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Bestandsgeschichte 

ANTON ROSCHMANN UND DIE "BIBLIOTHECA PUBLICA THERESIANA"

roschmann

Fast hundert Jahre lang besaß die 1669 von Kaiser Leopold I. gegründete Universität Innsbruck keine Bibliothek. Kleinere Büchersammlungen gab es lediglich an den Lehrkanzeln. 1731 tauchte erstmals die Idee einer eigenen Bibliothek auf, getragen jedoch nicht von den Professoren, sondern vom Universitätsnotar Anton Roschmann (1694‑1760), selbst ein Gelehrter von hohem Rang und Mitglied zweier Gelehrter Gesellschaften in Innsbruck. Seine Werke sind in Handschriften (Autographen und Abschriften) in der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol und in der Bibliothek des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum überliefert, ein großer Teil seiner Schriften erschien auch im Druck. Roschmanns besondere Vorliebe galt Büchern bzw. Bibliotheken. So katalogisierte er die Handschriften des Stiftes Stams, betreute die Bibliotheken des Klosters Fiecht und auf Schloss Ambras. 1731 regte er an, die in Ambras verbliebenen Bestände der sogenannten Ambraser Sammlung (der bedeutendere Teil war 1665 an die Hofbibliothek in Wien überführt worden) der Universität zu unterstellen. Sie sollten den Grundstock einer selbständigen, laufend zu vergrößernden Universitätsbibliothek bilden.

Die Professoren waren bezüglich der Sinnhaftigkeit einer derartigen Bibliothek geteilter Meinung, vor allem hinsichtlich der Finanzierung. 1735 legte Roschmann erneut konkrete Pläne vor, welche zwar beim Hof Zustimmung fanden, aber auf Grund der Widerstände seitens der Universität erst zehn Jahre später realisiert wurden. Die Professoren fürchteten zu Recht, dass ihnen die Einflussnahme auf eine solche, über den Lehrkanzeln stehende Bibliothek entzogen würde. Nach Roschmanns Vorstellung sollte die Bibliothek nicht der Universität, sondern als allgemeine wissenschaftliche Bibliothek unmittelbar der Regierung (dem Geheimen Rat, später dem Gubernium) unterstellt und damit dem direkten Einfluss der Universität entzogen sein. Es sollte eine Bibliothek für die Universität, nicht eine Bibliothek der Universität sein. Das mit Unterstützung der Regierung gegen den Willen der Professoren schließlich verwirklichte Konzept Roschmanns wurde bahnbrechend für die Rechtsform und Organisation der österreichischen Universitätsbibliotheken, welche ungefähr dreißig Jahre später, ebenfalls unter Maria Theresia, gegründet wurden.

Die neue Innsbrucker Bibliothek hieß demzufolge anfangs nicht Universitätsbibliothek, sondern Bibliotheca publica Oenipontana, Königliche Öffentliche Bibliothek, Landesfürstliche Bibliothek oder, nach der Gründerin, Bibliotheca publica Theresiana. Sie war damit die erste Bibliothek, welche nicht einer Institution (Hof, Universität, Kirche usw.), sondern direkt dem Staat unterstellt war. In ihrer doppelten Funktion als Bibliothek für die Universität und als zentrale Regionalbibliothek waren ihre Hauptaufgaben die Bereitstellung der wissenschaftlichen Literatur für Forschung und Lehre sowie das Sammeln regionalen Schrifttums. Zur Unterstützung der letzteren Aufgabe erhielt die Bibliothek von Anfang an das Pflichtexemplarrecht (Gratisexemplare aller Neuerscheinungen aus Tirol und Vorderösterreich). An dieser Struktur hat sich bis heute im Wesentlichen nichts geändert, wenngleich die Universität im Laufe der Zeit ‑ nicht immer in gleichem Ausmaß ‑ mehr Einfluss auf die Bibliothek nehmen konnte.  


