Terminologiedatenbank

am Institut für Translationswissenschaft der Universität Innsbruck

Leitfaden

Die Terminologiedatenbank ist Teil des Bereiches Terminologie. Die Terminologiedatenbank kann am Institut sowie über das WWW-Interface eingesehen werden. Kontaktperson: Peter Sandrini

Software

Die aktuelle Version der Terminologiedatenbank des Institutes für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung läuft unter der Software MultiTerm für Windows der Firma Trados GmbH Stuttgart, das sich als sehr flexibles Programm erwiesen hat. Der Markt für Terminologieverwaltungssoftware wird laufend beobachtet: Sollte in Zukunft eine andere Software günstigere Bedingungen bzw. erhöhte Funktionalität aufweisen, wird diese in Betracht gezogen werden. Das Institut hat mehrere Programmlizenzen erworben,die alle am Institut eingesetzt werden. Für Studenten, die auch daheim an ihrer Terminologie arbeiten möchten, steht eine beschränkte Programmversion zur Verfügung, die maximal 100 Einträge verarbeitet (für Seminararbeiten ideal, für Diplomarbeiten müssen mehrere einzelne Dateien angelegt werden).

Eintragsstruktur und Aufbau

Zeichenerklärung: (XY) Feldname, [S] Systemfeld, das automatisch vergeben wird, [I] Indexfeld, nach dem ein Index aufgebaut wird, [T] Textfeld, indem freier Text steht und auf das nur durch sequentielle Suche zugegriffen werden kann, [A] Attributfeld, dessen möglicher Feldinhalt durch eine Pickliste vorgegeben wird, (o) obligatorisches Feld, d.h. es muß ausgefüllt werden.

a) Terminologischer Eintrag:

  • Verwaltungsdaten:
    • Anlagedatum [S] (o) wird automatisch vergeben
    • angelegt von [S] (o) wird automatisch vergeben
    • Änderungsdatum [S] (o) wird automatisch vergeben
    • abgeändert von [S] (o) wird automatisch vergeben
    • Eintragsnummer [S] (o) kann vorgegeben werden, sonst erfolgt die Vergabe automatisch. Die Einträge werden in der Gesamtdatenbank laufend numeriert(1 - n
    • Eintragsklasse [S] (o) vorgesehen sind 8 Klassen, denen jeweils Schreib-und Leserechte zugeordnet sind. (siehe Zugriffsrechte unten)
    • SRC [T] (o) Das der Eintragsnummer hierarchisch zugeordnete Feld Quelle erlaubt die Kennzeichnung eines Teilbestandes und wird zur Kennzeichnung der Herkunft des Eintrages verwendet: Es besteht aus Familiennamen und Art der Terminologiearbeit, z.B. Frenner/DA oder Viaro/SA.
    • Datum [A] (o) Jahr der Abgabe der Diplomarbeit.
  • Daten zum Begriff und zur begrifflichen Übereinstimmung:
    • Grafik [S] Eingebunden werden können Grafiken oder Bilder, wenn sie in maschinenlesbarer Form in einem der folgenden Formate vorliegen: TIFF,PCX, EPS.
    • Klassifikation (o) [A] Als Klassifikationssystem dient das vom Terminologiebüro der EG-Kommission entwickelte und von EURODICAUTOM benutzte Lenoch-Klassifikation, das den Vorteil internationaler Austauschbarkeit der Daten bietet. Die Auswahlliste (Pickliste) wird jeweils um neue Klassifikationswerte erweitert.
    • Schlagwort (o) [A] Schlagwort als Kurzform des Titels der Diplomarbeit.
    • Äquivalenz [A] Decken sich die Begriffsinhalte vollständig, liegt ein klar abgegrenzter Begriff vor, für den Benennungen in verschiedenen Sprachen gefunden wurden. Diese begriffliche Äquivalenz wird als Standardwert gesetzt. Denoch kann es Fälle geben, wo auf Besonderheiten der Äquivalenz hingewiesen werden muß: Dazu dient dieses Feld mit folgenden Werten:± (Alt 241) Es herrscht weitgehende Übereinstimmung zwischen den Begriffsinhalten, einzelne Merkmale unterscheiden sich jedoch. - Die Begriffsinhalte decken sich teilweise; in manchen Übersetzungssituationen kann diese teilweise Äquivalenz ausreichen. Diese Angabe gilt jeweils für ein Sprachenpaar; wenn ein Eintrag dreisprachig ist, muß dieses Feld, falls es benötigt wird, jeweils zwischen zwei Sprachen eingefügt werden.
  • 2. Pro Sprache wiederholbarer Informationsblock
    • Pro Benennung wiederholbare Datenkategorien
      • DE (o) [I] Indexfeld für die Benennung. Wird das Feld wiederholt, muß der Typ der Benennung angegeben werden. Das Benennungsfeld ohne Zusatzinformation gilt als Vorzugs- bzw. Hauptbenennung. Es gilt folgende Reihenfolge: (DE)... GRM Typ Zuverlässigkeit GEO QUA; z.B.: (DE) Mehrzweckschraube(GRM) n.f. (Typ) Synonym (Zuverlässigkeit) veraltet (QUA) BRNT
      • GRM (o) [A] grammatische Angaben zur Benennung: n.f., n.n., n.m., n. (nur im Englischen zu verwenden), pl., v.i., v.t., adj., adv., Mwb. (Mehrwortbenennung)
      • Typ [A] (o) Falls eine zweite Benennung angegeben wird, muß diese spezifiziert werden: Synonym, Kurzform, Langform, wissenschaftliche Bezeichnung, Formel, Transliteration (nach ISO 1460).
      • Zuverlässigkeit [A] Ausgedrückt wird die Zuverlässigkeit der Benennung mit folgenden Werten: genormt, empfohlen, firmenspezifisch,bevorzugt, selten, veraltet, vorgeschlagen.
      • GEO [A] Geographische Einschränkung der Benennung durch Länderzeichen nach ISO 3166: AT,IT, CH, US, GB, FR, ES, ...
      • QUA [T] Quellenangabe zur Benennung, siehe Quellenverwaltung
      • PAG [T] Seiten- bzw. Bandangabe zur Quelle
      • CTX [T] sprachlicher Kontext zur Verwendung des Terminus, d.h. syntaktische Einbettung des Terminus in einen fachsprachlichen Kontext oder definitorischer Kontext bei fehlender Definition. Kontextangaben umfassen maximal einenSatz.
      • QUA [T] Quellenangabe zum Kontext, siehe Quellenverwaltung
      • PAG [T] Seiten- bzw. Bandangabe zur Quelle
    • Datenkategorien zur Begriffsbeschreibung
      • DEF [T] (o) Definition. Definitionen sollten möglichst originalgetreu zitiert werden und die wesentlichen Merkmale des Begriffs widergeben; eigene Hinzufügungen, Erklärungen innerhalb eines zitierten Textabschnittes müssen als solche durch eckige Klammern [Zusatz] gekennzeichnet werden; Auslassungen (Ellipsen) werden durch drei Punkte "..." ohne Klammern gekennzeichnet.
      • QUA [T] (o) Quellenangabe zur Definition, siehe Quellenverwaltung
      • PAG [T] Seiten- bzw. Bandangabe zur Quelle
      • NOT [T] Anmerkung zum Begriff. In besonderen Fällen können auch Anmerkungen zur Äquivalenz oder zur Benennung gemacht werden.
      • QUA [T] Quellenangabe zur Anmerkung, siehe Quellenverwaltung
      • PAG [T] Seiten- bzw. Bandangabe zur Quelle
      • ANT Antonym, Feldinhalt muß zwischen zwei ^^ gestellt werden. Das angegebene Antonym muß als eigener Eintrag in der Arbeit vorkommen!
      • XREF allgemeiner Querverweis, nur anzuwenden, wenn der Verweis nicht spezifiziert werden kann (Ober-, Unter-, Nebenbegriff, Antonym) und es sich um eineninhaltlich-fachlichen Verweis handelt.
      • Oberbegriff [T] Oberbegriff; für die systematische Abfrage mithilfe von Querverweisen muß der Oberbegriff immer zwischen ^^ stehen (siehe Querverweise).
      • (Nebenbegriff) [T] s.o.
      • (Unterbegriff) [T] s.o.
      • (Teil) [T]
      • (Ganzes) [T]
      • (Ort) [T]
      • (verursacht durch) [T]
      • (Ursache für) [T]
      • (Vorstufe) [T] zeitlich oder sequentiell vorhergehender Begriff
      • (Folgebegriff) [T] zeitlich oder sequentiell nachfolgender Begriff
      • (Einsatz von) [T]
      • (Vorgang) [T]
      • (Maßnahme gegen) [T]

