsaal D102

Eine Vorraussetzung für ein erfolgreiches Studium oder wissenschaftliches Arbeiten ist es, die richtigen Informationen schnell und einfach zu finden. Aus diesem Grund hat die RDB Rechtsdatenbank speziell für Universitäten eine neue, umfassende Arbeitsoberfläche entwickelt: Mit dem neuen Zugang zur RDB an den Universitäten können Studierende und das Universitätspersonal mehr als 1,9 Mio. Dokumenten aus 94 Quellen von 27 Fachverlagen nutzen.

Die Datenbank zeichnet eine äußerst schnelle Suchfunktion aus, die auch bei komplexen Suchabfragen ein Ergebnis garantiert. Was die Recherche betrifft haben die Studierenden und Lehrenden fast alle Vorteile wie die Benutzer der Business RDB.

Der neue Zugang für die Universitäten ist unter http://uni.rdb.at zu erreichen. Klickt man auf den Button zur Suche, fragt der Zentrale Informatikdienst (ZID) der teilnehmenden Universitäten nach dem Passwort. Hat der User sich erfolgreich authentifiziert kann es losgehen.

Mit der RDB durchs Studium

Für die RDB stehen die Aufbereitung von Informationen und die Erleichterung der Recherchetätigkeit im Vordergrund, um so auch Studierende und Lehrende tatkräftig bei ihrer Arbeit zu unterstützen. In Kooperation mit 27 juristischen Fachverlagen wurde diese moderne Lösung realisiert.

Mit dem Zugang für Universitäten unterstützt die RDB die Rechtsanwender von morgen und will ihnen eine zeitgemäße Informationsplattform bieten. Der Zugang zu dieser umfassenden Datenbank ist kostenlos und durch modernste Technologien und das fachliches Know-how der RDB user-freundlich aufbereitet. Dieser neue Service soll den Studenten und Lehrenden ihren Uni-Alltag erleichtern und so zu ihrem Erfolg beitragen.

Dipl.-Vw. Maike Bielfeldt
RDB Rechtsdatenbank GmbH
Johannesgasse 23, A-1010 Wien
Tel. +43-1-218 85 88-653, Fax +43-1-218 85 88-99
E-Mail: info@rdb.at
http://www.rdb.at


Cary Bruce:
Die Rolle der Agenturen in der elektronischen Welt
PDF
Freitag, 16. September 2005, 11:15, Hörsaal D101

The presentation will examine the question of how agents are continuing to provide valued added services in an environment increasingly dominated by e-journals and consortia purchasing.

The traditional relationship between agents and libraries has been brought into question over the last few years due to the dramatic shift from print to electronic. In particular, this transition has been used by both publishers and libraries to attempt to gain economic advantages - the publishers reduce costs generated by intermediaries and libraries attempt to gain buying power and extra budgets. In some cases, new participants such as IT service providers and ministries have appeared which has also had the effect of partially shifting the purchasing decision away from the library. Furthermore, the value of services provided by agents in the electronic world has been put into question by many libraries, publishers and the new market participants. The presentation will review these trends and analyze the value provided by agents. The presentation will also seek to prove that indeed the value of agents is being currently underestimated and that due to the above described transition process additional costs are being shifted to the library.

Cary Bruce
General Manager
EBSCO Information Services GmbH
Sachsendamm 2-7
D-10829 Berlin
Tel: +49 (0)30 34005-255
Fax: +49 30 3420611
E-Mail: cbruce@ebsco.com


Roman Demattia:
Der Katalog der Historischen Bibliotheken Südtirols und seine Einbindung in die Dienstleistungen der Landesbibliothek Dr. Friedrich Tessmann
VTXT
Mittwoch, 14. September 2005, 15:00, Hörsaal D102

Südtirol besitzt ein reiches Erbe an historischen Buchbeständen, worüber verschiedene Eigentümer wie die Diözese Bozen-Brixen, Klöster und Pfarreien verfügen. Während die Betreuung der modernen Buchbestände durch Landesinstitutionen abgedeckt wird, sind diese historischen Buchbestände vielfach noch aufzuarbeiten. Die Stiftung Südtiroler Sparkasse hat daher 1997 ein Projekt zur Erschließung von historischen Bibliotheksbeständen initiiert, um das wertvolle Buchgut des Landes aus Vergangenheit, Vergessenheit und Unzugänglichkeit ans Licht zu heben.

Im Rahmen dieses Projektes sollen die historischen Buchbestände wissenschaftlich erschlossen und in einem zentralen elektronischen Katalog zusammengeführt werden. Dazu wird der historische Buchbestand aller Bibliotheken durch Fachkräfte der Sozialgenossenschaft Bibliogamma katalogisiert. Nach acht Jahren sind bereits umfangreiche Bestände über den OPAC recherchierbar.

Die Katalogisierung erfolgt weitestgehend nach den "Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken" (RAK-WB) sowie den "Regeln für die Katalogisierung alter Drucke" (RAK-WB Alte Drucke). Eine vertiefte Erschließung wird bei Tirolensien vorgenommen. Diese werden umfassend definiert als Bücher, die im Raum Alt-Tirol gedruckt bzw. verlegt worden sind, oder aber die von Personen dieses Gebietes geschrieben worden sind bzw. inhaltlich diesen geographischen Raum zum Thema haben.

Derzeit liegen die Daten auf einem Server der Freien Universität Bozen und werden von den dortigen Technikern mitbetreut. Sie sind über einen WWW-OPAC abrufbar. Die Katalogisierung erfolgt mit der Software Bibliotheca 2000 der Firma BOND. In periodischen Abständen werden die Katalogisate in den Datenpool der Universität eingespeist. In Zukunft sollen diese Daten auf einem eigenen Server der Landesbibliothek "Dr. Friedrich Tessmann" laufen und über Internet auf der Homepage der Landesbibliothek zugänglich sein.

Die Benutzung dieser wertvollen Buchbestände ist in der Landesbibliothek vorgesehen, wo auch die Bestellungen der Benutzer entgegengenommen werden. Hier kann an ein Fernleihsystem gedacht werden, wie es zwischen Landesbibliothek und Mittelpunktbibliotheken bereits besteht. Weiters ist geplant, dass die Landesbibliothek den Kontakt zu den Trägern des Buchbestandes pflegt durch Beratung bei der Buchbearbeitung und durch die Pflege des Datenbestandes.

Dr. Roman Demattia
Landesbibliothek "Dr. Friedrich Tessmann"
Armando-Diaz-Straße 8
I-39100 Bozen
Tel: +39-0471-471823
Fax: +39-0471-471835
E-Mail: roman.demattia@tessmann.it
Web: http://www.tessmann.it


Georg Fessler:
Das Management elektronischer Fachinformationen in wissenschaftlichen Bibliotheken
VTXT
Donnerstag, 15. September 2005, 09:00, Hörsaal D101

Elektronische Fachinformationssysteme und Datenbanken sind - neben Monographien und Zeitschriften in gedruckter und elektronischer Form - ein wichtiger Teil des Informationsangebotes wissenschaftlicher Bibliotheken. Während für Bücher und Zeitschriften vielfältige Überlegungen zum Erwerbs- und Bestandsmanagement vorliegen, gibt es wenige systematische Darstellungen zum Thema "Management elektronischer Fachinformationen in wissenschaftlichen Bibliotheken". In dem Vortrag soll ein Rahmen vorgestellt werden, in dem die verschiedenen Aspekte des Managements elektronischer Fachinformationen diskutiert werden können, wobei u.a. Themen wie Bedarfserhebung, Auswahl- und Testmethoden, Lizenzierungsfragen, technisches Systemmanagement, Bestandsmanagement und letztendlich auch die Aufbereitung und Vermittlung dieser Informationsressourcen zur Sprache kommen. Dabei wird von der Situation einer wirtschaftwissenschaftlichen Universitätsbibliothek ausgegangen.

Mag. Georg Fessler
Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien
Hauptabteilung Informationsmanagement
Augasse 2-6
1090 Wien
Tel: +43-(0)1-31336-4085
E-Mail: georg.fessler@wu-wien.ac.at


Mechthild Geesen:
Verbündete gewinnen - Literaturversorgung garantieren:
Möglichkeiten und Modelle für Nationallizenzen und virtuelle Bibliotheken
PDF
Freitag, 16. September 2005, 10:00, Hörsaal D101

Die Kosten für die Digitalisierung umfassender Literaturressourcen und historischer Texte führen zu einer entsprechenden Preisgestaltung für Datenbanken und elektronische Textsammlungen und Archive, die für die einzelnen Bibliotheken kaum zu leisten sind. Um allen Bibliotheken den Zugang zu diesem Fachwissen zu ermöglichen, werden konsortiale Lösungen und überregionale Lizenzen immer wichtiger. An drei Beispiel-Datenbanken (Biographische Datenbank, Zeitungsarchiv und Volltextdatenbank des 18. Jahrhunderts sollen verschiedene Modelle präsentiert werden (Portallösung, Nationallizenz, virtuelle Bibliothek), um so Möglichkeiten aufzuzeigen, allen wissenschaftlichen Bibliotheken elektronische Fachinformationen zur Verfügung zu stellen und damit völlig neue Wege für die Forschung zu öffnen.