DER "URBESTAND"

Die Anfänge der 1745 gegründeten und am 2. Juli 1746 eröffneten Bibliothek waren bescheiden. Sie war im damaligen Universitätsgebäude (heute Regierungsgebäude) in der Herrengasse untergebracht und hatte von Beginn an mit Problemen (z. B. Licht, Heizung) zu kämpfen.

Bücher aus der Bibliothek Ferdinands II. in Schloss Ambras und aus der Wiener Hofbibliothek

Der Buchbestand umfasste zum Zeitpunkt der Gründung 12.262 Bände. Davon stammten 4.377 aus der Ambraser Sammlung und 4.467 aus Wien (Dubletten aus der Hofbibliothek oder Geschenke der Kaiserin).

Die „Bibliothek im Wappenturm“ und die „Bibliotheca Regiminalis“

regiminalisVon größter Bedeutung war die Übernahme zweier Bibliotheken am Innsbrucker Hof, der nach ihrem Unterbringungsort benannten Bibliothek im Wappenturm (2.694 Bände) und der Regierungsbibliothek (Bibliotheca regiminalis, 724 Bände). Letztere enthielt vor allem Bücher aus den Bereichen Recht, Wirtschaft (Kameralistik), Verwaltung und Geschichte. Bei der Wappenturmbibliothek handelte es sich um die Bibliothek des Innsbrucker Hofes, welche um 1600 von den Landesfürsten Maximilian dem Deutschmeister und Leopold gegründet worden war. Die Büchersammlungen der früheren Landesfürsten (Erzherzog Sigismund, Kaiser Maximilian und Erzherzog Ferdinand) waren in der Ambraser Sammlung vereinigt worden. Die sicher vorhandenen Wechselbeziehungen der beiden Hofbibliotheken in Innsbruck und Ambras sind noch nicht erforscht. Die Innsbrucker Hofbibliothek besaß hervorragende Zimelien, z. B. prächtig illuminierte italienische Handschriften und Inkunabeln sowie wertvolle Frühdrucke, darunter ein kunstvoll ausgestattetes Exemplar der Koberger-Bibel und ein Erstdruck des Theuerdank auf Pergament (1517).

Wie sehr die neue Bibliothek noch in barocker Tradition verwurzelt war, zeigt sich an verschiedenen Sammelobjekten anderer Art, wie Münzen und römischen Altertümern (diese kamen später in das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum). Vor allem ist hier die noch an der Universitäts- und Landesbibliothek vorhandene, bis heute nur unzulänglich erschlossene Roschmannsche Kupferstichsammlung zu erwähnen. Roschmann war um die Vergrößerung der Bibliothek sehr bemüht, obwohl die Dotationen eher gering waren. Es kamen ihr jedoch zahlreiche wertvolle Buchgeschenke zu, die Roschmann in einem Geschenkbuch verzeichnete.


DIE BIBLIOTHEK WÄCHST

Die Aufhebung des Jesuitenordens

JesuitenUnter Roschmanns Nachfolgern, Johann Baptist Graser und Karl Schwarzl, erhielt die Bibliothek durch die 1773 verfügte Aufhebung des Jesuitenordens Bücherzuwachs in größerem Ausmaß. Aus den Kollegien in Innsbruck und Hall wurden rund 4.000 bzw. 6.600 Bände der Bibliotheca publica Oenipontana inkorporiert. Die beiden im Zuge der Gegenreformation gegründeten Kollegien besaßen, bedingt durch die polemische Auseinandersetzung mit der Reformation, einen umfangreichen und für eine katholische Region eher seltenen Bestand an Reformationsliteratur, so zahlreiche Luther-Drucke und Werke anderer Reformatoren, z. T. in Originaleinbänden mit Plattenpressungen des 16. Jahrhunderts. Das Haller Kolleg war 1569 von Köln aus gegründet worden und bekam von dort einen Grundstock an Büchern, u. a. 17 Handschriften und 72 Inkunabeln, von denen viele Blindstempeleinbände verschiedener Kölner Werkstätten des 15. Jahrhunderts tragen. Die Bücher des 16. Jahrhunderts aus der Haller Jesuitenbibliothek weisen zumeist ein eigenes Supralibros (Societatis Iesu Halae) auf, wurden aber nicht in Hall, sondern im Auftrag der Jesuiten in Augsburg gebunden. Aus beiden Bibliotheken erhielt die damalige Universitätsbibliothek wertvolle Zimelien, aus der Innsbrucker Bibliothek u. a. ein Exemplar der Editio princeps des Homer (Florenz 1488, H 8772), aus der Haller Bibliothek u. a. Ausgaben des vierten Bibeldruckes (Mainz: Schöffer 1462, B 48, H 3050) und der Mentelin-Bibel (Straßburg 1463, H 3034).

