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Master Thesen an der Universität Innsbruck

Im Rahmen des Master Lehrganges ist eine Master Thesis (30 ECTS) zu erstellen.
Folgende Thesen wurden bereits verfasst bzw. befinden sich derzeit in Ausarbeitung:


Aßmann, Karin: Konzeption einer Fakultätsbibliothek für Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck aus bibliothekarischer Sicht - historischer Rückblick - derzeitiger Stand - Zukunftsvision / eingereicht von Karin Aßmann, 2009 - 125 Bl.

Die vorliegende Masterarbeit „Konzeption einer Fakultätsbibliothek für Rechtswissenschaften“ analysiert die derzeitige Bibliothekssituation an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck und thematisiert die Frage, in welcher Form und wo eine zentralisierte Fakultätsbibliothek realisiert werden könnte.
Ausgehend von einem geschichtlichen Rückblick auf die Anfänge der Fakultät und ihrer Bibliotheken, erfolgt eine kritische Darstellung der derzeitigen Strukturierung des Bibliothekssystems. Dieses zeigt sich als Gefüge von 19, den 9 Instituten der rechtswissenschaftlichen Fakultät zugehörigen Bibliothekseinheiten einerseits und der Bibliothekarischen Zentralverwaltung der rechtswissenschaftlichen Fakultät andererseits, die wiederum Teil der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol ist.
Mit Hinweis auf die zahlreichen in der Geschichte der Universität Innsbruck bereits erfolgten Bestrebungen, eine rechtswissenschaftliche Fakultätsbibliothek zu verwirklichen, wird dieses Denkmodell auf Grundlage der gegenwärtigen Rahmenbedingungen aktualisiert. Es wird ein Konzept für eine organisatorische Umgestaltung der rechtswissenschaftlichen Bibliothekslandschaft vorgestellt, das, kurz gefasst, die Vorteile der Zusammenlegung von Literaturbeständen bzw. die Überlegenheit größerer bibliothekarischer Einheiten aufzeigt und somit für die Schaffung einer zentralen Fakultätsbibliothek für Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck plädiert.


Assmayr, Marina : Neue Wege in der Bestandergänzung an wissenschaftlichen Bibliotheken / eingereicht von Marina Assmayr, 2012. - 97 Bl.

Die vorliegende Master Thesis untersucht, wie neue Technologien im Bereich der Datenverwaltung für eine benutzerorientierte Bestandsergänzung in wissenschaftlichen Bibliotheken verwendet werden können. Die Benutzerorientierung bewirkt eine teilweise Auslagerung der Literaturauswahl an die BenutzerInnen, wie im Fall von patron-driven acquisition (PDA) für digitale Inhalte, wo der Kauf durch die mehrmalige Nutzung des Titels herbeigeführt wird. Andere Verfahren wie die Analyse von Fernleihbestellungen oder Transaktionsprotokollen liefern objektive Hinweise auf die Literaturbedürfnisse der BenutzerInnen. Auch Null-Treffer-Suchen im OPAC (Online public access catalog) können Bestandslücken aufdecken, vor allem wenn nach einem bekannten Titel, also einem „known item“, gesucht wird.
Wolfgang Köhle und Günter Sauter-Sternik erstellten 2010 für die Vorarlberger Landesbibliothek ein Programm namens NUTR!S (Null-Treffer-Informations-Service), das die Einträge der Null-Treffer-Listen mit den Suchfeldern anderer Bibliothekskataloge verlinkt. So kann man überprüfen, ob die erfolglosen Sucheinträge in anderen Katalogen Treffer erzielen, wodurch sich meist auf einen bestimmten Titel schließen lässt, der im eigenen Bibliotheksbestand nicht vorhanden ist.
Ich gehe der Frage nach, ob und in welchem Maß NUTR!S zur Bestandsergänzung an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol eingesetzt werden kann. Dafür habe ich anhand von originalen Null-Treffer-Listen der ULB Tirol die die Funktionsweise des Programms analysiert. Erste Ergebnisse ließen auf die Notwendigkeit von Modifikationen schließen, um die Datenmenge ohne Informationsverluste zu reduzieren. Darauf basierend habe ich Empfehlungen zur Anpassung von NUTR!S formuliert und sie mit Hilfe eines Testlaufes mit einem nach meinen Vorgaben modifizierten Programm überprüft. Es zeigte sich, dass die empfohlenen Veränderungen NUTR!S auch in größeren Bibliotheken effektiv für die Bestandsergänzung nutzbar machen.