Dr. Mechthild Geesen
K.G. Saur Verlag
A part of The Thomson Corporation
Ortlerstrasse 8
81373 München
Tel. +49 (0)89 76 90 2-492
E-Mail: Mechthild.Geesen@thomson.com


Albert Greinöcker:
Vollständige Digitalisierung des Innsbrucker Zeitungsarchivs
VTXT
Mittwoch, 14. September 2005, 16:15, Hörsaal D102

Die Zeitungsausschnittssammlung des Innsbrucker Zeitungsarchivs gehört zu den größten im deutschen Sprachraum und bietet umfassende Informationen zu zehntausenden von Autoren, Schauspielern und Regisseuren aus der ganzen Welt. Seit Oktober 2000 wird der gesamte Altbestand - immerhin rd. 800.000 Seiten - an der UB Innsbruck gescannt, automatisch texterkannt und im Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Der Vortrag erlaeutert die technischen Hintergruende des Projekts. Das Online-Archiv ist im Testbetrieb bereits unter der Adresse: http://iza.uibk.ac.at/ abrufbar.

Albert Greinöcker
University Innsbruck Library
Department for digitisation and digital preservation
Innrain 52
6020 Innsbruck
Tel: +43 (0)512-507 - 8454
Fax: +43 (0)512-507 - 9842
E-Mail: albert.greinoecker@uibk.ac.at
Web: http://www.uibk.ac.at/ub/dea/
http://www.literature.at/


Christian Gumpenberger:
E-Library Services des Novartis Knowledge Center Vienna
PDF
Donnerstag, 15. September 2005, 09:00, Hörsaal D102

Das Novartis Knowledge Center (NKC) Vienna gehört mit vier weiteren NKCs in Basel, East Hanover (NJ), Cambridge (MA) und Horsham (UK) zu einem globalen Team von 35 Information Specialists. Alle unterstützen die Geschäftsprozesse der globalen Novartis User Community durch Identifizierung, Erwerbung und schnelle sowie einfache Verfügbarmachung qualitativ hochwertiger externer STM- und Business News Informationsressourcen. Mit der Etablierung des Information Acquisition Board (IAB) in 2003 wurden die Entscheidungsprozesse bezüglich Lizensierung von externen Informationsressourcen in höchster Unternehmensebene verankert und gleichzeitig der notwendige Wechsel zum vorwiegend elektronischen Modell für Zeitschriften-, Serien- und Patenterwerbung vollzogen (@-model vs. p-model). Eine einheitliche, starke und globale E-Library bietet unabhängig von Zeitzone und Ort allen Novartis-Usern autorisierten und schnellen Zugriff auf alle verfügbaren externen Informationsangebote. Im Vortrag soll diese E-Library mit all ihren Komponenten und zusätzlichen Service-Angeboten näher vorgestellt werden.

Dr. Christian Gumpenberger, MSc
Novartis Knowledge Center Vienna
Novartis Institutes for BioMedical Research GmbH & Co KG
Brunner Strasse 59
A-1235 Vienna, Austria
Tel.: +43 1 866 34 - 251
Fax.: +43 1 866 34 - 724
E-Mail: christian.gumpenberger@novartis.com


Helmut Hartmann:
Open Access - Bibliotheken unterwegs ins Gelobte Land?
PPT
Donnerstag, 15. September 2005, 14:30, Hörsaal D101

Seit nahezu einem Jahrzehnt wird das Open-Access-Modell für die Publikation wissenschaftlicher Zeitschriften als Wundermittel zur Behebung aller Budgetnöte wissenschaftlicher Bibliotheken bei einschlägigen Konferenzen und Kongressen thematisiert. Zunächst von den kommerziellen Anbietern belächelt, entstand eine kaum mehr überschaubare Vielzahl an mehr oder weniger kostenlosen Initiativen.  Das neue Modell hat  mittlerweile trotz aller quantitativen und qualitativen Unterschiede zur Produktion der Verlage und wissenschaftlichen Gesellschaften auch den einen oder andern Vertreter dieser Gruppe  zu ersten Gehversuchen im weiten Land des Open Access gebracht.

Beim Einsatz in der bibliothekarischen Praxis zeigen sich  allerdings nicht unbeträchtliche Problemzonen:

  • Nur begrenzte Kostenlosigkeit
  • Finanzierung unüberschaubar und schwer kalkulierbar
  • Umfang der freien Inhalte
  • Qualitätskontrolle
  • Archivierbarkeit

Die wichtigsten Open-Access-Initiativen werden im Hinblick auf ihre Einsetzbarkeit in wissenschaftlichen Bibliotheken vorgestellt und durch eine Bestandsaufnahme ergänzt, wie weit österreichische Universitätsbibliotheken Teile des neuen Modells in ihr Angebot integriert haben. Als Abrundung des Themas wird die Utopie eines alternativen Szenarios für die Finanzierung wissenschaftlicher Forschungsliteratur zur Diskussion gestellt.

Helmut Hartmann
Universitätsbibliothek Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz
Tel: +43-316-380-1573
E-Mail: helmut.hartmann@uni-graz.at


Helmut Hartmann und Christian Günther:
Management von eJournalen und Onlinedatenbanken an der Universität Graz
Ein Erfahrungsworkshop zu HAN - Hidden Automatic Navigator
PPT
Mittwoch, 14. September 2005, 16:15, Vortragsraum A101

Die Verlagerung des Abonnements printbasierter Zeitschriften in das Internet bringt große Vorteile für die Nutzer, formuliert jedoch gleichzeitig an die betreuenden Bibliothekare völlig neue administrative Aufgaben, die zu Zeiten printbasierter Zeitschriften unbekannt waren. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Erstellung detaillierter Nutzungsstatistiken (Kosten-Nutzen Analyse)
  • Beliebiger Zugriff auf elektronische Ressourcen auch von ausserhalb des Campus
  • Veröffentlichung von Passwörtern unter Gewährung maximalen Schutzes gegen Missbrauch
  • Handling kryptische Fehlermeldungen der Verlagsserver
  • Linkchecking und Linkpflege

Zu diesen administrativen Aufgaben gesellen sich, bedingt durch die Natur des Internets, technische Besonderheiten, die -insbesondere bei großen Mengen subskribierter eJournale oder Datenbanken- erheblichen Zeitaufwand in Anspruch nehmen:

  • Lösung von IP-Restriktionen und Integration in Bibliotheksportale
  • Elektronisches Lizenzmangement und effiziente Lizenznutzung
  • Automatische Nutzerauthentifizierung /Anbindung an vorhandenes Bibliothekssystem
  • Vollautomatische Inventarisierung der eRessourcen
  • Troubleshooting und Fehleranalyse

Sollen alle genannten Aufgaben durch den betreuenden Bibliothekar effizient erledigt werden, ist spezielle Managementsoftware unerlässlich. HAN - Hidden Automatic Navigator ist dazu seit 3 Jahren an der Universität Graz im Einsatz und wird aus Anwendersicht ausführlich live dargestellt.

Helmut Hartmann
E-Ressourcen und Konsortien-Management
Bibliothek der Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
A-8010 Graz
Tel: +43 316 380 1573
Fax: +43 316 384 987
Mobiltel.: +43 699 11 699 853
E-Mail: helmut.hartmann@uni-graz.at

Dipl.-Ing Christian Günther
Productmanager & International Sales)
H+H Software GmbH
Maschmuehlenweg 8-10
D-37073 Goettingen
Tel: +49-551-52208-13
Fax: +49-551-52208-25
Mobiltel.: +49-170-7669012
E-Mail: christian.guenther@hh-software.com
Web: http://www.hh-software.com


Thomas Haubenreich:
STN® AnaVist™ - Professionelles Datamining

Donnerstag, 15. September 2005, 18:45, Hörsaal D102

Mit STN® AnaVist™ können Patent- und Forschungsdaten interaktiv ausgewertet und auf neue Art und Weise interpretiert werden. Die unterschiedlichen grafischen Darstellungsmöglichkeiten machen die Beziehungen zwischen den Daten sichtbar. Durch diese erweiterten Sichtweisen kann auf neue Entwicklungen und Trends in der Forschungslandschaft geschlossen werden. Dies wird vor allem bei grundlegenden Entscheidungsprozessen in der Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen. Anwendungen auch im akademischen Bereich, insbesonders zur Evaluierung und Darstellung universitärer Einrichtungen im Bereich Chemie/Life Sciences sind realisierbar und bieten aufschlussreiche Einblicke.

Im Vortrag wird anhand von Beispielen aus der österreichischen Forschung auf die vielfältigen Möglichkeiten von STN® AnaVist™ eingegangen.

Die wichtigsten Funktionen von STN® AnaVist™ sind:

  • Analyse von Informationen aus drei bedeutenden wissenschaftlichen Quellen: der von CAS produzierten Datenbank CAplus mit wissenschaftlicher Literatur und Patentinformation sowie den Patentdatenbanken USPATFULL und PCTFULL mit Volltexten von US-amerikanischen und Patent Cooperation Treaty (PCT)-Patenten
  • interaktiver Arbeitsplatz mit einer Vielzahl von Visualisierungs- und Analyse-Optionen. Dies schließt Cluster- und Kontour-Karten sowie Fenster mit Histogrammen und zweidimensionalen Häufigkeitsdarstellungen ein
  • Vereinheitlichung und Standardisierung von Daten vor der Visualisierung mittels Algorithmen, die intellektuelle Datenanalyse unterstützen
  • Eine Daten-Gruppierungsfunktion, mit der Datenelemente aus unterschiedlichen STN-Datenbanken gemeinsam weiter bearbeitet und aufbereitet werden können
  • Flexible Tools für tiefergehende Analysen von Daten-Untergruppen
  • Wahlweise zwei Möglichkeiten, Rechercheergebnisse als Ausgangsdatensatz für die Analyse zu gewinnen:
    • die in STN® AnaVist™ integrierte Konzept-Suchfunktion
    • die problemlose Übernahme von Suchergebnissen aus der bewährten Software STN Express in die A&V-Software STN® AnaVist™.