Joseph II. – Klosterbibliotheken kommen an die Lyzealbibliothek und in die Stampfe

SchnalsEinen nächsten großen Zuwachs brachten die Klosteraufhebungen unter Joseph II. Mit der Übernahme der Bücher waren die Bibliothekare Karl Schwarzl (1779‑1783) und Johann Baptist Primisser (1784‑1789) befasst. In einigen Fällen wurde über das endgültige Schicksal der Bibliotheken erst unter dem nächsten Bibliothekar, Martin Wikosch (1789‑1806), entschieden. Von den 64 Tiroler Klöstern wurden 21 in den Jahren 1782 bis 1787 aufgehoben und ihre Bücher dem Staat übergeben. Die Wiener Hofbibliothek hatte dabei ein Vorwahlrecht, doch machte sie davon in Tirol nur in wenigen Fällen Gebrauch (Haller Damenstift, Inkunabeln der Kartause Schnals, nicht aber bei deren Handschriften). Besonders bemerkenswerte Bestände hatten die Bibliotheken der Kartause Schnals und des Dominikanerklosters in Bozen. Der Gesamtumfang aller aufgehobenen Tiroler Klosterbibliotheken wird auf 25.000 bis 30.000 Bände geschätzt. Davon befinden sich ca. 8.000 Bände an der Universitäts- und Landesbibliothek. Bücher, die man als zu wenig wertvoll erachtete, veräußerte man oftmals an Ort und Stelle. Aber auch von den an die Universitätsbliothek überstellten Drucken und Handschriften wurden viele später wieder ausgeschieden.

1781 erfolgte die Umwandlung der Universität in ein Lyzeum mit nur zwei Fakultäten (Philosophie und Theologie). Die Bibliothek wurde daher bis zur Wiedererrichtung der Universität 1792 unter der Bezeichnung Lyzealbibliothek geführt. Mit der Gründung des Generalseminars 1784 musste sie Werke an diese neue Institution abtreten. 1787 übersiedelte die Bibliothek aus dem Regierungsgebäude in der Herrengasse in die Alte Universität, wo sie bis zum Jahr 1924 blieb. Zur Bestandserweiterung trug 1800 eine größere Schenkung des Grafen Franz von Wolkenstein (1821) bei. Er überließ der Bibliothek zahlreiche Werke aus seiner 12.000 Bände umfassenden Privatsammlung, vor allem Tirolensien. Die berühmte Wolkenstein-Handschrift wurde zwar ungefähr zur selben Zeit in der Bibliothek ausgestellt, kam aber erst 1889 in ihren Besitz.

Die bayerischen Klosteraufhebungen

WiltenVon 1810 bis 1826 war die Universitätsbibliothek neuerlich Lyzealbibliothek. Damals erhielt sie einen letzten großen Zuwachs an wertvollen Altbeständen durch die Klosteraufhebungen in der Zeit der Zugehörigkeit Tirols zu Bayern (1806‑1814). Unter dem Bibliothekar Johann Anton Bertholdi (1806‑1822) wurden ‑ in Angleichung an die Verhältnisse in Altbayern ‑ die großen, von Joseph II. verschonten Stifte aufgehoben und ihre Bücher den staatlichen Bibliotheken zugesprochen. Wie seinerzeit die Wiener Hofbibliothek machte auch die Münchner Hofbibliothek von ihrem Vorwahlrecht keinen Gebrauch. In Tirol wurden das Prämonstratenserstift Wilten (Innsbruck), die Augustiner-Chorherrenstifte Neustift bei Brixen und Gries bei Bozen, das Zisterzienserstift Stams und die Benediktinerabteien St. Georgenberg-Fiecht bei Schwaz und Marienberg im Vintschgau aufgehoben.