Benedikt, Elisabeth: "Teaching Library" als Kernelement nutzorientierter Bibliotheksentwicklung am Beispiel der Neuorientierung der Arbeiterkammer-Bücherei Innsbruck aufgrund einer im Jahr 2007 durchgeführten Nutzerstudie / von Elisabeth Benedikt, 2009 - 161 Bl.

In der vorliegenden Master Thesis wird die von der Bücherei der Arbeiterkammer (AK) Innsbruck im Jänner 2007 durchgeführte Nutzerstudie ausgewertet. Diese Studie bildet die Grundlage zur Erarbeitung einer nutzerorientierten Bibliotheksentwicklung. In diesem Zusammenhang werden Möglichkeiten einer Profilierung der AK Bücherei als Teaching Library gesucht. Weiters wird untersucht, inwieweit die Bücherei am Beispiel verschiedenster Richtlinien von Bildungsträgern dem Postulat des „Lebenslangen Lernens“ gerecht wird. Verschiedene Modelle und Standards zur Informations- und Medienkompetenz werden aufgezeigt und dabei als tragende Säulen einer Teaching Library beschrieben. Schließlich werden für die AK-Bücherei konkret didaktisch aufbereitete Module und Veranstaltungen vorgestellt, die die Grundlage zur praktischen Umsetzung einer Teaching Library bilden könnten. Die Konzepte der Büchereien Wien und des Linzer Wissensturms werden zuletzt als Beispiele bereits umgesetzter Teaching Libraries in Österreich vorgestellt.


Burkhardt, Stefanie: Die Erschließung der Inkunabeln des Innsbrucker Servitenkonvents an der ULB Tirol unter besonderer Berücksichtigung der juristischen Werke / eingereicht von Stefanie Burkhardt, 2012. - 350 Bl.

Das Servitenkloster Innsbruck wurde 1613 gegründet. Unter dem Protektorat der Erzherzogin Anna Catharina Gonzaga wurde das Kloster schon bald zu einem wichtigen Stützpunkt des Ordens. Im Zuge des, 1620 auf Veranlassung der Stifterin eingeführten, Hausstudiums wurde auch eine Bibliothek errichtet. Diese war mit einem jährlichen Budget versehen und zählte 1935 mit einem Bestand von 40000 Bänden zu einer der bedeutendsten klösterlichen Bibliotheken im Raum. Zu dieser Bibliothek gehört auch eine große Inkunabelsammlung. Im Rahmen dieser Arbeit wurden von den Inkunabeln ausführliche Katalogisate angefertigt und diese in einem zweiten Schritt ausgewertet. Ziel dieser Arbeit war es diesen Inkunabelbestand für Forscher und Interessierte optimal nutzbar zu machen. Die größte Zahl der Inkunabeln stammt von Druckern aus den großen Druckzentren Europas, insbesondere Venedig. Die Einbände wurden in der Mehrheit von Werkstätten im Süddeutschen Raum, insbesondere Augsburg, hergestellt. Aus dem Tiroler Raum ist nur ein Einband des Innsbrucker Buchbinders Leonhard Schuechl vorhanden.
Aus den Besitzeintragungen in den Inkunabeln läßt sich deren Geschichte in größeren Zusammenhängen nachverfolgen. Die größte Zahl der Erwerbungen hat in der Zeit der Klosteraufhebungen während der Regierungszeit Kaiser Josephs II. und während der Klosteraufhebungen in der Zeit der bayerischen Regierung Tirols stattgefunden.
Einen Schwerpunkt bilden die juristischen Inkunabeln, mit zwei Beispielen reicher Ausstattung. Auch diese wurden zu großen Teilen ebenfalls in Augsburger gebunden. An dieser Stelle wird besonders auf den Buchbinder Matthias Gärtner eingegangen.
Den Abschluss bilden einige Problemstellungen, welche sich im Laufe der Katalogisierung ergaben und deren Lösung.