Dr. Thomas Haubenreich
Science Information International Ltd. (representing CAS)
Intl. Regional Marketing Manager Southern Germany and Austria
Ulmenweg 78
D-68723 Schwetzingen
Tel: +49-6202-3212
Fax: +49-6202-924974
E-Mail: thaubenreich@cas.org
http://www.cas.org


Manfred Hauer:
dandelon.com - kollaborative, maschinelle Content-Erschließung und semantisches, multilinguales Retrieval
HTML VTXT
Mittwoch, 14. September 2005, 17:00, Hörsaal D101

Dandelon.com ist ein internationaler, öffentlicher Dienst für wissenschaftliche Leser - vergleichbar mit einem Online-Service wie Google Scholar. Technisch basieren dandelon.com oder gleichartige Fachportale auf intelligentSEARCH als zentraler Retrieval-Applikation, auf dezentral in Bibliotheken installierten intelligentCAPTURE-Datenbanken als hochautomatisierte Erfassungs- und Indexierungssysteme und auf IC INDEX-Datenbanken mit semantisch vernetzten Begriffen in Thesauri in mehreren Sprachen (Topic Maps, Ontologies, ca. 1 Mio Terme, 16 Sprachen). Bisher werden die Medien Buch, Aufsatz und Website maschinell erschlossen. Jede mit intelligentCAPTURE produzierende Bibliothek kann Dandelon.com (oder auch spezielle Fachportale) als zusätzliche oder alternative Katalogsuche/Searchengine nutzen. Der Benutzer sucht dann nur im Bestand der eigenen Bibliothek und kann direkt auf die Katalogisate durchschalten. Dieses Katalogisat im eigenen Bibliothekssystem wird in der Regel auch mit Indexierungs- und PDF-Daten aus intelligentCAPTURE angereichert (PICA, ALEPH, SISIS u.a.). intelligentSEARCH ist zusätzlich Meta-Searchengine/Query Broker für den jeweils eigenen OPAC oder Google. Die Stärke des Ansatzes liegt in der optional hocheffizienten, domänenspezifischen Inhaltserschließung und in überdurchschnittlich guten Suchergebnisse mit Fokusierung auf direkt verfügbare Medien (Lokalisierung).

Dipl.-Inf.wiss. Manfred Hauer M.A.
AGI - Information Management Consultants
Mandelring 238 b
67433 Neustadt / Weinstrasse
Tel: +49 6321 96 35 - 10
E-Mail: Manfred.Hauer@agi-imc.de
Homepage: http://www.agi-imc.de
Portal dandelon.com: http://www.dandelon.com
Portal Informationswissenschaft: http://www.dgi-info.de


Philip Heller:
Linking Issues with Institutional Repositories

Donnerstag, 15. September 2005, 11:15, Hörsaal D101

There are an increasing number of institutional repositories that are publicly available. More funding agencies are making free electronic availability of papers supported by grants a requirement. In response to this many publishers are relaxing their rules regarding author use of a paper. This has created an environment where more scholarly research is available for indexing and linking. For secondary resources these repositories could be seen as an easy source of articles where full-text links can be created to take a user to a freely available copy of the paper. But there are a number of complexities that arise and indexing and linking to these articles is not as straightforward as one might expect. This paper explores issues with linking and citing these papers using a secondary service.

Keywords
Full-text links, free articles, open access

Philip Heller
Thomson Scientific
3501 Market Street
Philadelphia , PA 19104 USA
+1 215 386 0100 ext. 1290
philip.heller@thomson.com


Guido F. Herrmann:
Die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens: Chancen und Risiken aus der Sicht eines Verlages
PDF
Donnerstag, 15. September 2005, 15:00, Hörsaal D101

The talk describes the current challenges that scientific publishers face. Based on an historical analysis it is proposed how scientific publishing will evolve in the coming years. A particular emphasis is given on the role of electronic media and their influence on STM publishers.

Guido F. Herrmann
Managing Director Thieme Chemistry
Georg Thieme Verlag KG
Rüdigerstrasse 14
D-70469 Stuttgart
Tel: +49-711-8931-773
Fax: +49-711-8931-777
E-Mail: Guido.Herrmann@thieme.de
www.thieme-chemistry.com


Guido F. Herrmann:
Elektronische Publikationen des Thieme-Verlags

Donnerstag, 15. September 2005, 17:15, Hörsaal D102

Neben Thieme-connect, der Online-Plattform für ca. 100 medizinische und wissenschaftlche Zeitschriften der Verlagsgruppe, deutsch- und englischsprachigen E-Books und RÖMPP Online, dem umfangreichsten Nachschlagewerk zur Chemie und den angrenzenden Wissenschaften, ermöglicht die Georg Thieme Verlag KG mit der elektronischen Version von Science of Synthesis synthetisch arbeitenden organischen Chemikern an Universitäten und in der Industrie den zeitgemäßen Zugang zum Methodenwissen von heute und zurück bis ca. 1800.

Guido F. Herrmann
Georg Thieme Verlag KG
Ruedigerstr 14
D-70469 Stuttgart
Tel: +49 711 8931 772
Fax: +49 711 8931 777


Günter Jacobs:
HIP - Die Horizon Technologie-Offensive

Mittwoch, 14. September 2005, 16:40, Hörsaal D101

Seit nunmehr drei Jahren läuft bei der Dynix eine Technologie-Erneuerung aller Produkte, die ihres gleichen sucht. Treibender Kern ist die Geschwindigkeit, mit der sich Online-Medien im Besonderen und die Internet-Technologie im Allgemeinen vorwärts bewegt. Dynix ist an dieser Front ganz vorne mit dabei, in einigen Bereichen wird die Entwicklung durch Dynix maßgeblich mitbestimmt. Seit Juni 2004 ist die neue Generation des Horizon Information Portal (HIP) 4.0 verfügbar. Das völlig neue Design und die völlig neue Java-XML-Web-Services Technologie erlauben die Integration aller heutigen Dienste vom Online-Katalog ihrer Medien bis zu digitalen Quellen und Datenbanken aus der Region und weltweit in einer Oberfläche.

Dabei wird auf die Einfachheit der Bedienung durch den Benutzer ebenso Wert gelegt, wie auch auf die effektive und flexible Wartung durch die Bibliothek. Zu den herausragenden Funktionen gehört das gleichzeitige Durchsuchen mehrerer verschiedenster Datenbanken (Z39.50, HTML,...) bei gleichzeitiger Ergebnis-Konsolidierung (Mehrfachtreffer erscheinen nur einmal), die Anreicherung der Titelanzeige durch Grafiken, z.B. Titelbilder, das  Durchschalten zu online-Dokumenten wie eBooks mittels Open-URL, die einmalige Benutzer-Authentifizierung zur Nutzung aller personifizierten Dienste, die direkte Bestellung der Medien zur Ausleihe oder Fernleihe oder als Kopie, die vollständige Verwaltung der persönlichen Daten der Benutzer und vieles mehr. Besonders hervorzuheben ist der Kids-Katalog mit intuitiver stark Grafik und Bilder-orientierter Bedienung. Dieser Vortrag gibt einen Überblick.

Günter Jacobs
Geschäftsführer
Dynix GmbH
Kurt-Nonne-Weg 23
D-22926 Ahrensburg
Tel: +49 4102 209 347
Fax: +49 4102 209 349
E-Mail: GJacobs@dynix.com


Michael Kaiser:
Von "sehepunkten" und "zeitenblicken" - Erfahrungen beim Aufbau zweier geisteswissenschaftlicher Open-Access-e-Journals
VTXT
Donnerstag, 15. September 2005, 14:00, Hörsaal D101

Bereits vor der sog. Berliner Erklärung waren die sehepunkte und die zeitenblicke dem Prinzip des open access verpflichtet. Forschungsergebnisse entgeltfrei und unkompliziert verfügbar zu machen, war von je her ein zentrales Anliegen der beiden elektronischen Projekte. Ein weiterer Grund für open access war aber auch die schwierige Startphase der Journale, denen - zumindest in der Geschichtswissenschaft - quasi eine Vorreiterrolle zufiel. Um das neue Terrain des elektronischen Publizierens zu erkunden, ging es in erster Linie darum, überhaupt die Bereitschaft der Autorinnen und Autoren zu wecken, für E-Journale zu schreiben.

Viele Vorbehalte mussten abgebaut werden, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für an neuen Medien heranzuführen. In dieser Aufbauphase der Journale stand, auch dank einer entsprechenden Ausstattung mit Fördergeldern, weniger der finanzielle Gewinn im Vordergrund als vielmehr der Gewinn an wissenschaftlicher Seriosität und Reputation. Mittlerweile hat sich die Situation weitgehend gewandelt: die beiden e-Journale sind im Fach gut etabliert, renommierte Autorinnen und Autoren schreiben regelmäßig in den sehepunkten und zeitenblicken. Gleichzeitig stellt sich die Frage der Finanzierung beider Projekte neu - und damit die Frage, wie man den großen Vorteil, den open access für die rasche und ungehinderte Verbreitung wissenschaftlicher Ergebnisse bietet, weitestmöglich bewahren kann. Eng damit verknüpft ist die Lizenzproblematik. So gilt es zum einen, im Rahmen von open access Möglichkeiten einer Teil- oder auch Vollfinanzierung der Zeitschriften auszuloten; zum anderen stößt man gerade im Bereich der Geisteswissenschaften auf Usancen, denen die Entrichtung von Publikationsgebühren fremd ist.