    b) Bibliographischer Eintrag (siehe unten Quellenverwaltung):

    • (SRC) [T] Namen des Verfassers und Art der Arbeit, entspricht dem gleichnamigen Feld der Terminologiedatenbank: z.B. Sandrini/DA
    • (Autor) [I] Angabe des Autors bzw. des Herausgebers, bis zu drei Autoren werden alle Autoren durch Strichtpunkte getrennt angeführt. Wenn es mehr als drei gibt, wird nur der erste (Hauptautor) angeführt und ein et al. dazugestellt. Nebenautoren, wie z.B. Übersetzer, werden als zweiter Autor angeführt, wobei die Funktion des Nebenautors in runden Klammern angegeben wird: z.B. Hill, James; Sandrini, Peter (Übers.) Es gilt folgende Reihenfolge: Familienname, Beistrich, Vorname. Akademische Grade, Titel u.ä. werden nicht angegeben. Bei Fachleuten, die als Gewährspersonen angeführt werden, wird ein allfälliger Titel in den bibliographischen Anmerkungen angegeben.
    • (Titel) [I] Titel des Werkes, möglichst ungekürzt
    • (Bibl.Angaben) [T] Bibliographische Angaben sind nähere Erläuterungen zum Werk: Manuskript, Vortrag, Auflage (nur wenn es nicht die erste Auflage ist), besondere Hinweise.
    • (Ersch.Ort) [T] Erscheinungsort (kann evtl. durch eine Landeskürzelergänzt werden); bis zu Erscheinungsorte werden alle durch Strichtpunkte getrennt angeführt. Wenn es mehr als drei gibt, wird nur der erste angeführt und ein et al. dazugestellt.
    • (Verlag) [T] Namen des Verlages ohne jeweils Verlag oder Verlagsanstalt u.ä. anzugeben. Z.B. nur Manz
    • (Jahr) [T] Jahresangabe, stets vierstellig
    • (ISBN) [T] ISBN-Nummer, oder falls keine vorhanden ist, ISSN-Nummer (nur Nummer ohne ISBN bzw. ISSN!)
    • (QUAX) [I] Angabe des Quellencodes (nicht zu verwechseln mit dem Feld (QUA) im terminologischen Eintrag!)

    Zugriffsrechte

    Der Zugriff auf die Datenbank ist hierarchisch gegliedert, d.h. Schreib-und Leserechte werden an die verschiedenen Benutzer vergeben und mit einer Benutzeridentifikation sowie einem Paßword gekoppelt. Folgende Benutzerklassen sind definiert:
    • Supervisor: Schreib- und Lesezugriff auf alle Einträge (1-8)
    • Lehrpersonal: Schreibzugriff auf alle Einträge, die noch nicht definitiv abgespeichert wurden (1-6)
    • Verfasser von Diplomarbeiten: Schreibzugriff auf jeweils eine Eintragsklasse (zwischen 2 und 5)
    • Tutoren: Schreibzugriff auf alle Einträge, die noch nicht definitiv abgespeichert wurden (1-6)
    Jede Benutzerklasse hat freien Lesezugriff auf alle Einträge, beschränkt ist das Ändern von bestehenden Einträgen sowie das Hinzufügen neuer Einträge. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit der Benutzeridentifikation guest ohne Angabe eines Paßwortes in derDatenbank zu suchen. Jeder Aufruf der Datenbank aus dem Fenster Terminologiedatenbank durch Anklicken des entsprechenden Symbols erfolgt mit der allgemeinen Zugriffsberechtigung guest und erlaubt nur Lesezugriff.