Hametner-Gruber, Christina : Digitalisierungsprojekte in Südtirol und ihre Erschließung / eingereicht von Christina Hametner-Gruber, 2012. - 131 Bl.

Immer mehr kulturelle Einrichtungen stellen Inhalte und Informationen in digitaler Form für die Nutzung zur Verfügung. Besonders wissenschaftliche Bibliotheken sind dazu übergegangen, für die Forschung wichtige Bestände zu digitalisieren. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die Thematik der Erschließung digitalisierter Ressourcen. Während sich die Erschließung physischer Objekte in Bibliotheken auf erprobte Regelwerke stützt, hat sich bei der Erschließung digitaler Objekte noch kein Standard durchgesetzt. Die Erschließung digitaler Objekte erfolgt mittels Metadaten, die sich in deskriptive, administrative, technische und strukturelle unterscheiden lassen. Im Bibliotheksbereich finden verschiedene Metadatenstandards Verwendung. Einige der wichtigsten Standards wie DC (Dublin Core), METS (Metadata Encoding & Transmission Standard), MODS (Metadata Object Description Schema) und MAG (Metadati gestionali amministrativi) werden beschrieben. Anhand eines Erhebungsbogens werden Südtiroler Digitalisierungsprojekte aus der Landesbibliothek Dr. F. Teßmann, der Biblioteca Provinciale Claudia Augusta und der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol im Hinblick auf ihre Erschließung und die verwendeten Metadaten untersucht. Um weitere Möglichkeiten der Erschließung anhand bereits umgesetzter Projekte aufzuzeigen, werden die Digitalisierungsprojekte der Oberösterreichischen Landesbibliothek und der Universitätsbibliothek Tübingen hinzugezogen. Es zeigt sich, dass in einigen der sechs beschriebenen Projekte die Metadatenschemata METS und MAG verwendet werden, generell aber Metadaten auf unterschiedliche Weise erfasst werden. Im Hinblick auf den möglichen Aufbau eines Südtiroler Portals für Digitalisate wird als erweiterbare Minimalvariante vorgeschlagen, eine Verlinkung des digitalen Objekts mit der bibliografischen Aufnahme im Katalog bereitzustellen, deskriptive Metadaten, aus denen ein Metadatenset nach Dublin Core abgeleitet werden kann sowie strukturelle Metadaten zu erfassen, die Volltext-Suche in den Inhaltsverzeichnissen zu ermöglichen und eine dauerhafte Adressierung zu erzeugen.


Kaser, Julia: Die Universitäts‐ und Landesbibliothek Tirol im Nationalsozialismus 1938 ‐1945 / eingereicht von Julia Kaser, 90 Bl. 

Die Masterarbeit „Die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol im Nationalsozialismus 1938 - 1945“ ist die erste bibliothekshistorische Darstellung der Universitätsbibliothek Innsbruck im Dritten Reich. Sie versteht sich zugleich als Beitrag zur Erforschung der Geschichte der österreichischen wissenschaftlichen Bibliotheken.
Auf der Basis der Direktionsakten (1938-1945) werden Personalpolitik, Verhalten von Entscheidungsträgern, Propagandamaßnahmen, Bibliotheksbenützung und deren Einschränkung, Literaturvernichtung und Erwerbungspolitik untersucht. Ergänzend dienen die Erwerbungsbücher der Universitätsbibliothek und Akten des Archivs der Universität Innsbruck zur Beantwortung der Frage, inwiefern die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol als wissenschaftliche und kulturelle Einrichtung in der täglichen Arbeit vom Nationalsozialismus beeinflusst und von entsprechenden Gesetzen und Vorschriften tangiert wurde. Abschließend wird das Projekt Provenienzforschung vorgestellt.
Als Teil des wissenschaftlichen Bibliothekswesens war die Universitätsbibliothek Innsbruck in das Machtgefüge der Nationalsozialisten verstrickt, wobei die Universitätsbibliothek Innsbruck aufgrund des politisch unbeteiligten Direktors nicht primär aktiv war.
Trotzdem wurden in allen untersuchten Bereichen die nationalsozialistischen Bestimmungen von den Beamten der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol vorschriftsgemäß umgesetzt. Der Bibliotheksbetrieb konnte während des ganzen Krieges, wenn auch mit Einschränkungen, aufrecht erhalten werden. Der Bibliotheksbestand, der teilweise ausgelagert worden war, und das Gebäude erlitten keine Schäden. Der Betrieb konnte nach 1945 kontinuierlich weitergeführt werden.