Dr. Michael Kaiser
Historisches Seminar
Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
D-50923 Köln
Tel: +49-221-470-52 50
E-Mail: michael.kaiser@uni-koeln.de


Michael Katzmayr und Michaela Putz:
Evaluation von Literaturdatenbanken am Beispiel von ProQuest ABI/Inform und EBSCO Business Source Premier
VTXT
Donnerstag, 15. September 2005, 10:45, Hörsaal D101

An der Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien wurde im Rahmen einer Lizenzierungsentscheidung ein Vergleich zwischen den Datenbanken ABI/Inform Proquest und EBSCO Business Source Premier durchgeführt. Neben den Ergebnissen wird ein Konzept vorgestellt, wie in der Praxis ein Vergleich zwischen Aggregatordatenbanken bezogen auf den eigenen Bibliotheksbestand durchgeführt werden kann. Ausgehend von einer Beschreibung der Besonderheiten von Aggregatordatenbanken (z.B. Embargos) werden sowohl quantitative (Vergleich der Titellisten, Volltextverfügbarkeit) als auch qualitative (peer-reviewed, Rankings, Indexierung und Abstracting) inhaltliche Kriterien für die Evaluation angeführt. Neben der inhaltlichen Bewertung wurden auch die Usability der Datenbankoberfläche (v.a. Suchmöglichkeiten), das Nutzungsverhalten sowie die Bedürfnisse der BenutzerInnen untersucht. Vor allem bei quantitativen Kriterien schneidet EBSCO Business Source Premier besser ab als ABI/Inform ProQuest; jedoch kann - die budgetären Möglichkeiten vorausgesetzt - aufgrund der mitunter geringen inhaltlichen Überschneidung für eine Lizenzierung beider Datenbanken argumentiert werden.

Mag. Michael Katzmayr
Mag. (FH) Michaela Putz
Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien
Abt. Information und Digitale Bibliothek
Augasse 2-6
1090 Wien
Tel: +43-(0)1-31336 - 4930 (Mag. Michael Katzmayr) Tel: +43-(0)1-31336 - 4913 (Mag. (FH) Michaela Putz)
E-Mail: michael.katzmayr@wu-wien.ac.at
E-Mail: michaela.putz@wu-wien.ac.at


Alois Kempf:
Zur Metrie von Referenzen
VTXT
Donnerstag, 15. September 2005, 16:15, Hörsaal D101

Die Quellenangabe in Form eines Literaturverzeichnisses oder von Fussnoten hat in der wissenschaftlichen Kommunikation eine lange Tradition. Die Hypertextstruktur des World Wide Web hat dazu beigetragen, dass diese Beziehungen zwischen zitierender Publikation und referenziertem Werk eine Beschleunigung erfahren. Literaturdatenbanken enthalten deshalb neben den bibliographischen Angaben und den Inhalt erschliessenden Elementen neu oft auch die Referenzen. Bei Volltext-Datenbanken ist dies integrierender Bestandteil. Im Sinne des Citation Indexing können solche Literaturnachweise (cited references) als Ausgangspunkt der Informationssuche oder als Navigationspfad zum Aufspüren von Forschungsnetzwerken (communities) eingesetzt werden. Beispiele wie ISI Web of Science, Scopus von Elsevier oder Google Scholar deuten jedoch darauf hin, dass neuerdings das quantitative Auszählen von Publikations-und Zitationshäufigkeiten an Bedeutung gewinnt. Der Beitrag geht der Frage nach, was und wie denn gezählt wird und ob die jeweilige Grundgesamtheit bekannt ist, wenn statistische Vergleiche und Rangierungen vorgenommen werden.

Dr. Alois Kempf
Eidgenoessische Forschungsanstalt WSL
Knowledge Networking
Zuercherstrasse 111
CH-8903 Birmensdorf
Tel: +41-1-739-2380
Fax: +41-1-739-2215
E-Mail: alois.kempf@wsl.ch
www.wsl.ch/lm/links/welcome-de.ehtml


Klaus Kempf:
Suchen, Finden, Bereitstellen: Das geschichtswissenschaftliche Fachportal Chronicon  auf Basis von SISIS-Elektra VTXT

Mittwoch, 14. September 2005, 14:40, Hörsaal D101

Chronicon, das Fachportal für Geschichtswissenschaften, ist ein umfassendes Informationssystem zur west- und osteuropäischen Geschichte. Es ist ein Single Point of Access für zahlreiche interne und externe Fachangebote. Hervorstechendes Merkmal des Portals ist der integrierte Ansatz, der Recherche, Informationsverarbeitung und Dokumentbeschaffung in einen gemeinsamen Workflow einbindet. Inhaltliche Grundlage für Chronicon bilden die umfangreichen Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek im Bereich Geschichte und Kultur der deutschsprachigen Länder, Frankreichs, Italiens und Osteuropas, die die BSB als Sondersammelgebiets-Bibliothek für diesen Bereich kontinuierlich aufbereitet (Neuerwerbungsdienst, Current-Contents-Dienst, Zeitschriftenschau, TOCs).

Das Portal bietet darüber hinaus Zugang zu Spezialkatalogen, Fachbibliographien und freien Internetressourcen sowie zu den wichtigsten kostenpflichtigen Fachdatenbanken. Eine umfangreiche Sammlung retrodigitalisierter Materialien rundet das Angebot ab. Alle Angebote sind in eine Metasuche eingebunden und nach formalen oder inhaltlichen Kriterien parallel durchsuchbar. Eine Besonderheit von Chronicon ist der DDC-basierte systematische Sucheinstieg, der sich vor allem an erfahrene Nutzer wendet.

Der Weg von der Information zum Dokument wird in Chronicon so kurz wie möglich gehalten. Neben den umfassenden bibliothekarischen Dienstleistungen der BSB (Ausleihe, Kopienbestellung) sind auch traditionelle Services wie die Fernleihe oder der Durchgriff auf externe Anbieter (Online-Buchhändler) eng integriert. Ein dynamisches Linkingsystem zeigt ergänzende Optionen auf. Im Falle von digital vorliegenden Ressourcen ist der Weg zur Information noch kürzer. Online verfügbare Dokumente werden unmittelbar in der Trefferliste kenntlich gemacht und sind nur einen Mausklick entfernt.

Als weiteres Highlight ermöglicht Chronicon den direkten Zugang zu kostenpflichtigen Fachdatenbanken durch Integration einer "Pay-per-Use-Komponente", die registrierten Nutzern die Recherche in geschichtswissenschaftlichen CD-ROMs und Online-Datenbanken auch von Arbeitsplätzen außerhalb der Räumlichkeiten der Staatsbibliothek ermöglicht.

Klaus Kempf
Bayerische Staatsbibliothek
Abteilung Bestandsaufbau und Erschließung
Ludwigstr. 16
D-80539 München
Tel: +49 89 28638-2300
Fax: +49 89 28638-2979
E-Mail: kempf@bsb-muenchen.de


Adalbert Kirchgaessner:
Finanzielle Experimente im wissenschaftlichen Publikationswesen
VTXT
Donnerstag, 15. September 2005, 09:30, Hörsaal D101

Bisher gab es eine klare Aufgabenverteilung im Publikationswesen: Die Wissenschaftler lasen Literatur und schrieben Beiträge, die Verleger brachten diese Beiträge in Zeitschriften und Büchern auf den Markt und die Bibliotheken beschafften diese, damit die Wissenschaftler die neuen Erkenntnisse der Wissenschaft zur Kenntnis nehmen konnten. Diese Aufgabenverteilung wurde durch die Entwicklungen der letzten Jahre in Frage gestellt: Die Preise für wissenschaftliche Publikationen stiegen derart, dass die Bibliotheken nicht mehr die gewünschte Menge von (gedruckter) Information beschaffen und bereitstellen können. Die elektronische Kommunikation führt dazu, dass die in den Publikationen enthaltenen Informationen bereits den unmittelbar daran interessierten Personen bekannt und ausführlich diskutiert sind, bevor die gedruckte Version auf den Markt kommt.

Der Zwang der öffentlichen Haushalte, immer mehr einzusparen führte zu kostenorientierten Entscheidungsstrukturen in den wissenschaftlichen Einrichtungen, die die früher gelebte Trennung zwischen Literaturetat und Forschungsaufwendungen in Frage stellt. Die wissenschaftlichen Großverlage erzielen Gewinnmargen, die dem letzten Wissenschaftler vor Augen führen müßten, dass die Erlöse der Zeitschriften zu einem sehr großen Anteil zur Alimentierung der Kapitalgeber und Manager der Großverlage dienen statt der wissenschaftlichen Kommunikation. Außerdem könnten diese Gelder stattdessen für die Forschung - Geräte, Personal - eingesetzt werden. Dies führt zwangsläufig zur Überlegung, dass die Wissenschaftler mit geeigneter Organisation ihre Mittel für Literatur und Information effizienter einsetzen können, als beim Umweg über kommerzielle Verlage, da bei diesem Umweg nur ein Teil dieser Gelder tatsächlich zur Beschaffung und Verbreitung der wissenschaftlichen Information eingesetzt wird.

Aus dieser Überlegung entstand die Idee des Open Access, der freien wissenschaftlichen Information im Internet. Aber auch die Bereitstellung dieser Information muss bezahlt werden. In diesem Beitrag wird diskutiert, wie dies bezahlt wird, wer in den Wissenschaftlichen Institutionen die Literatur und Information künftig bezahlt, und wie diese Veränderungen sich auf die Struktur der wissenschaftlichen Informationsversorgung und ihre Institutionen auswirkt.

