Sondersammlungen

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Handschriften » 

Die ULB Tirol verfügt über einen großen Bestand an 1118 (1198 Signaturen) mittelalterlichen und neuzeitlichen Handschriften aus verschiedensten thematischen Bereichen. Bislang sind über zwei Drittel davon in der Reihe Katalog der Handschriften der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ehemals Universitätsbibliothek Innsbruck) erschlossen.

Fragmente » 

Die Sammlung besteht aus ca. 220 aus Handschriften und Drucken der eigenen Bestände abgelösten handschriftlichen Fragmenten, die - ob ihrer inhaltlichen Zugehörigkeit - in 193 Fragmentsignaturen unterteilt werden können. Die Fragmentensammlung ist durch interne Listen erschlossen.

Nachlässe » 

Über das   Verzeichnis der künstlerischen, wissenschaftlichen und kulturpolitischen Nachlässe in Österreich können die in der Abteilung für Sondersammlungen der ULB Tirol verwahrten Vor- bzw. Nachlässe recherchiert werden.

Autografen

Inkunabeln

Drucke

Exlibris

Einbandsammlung.

Geographica- und Kartensammlung » 

Im Zuge der Erweiterung der Sonderaufstellung historischer und wertvoller Bestände der ULB Tirol wurden in den 70er Jahren ca. 500 Werke geographischen Inhalts gesondert aufgestellt. Es handelt sich dabei vor allem um Atlanten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, darunter Werke von Blaeu, Hondius und anderen berühmten Kartographen, um Sammlungen von Städteansichten (z. B. von Merian), um einzelne Karten, vor allem aus dem 18. und 19. Jahrhundert, sowie um Reisebeschreibungen des 16. bis 19. Jahrhunderts. Die Geographica-Sammlung ist durch interne Listen erschlossen

Tiroler Drucke vor 1750 » 

Die ULB Tirol besitzt rund 500 Titel aus Tiroler Druckerwerkstätten vom Beginn des Buchdrucks in Tirol (etwa Mitte des 16. Jahrhunderts) bis zum Jahr 1750. Diese Werke sind nach dem Numerus currens ihrer Signaturen gesondert aufgestellt und in einem eigenen Katalog erschlossen.

Sammlung von Zimelien » 

Noch als der größte Teil der historischen Buchbestände der ULB Tirol im Normalmagazin aufgestellt war, wurden einige wenige Zimelien zusammen mit den Handschriften und Inkunabeln in einem eigenen Raum untergebracht. Diese "Zimelien alt" ("alt" bedeutet, dass die Sonderaufstellung bereits alt ist) sind entweder besonders seltene oder für die lokale Buch- und Kulturgeschichte außerordentlich wertvolle Stücke.

Als dann die Drucke des 16. und 17. Jahrhunderts, noch nicht aber jene des 18. Jahrhunderts eine Sonderaufstellung erhielten, wurden etwa 500 Werke aus dem 18. Jahrhundert aus dem Normalbestand ausgesondert und in einer Sammlung mit der Bezeichnung "Zimelien neu" vereinigt. Es handelt sich dabei vor allem um Bücher mit vielen Kupferstichen (z. B. botanische Tafelwerke, Architekturwerke, aber auch alte, geschlossene Zeitschriftenreihen und Lexika).

Die Zimelien-Sammlung ist durch interne Liste erschlossen.

Roschmann Sammlung » 

Der erste Bibliothekar der Universitätsbibliothek, Anton Roschmann, hatte bei seinen Arbeiten auf Schloss Ambras eine große Anzahl von Zeichnungen, Holzschnitten, Kupferstichen und Radierungen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert vorgefunden.

Er vereinigte diese 6.400 Blätter in 30 Foliobänden, geordnet nach topographischen Gesichtspunkten (deutsche, französische, venezianische, römische, lombardische Künstler, ferner je ein Band Zeichnungen und Kupferstiche Tiroler Künstler sowie zwei Bände mit Abbildungen berühmter Personen bzw. Tiroler Landesfürsten).

Unter den Blättern befinden sich zahlreiche Kostbarkeiten, vor allem bei den Tiroler Zeichnungen und den deutschen Künstlern (z. B. Werke von Dürer, Cranach, Burgkmair).

 Ausgewählte Digitalisate

Faksimileausgaben

Mikrofilme »

Die mittelalterlichen Handschriften der ULB Tirol sind mikroverfilmt von der Hill Museum & Monastic Library (HMML), über deren Homepage eine Suche möglich ist: "Search for Manuscripts". Anfragen an HMML zu reprofähigen Vorlagen werden an die ULB Tirol weitergeleitet. Publikationsgenehmigungen werden grundsätzlich nur nach Kontaktaufnahme mit der besitzenden Bibliothek erteilt.