StamsDie Bibliothek in Stams enthielt insbesondere bedeutende Handschriften (ca. 300, fast ein Drittel des heutigen Bestandes der UB Innsbruck), Wilten besaß vor allem eine ansehnliche Inkunabelsammlung. In Wiltener Besitz war auch ein Konvolut von drei Blockbüchern, umfassend eine Biblia pauperum, eine Ars memorandi und, als größte Kostbarkeit, eine Ausgabe des weltweit nur in drei Exemplaren erhaltenen Liber Regum (letzterer erschien Ende des 19. Jahrhunderts in Faksimile).

NeustiftDie wertvollste und größte Bibliothek hatte Neustift. Von den ca. 150 der Bibliothek in Innsbruck übergebenen Handschriften musste freilich der größere Teil (fast 100 Bände) ‑ u. a. sämtliche illuminierten und zahlreiche lateinische Texthandschriften ‑ nach dem Ersten Weltkrieg an Italien abgetreten werden. Man überließ sie als Dauerleihgabe dem Kloster, wo sie heute unter der alten Innsbrucker Signatur verwahrt werden; die deutschen Handschriften, darunter der Spiegel deutscher Leute (Cod. 922) und die berühmte Neustift-Innsbrucker Spielhandschrift (Cod. 960), blieben in Innsbruck, ebenso die große Inkunabelsammlung von fast 800 Bänden. Durch diesen Zuwachs besitzt die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol heute die zweitgrößte Inkunabelsammlung in Österreich.

Als Tirol 1815 wieder Österreich zufiel, wurden ‑ mit Ausnahme von Gries ‑ alle unter der bayerischen Herrschaft aufgehobenen Klöster wiedererrichtet. Die meisten Klöster bemühten sich in der Folgezeit ‑ mit unterschiedlichem Erfolg ‑ um die Rückgabe der abgetretenen Bücher. Fiecht erhielt den gesamten Bestand zurück, Neustift und Wilten bekamen trotz aller Bemühungen nur einen Teil ihrer Bibliotheken wieder. Die Handschriften und Inkunabeln verblieben zur Gänze in Innsbruck, die Drucke nach 1500 wurden teilweise rückerstattet. Allerdings waren während der Zeit der Aufhebung nur die wertvollen Bände an die Universitäts- und Landesbibliothek gebracht worden. Die in den Klöstern zurückgelassenen Bücher sollten bei Gelegenheit durch die bayerische Administration veräußert oder makuliert werden. Dazu kam es auf Grund der politischen Verhältnisse glücklicherweise nicht mehr.  