    Sortierreihenfolge

    Termini werden alphabetisch indiziert. Komplexe Termini, die aus mehreren Wörtern bestehen, werden möglichst in ihrer natürlichen Wortfolge erfaßt. Bei einer Adjektiv + Substantiv-Kombination bezeichnetdas Adjektiv das Substantiv näher, wird also als erstes Wort wie in der natürlichen Wortfolge gesetzt, so z.B. rechtswidrige Kündigung, nicht aber Kündigung, rechtswidrige.

    Russiche Termini werden nach dem kyrillischen Alphabet sortiert.

    Für eine begriffsorientierte Terminologiedatenbank ist neben dem alphabetischen Zugriff vor allem auch der sachorientierte Zugriff von Bedeutung. Terminologische Arbeiten sollten nach sachgebietsrelevanten Gesichtspunkten geordnet sein, durch ein Begriffssystem (Mikrostruktur) oder eine Klassifikation (Makrostruktur). Dadurch kann die Abfrage der Datenbank über die Klassifikation erfolgen (herausfiltern aller Termini zu einem bestimmten Sachgebiet) oder auch über die Begriffssystematik (Querverweis auf Ober- und Unterbegriffe).

    Hierarchischer Aufbau des Eintrags

    MultitTerm für Windows erlaubt eine Hierarchisierung der Felder auf drei Ebenen (Term, Text, Attribut). Einem Index- oder Benennungsfeld kann ein Textfeld und/oder ein Attributfeld zugeordnet werden, dem Textfeld kann wiederum ein Attributfeld beigefügt werden. Indexfelder [I] sind Felder, deren Inhalt zur schnelleren Suche in einen Index gestellt werden (Benennungsfeld). Textfelder [T] können jede Art von Zeichenketten aufnehmen, gesucht werden kann in ihnen über die sequentielle Suche mit der Filteroption, die mehr Zeit in Anspruch nimmt. Attributfelder [A] haben einen vorgegebenen Inhalt, der aus einer sogenannten Pickliste ausgewählt wird (Grammatikangaben, Klassifikation, Zuverlässigkeit, Äquivalenz, Begriffsbeziehung, Typ).

    Achtung! Durch die falsche Zuordnung eines Feldes wird der Aufbau des ganzen Eintrags durcheinander gebracht. So muß das Textfeld SRC unbedingt der Eintragsnummer zugeordnet werden, die Begriffsbeschreibung der Hauptbenennung, nicht aber dem Synomym. Den einzelnen Benennungen werden jeweils Grammatikangaben,Typ der Benennung, Zuverläsigkeit, geographische Einschränkung und eine Quellenangabe sowie ein Kontext mit Quellenangabe zugeordnet.

    Dem Eintragskopf bzw. der Eintragsnummer zugeordnet sind die Felder Quellenangabe (SRC) zum gesamten Eintrag, Klassifikation, Äquivalenz, Grafik. Der Benennung zugeordnet sind die Attributfelder Grammatikangaben, geographische Einschränkung und Typ der Benennung, sowie die Textfelder Definition, Kontext und Anmerkung jeweils mit Quellenangabe.

    Abfrage

    Die schnellste Suchfunktion erfolgt über den Index, der in jeder verfügbaren Sprache eingestellt werden kann. Gesucht werden kann auch über Platzhalterwie *, um z.B. alle Termini mit Abdeck* zu finden: Das Suchergebnis wird in einer Hitliste angezeigt, aus der dann jeder beliebige Eintrag angesehen werden kann (Abdeckplatte, abdecken, Abdeckvorrichtung, Abdeckblech usw.). Weiters kann auch direkt über die Eintragsnummer gesucht werden, falls diese dem Benutzer bekannt ist. Zugriff zu praktisch jedem Feld erlaubt die Filteroption im Menüpunkt ANZEIGE. Durch die Definition eines Filters können nur die Einträge angezeigt werden, die den Suchkonventionen entsprechen. So können z.B. alle Einträge herausgefiltert werden, die vor einem gewissen Datum angelegt wurden (z.B. Suchkriterium: Anlagedatum= >1.12.1992) oder alle Einträge, die nach dem 1.12.1993 von dem Benutzer xy abgeändert wurden. Ebenso können alle Einträge herausgefiltert werden, in denen der Inhalt eines beliebigen Feldes einer vorgegebenen Zeichenkette entspricht, z.B. alle Einträge mit einer Definition, welche die Zeichenkette "Luft" enthält.