Kaufer, Marion: Erwerbungsprofile in wissenschaftlichen Bibliotheken - eine Bestandsaufnahme / von Marion Kaufer, 2008. - 91 S.

Die Master Thesis Erwerbungsprofile in wissenschaftlichen Bibliotheken – eine Bestandsaufnahme bietet einen überblick über ein wichtiges Thema der Bestandspolitik. Dabei geht es zunächst um eine Klärung der Terminologie und von Fragen zur Notwendigkeit und zum Nutzen von Bestandsprofilen. Ein weiterer Teil allgemeinen Charakters behandelt Richtlinien, Vorgaben und Hilfsmittel zur Erstellung von schriftlich fixierten Erwerbungsrichtlinien. Schließlich wird die eigentliche Bestandsaufnahme zu Erwerbungsprofilen an wissenschaftlichen Bibliotheken ausgeführt, wobei der Schwerpunkt auf dem deutschsprachigen Raum – jedoch besonders auf Deutschland – liegt. Es geht um eine Darstellung der Fachdiskussion um Erwerbungsprofile, ihrer Genese sowie ihrer aktuellen Situation. Neben einem Exkurs zu Erwerbungsrichtlinien im angloamerikanischen Sprachraum runden zum Schluss der bisher hauptsächlich theoretischen Auseinandersetzung Stimmen aus der Praxis und Berichte zur Alltagstauglichkeit von Erwerbungsprofilen die Bestandsaufnahme ab.


Keim, Christian: Intranet und Lernen im Prozess der bibliothekarischen Arbeit - eine empirische Analyse des Intranetsystems SoWi-BIS / eingereicht von Christian Keim, 2009 - IV, 84, XXV Bl.

Die Arbeit untersucht anhand einer empirischen Studie den Einfluss der Arbeit mit dem Intranet SoWi-BIS auf die Lernprozesse in der Fakult&azlig;tsbibliothek f&uzlig;r Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck. Mit Hilfe von Methoden der qualitativen Sozialforschung wird die Theoriebildung im Rahmen des Forschungsfeldes verfolgt.
Die mittels qualitativer Befragung erhobenen Daten werden nach der Methode der sog. Grounded Theory ausgewertet – die Interpretation des gesammelten Datenmaterials f&uzlig;hrt zur Hypothesenbildung.
Durch die rasanten Entwicklungen der letzten Jahre im Bibliotheksbereich gewinnt das Lernen am Arbeitsplatz auch hier an Bedeutung. Gleichzeitig hat man damit begonnen, Bibliotheken mit Intranet auszustatten. Das Beispiel SoWi-BIS soll den Konnex zwischen Arbeiten am Arbeitsplatz und Lernen mittels Intranet beschreiben.


Kienzl, Johann: "Ein Ensemble katholischer Gelehrsamkeit aus dem späten 18. Jahrhundert" - Spuren Katholischer Aufklärung in Alten Drucken aus dem Brixner Priesterseminar (1750 - 1800) / eingereicht von Johann Kienzl, 2008. - 120 Bl.

In Südtirol werden seit über zehn Jahren Alte Drucke im Rahmen des Kulturprojekts „Erschließung Historischer Bibliotheken“ katalogisiert. Auch in der Diözesanbibliothek Brixen wurde die autoptische Formalerschließung abgeschlossen. Die erhobenen Daten bieten die Grundlage, die Bibliotheksgeschichte Südtirols zu schreiben; die Master Thesis soll dazu ein kleiner Beitrag sein. Der Verfasser untersucht die historischen Drucke, die zwischen 1750 und 1800 erschienen sind. Die formale Analyse wird auf dem Hintergrund des bis heute noch unbestimmten Forschungsbegriffs Katholische Aufklärung durchgeführt. Einen Schwerpunkt dabei bildet der Kulturausgleich als Kennzeichen der katholischen Reformbewegungen (Gallikanismus, Jansenismus, Febronianismus, Josephinismus). Dieser zeigt sich vor Ort weniger in der Interkonfessionalität, als in der Internationalität der mehrheitlich katholischen Verfasserschaft. Auch die Produktionsprovenienz verweist auf einen Wissensimport vorwiegend aus dem süddeutschen und norditalienischen Kulturraum. Das Buchgut von 10.316 Werken spiegelt vor allem eine Breite von theologischen, philsophischen und indizierten Meinungen wider. Ebenso sticht die reiche Sprachenvielfalt hervor. Auch naturwissenschaftliche Traktate sind in dieser klerikalen Studienbibliothek vorhanden. Der Besucher steht in der Tat vor einem Ensemble katholischer Gelehrsamkeit aus dem späten 18. Jahrhundert.