Dr. Adalbert Kirchgaessner
Erwerbungsleiter
Bibliothek der Universitaet Konstanz
Universitaetsstrasse 10
D-78457 Konstanz
Tel: +49 7531-882848
Fax: +49 7531-883082
E-Mail: adalbert.kirchgaessner@uni-konstanz.de


Walter Koch und Sigrid Reinitzer:
Die Kooperationsplattform Media.Alp - das Netzwerkinstrument für Medien- und Inhaltsanbieter VTXT

Donnerstag, 15. September 2005, 10:45, Hörsaal D102

Den Vorteil des Kooperierens der BAM-Einrichtungen (Bibliotheken, Archive, Museen) untereinander in wichtigen gemeinsamen Fragen, wie z.B. der Digitalisierung und Langzeitarchivierung, haben Kultureinrichtungen längst erkannt. Hier gibt es bereits internationale Initiativen und Projekte, die sich dieser Themen annehmen. Doch nicht nur die Kooperation untereinander, auch die Zusammenarbeit mit anderen Sparten, wie Medien, Tourismus und Wirtschaft, verhilft dem kulturellen Erbe zu einer größeren überregionalen Sichtbarkeit und schafft einen Zugewinn bei allen Beteiligten. Es werden die verschiedenen Aspekte von Kooperation im Kulturbereich erörtert  und anhand der Bestrebungen des Projektes Media.Alp wird gezeigt, welche Möglichkeiten einer Netzwerkentwicklung es für Kultur, Medien, Tourismus und Wirtschaft geben kann.

Univ.-Prof. Dr.Walter Koch
Angewandte Informationstechnik Forschungsgesellschaft mbH
Klosterwiesgasse 32/1
8010 Graz
Tel: +43 (316) 835359-0
Fax: +43 (316) 835359-75
Mobile:+43 664-3556521
E-Mail: kochw@ait.co.at

Dr. Sigrid Reinitzer
Universitätsbibliothek
Universitätsplatz 3
8010 Graz
Tel: +43-316-380-3101
Fax: +43-316-380-4987
E-Mail: sigrid.reinitzer@uni-graz.at


Ulrike Kugler und Luca Dini:
Sprachunabhängige Suche im Katalog der UB Bozen (Multilingual Search in the Library of the Free University of Bozen-Bolzano)

Mittwoch, 14. September 2005, 15:30, Hörsaal D102

At the Library of the Free University of Bozen-Bolzano (FUB) bibliographic items are catalogued using three different systems, namely the Anglo-American cataloguing rules. 2. ed. (AACR2), the Regeln für die alphabetische Katalogisierung in wissenschaftlichen Bibliotheken (RAK-WB) and the Regole italiane di catalogazione per autori, depending on the language they are written in. Furthermore, subject indexing is carried out with regard to the item's language, i.e. LOC subject headings for items in English, the Schlagwortnormdatei for items in German and the Soggetario for items in Italian.

This makes the traditional search of the OPAC system inadequate to fully satisfy the user requests due to the lack of cross-language retrieval tools. As a consequence, the user has to repeat the search in each of the three languages to successfully search the entire Library Catalogue.

In order to overcome these limitations, the FUB Library and the Faculty of Computer Science have started a project to be carried out in collaboration with CELI, an Italian company specialized in the Language and Technology field. The goal of the project is to provide multilingual subject access to the library catalogues enabling users to simultaneously search the catalogues in the language of their choice.

The plan is to exploit and extend the multilingual search engine developed at CELI, DocDigger, by adapting it to the specific needs of the Library archive. The system combines linguistic knowledge, like grammars, dictionaries and thesauri, with statistical methods for data mining to improve precision and recall of the search. Moreover, the system will dynamically update the vocabulary in the thesauri with new terms coming from either new catalogues' entries or from the user queries. To this end, it consults on-line dictionaries by means of automatic spidering mechanisms.

The results of the project could be of interest in all contexts where multilingual search of Libraries' Catalogues is required. This is becoming an urgent problem of wide impact due to the increasing globalization of our society. Its solution will help fostering co-operation within and outside Europe and will promote understanding and exchange of information between peoples and cultures.

Ulrike Maria Kugler
Universitätsbibliothek
Freie Universität Bozen
Sernesistr. 1
I-39100 Bozen
Tel: +39 0472 012 353
Fax: +39 0471 012 309
E-Mail: ulrike.kugler@unibz.it
http://www.unibz.it

Luca Dini
CELI s.r.l.
C.so Moncalieri, 21
I-10131 Torino
Tel: +39 011-660 08 14
Fax: +39 011-660 06 87
E-Mail: info@celi.it
http://www.celi.it/


Patrice Landry:
Cross-language access to information and practical applications:
The MACS solution.
PPT
Dienstag, 13. September 2005, 14:15, Hörsaal D101

MACS is an European project that was created in 1997 in response to a request by the Conference of European national Librarians (CENL) to find a solution to the problem of multilingual subject access to bibliographic databases. Now almost 9 years later, the MACS project has moved to the production phase. The LMI database is now in production and work have started to add SWD headings to the 30'000 RAMEAU-LCSH links already in the database. The presentation will update the project and explain how the linking work is been undertaken. The issues of work procedures and methodology will also be discussed.  The presentation will conclude by showing some of the search results obtained from the linking work and presenting some future perspectives.

Patrice Landry
Bibliothèque nationale suisse
Hallwylstrasse 15
CH-3003 Berne
Tel: +41 (0)31 324 06 25
E-Mail: patrice.landry@slb.admin.ch


Marco Ledwon:
Bibliotheks-Portallösungen mit iPort - Konzepte, Lösungen und Beispiele

Mittwoch, 14. September 2005, 15:00, Hörsaal D101

Die Welt der wissenschaftlichen und technischen Information hat sich drastisch verändert. Weltweite Vernetzung, neue Publikations- und Distributionswege leiten einen Strukturwandel und Paradigmenwechsel ein. Digitale Bibliotheken bieten zahlreiche Mehrwertdienste an und elektronische Information wird zum Allgemeingut. Gleichzeitig muss der Nutzer aus einer Vielzahl von Quellen (Datenbanken) und Zugängen wählen. Zahlreiche "Insellösungen" erschweren den Überblick. So gibt es Funktionale Inseln  (Bibliotheken, Verlage, FIZe), Fachliche Inseln (Physik, Medizin) regionale Inseln (Universitäten, Bibliotheksverbünde). Informationsbeschaffung wird nicht nur zu einem Zeitfaktor sondern auch zu einem  Kostenfaktor.

Endnutzer sind zudem oft nicht bereit komplexe Datenbankabfragen zu formulieren. Diese Diskrepanz zwischen dem Wunsch möglichst alle relevanten verfügbaren Informationen in möglichst kurzer Zeit zu erhalten und dies mit minimalem Aufwand verlangt nach einem System, das als Portalsystem dem Nutzer durch simultane Suche in allen verfügbaren bibliothekarischen Datenbanken einen effizienten Zugriff auf relevante Informationen ermöglicht.

iPort wurde schon im Stadium des alten "EU Decomate" - Projektes konsequent auf diese Anforderungen ausgerichtet und zahlreiche Funktionen basieren heute auf internationalen Standards wie z39.50, UNICODE, XML und LDAP. Das macht iPort zudem zu einem offenen und leicht anzupassenden System. Der Vortrag gibt einen Überblick über verschiedene bestehende iPort- Anwendungen,  virtuelle Fachbibliotheken oder die Realisierung der Verbundübergreifenden Fernleihe mit iPort.

Marco Ledwon
Verbundzentrale des GBV (VZG)
Postfach 2932
D-37070 Göttingen
Tel: 0049-(0)551-39-12323
Fax: 0049-(0)551-39-2408
E-Mail: Marco.Ledwon@gbv.de


Federico Meschini:
TMS - TEI Management Systems
VTXT
Mittwoch, 14. September 2005, 17:15, Hörsaal D102

The standard for the encoding of literary and linguistic texts promoted by the Text Encoding Initiative, since 2001 based on the XML syntax,  is constantly being more and more adopted by the different digitalization projects. As the number of digital texts and collections is growing, also the availability of software tools "TEI-aware" is increasing, both developed in academic and librarian contexts, than adapted starting from "hard" Information Technology frameworks.

The choice is now much wider than it was just a few years ago, but it could also cause some confusion in selecting the right tool, because each software has its own peculiarities, which should be evaluated and confronted against the characteristics of the texts being encoded and the general needs and aims of the project of which the digital library is part. What is the main aim of a project? It's the visualization one, with perhaps a multiple output feature? It's a general full-text research or there are also some form of advanced textual analysis? It is possible to combine all these aspect? And if somebody has already found a solution for our problems how can we find it over the net?

This paper wants to analyze the possibilities of a classification of the TEI Management Systems actually available which utilizes the Topic Map standard, and the respective XML Topic Map (XTM) syntax. A Topic Map is based on the definition of a general topic, the particular and real occurrences of that topic, and the associations between different topics, thus it can be the best way to obtain a complete classification, which will include the various aspects, from the most technical, concerning the programming languages used or the technical specification needed, to the functionalities of visualization, text research and analysis.

Dott. Federico Meschini
Facoltà di Lingue e Letterature Straniere Moderne
Università degli Studi della Tuscia
Largo dell'Università
Viterbo, 01100 (VT)
Tel: +39 0761-357647
email: fmeschini@tin.it


Alexandra Pan:
Katalogisierung der Kulturgüter in Südtirol
VTXT
Mittwoch, 14. September 2005, 14:00, Hörsaal D102

Die Autonome Provinz Bozen Südtirol ist reich an kulturellem Erbe. Mehr als 70 Museen und Sammlungen vermitteln Wissen über Vor- und Frühgeschichte, Volkskultur, Kunst, Kunstgewerbe, Natur, Technik, Industrie und Arbeitswelt Südtirols. Über 6000 geschützte Baudenkmäler legen Zeugnis von der wechselvollen Geschichte des Landes ab.

