Tirolensie März

Tirolensie des Monats März

Der Stuibenfall : kleine Kulturgeschichte eines Naturdenkmals

"Unaufhörlich reißt der Wind mitten aus den Wirbeln des Falls den aufgelösten Wasserdampf und schleudert ihn auf die Wipfel der Tannen."

Heinrich Wenzel beschreibt in seinen "Reiseskizzen aus Tyrol und dessen Nachbarschaft" aus dem Jahre 1837 den wohl bekanntesten Wasserfall Tirols in eindrücklichen Worten. Ein Wasserfall, der erst im 19. Jahrhundert, als die Alpen mehr und mehr durch Wissenschaft und Fremdenverkehr erforscht, erkundet und entdeckt werden, in Literatur, Kunst sowie in Reisebeschreibungen auftaucht. 

Walter Falkner hat sich in seinem aktuellen Werk, erschienen im StudienVerlag, eingehend mit dem Stuibenfall und seiner Geschichte beschäftigt und dabei ein informatives, wunderschön bebildertes Werk geschaffen.

So präsentiert sich das imposante Ötztaler Naturdenkmal in zahlreichen künstlerischen Darstellungen wie Aquarellen, Ölbildern oder „Correspondenzkarten“, ergänzt durch ausführliche Informationen zur touristischen und wirtschaftlichen Geschichte des Wasserfalls, der sich immer wieder im Brennpunkt verschiedenster Interessen fand – die Nutzung als Wasserkraftwerk oder der 2016 eröffnete Stuibenfallweg fanden begeisterte Anhänger und erbitterte Gegner.

Was wohl das „Stuibn Nannele“, eine eng mit dem Stuibenfall verknüpfte Sagengestalt aus dem 15. Jahrhundert, dazu gesagt hätte?

Der Stuibenfall : kleine Kulturgeschichte eines Naturdenkmals
Walter Falkner
Innsbruck: StudienVerlag 2020

152 Seiten, Illustrationen, Karten, 21 cm
ISBN: 9783706560979
 

Christian Kössler, März 2021

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