Köbler, Judith : Verwaiste Werke im digitalen Zeitalter aus bibliothekarisch-juristischer Sicht / eingereicht von Judith Köbler, 2012. - 117, XXXI Bl.

Die Arbeit befasst sich in einer rechtsvergleichenden, hauptsächlich anhand der Fachliteratur zum Thema durchgeführten, Untersuchung mit dem vor allem urheberrechtlichen Problem der so genannten verwaisten Werke vorwiegend aus Sicht von Bibliotheken.
Dem nationalen und internationalen Urheberrecht wohnt einerseits eine besondere Dynamik inne, wie vor allem an den – unter anderem auch durch europäisches Recht veranlassten und wohl künftig zu veranlassenden – Gesetzesänderungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ersehen werden kann. Andererseits sind die dabei bisher entstanden Regelungen für die von Bibliotheken zu erfüllenden Aufgaben, etwa der massenhaften Digitalisierung von Beständen, sei es zum Schutz des Bestands, sei es zum Aufbau einer digitalen Sammlung auf nationaler oder internationaler Ebene nur bedingt geeignet. Auch in den Nordischen Staaten und dem anglo-amerikanischen Rechtskreis ist indes eine Tendenz zu Neuerungen im Bereich des Urheberrechts allgemein spürbar.
Das Problem der verwaisten Werke ist jedoch sowohl was die Definition des Begriffs als auch die realen Ausmaße und die vorgestellten mannigfaltigen Lösungsstrategien anbelangt auf Grund der vielschichtigen Interessenlage und der supra- und internationalen Verflechtung noch nicht gelöst. Eine stichhaltige Definition zu finden ist schwierig, da viele Beschreibungen ähnlich, aber nicht deckungsgleich sind. Eine eigene Definition zu erfinden ist schwierig, weil sie interpretationsfähig und sicher zugleich sein sollte. Die Anzahl der von einer Verwaisung betroffenen Werke können bisher nur durch schwer vergleichbare Studien benannt werden. Die Auswahl einer Lösung für das Problem der verwaisten Werke fällt schwer, da viele verschiedene Vor- und Nachteile sowie Interessen abgewogen werden müssen. Selbst für Bibliotheken kann nicht von einer Ideallösung ausgegangen werden.


Mair am Tinkhof, Doris: Bibliotheken in der Literatur. Bibliothekspraktische Aspekte anhand von drei ausgewählten Beispielen (de Bruyn, Hürlimann, Gerhard Roth) / eingereicht von Doris Mair am Tinkhof, 2012. - 105 Bl.

