Vereine als Forschungsgegenstand regionaler Kulturgeschichte

 

Univ.-Ass. Mag. Oliver Haid 

(Institut für Europäische Ethnologie/Volkskunde) 


Als Vereinigungen gleich gesinnter Menschen zur Durchsetzung gemeinschaftlicher Interessen stehen Vereine in der Tradition mittelalterlicher Zünfte und Bruderschaften. Doch erst im 18. und 19. Jh. entstanden die ersten Vereine im modernen Sinne. Es waren Beamten- und Akademikervereinigungen, die noch unter unmittelbarer staatlicher Kontrolle standen. Schon bald entfaltete sich eine reiche Vereinskultur, die das öffentliche Leben des Fin de Siècle weitgehend bestimmte. Die Vereinsverbote im Zeitalter des Totalitarismus stellten Jahrzehnte später wieder unter Beweis, wie sehr Vereine mittlerweile zu tragenden Elementen der westlichen Demokratien geworden sind.

Interessierte sind herzlich eingeladen, Eintritt frei. 

Anfragen an: uni-club@uibk.ac.at

Wann: Dienstag, 19. Oktober 2004,  19.30 Uhr.

Wo: Unterer Raiffeisensaal (Eingang Ursulinen-Passage), Innrain 7, 6020 Innsbruck. 

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