Die Erschließung der mittelalterlichen Handschriften in der Stiftsbibliothek Neustift und der Priesterseminarbibliothek Brixen

Neustift BibliothekZiel des Kooperationsprojektes zwischen der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen und der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol in Innsbruck war eine alle Gesichtspunkte moderner Handschriftenkatalogisierung berücksichtigende Erschließung der mittelalterlichen Handschriften des Klosters Neustift und des Brixner Priesterseminars nach den Richtlinien der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Die geographische Nähe und die Wurzeln bzw. Entwicklungen der beiden Institutionen bedingen vielfache wechselseitige Beziehungen, die sich nicht zuletzt in ihren Büchersammlungen niederschlagen. Da sich ein Teil der Neustifter Handschriften seit 1809 in den Beständen der ULB Tirol befindet und dort bereits erschlossen wurde, ist durch das Projekt eine virtuelle Zusammenführung der heute getrennten Bestände möglich.

Zu den heute wieder in Neustift befindlichen Handschriften ist 2021 ein gedruckter Katalog als Monographie in der Reihe der Denkschriften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erschienen und auch Open Access zugänglich. Im Zuge der Katalogisierung gewonnene Forschungsergebnisse sind auch über das Webportal www.manuscripta.at zugänglich.

Die Katalogisate zu den Handschriften der Priesterseminarbibliothek in Brixen werden einer eingehenden Überarbeitung unterzogen.  

gefördert durch: Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Abteilung Bildungsförderung, Universität und Forschung (1. Wettbewerbsausschreibung für Projekte im Bereich der wissenschaftlichen Forschung der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol)
Laufzeit: 2011–2014
Träger: Philosophisch-Theologische Hochschule Brixen in Kooperation mit der ULB Tirol
Projektleitung: Mag. Dr. Ursula Stampfer, MMag. Dr. Claudia Schretter-Picker (Kooperationspartner ULB Tirol)
Projektbeteiligte: Mag. Petra Ausserlechner, Dott. Giulia Gabrielli, Mag. Patrik Kennel, ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Gabriela Kompatscher Gufler, MMag. Sissy Mederle, HR Mag. Dr. Walter Neuhauser, Mag. Rita Neyer, MMag. Anna Pinter, Dr. Susanne Rischpler, Mag. Dr. Maria Stieglecker MAS, Univ.-Ass. Mag. Dr. Lav Šubarić
 

Die heute in Neustift befindlichen Handschriften wurden 2018 mit Mitteln des Augustiner Chorherrenstiftes Neustift  in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Bozen digitalisiert. Die Digitalisierung der Neustifter Handschriften an der ULB Tirol erfolgte zwischen Oktober 2020 und April 2021 als hausinternes Pilotprojekt zur systematischen Digitalisierung des gesamten Handschriftenbestandes.

Volldigitalisate aller Handschriften (in und aus Neustift) sind durchwegs über die an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften angesiedelte Datenbank „Mittelalterliche Handschriften in Österreich – manuscripta.at“ frei zugänglich; die in Innsbruck aufbewahrten Handschriften können darüber hinaus auch direkt über die Digitale Bibliothek der Universität Innsbruck angesteuert werden.

Zur virtuellen Zusammenführung des Bestandes

 

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