Die vorliegende Master Thesis behandelt die Darstellung von Bibliotheken in der Literatur aus bibliothekarischer Sicht. Aus zahlreichen literarischen Werken sind drei deutschsprachige Werke ausgewählt worden, in denen die Bibliothek eine hinreichend wichtige Rolle spielt.
Der erste Teil der Arbeit befasst sich mit der Geschichte der Bibliotheken unter besonderer Berücksichtigung der Schriftgeschichte. Darauf folgt eine Aufarbeitung wissenschaftlicher Sekundärliteratur zum Motiv der Bibliothek.
Auf Basis der drei ausgewählten Werke ‚Fräulein Stark‘ von Thomas Hürlimann, ‚Buridans Esel‘ von Günter de Bruyn und ‚Der Plan‘ von Gerhard Roth wird im Hauptteil herausgearbeitet, wie die literarischen Bibliotheken funktionieren. Ausleihe, Bestand und Bestandsaufbau, Organisationsstruktur, Führungsstil, eventuelle reale Vorbilder der Bibliotheken sowie deren historische Einbettung werden analysiert. Auch die Darstellung der Mitarbeiter der Bibliothek wird berücksichtigt. Eine Auswertung der Biographie der Autoren ergibt, dass Gerhard Roth die Bibliothek ausschließlich als Benutzer kennt und diese im Werk genauso darstellt. Eine profundere Sicht der Bibliothek liefern de Bruyn, ein langjähriger Bibliothekar, und Hürlimann, der Bibliothekserfahrung von einigen Monaten hat.
Ein abschließender zusammenfassender Teil listet Denkmodelle und Diskurse zum Motiv der Bibliothek auf, wobei sowohl Sekundärliteratur als auch die Ergebnisse der Einzelanalysen eingeflossen sind. Die Bibliothek als kulturelles Gedächtnis und als Kurzformel für die unterschiedslose Ansammlung aller Texte ist die am häufigsten vorkommende und beschriebene Denkfigur. Die kommentierte Bibliographie soll Grundlage für weiterführende Arbeiten sein.


Massani, Manfred: Kooperation der Kapuzinerbibliotheken im Spannungsverhältnis von multikultureller Vielfalt und Standardisierung - vom Internationalen Katalog für franziskanisches Schrifttum zum Projekt Authority File / vorgelegt von Manfred Massani, 2008. - 116 Bl.

Seit Juni 2003 präsentieren einige Kapuzinerbibliotheken unter dem Titel „Internationaler Katalog für franziskanisches Schrifttum“ ihren Buchbestand im Internet. Ziel dieser Arbeit ist es, diesen WEB-OPAC einer tiefergehenden Analyse zu unterziehen. Der Arbeit vorangestellt ist eine kurze Einführung, die einen überblick über die Geschichte des Kapuzinerordens, dessen Ordensstrukturen und Bibliothekenlandschaft sowie dessen Besonderheiten als multikultureller Orden, die wiederum im WEB-OPAC Ausdruck finden, gibt.
Im Folgenden wird dann gezeigt, welche Vor- und Nachteile theoretisch aus Vernetzung und Kooperation erwachsen können und wie diese zwei Punkte im Bereich der Kapuzinerbibliotheken bis hin zum gemeinsamen WEB-OPAC umgesetzt wurden.
Der dritte Teil der Arbeit beschäftigt sich mit dem „Internationalen Katalog für franziskanisches Schrifttum“. Zuerst wird versucht, eine Begriffsbestimmung für den Terminus „Bibliotheksverbund“ durchzuführen. Im zweiten Schritt werden die notwendigen Voraussetzungen herausgearbeitet, die Bibliotheken besitzen sollten, wenn sie an einem Verbund teilnehmen. Anhand der gewonnenen Ergebnisse wird dann überprüft, inwieweit die Kooperation der Kapuzinerbibliotheken dem Modell eines Bibliotheksverbundes entspricht, welche Besonderheiten auftreten und welche Voraussetzungen die einzelnen, partizipierenden Bibliotheken mitbringen bzw. welche fehlen. Besonders soll auch auf die Tatsache eingegangen werden, dass es sich bei diesem Gesamtkatalog um einen Katalog handelt, der sich aus Bibliothekskatalogen unterschiedlicher Sprach- und Kulturkreise zusammensetzt. Abschließend wird auf das aktuell laufende Projekt „Authority-List“ eingegangen und Parallelen zu ähnlichen Vorhaben des NEBIS-Verbundes (NEBIS-Normdatei) und der Deutschen Nationalbibliothek (Virtual International Authority File - VIAF) gezogen.
Der abschließende vierte Teil versucht die gewonnenen Erkenntnisse zusammenzufassen und Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen.


Morandell, Stefan: Donatus Fetius - der erste Buchdrucker der Bischofsstadt Brixen - mit illustriertem Werkkatalog / eingereicht von Stefan Morandell, 2007. - 173 Bl.