Zur Benutzung der auch an der ULB Tirol befindlichen Mikrofilme steht ein Lesegerät sowie ein Reader-Printer zur Sichtung und zum Ausdruck bereit.

Preise für die Anfertigung von Readerprinter-Ausdrucken durch MitarbeiterInnen der ULB Tirol:

1-10 Readerprinter-Kopien (= Papierkopien von Mikroformen) A4: 5,00 Euro

Jede weitere Readerprinter-Kopie A4: 0,50 Euro

Archiv der ULB Tirol » 

Archivalien zur Geschichte der Bibliothek und deren Beständen sind relativ vollständig von der Gründungszeit an (1745) im Archiv der UB Innsbruck erhalten: hausinterne Akten (von 1745 bis zur Gegenwart, mit einer Lücke von 1758 bis 1781), Erwerbsjournale (1828 bis zur Gegenwart), Geschenkbücher (z. B. vom ersten Bibliothekar, Anton Roschmann), Protokollbücher (1745 bis 1772, 1822 bis 1851, 1862 bis zur Gegenwart), Protokollbücher der Ausleihe und Fernleihe (unvollständig), Statistiken, Kassabücher, Buchbinder-Journale, Schenkungsverzeichnisse u.a.

Ris Bibliothek (Depot) » 

Die Bibliothek geht auf eine Stiftung des Pfarrherren Sigismund Ris (1431–1532 Flaurling) zurück. Ris studierte in Italien und war zwischen 1479 und 1526 als Pfarrer in Flaurling in Tirol tätig. Die ursprüngliche „Liberey“ der Stiftung dürfte etwa 150 Bände (Handschriften und Drucke) umfasst haben. Die Sammlung wurde nach seinem Tode noch erweitert. Die Verwaltung oblag dem Kaplan. Die Pultbibliothek wurde im 18. Jahrhundert aus ihren ursprünglichen Räumlichkeiten entfernt und erlitt durch mangelhafte Unterbringung Schäden. Der Stiftungsfonds selbst fiel nach dem Ersten Weltkrieg der Inflation anheim. Um Mittel für die Renovierung der Gebäude zu erhalten, wurde seither zwar mehrmals die Veräußerung der wertvollen Bestände erwogen, doch konnte dies jedes Mal abgewendet werden.

45 Bände (acht Handschriften und 37 Druckwerke) sind seit 1937 aus konservatorischen Gründen als Depot an der Abteilung für Sondersammlungen der ULB Tirol sachgemäß verwahrt und dort zu benützen, der Rest befindet sich mit dem Pfarrarchiv in einem gesicherten Raum des Pfarrhofes in Flaurling.

 Handschriftenliste

Gedruckter Kurzkatalog der Handschriften und Inkunabeln: Walter Neuhauser: Die Ris-Bibliothek in Flaurling. Geschichte und Katalog der Bestände (Tiroler Bibliographien, 6 = Beihefte zu Tiroler Heimat). Innsbruck 1974 (online)

Bestandsüberblick: Walter Neuhauser: Flaurling, Ris-Bibliothek. In: Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich 4. Hildesheim 1997, 118-121 

Bibliothek Strnad » 

Im Jahr 2004 überließ die Gattin des verstorbenen Univ.-Prof. Dr. Alfred A. Strnad, ao. Univ.-Prof. Dr. Katherine Strnad-Walsh, der ULB Tirol eine ca. 40.000 Bände umfassende Büchersammlung, darunter zahlreiche bibliophile Schätze.

Bereits mehr als 23.500 Bände wurden im Rahmen eines Projektes und durch die Arbeit von Frau Ursula Partoll erfasst.  Die Altbestände und Zimelien der Sammlung sind in der Abteilung für Sondersammlungen verwahrt und auch hier benutzbar. Die modernen Bestände der "Bibliothek Strnad", kenntlich an dem einleitenden Signaturbestandteil "STRNAD", sind über   BibSearch suchbar.

Die Universitäts- und Landesbibliothek Tirol betrauert zutiefst das Hinscheiden ihrer großen Gönnerin ao. Univ.-Prof. Dr. Katherine Strnad-Walsh am 21.03.2011.

Ritter von Waldauf`sche Stiftung

Bibliothek des Servitenkonvents Innsbruck