Nur wenige Sammlungen sind vollständig und den internationalen Normen entsprechend katalogisiert. Für die Katalogisierung werden unterschiedliche Systeme (Software, Karteikarten, Inventarbücher etc.) verwendet, deren Daten aufgrund verschiedener Dokumentationsmethoden nicht vernetzbar und austauschbar sind. Die Südtiroler Landesverwaltung sieht deshalb die Notwendigkeit, den denkmal-pflegerischen, musealen und kirchlichen Institutionen eine Hilfestellung in diese Richtung zu geben und unterstützt die umfassende Katalogisierung der Südtiroler Kulturgüter.

Ziel des Projektes Katalogisierung der Kulturgüter in Südtirol ist die einheitliche Erfassung und Katalogisierung der in Südtirol bestehenden beweglichen und unbeweglichen Kulturgüter zur Erhaltung des Kulturerbes. Das Ergebnis soll ein (elektronischer) Katalog aller Südtiroler Kulturgüter sein, der zweisprachig zugänglich ist und sowohl den gesetzlichen Mindestvorgaben als auch internationalen Normen entspricht. Dieser "virtuelle Katalog" der Kulturgüter Südtirols bietet unterschiedliche "Informationsebenen" für unterschiedliche Benutzer an (allgemeiner Endbenutzer, Wissenschafter, Verwaltungsmitarbeiter, Kurator) und wird Ausgangsbasis für die Entwicklung weiterer Angebote sein.

Dr. Alexandra Pan
Autonome Provinz Bozen-Südtirol
Abteilung 14, Deutsche Kultur und Familie,
Museums-Servicestelle
Andreas-Hofer-Straße 18
I-39100 Bozen
Tel: +39/0471/413366
E-Mail: alexandra.pan@provinz.bz.it
www.provinz.bz.it/museenfuehrer


Federica Paradisi:
The Prototype of the new Italian "Soggettario"
PDF
Dienstag, 13. September 2005, 14:15, Hörsaal D101

The paper focuses on the latest development of the new Italian Soggettario Prototype, the project recently undertaken by the National Central Library of Florence in Italy. This project developed from a two-year Feasibility Study on the revision of the "Soggettario per i cataloghi delle biblioteche italiane", the tool for subject indexing used by the Italian National Bibliography and by the majority of Italian libraries since 1958, began at the library in October 2004, and completion is expected by December 2005. This new tool, to be implemented, updated and managed online, will integrate three features: rules on the principles and guidelines of the new indexing language, a Thesaurus and an Application Manual. It will be a flexible, modular, interoperational system, to be used in different documentary contexts, such as archives, museums and documentation centres. Conceived as a tool to be used on a national level, both by general libraries and specialised institutions, it will be developed in a multilingual direction in the foreseeable future.

Federica Paradisi
Bibliografia Nazionale Italiana
Biblioteca Nazionale Centrale
Piazza Cavalleggeri 1
I-50122 Firenze
Tel: +39 055 24 91 91
Fax: +39 055 23 42 482
E-Mail: federica.paradisi@bncf.firenze.sbn.it


Rainer Pernsteiner: (Vortrag gehalten von Norbert Einsporn)
Methoden zur Analyse der Nutzung von Datenbanken
Freitag, 16. September 2005, 10:45, Hörsaal D101

Für die Nutzung von Datenbanken werden in der Regel statistische Auswertungen er-stellt, die sich auf formale Aspekte der Nutzungsintensität konzentrieren. Fragen zur Häufigkeit der Nutzung, Anzahl der Nutzer, Anzahl der gefundenen und abgerufenen Treffer gesamt oder pro Session, sind Kenngrößen, die seitens der Bibliotheken ermittelt oder von den Anbietern bereitgestellt werden. Die so ermittelten Werte dienen Bibliothe-ken und Anbietern in der Regel bei den Entscheidungen über Abonnements und Preis-gestaltung von Datenbank-Lizenzen. Statistiken dieser Art beziehen sich aber immer nur auf die Inanspruchnahme der Datenbank selbst.

Sehen wir die Datenbank einmal anders: Als neutrale Plattform und Ausgangspunkt für die qualifizierte Erschließung und Beschaffung der Primärliteratur. Welche Aussagen lassen sich zur Relevanz der Primärliteratur machen? Welche der in der Datenbank ent-haltenen Fachzeitschriften, welche Verlage, welche Konferenz-Reihen etc. beinhalten nach Meinung des Nutzers die für ihn zutreffenden Informationen?

Diese Informationen sind nicht nur für den Datenbank-Produzenten wichtig, um die In-put-Strategie laufend zu überwachen. Gerade Bibliotheken haben Interesse an diesen Fakten, da es sonst kaum empirische Auswertungen über den inhaltlichen Informati-onswert von Medien unter dem Aspekt der  Informationsinteressen der Nutzern gibt.

FIZ Technik hat auf Basis von über 2 Millionen, vom allen FIZ Technik-Nutzern aus dem Hochschul- und Industriebereich während der Recherche selektierten Literaturstellen Statistiken erstellt, die Auskunft über die Informationsrelevanz einzelner Zeitschriften und Verlage geben. Die Statistik zeigt auch, daß Print-Zeitschriften und E-Journals in den verschiedenen ingenieurwissenschaflichen Gebieten, z. B. im Maschinenbau, in der Elektrotechnik/Elektronik, bei den Werkstoffinformationen unterschiedliche Gewichtun-gen haben und wie relevant einzelne Zeitschriftentitel für die Anschaffung bzw. Lizenzie-rung durch die Bibliotheken sein können.

Rainer Pernsteiner
Fachinformationszentrum Technik
Leitung Bereich Vertrieb und Marketing
Ostbahnhofstr. 13
D-60314 Frankfurt a.M.
http://www.fiz-technik.de/
Telefon: (069) 4308-227
Telefax: (069) 4308-215
E-Mail: rainer.pernsteiner@fiz-technik.de


Eveline Pipp:
Die Anwendung von MetaLib zur quellenübergreifenden, geführten Suche in den Informationsquellen der UB Innsbruck
PDF
Mittwoch, 14. September 2005, 15:40, Hörsaal D101

Im Laufe des Jahres 2005 strebt die UB Innsbruck eine möglichst weitgehende Vernetzung der angebotenen elektronischen Informationsquellen an, wobei besonders auf die Bedürfnisse der noch ungeübten bzw. sporadischen BibliotheksbenutzerInnen eingegangen werden soll. Für die Buchentlehnung wird weiterhin direkt zum lokalen Bibliothekskatalog sowie zu fernleihrelevanten Katalogen verlinkt. Für die Suche nach (gedruckten und / oder elektronischen) Zeitschriften und nach bestimmten Zeitschriftenaufsätzen wird der Citation Linker von SFX angeboten. Für die themenbezogene Suche kommt MetaLib zum Einsatz.
Die themenbezogene Suche geht von einer einfachen Suche in Fachportalen (= vordefinierte Sets von fachspezifischen Datenbanken) aus. Über die BenutzerInnenführung werden die Suchenden angeleitet, die Suche in weitere Datenbanken zu übernehmen bzw. die Suchanfrage zu verfeinern. Die Suche resultiert in einer deduplizierten gemeinsamen Trefferliste, der Weg zum (elektronischen oder gedruckten) Originaldokument wird wiederum über SFX gewiesen.

Die Authentifizierung der BenutzerInnen erfolgt mit Hilfe ihrer Bibliothekskennung, die eine Differenzierung in Universitätsangehörige und Universitätsfremde erlaubt. Universitätsfremden BenutzerInnen werden lizenzpflichtige Informationsquellen mit dem Hinweis angezeigt, dass sie diese in den Räumlichkeiten der Bibliothek benutzen könnten. Ein Gastzugang (ohne Authentifizierung) wird zwar angeboten, aber mit dem Hinweis auf die wesentlichen inhaltlichen und funktionalen (keine permanente Speichermöglichkeit, keine permanente Auswahl bevorzugter Informationsquellen) Einschränkungen versehen.

Wir erhoffen uns durch das Angebot einer quellenübergreifenden, geführten Suche eine verstärkte und ausgewogenere Nutzung unseres Datenbankangebotes, die Hinführung der BenutzerInnen zur Entwicklung treffsicherer Suchstrategien sowie vergleichbare Nutzungsdaten für die unterschiedlichen Informationsquellen. Die Zeitschriftensuche über den SFX Citation Linker soll in einem Schritt gedruckte und elektronische Bestände der UB Innsbruck nachweisen und (nur) für nicht verfügbare Dokumente zur Fernleihe bzw. Dokumentenlieferung weiterführen.

MetaLib und der SFX Citation Linker sowie die dazugehörige BenutzerInnenführung befinden sich derzeit in der Implementierungs- und Testphase und sollen im Wintersemester 2005 / 2006 freigeschaltet werden.