Die Master Thesis Donatus Fetius – der erste Buchdrucker der Bischofsstadt Brixen. Mit illustriertem Werkkatalog soll Einblick in ein Kapitel frühe Tiroler Druckgeschichte geben. Das Leben des ersten Brixner Druckers Donatus Fetius wird mithilfe von archivarischen Quellen und durch Auswertung der vorhandenen Literatur nachgezeichnet. Durch gründliche Archivrecherchen in den zentralen Verwahrungs- und Dokumentationsstellen der Diözese Brixen und den Ländern Nord-, Südtirol und des Trentino konnten bei diesem Forschungsvorhaben neue Quellen zu Tage gefördert werden bzw. wurden bereits bekannte Quellenbestände neu ausgewertet und interpretiert. Sowohl die Druckgeschichte in der Nachbardiözese Trient als auch die Entwicklungen im Norden des Bistums Brixen und in der Landeshauptstadt Innsbruck sind dabei mitberücksichtigt worden. Auf dem Hintergrund der kirchenpolitischen, sozialen und kulturhistorischen Ereignisse in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts werden das Leben des Fetius und die Entwicklung seiner Offizin beleuchtet. Durch intensive Suche nach Fetius Drucken in lokalen Buchkulturzentren wie den Bibliotheken der Stifte und Klöster des Bistums Brixen und angrenzender Gebiete wurde ein Werkverzeichnis erstellt. Seine Drucke werden in einem Werkkatalog - versehen mit bibliographischen Schlüsseldaten - mit ausgewählten Abbildungen dokumentiert und einem Kurzkommentar präsentiert, um so als Grundlage für weitere Forschungen dienen zu können. Eine DVD mit Abbildungen der beschriebenen Fetiusdrucke sowie Abbildungen von ausgewählten archivarischen Quellen rundet diese Arbeit ab.


Moser, Paulina: Die Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen als Diözesanbibliothek - rechtliche Position und kirchlich-gesellschaftlicher Auftrag / eingereicht von Paulina Moser, 2009 - 75, [32] Bl.

Im Jahr 2003 ist die Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule mittels Dekret zur Di&ozlig;zesanbibliothek ernannt worden. Dem Dekret ist ein Abkommen (Intesa relativa alla conservazione e alla consultazione degli archivi di interesse storico e delle biblioteche appartenenti ad enti e istituzioni ecclesiastiche) zwischen dem italienischen Staat und der italienischen Bischofskonferenz vorausgegangen. Darin einigten sich beide Seiten, den Erhalt und die Zug&azlig;nglichkeit von kirchlichen Archiven und Bibliotheken zu f&ozlig;rdern und in den einzelnen Di&ozlig;zesen Di&ozlig;zesanbibliotheken zu errichten.
Die Arbeit geht aus von der Geschichte der Bibliothek von ihren Anf&azlig;ngen bis in die Gegenwart und beleuchtet anschließend die Situation von Di&ozlig;zesanbibliotheken in Deutschland, wo es diese Einrichtungen schon l&azlig;nger gibt.
Anschließend wird der Frage nachgegangen, inwieweit das Abkommen zwischen Staat und Kirche Auswirkungen f&uzlig;r die Di&ozlig;zesanbibliothek Brixen hat. Diese befindet sich in der Autonomen Provinz Bozen, die – im Gegensatz zu anderen italienischen Provinzen - in Bezug auf Bibliotheken prim&azlig;re Gesetzgebungskompetenz hat.
Die Arbeit schließt mit einem Statutenentwurf f&uzlig;r die Di&ozlig;zesanbibliothek Brixen, der die neu gewonnenen Anforderungen und Kompetenzen in Abstimmung mit den Statuten der Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule und den in der Autonomen Provinz Bozen geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen bringt.


Pörnbacher, Erika: Nutzungsstatistiken elektronischer Zeitschriften als Mittel der Bestandsevaluierung / eingereicht von Erika Pörnbacher, 2008. - 140 Bl.