LEGATE IM 19. JAHRHUNDERT

kkMit dem Gründungsbestand und dem durch die Klosteraufhebungen erfolgten Zuwachs war zu Beginn des 19. Jahrhunderts die heute vorhandene Anzahl an alten und wertvollen Büchern ‑ Handschriften wie Drucken ‑ im Wesentlichen erreicht. Was später durch Kauf oder Schenkung (vor allem private Legate) hinzukam, war weder quantitativ noch qualitativ sehr bedeutend. Eine Ausnahme bildete lediglich die berühmte Handschrift B der Lieder Oswald von Wolkensteins aus dem Jahr 1432, welche 1889 der Bibliothek als Dauerleihgabe des Kaisers Franz Joseph anvertraut wurde und heute die größte Kostbarkeit der Bibliothek darstellt. Die im 19. Jahrhundert erworbenen Bücher stammen größtenteils aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Zumeist handelte es sich um Werke aus dem Nachlass von Gelehrten. So hinterließ der Direktor des Haus-, Hof- und Staatsarchivs in Wien, Ignaz Freiherr Reinhart von Thurnfels und Ferklehen (1782‑1843), der Bibliothek unter Direktor Josef Scherer (1832‑1857) ca. 6.000 Bände. Die Bibliothek des Historikers Johann Friedrich Böhmer (1795‑1863) in Frankfurt, 2.232 Bände, wurde der Bibliothek in der Direktionszeit Eduard Kögelers 1864 durch Vermittlung Julius von Fickers übergeben. Zu erwähnen sind ferner die 12.000 Bände und 46 Handschriften enthaltende Bibliothek des Universitätsprofessors Christian Bidermann, erworben 1895 unter Direktor Ludwig von Hörmann, weiters die 1902 angekauften 2.765 Bände und 18 Handschriften aus dem Besitz Julius von Fickers (1826‑1902), die aus 1.900 Bänden und 2 Handschriften bestehende Bibliothek des Hofrates Fortunatus Demattio (1904), übernommen unter Anton Hittmair zu Beginn des 20. Jahrhunderts, und die ebenfalls unter Hittmair inkorporierte Büchersammlung des Hofrates Ernst Hruza (1856‑1909).  


ZWISCHEN DEN WELTKRIEGEN

ULBT um 1920Diese Entwicklung wurde durch den Ersten Weltkrieg und die folgende Geldknappheit unterbrochen. Seit dieser Zeit wurden, von Einzelfällen abgesehen, keine älteren Bücher mehr erworben. Dafür widmete man sich verstärkt organisatorischen Umgestaltungen. Die bald nach 1900 begonnene Anordnung des Bestandes nach Numerus currens (gedacht als Vorarbeit für die Übersiedlung in ein neues Gebäude) wurde zügig fortgeführt. 1930 übernahm man die Preußischen Instruktionen als Grundlage für die Nominalkatalogisierung (die Umschrift der älteren Werke nach PI erfolgte erst nach dem Zweiten Weltkrieg). Zugleich wurde erstmals ein Schlagwortkatalog angelegt, welcher den alten Systematischen Katalog, den bis dahin einzigen Sachkatalog, ersetzte.

In den Jahren 1912 bis 1914 wurde ein neues Gebäude für die Bibliothek errichtet, das allerdings während des Krieges als Lazarett diente und so erst 1924 seiner Bestimmung zugeführt werden konnte.


NACHKRIEGSERWERBUNGEN

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Verlauf die Bibliothek nur vereinzelt durch Diebstahl der an mehreren Orten ausgelagerten Bücher Verluste erlitt, blieb die Erwerbung älterer Werke auf Ausnahmen beschränkt.

strnad_ex_libris

Seit dem Jahr 2000 konnte die Abteilung für Sondersammlungen einen deutlichen Bestandszuwachs durch die Übernahme großer Bibliotheksbestände verzeichnen: Bibliothek Strnad (Legat), Bibliothek der Ritter von Waldauf`schen Stiftung (Dauerleihe), Historische Bibliothek des Servitenkonvents in Innsbruck (unbefristete Dauerleihgabe).

Der zwar großzügig und funktionell gestaltete Bau neben der Neuen Universität ist inzwischen auf Grund des Anwachsens der Benützerzahlen, der Buchbestände, der Verwaltungsaufgaben und damit des Personals zu eng geworden und wurde in den letzten Jahren umgebaut und erweitert. Die Handschriften und Inkunabeln, wertvolle Drucke aus der Zeit nach 1500 und andere „Sonderbestände“ sind in eigenen gesicherten Räumen untergebracht, die vor kurzem renoviert und teilweise klimatisiert wurden.