Dr. Eveline Pipp
Universitätsbibliothek Innsbruck
Abteilung Datenbanken und Neue Medien
Innrain 50
6010 Innsbruck
Österreich
 
Tel.: 043-512-507-2494
Fax: 043-512-507-2864
E-Mail: eveline.pipp@uibk.ac.at


Jürgen Rauter:
Expansive Zitationsanalyse auf deskriptiv intertextueller Basis (ExpanZiB)
VTXT
Donnerstag, 15. September 2005, 15:45, Hörsaal D101

In Zeiten der Evaluation von Wissenschaft werden immer häufiger zitationsanalytische Verfahren zur qualitativen Bewertung von Wissenschaftlern und Institutionen herangezogen, wobei exemplarisch die UNI-Serie 2004 des Nachrichtenmagazins Focus genannt sei. Dahinter verbirgt sich die Vermutung, dass häufig zitierte Wissenschaftler bzw. deren Texte aufgrund ihrer Qualität im Zentrum der Diskussion stehen, während kaum zitiertes entweder thematisch erschöpft oder überholt ist, nur sporadisch wahrgenommen wird oder mangelnde Aktualität besitzt. Allerdings zeigt sich vor allem hier ein entscheidendes Missverständnis, ist die Zitationsanalyse doch um rein quantitative Aspekte bemüht, die zudem nur global über die Bibliographie und nicht über die gesetzten Fußnoten erfasst werden. Aus besagten Überlegungen heraus präsentiert der Vortrag "Expansive Zitationsanalyse auf deskriptiv intertextueller Basis (ExpanZiB)" ein erweitertes Konzept der Zitationsanalyse, welches auf dem Fundament der deskriptiven Intertextualität, der Auswertung jeder einzelnen Fußnote auf der Berechnungseinheit Kapitel, der entsprechende Kreation neuer Indexe sowie der Erfassung von Zustimmung oder Ablehnung von Seiten des Autors basiert und damit die Chance einer qualitativen Verbesserung eines auf Quantität beruhenden Systems eröffnet.

Jürgen Rauter
Institut für Sprache und Information
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
D-0235 Düsseldorf
E-Mail: juergen.rauter@uni-duesseldorf.de


Frank Scholze:
EU-Project GRACE - Erfahrungen mit der ersten Grid-basierten Suchmaschine
VTXT
Donnerstag, 15. September 2005, 11:45, Hörsaal D101

GRACE (Grid Search and Categorization Engine http://www.grace-ist.org/) war ein Projekt im 5. IST-Rahmenprogramm. Ziel des Projekts war es, Grid-Technologien für ihren Einsatz im Bereich Information Retrieval zu untersuchen. Es wurde eine verteilte, parallele Suchmaschine entwickelt. Die Ergebnisse der Suche in den heterogenen Quellen werden nach inhaltlichen Kriterien in Gruppen zusammengefasst (kategorisiert bzw. geclustert). Die Bezeichnungen der Kategorien werden dabei ad hoc mit Hilfe linguistischer Methoden aus den jeweiligen Ergebnissen generiert. Im Verlauf des Projektes zeigte sich, dass die eingesetzte Grid-Middleware (Large Hadron Collider Computer Group (LCG-2) und European DataGrid (EDG)) nicht für interaktive Anwendungen in Echtezeit geeignet ist. Es wurde daher eine Kombination aus ontologiebasierter Indexierung und Kategorisierung entwickelt, um rasche Antwortzeiten zu garantieren. Im Vortrag werden nach einer kurzen Erklärung der Grid-Technologie und der verwendeten linguistischen Verfahren vor allem die Projektergebnisse vorgestellt.

Frank Scholze
Stuttgart University Library
Holzgartenstr. 16
D-70174 Stuttgart
Tel: +49 (0)711 / 121 - 2269
Fax: +49 (0)711 / 121 - 3502
E-Mail: scholze@ub.uni-stuttgart.de
http://www.ub.uni-stuttgart.de/fachinfo/personen/scholze.phtml


Jürgen Stickelberger:
Unterschiedliche Informationsressourcen nahtlos miteinander verbinden - am Beispiel von SwetsWise Online Content und SwetsWise Linker

Donnerstag, 15. September 2005, 17:00, Hörsaal D102

Swets Information Services hat die Produktfamilie SwetsWise um ein weiteres Modul erweitert: Nach 1) SwetsWise Subscriptions - Abonnementbestellung und -verwaltung im Internet, auch für Endnutzer, - und 2) SwetsWise Online Content, dem Zugangsportal für elektronische Inhaltsverzeichnisse und Volltextzeitschriften, wurde das 3. SwetsWise-Produkt im Jahre 2004 erfolgreich eingeführt: Die SwetsWise Title Bank, ein komfortables Instrument für die umfassende Bestandsverwaltung der Informationsressourcen. Vorteile sind u.a., dass bei Swets bestellte Abonnements in der Title Bank sofort sichtbar sind und mit weiteren Informationen und Links versehen werden können. Weiterhin ist der Zugriff auf alle elektronischen Inhalte, die mit SwetsWise Online Content verwaltet werden, integriert. Zusätzliche Titel (Zeitschriften, Bücher, Datenbanken etc.) können in die Bestandsliste eingefügt werden. Im März 2005 wurde neu eine erweiterte Fachgebietsverwaltung eingeführt, sowie die Möglichkeit der Integration von mehreren hundert Referenz- und Volltextdatenbanken. Weiterführende Informationen auch unter: www.swets.de.  

Jürgen Stickelberger:
Swets Information Services GmbH
Mainzer Landstraße 625- 629
D-65933 Frankfurt / Main
Tel: +49-69-633 988-0
Fax: +49-69-633 988- 23
E-Mail: jstickelberger@de.swets.com
http://www.swets.de/


Valeria E.Trevisan:
Digitalisierung lokaler Zeitschriften der Zwanziger und Dreissiger Jahre
VTXT
Mittwoch, 14. September 2005, 14:30, Hörsaal D102

In dem Vortrag sollen die ersten Erfahrungen mit der Digitalisierung der italienischen Landesbibliothek "Claudia Augusta" (Bozen) im Rahmen ihres lokalen Bestands präsentiert werden.

Das Projekt startete mit einer Vorstudie zum lokalen Zeitschriftenbestand, sowohl im Besitz der Bibliotheken des geplanten Bibliothekenzentrums (Landesbibliotheken "Claudia Augusta" und "Tessmann" und Stadtbibliothek Bozen) als auch der Bibliotheken des Südtiroler Bibliothekssystems. Mit der Studie wurde die Präsenz zahlreicher Sammlungen lokaler Zeitschriften erhoben, die häufig auf Mikrofilm vorlagen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse begann die Landesbibliothek "Claudia Augusta" mit der teilweisen Reproduktion ausgewählter Zeitschriften vom Anfang des letzten Jahrhunderts - mit Genehmigung der besitzenden Bibliotheken. Diese für die Lokalgeschichte wichtigen und interessanten Zeitschriften wurden virtuell mit Hypertexten verlinkt, die vorab von einem Historiker für lokale Geschichte, ausgewählt und bearbeitet worden waren.

Die Zeitschriften wurden sowohl wegen ihres Interesses für Studium und Forschung ausgewählt, als auch wegen ihrer starken Nutzung seitens der Forscher und wegen der bestehenden Schwierigkeiten, diese Materialien einzusehen. Diese sind häufig unvollständig, in schlechtem Zustand und besonders empfindlich und riskieren einen schnellen und unwiederbringlichen Verfall.
Die digitalisierten Zeitschriften sind:

  • Il piccolo posto (1922-1926)
  • La voce del Sella (1923-1927)
  • La provincia di Bolzano (1927-1941)

Die Bilder sind im JPEG-Format gespeichert, von einer kleinen Suchmaschine aufgearbeitet und nur über die Internet-Arbeitsplätze einzusehen, die den Bibliotheksnutzern in der Bibliothek zur Verfügung stehen. Alle Bilder wurden mit einem digitalen Stempel gekennzeichnet, der eine Reproduktion verhindert und die Glaubwürdigkeit, Maßgeblichkeit und Authentizität der Dokumente bestätigt. Eine weitere Anwendung von großem Interesse, bei der die Digitalisierungstechnologie zu einer sachgemäßen Archivierung der Originale beiträgt, ist die Digitalisierung von Bildmaterial. Dies fördert sowohl die Verbreitung des Wissens als auch - laut Michael Malinconico - eine Demokratisierung beim Zugriff auf Informationen und Medien. Mit diesem für die Benutzer so wichtigen Material soll eine Art digitale Bibliothek entstehen, auf die man direkt von der Homepage der Bibliothek zugreifen kann.

Dott.ssa Valeria E.Trevisan
Direttrice Biblioteca "Claudia Augusta"
Direktorin der Italienischen Landesbibliothek "Claudia Augusta"
Via Mendola 5
I-39100 Bolzano  
Alte Mendelstrasse Nr. 5
I-39100 Bozen
Tel: 0471 264444
Fax: 0471 266021
E-Mail: v.trevisan@bpi.claudiaugusta.it


Hans Troger:
Das Sandoz-Intranet als Wissenstor für alle Mitarbeiter
PDF
Donnerstag, 15. September 2005, 10:00, Hörsaal D102

Das Intranet ist vor allem dann das Medium erster Wahl, wenn es gilt Informationen über verschiedene Standorte hinweg für alle Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Hier finden die Mitarbeiter - von der Forschung bis zum Vertrieb - aktuelle News, Organisationsanweisungen, Informationen aus dem Personalbereich, Datenbanken, Applikationen oder das Qualitätshandbuch. Egal ob die Mitarbeiter im gleichen Gebäude ein oder zwei Stockwerke tiefer sitzen oder in einem Büro, Wien, Kundl, Laibach oder Buenos Aires

Vorgestellt wird das ‚Sandoz-Austria Intranet' sowie speziell die STM- und Business- Informationsressourcen der Abteilung ‚Information Management & Library' (IML)/Sandoz Kundl. Ein Überblick über die eingesetzten IT-Tools wird gegeben und die Möglichkeiten und der Nutzen zur Verwaltung der Ressourcen werden aufgezeigt.

