in memoriam

Liselotte_Zemmer-Plank

Tit. a.o. Univ.-Prof. Dr. Liselotte Zemmer-Plank

23. 11. 1931-19. 5. 2015


Das Institut für Archäologien betrauert den Tod der Doyenne der Tiroler Vorgeschichtsforschung. Die Forscherin studierte an der Universität Innsbruck Ur- und Frühgeschichte bei Prof. Leonhard Franz sowie Klassische Archäologie bei Prof. Alfons Wotschitzky. Nach der Promotion im Jahr 1963 wurde sie bereits 1964 Kustodin der Vor- und Frühgeschichtlichen und Provinzialrömischen Sammlungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum. In dieser Funktion übernahm sie neben der Gestaltung zahlreicher Ausstellungen auch denkmalpflegerische Agenden. In diese Zeit fielen die Denkmalschutzgrabungen an den spätbronzezeitlichen Gräberfeldern von Innsbruck-Hötting, im Park von Schloss Ambras, in Sistrans, Ellbögen und Mühlbachl sowie der Hallstatt- bis frühlatènezeitlichen Nekropole von Wörgl-Egerndorf, die einen beträchtlichen Zuwachs der Sammlungsbestände des Ferdinandeums erbrachten. So prägte Liselotte Zemmer-Plank über vierzig Jahre lang die Geschicke des Ferdinandeums entscheidend mit.

1982 habilitierte sich die Archäologin im Fach Ur- und Frühgeschichte und erwarb die venia legendi „Ur- und Frühgeschichte mit besonderer Berücksichtigung Tirols“. 1994 erfolgte die Ernennung zur titular-außerordentlichen Professorin.

Auch nach ihrer Pensionierung im Jahr 1996 wirkte die Forscherin noch in zahlreichen kulturpolitischen Gremien. Ein besonderes Anliegen bildete stets die Förderung innerhalb des Freundeskreises von Stift Stams.