Link 2_Cod. 88Erschließung der Handschriften der ULB Tirol

Das Projekt „Erschließung der Handschriften der ULB Tirol“ ist das älteste und umfangreichste Unternehmen im Bereich des Alten Buches in Tirol. Gegenstand dieses Langzeitprojektes war die Tiefenerschließung des gesamten, rund 1.200 Signaturen umfassenden, zu zwei Drittel aus dem Mittelalter stammenden Handschriftenbestandes der ULB Tirol. Dieses im Jahre 1975 unter der Leitung des späteren Direktors der ULB Tirol Hofrat Dr. Walter Neuhauser († 2016) begonnene und seit 1995 vom FWF im Rahmen mehrerer Teilprojekte finanzierte Projekt konnte im Jahre 2017 mit dem letzten der zehn Teilbände dieses umfangreichen Katalogwerks abgeschlossen werden. Weitere Informationen zu den Teilprojekten

Dieser wissenschaftliche Katalog folgt den Richtlinien der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters und berücksichtigt alle Gesichtspunkte moderner Handschriftenkatalogisierung. Die Veröffentlichung erfolgte im Rahmen der von der ÖAW herausgegebenen Generalkataloge zu Handschriftenbeständen in österreichischen Bibliotheken. Register, Konkordanzen und Abbildungsteile sowie eine einigen Teilbänden beigelegte CD-Rom erleichtern die Benützung des Katalogs. Zusätzlich werden die im Zuge der Katalogisierung gewonnenen Daten (in Auszügen) seit 2009 über das Webportal zu Handschriften in österreichischen Bibliotheken www.manuscripta.at, angesiedelt an der Abteilung Schrift- und Buchwesen des Mittelalters des Instituts für Mittelalterforschung der ÖAW, online zugänglich gemacht und aktualisiert.

Als wichtig für die effiziente Durchführung des Katalogisierungsprojektes erwies sich die vorangehende und begleitende wissenschaftliche Aufarbeitung einzelner Themen der noch wenig erforschten Tiroler Buch- und Bibliotheksgeschichte, die Beschäftigung mit einzelnen Handschriften(gruppen) sowie mit gezielten kodikologischen Fragen an den Bestand. Aufgrund der Provenienz des Handschriftenbestandes der ULB Tirol stellte es sich als sinnvoll heraus, diese Forschungsarbeiten auch auf externe Fonds auszudehnen.

Nach dem Vorbild des Innsbrucker Handschriftenprojekts wurden in den letzten Jahren weitere einschlägige Projekte zur Erfassung der Handschriftenbestände Nord- und Südtiroler Bibliotheken ins Leben gerufen. Weitere Informationen zur Erschließung von Hand-schriftenbeständen im Tiroler Raum


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Abb.: Innsbruck, ULB Tirol, Cod. 88, Bl. 82vb (Watzek Photografie, Hall i. T.)