Diese und weitere detaillierte Informationen zum historischen Altbestand der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol in Innsbruck in:

Walter Neuhauser, Eva Ramminger, Sieglinde Sepp: Universitätsbibliothek Innsbruck, Hauptbibliothek. In: Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich 4. Hildesheim 1997, 126-135 [Stand: März 1995]


Publikationen (in Auswahl) zur Geschichte der Abteilung für Sondersammlungen der ULB Tirol

Walter Neuhauser, Claudia Schretter-Picker, Peter Zerlauth, Patrik Kennel: Das Alte Buch an der ULB Tirol. Erbe und Auftrag, in: Klaus Niedermair, Dietmar Schuler (Hrsg.): Die Bibliothek in der Zukunft. Regional - Global: Lesen, Studieren und Forschen im Wandel. Festschrift für Hofrat Dr. Martin Wieser anlässlich seiner Versetzung in den Ruhestand. Innsbruck 2015, 245-276 (online)

Vom Codex zum Computer. 250 Jahre Universitätsbibliothek Innsbruck. Ausstellung Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, 8. 11. 1995-7. 1. 1996. Innsbruck 1995

Heinz Hauffe (Hrsg.): Die wissenschaftliche Bibliothek - Traditionen, Realitäten, Perspektiven. Festschrift für Oswald Stranzinger zum 65. Geburtstag (Biblos-Schriften, 153). Innsbruck, Wien 1990

Anton Hittmair: Die letzten 20 Jahre der Innsbrucker Universitäts-Bibliothek in Zahlen. In: Mitteilungen des österreichischen Vereins für Bibliothekswesen 7 (1903) 83-84

Ders.: Geschichte der k.k. Universitätsbibliothek in Innsbruck. Innsbruck 1910 [mit einer Übersicht über die ältere Literatur zur Geschichte der Bibliothek bzw. zu den Bibliothekaren]

Friedrich Leithe: Die k.k. Universitäts-Bibliothek in Innsbruck. In: Bote für Tirol und Vorarlberg 10 (1874) 986-995

August (Pirmin) Lindner: Die Aufhebung der Klöster in Deutschtirol 1782-1787. Innsbruck 1886

Daniela Mairhofer, Walter Neuhauser, Michaela Rossini, Claudia Schretter: Schreiber, Schriften, Miniaturen (Tiroler Kulturgüter 8). Innsbruck–Wien 2006.

Walter Neuhauser: Neuaufstellung und Bearbeitung der Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Innsbruck. In: Biblos 22 (1973) 34-37

Ders.: Die Geschichte der Handschriftensammlung der UB Innsbruck. In: Beiträge zur Handschriftenkunde und mittelalterlichen Bibliotheksgeschichte (Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft, Sonderheft 47). Innsbruck 1980, 51-72 (online)

Ders.: Die Innsbrucker Universitätsbibliothek. Vom Codex zum Computer, der Tradition und dem Fortschritt verpflichtet. In: Tirol - immer einen Urlaub wert. Winter 1990/1991. Innsbruck 1990, 25-44

Ders.: Innsbruck. In: Lexikon des gesamten Buchwesens, Bd. 3, 2. Aufl. Stuttgart 1991, 623-625

Ders.: Bibliotheca semper renovanda, restauranda, reformanda. Ein Beitrag zur Geschichte der Bibliotheksverwaltung am Beispiel der Universitätsbibliothek Innsbruck. In: Ilse Dosoudil (Hrsg.): Information gestern, heute, morgen. Internationale Festschrift für Ferdinand Baumgartner. Wien 1991, 3-19

Ders.: Am Anfang stand die Bibliotheca publica (Oenipontana). Zur Entstehung des staatlichen Bibliothekswesen in Österreich im 18. Jahrhundert. In: Bücher, Menschen und Kulturen. Festschrift für Hans-Peter Geh zum 65. Geburtstag. München 1999, 188-205

Sieglinde Sepp: Tiroler Bibliotheken und Büchersammlungen des Mittelalters und der frühen Neuzeit als Spiegel der Kulturgeschichte des Landes. In: Beiträge zur Handschriftenkunde und mittelalterlichen Bibliotheksgeschichte (Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft, Sonderheft 47). Innsbruck 1980, 113-125

Claudia Schretter, Peter Zerlauth (Hrsg.): In libris. Beiträge zur Buch- und Bibliotheksgeschichte von Walter Neuhauser (Schlern-Schriften 351). Innsbruck 2010

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Aktualisiert am: 01.07.2015
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