Dr. Hans Troger
Head Information Management & Library
Sandoz GmbH
R&D Anti-Infectives
Biochemie Str. 10
6250 Kundl
www.sandoz.com
Tel: +43 (0) 5338 200-2257 (direct)
Fax: +43 (0) 5338 200-3015
E-Mail: hans.troger@sandoz.com


Andrea Wehrenfennig:
Elektronische Fachzeitschriften und open-archives - die Arbeit der SISSA im italienischen  wissenschaftlichen und universitären Umfeld
PDF
Donnerstag, 15. September 2005, 10:00, Hörsaal D101

Die meisten italienischen Universitäten und die Bibliothekare der wissenschaftlichen und Universitätsbibliotheken haben an der Anfänge der "digitalen Revolution" eher als Beobachter oder Benutzer als aktive Hersteller teilgenommen. Im Gegenteil hat die SISSA (Scuola Internazionale Superiore di Studi Avanzati - International School for Advanced Studies) in Trieste schon 1991 ein elektronisches Archiv für Preprints eingerichtet, das später mit dem bekannten ArXiv von Paul Ginsparg vereinigt wurde.

In den folgenden Jahren hat SISSA drei neue rein elektronische wissenschaftliche Fachzeitschriften gegründet, bei den ein besonders entwickeltes automatisiertes Verfahren die Überprüfung (Begutachtung) (peer review) der wissenschaftlichen Beiträge ermöglicht. Die erste dieser Zeitschriften hat in kurzer Zeit den höchsten Wirkungsfaktor (impact factor) ihrer Kategorie erreicht. SISSA hat sich auch in der Forschung nach neuer und innovativer Programme für das elektronische Publizieren, die Archivierung und Informationsgewinnung mit Verwendung internationaler Standards (OAI-PMH) engagiert.

Unter den letzten Ergebnissen dieser Arbeit können wir folgende erwähnen: ein Portal und eine elektronische Fachzeitschrift für Wissenschaftskommunikation, eine neue open-access Ressource für das elektronische Publizieren von Tagungsberichten (Conference Proceedings), und ein offenes Archiv (Open Archive), das sämtliche Publikationen von SISSA im Volltext enthalten wird.

Dott. Andrea Wehrenfennig
SISSA - Scuola Internazionale Superiore di Studi Avanzati
Responsabile della Biblioteca
via Beirut 2
I-34014 Trieste
Tel: +39-040-3787523
Fax: +39-040-3787695
E-Mail: andreaw@sissa.it


Norbert Weinberger und Annette Dortmund:
Portallösungen von OCLC PICA und Sisis
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Mittwoch, 14. September 2005, 14:00, Hörsaal D101

Angesichts der Fülle verfügbarer Informationsangebote ist es für Informationssuchende eine zunehmend anspruchsvolle Aufgabe, aus der Vielzahl qualifizierter Angebote eines Fachgebietes die jeweils relevanten Informationsquellen zu ermitteln.

Mit den Portallösungen von OCLC PICA und Sisis werden die unterschiedlichsten Informationsangebote in einer einzigen nutzerfreundlichen Anwendung integriert. Ob als thematisch definiertes Fachportal, wissenschaftlich orientiertes Universitätsportal oder Regionales Zugangsportal für Nutzer öffentlicher Bibliotheken - unsere Informationsportale fungieren als zentrale Zugangsportale zu ausgewählten qualifizierten Informationsangeboten und stellen eine Oberfläche bereit, die sich auch dem Nicht-Spezialisten erschließt. Der Einsatz modernster Technologien stellt sicher, dass unser Portal auch für die Anforderungen der Zukunft bestens gerüstet sind. So stehen optional Schnittstellen für die Integration von FAST-Suchmaschinen und die Aufbereitung FAST-indizierter Bestände bereit, die Nutzern eine gezielte und komfortable Nachbehandlung großer Treffermengen ermöglichen. Auch der Anschluss eines leistungsstarken OpenURL-Resolvers wie des "TOUResolver" unseres Partners TDNet ist problemlos zu realisieren.

Die Einsatzmöglichkeiten unserer Portale bei unseren Kunden sind beliebig vielfältig. So sind unsere Produkte zum Beispiel als Lokale Bibliotheksportale, Regionalportale und Verbundportale, als Universitätsportale und Portale öffentlicher Bibliotheken, als Virtuelle Fachbibliotheken und als Integrationsplattform im Behörden- und Verwaltungsbereich im Einsatz.

Dank unseres breit gefächerten Portfolios sind wir in der Lage, maßgeschneiderte Lösungen für jede Anforderung anzubieten. Unsere Klassiker SISIS-Elektra und iPort können sowohl als eigenständige Portale wie auch in Kombination mit lokalen Bibliothekssystemen oder anderen Informationsdiensten im Inter- oder Intranet eingesetzt werden.

Unser jüngstes Produkt, SISIS-InfoGuide, ist vollwertiger OPAC und Portal in einem. Die in einem OPAC vorhandenen speziellen Rechercheoptionen und Services wie z.B. die Kontoeinsicht, Möglichkeiten der Bestellung und Verlängerung von Medien, etc. werden um Portalfunktionalitäten wie die Suche und Verfügbarkeitsermittlung in externen Datenquellen erweitert. Der Benutzer wird schrittweise von der lokalen in eine erweiterte Rechercheumgebung geleitet. Daraus ergeben sich natürlich auch erweiterte Bestell- und Lieferfunktionen So kann der Benutzer direkt aus SISIS-InfoGuide Dokumentenlieferdienste, Fernleihfunktionen oder andere OpenURL-Dienste nutzen.

Die Portalfunktionalität wurde nahtlos in das lokale Bibliotheksverwaltungssystem integriert - damit gehören Oberflächenbrüche für Ihre Bibliotheksbesucher endgültig der Vergangenheit an.

Norbert Weinberger / Sisis Informationssysteme GmbH
Grünwalder Weg 28g /
D-82041 Oberhaching
Tel: ++49 89 / 61308-315
Fax: ++49 89 / 61308-399
Mail: Norbert.Weinberger@sisis.de
http://www.sisis.de

Dr. Annette Dortmund / Sisis Informationssysteme GmbH
Wüllnerstr. 117 /
D-50931 Köln
Tel: +49 221 / 800607-17
Fax: +49 221 / 800607-20
Mail: Annette.Dortmund@sisis.de
http://www.sisis.de


Katja Wilhelm:
EU-Projekt reUSE - Sammeln, Archivieren und Zugänglichmachung elektronischer Printvorlagen
VTXT
Mittwoch, 14. September 2005, 16:45, Hörsaal D102

Die Universitätsbibliothek Innsbruck hat in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Nationalbibliothek, der UB Graz, der UB Linz und mehreren Universitäts- und Nationalbibliotheken in Deutschland, Estland und Slowenien ein Programm zur Archivierung elektronischer Dokumente gestartet. Das neue Service mit dem Arbeitstitel reUSE zielt darauf ab, in enger Kooperation mit publizistisch tätigen Institutionen Veröffentlichungen auch in elektronischer Form zu sammeln und für die Zukunft zu bewahren. Damit soll ein Beitrag zur Bewahrung des digitalen kulturellen Erbes geleistet werden.

Die Vorteile des reUSE Service sind vielfältig. Die elektronischen Dokumente

  • werden mit modernsten Archivierungsmethoden langfristig bewahrt,
  • stehen jederzeit für den Besitzer/Produzenten zur Verfügung und
  • sind für die Benutzer leichter zu finden und besser erschlossen.

Der größte Vorteil für den Kooperationspartner liegt in der langfristigen Sicherheit und Verfügbarkeit der Dokumente. Egal ob es in 10, 20 oder 50 Jahren Dateien im PDF oder XPress Format überhaupt noch gibt, die UB Innsbruck wird jene Maßnahmen ergriffen haben, die notwendig sind, um die archivierten Inhalte mit der jeweils gängigen Software zu lesen und zu benützen.

Es gibt im wesentlichen zwei Gründe für diese Initiative der UB Innsbruck:

  • Erstens: Bibliotheken werden in Zukunft weniger mit Büchern als vielmehr mit Inhalten zu tun haben - und diese Inhalte liegen in erster Linie elektronisch vor. Darauf gilt es proaktiv zu reagieren und neue Serviceangebote zu schaffen.
  • Zweitens: Bücher passen nicht mehr in eine elektronische Informationslandschaft. Bestellen, Ausleihen, Abholen, Lesen, Zurückbringen - all das wird von Studenten, Forschern und Lesern zunehmend als mühsam und unnotwendig angesehen. Elektronische Information muss hier und jetzt auf Mausklick verfügbar sein - dieser Herausforderung müssen sich auch Bibliotheken stellen.

Sowenig wie eine Bibliothek heute eine Garantie abgeben kann, dass sie nicht morgen ein Raub der Flammen wird, sowenig kann eine digitale Bibliothek die Garantie abgeben, dass ihre elektronischen Inhalte in 10 oder 20 Jahren noch existieren. Eines können wir allerdings sehr wohl versichern: Dass die Bibliothek die Verantwortung für die elektronischen Dateien in der gleichen Weise übernimmt wie die ihr anvertrauten Bücher. Und das bedeutet nichts anderes als diese elektronischen Dateien nicht nur für 20 oder 50 Jahre sondern Anstrengungen zu unternehmen, diese ohne Ablaufdatum zu bewahren.

Katja Wilhelm
Universitätsbibliothek Innsbruck
Abteilung für Digitalisierung und elektronische Archivierung
Innrain 52
6020 Innsbruck
Tel: +43 (0)512-507-2490
E-Mail: katja.wilhelm@uibk.ac.at
http://www.literature.at/
http://www.uibk.ac.at/ub/dea/


Stand: Montag, der 26.02.2007