Vor dem Hintergrund der Preisentwicklung am Zeitschriftenmarkt und der gleichbleibenden bzw. sinkenden Bibliotheksetats wird es zunehmend wichtig, die Zeitschriftenbestände einer Einrichtung auf ihre Bedeutung hin zu prüfen.
Die Arbeit gibt einen überblick zu verschiedenen Modellen, die für eine Bestandsevaluierung von Zeitschriften unter Berücksichtigung von Nutzungsdaten herangezogen werden können.
Ausgewählte Bewertungskriterien werden auf die Nutzungsdaten der beiden Innsbrucker Universitäten für vier Verlage angewandt. Bei der Bewertung der Nutzung werden vor allem Kosten-Nutzen-Relationen und das fachspezifische Nutzungsverhalten berücksichtigt.
Von den vier ausgewerteten Konsortialverträgen wurde das fachspezifische Zeitschriftenpaket der American Chemical Society am besten angenommen, gefolgt von den Titelangeboten von Elsevier und Wiley. Die Blackwell-Collections mit einem hohen Anteil an humanwissenschaftlichen Titeln wiesen die geringste Nutzung auf. Die über Cross- oder Additional Access hinzugewonnenen Titel werden von denjenigen Fachbereichen gut angenommen, die bereits die Abonnements der Universitätsbibliothek Innsbruck stark nutzen. Eine Anwendung der Kosten-Nutzen-Relationen einzelner Zeitschriften in Form von Abbestellungen wird durch die rigiden Einschränkungen bei Paketverträgen erschwert bzw. unmöglich gemacht.


Thalmair, Rene : Welche Vorteile haben untereinander vernetzte und von Informationsexperten geleitete Landesamtsbibliotheken für eine Landesverwaltung? / Rene Thalmair, 2012. - 215 Bl.

Meine Masterarbeit trägt den Titel: „Welche Vorteile haben untereinander vernetzte und von Informationsexperten geleitete Landesamtsbibliotheken für eine Landesverwaltung?" Zu diesem Zweck analysiere ich charakteristische Merkmale von Landesamtsbibliotheken. Meine Hauptquelle sind Gespräche mit den Leiterinnen und dem Leiter der Landesamtsbibliotheken in Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg und den Leiterinnen und Leitern jener bibliothekarischen Einrichtungen, die einer Landesamtsbibliothek am nächsten kommen. Um meine Analyse zu strukturieren, verwende ich BIX-Indikatoren. Zunächst stelle ich die Frage: „Was ist und tut eine österreichische Landesamtsbibliothek?" Meine Untersuchung behandelt folgende Aspekte: Nutzerinnen und Nutzer, Nutzung, Zufriedenheit, Schulungen, Services, Bibliotheksprogramme, Aufstellungssystematik, Zusammenarbeit, Messkriterien der Effizienz einer Bibliothek, Leistungskatalog, Fortbildung, Marketing, Zukunftsprojekte, Bibliotheksziele und -auftrag, Bestandsentwicklungsplan, zwischenbehördlicher Leihverkehr, Erwerbungskooperation, Dublettentausch, virtuelle Bibliothek, gemeinsames Zeitschriftenverzeichnis, Reaktivierung der VÖB-Kommission für Amts- und Behördenbibliotheken, Erfahrungsaustausch usw. Dabei analysiere ich jeweils die Vorteile

  • einer Vernetzung österreichischer Landesamtsbibliotheken
  • einer eigenständigen Landesamtsbibliothek innerhalb einer österreichischen Landes-verwaltung
  • einer/s Informationsexpertin/en in einer österreichischen Landesamtsbibliothek.

Abschließend versuche ich eine Diskussionsgrundlage für ein Strategiepapier zu erarbeiten.

In Arbeit:

Name

Titel

BetreuerIn

Franke
Christina, M.A.

Die Büchersammlung des Melchior von Meckau in der Priesterseminarbibliothek in Brixen

MMag. Claudia Schretter
Dr. Ursula Stampfer

Universitäts- und
Landesbibliothek Tirol

Lechleitner
Natalia Bakk.

Eine Bestandserhebung der Abgabe elektronischer Hochschulschriften an österreichischen Universitäten und Hochschulen

Dr. Günter Mühlberger

Universitäts- und
Landesbibliothek Tirol

Niederklapfer

Thomas Mag.

Der H-Index und seine Varianten
Eine Untersuchung der Theorie mit Hilfe von Beispielen

Dr. Dirk Tunger

Forschungszentrum Jülich
Zentralbibliothek

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Aktualisiert am: 05.08.2014
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