Fragmente Neustift_Fragment
Fragment eines Psalters aus dem 12. Jahrhundert (Innsbruck, ULB Tirol, Cod. 763) // © Universitäts- und Landesbibliothek Tirol

Fragmente

Im 15. Jahrhundert wurde die Stiftsbibliothek erneuert. Zahlreiche Inkunabeln wurden angekauft, ältere Handschriften ausgeschieden und teilweise als Makulatur für die Bindung neuer Bücher verwendet. 

Der Großteil der erhaltenen Handschriften in und aus Neustift stammt aus dem 15. Jahrhundert. Da das Stift in dieser Zeit auch zahlreiche Inkunabeln ankaufte, ist von einer generellen Erneuerung der Bibliothek auszugehen. Ältere Handschriften, für die man keine Verwendung mehr hatte, wurden ausgeschieden und teilweise als Makulatur für die Bindung neuer Bücher verwendet.

Im Rahmen eines Projektes der Freien Universität Bozen unter der Leitung von Giulia Gabrielli werden die handschriftlichen Musik-Fragmente in und aus Handschriften und Drucken an der Stiftsbibliothek und an der ULB Tirol von Gionata Brusa und Giovanni Varelli erfasst. Eine Publikation ist geplant.

Die abgelösten Fragmente an der ULB Tirol, darunter auch einige aus Neustifter Objekten, fanden in einem vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank geförderten Projekt („Die abgelösten Fragmente der ULB Tirol und ihre digitale Erschließung“, 2018–2020) unter der Leitung von Martin Wagendorfer und der Mitarbeit von Claudia Sojer und Viviana Kleinlercher Berücksichtigung. Die Ergebnisse werden über das Webportal Fragmentarium. Digital Research Laboratory for Medieval Manuscript Fragments ab Ende 2021 zugänglich gemacht.

 

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