EOD

EODOPEN-Projektmeeting und EOD-Netzwerktreffen

Aufgrund der aktuellen Situation mit COVID-19 musste das zweite EODOPEN Projekttreffen Mitte Mai als Online-Meeting abgehalten werden.

40 Vertreter*innen der 15 Partner-Organisationen aus 11 Ländern nahmen im Home-Office oder in ihren Bibliotheksbüros teil. Vom 13. bis 15. Mai 2020 hielten die Projektpartner Treffen der jeweiligen Arbeitsgruppe ab und tauschten sich mit Kolleg*innen aus den EOD- Bibliotheken aus.

„Unter normalen Umständen hätten wir uns in diesen Tagen in der schönen Stadt Olmütz in der Tschechischen Republik getroffen und es ist sehr schade, dass das nicht so stattfinden kann. Deswegen haben wir uns dafür entschieden, dieses Projekt- und Netzwerktreffen online zu veranstalten,“ sagt Silvia Gstrein, die Koordinatorin des Projekts und Leiterin der Abteilung Digitale Services an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol. „Um ehrlich zu sein: Es war das erste Mal, dass wir eine gesamte Konferenz in diesem Format organisiert haben, aber es hat erstaunlich gut funktioniert.“

Am ersten Tag, dem 13. Mai, diskutierten die Projektpartner Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Projektmanagement und legten Pläne für die weitere Verbreitung des Projekts in der Zukunft fest, z.B. den Plan zur Sensibilisierung der Zielgruppen sowie die Herausforderungen im Bereich der Kommunikation nach COVID-19 zu meistern. Die Arbeitsgruppe “Delivery formats of digitised material for special needs” präsentierte erste Ergebnisse ihrer Erhebung zu den besonderen Bedürfnissen der Nutzer*innen und die damit verbundenen technischen Anforderungen. Zwei Fragebögen, einer für Nutzer*innen mobiler Endgeräte und ein anderer für blinde und seheingeschränkte E-Book-Leser*innen, wurden in 12 Sprachen übersetzt und ihre Verteilung wird bis Ende Juni über die Netzwerke der Projektpartner fortgesetzt.

Am 14. Mai begann das Treffen mit einer Reihe von Präsentationen zur Bewertung und Unterstützung im Bereich der Rechteklärung sowie mit den Diskussionen über das Dokumentationstool zur Rechteklärung. Die Teilnehmer*innen entwickelten Pläne für weitere Aktivitäten und bereiteten den Workshop für den nächsten Tag vor, der darauf abzielte, die Anforderungen an die technische Infrastruktur zu klären. Um die zentralen Projektergebnisse zu visualisieren und zugänglich zu machen, insbesondere die digitalisierten Werke des 20. und 21. Jahrhunderts, wurden auch die Anforderungen für ein gemeinsames Portal besprochen. Am Nachmittag des zweiten Tages fand das jährliche „EOD Nutzer- und Netzwerktreffen“ statt, das allen EODOPEN Projektpartner und EOD Bibliotheken offenstand.

„Mein persönliches Highlight war der Workshop des letzten Tages, der sich mit den Anforderungen für ein Tool zur Dokumentation der Rechteklärung beschäftigt hat. Ungefähr 30 Teilnehmer*innen kamen in einer Brainstorming Sitzung zusammen, die alle das gleich Online Post-It Board teilten,“ sagt Silvia Gstrein in ihrem Kommentar zum Workshop am 15. Mai. „Hier konnte eine Menge an Gedanken und Ideen in kurzer Zeit gesammelt werden, die nun die bereits geleistete Arbeit bereichern werden.”

EODOPEN oder eBooks-On-Demand-Network Opening Publications for European Netizens ist ein auf vier Jahre angelegtes Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms Kreatives Europa kofinanziert wird. Ziel ist die direkte Zusammenarbeit mit nationalen, regionalen und lokalen Zielgruppen bei der Auswahl der zu digitalisierenden Materialien aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Die Projektpartner sind Institutionen aus Österreich, Estland, Tschechien, Polen, der Slowakei, Deutschland, Portugal, Ungarn, Schweden, Slowenien und Litauen. Das Gesamtbudget des Projekts beläuft sich auf ca. 4 Millionen Euro.

 

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