    Die Exportfunktion kann mit diesen Filtern gekoppelt werden. Damit läßt sich jeder beliebige Teilbestand exportieren. Die Bildschirmanzeige kann durch eine Layoutdefinition nach Belieben variiert werden; d.h. derselbe Bestand kann in mehreren Bildschirmformaten angezeigt werden. Jedem Feld kann eine bestimmte Schriftart zugewiesen werden. Dem Indexfeld Russisch wird z.B. die kyrillische Schrift zugewiesen. Der entsprechende Feldinhalt wird damit automatisch in dieser Schriftart angezeigt.
    Unabhängig von unserer PC-Version können die Daten auch über das World-Wide-Web abgefragt werden.

    DDE-Schnittstelle mit Word für Windows

    Die Datenbank kann direkt aus der Textverarbeitung heraus abgefragt werden (DDE - dynamic data exchange). Zielbegriffe können automatisch übernommen werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, Definitionen, Quellenangaben und andere Informationen aus der Datenbank anzusehen und zu übernehmen. Der Ausdruck eines Terminologiebestandes erfolgt entweder über diese Schnittstelle oder über die Definition eines eigenen Exportformates, so z.B. über ein DTP-Programm, für das bereits Exportformate mitgeliefert werden.

    Querverweise

    Grundsätzlich sollte jeder Terminus, der in einer Definition, einem Kontext oder in einem anderen Textfeld gebraucht wird und der an anderer Stelle als Benennung mit einem eigenen Eintrag vorkommt, als Querverweis angelegt werden. Das betreffende Wort muß dazu nur zwischen die Zeichen^^ gesetzt werden. Der Querverweis wird farblich hervorgehoben und kann durch Anklicken mit der Maus aktiviert werden. MultiTerm merkt sich bis zu zehn solcher Schritte und kann durch Anklicken wieder zum ursprünglichen Ausgangseintrag zurückfinden. Diese Querverweisfunktion wird in den Feldern Ober-, Neben- und Unterbegriff genutzt, um das Navigieren innerhalb eines Begriffssystems zu ermöglichen; im Feld (ANT) kann auf ein Gegensatzpaar verwiesen werden. Daneben besteht die Möglichkeit, im Feld (XREF) einen beliebigen Querverweis anzubringen, wobei XREF aber nur dann verwendet werden sollte, wenn sich die Art des Querverweises nicht genau angeben läßt und wenn der Terminus, auf den verwiesen werden soll, nicht in einem der Textfelder vorkommt..

    Synonyme

    Synonyme werden als Indexfelder nach dem Informationsblock zur Hauptbenennung (Benennung, Definition, Kontext) geführt und durch das Attributfeld (Typ) Synonym gekennzeichnet. Dies folgt dem Grundsatz, daß es sich bei Synonymen um alternative Benennungen für denselben Begriff handelt, der in der Begriffsbeschreibung identifiziert wird. In einer begriffsorientiertenTerminologiedatenbank entspricht jeder Eintrag einem Begriff, abweichende Begriffe werden in einem getrennten, eigenen Eintrag abgelegt. Begriffsunterschiede innerhalb eines Eintrags können deshalb nur auf Äquivalenzunterschiede zwischen den beiden Sprachen (interlinguale Begriffsabweichungen) zurückgeführt werden (mit eigener Kennzeichnung im Äquivalenzfeld durch ± bzw. -). Unterschiede zwischen verschiedenen Benennungen derselben Sprachefür denselben Begriff (intralinguale Äquivalenz) ergeben sich nicht aus der Sachbedeutung, sondern aus der Mitbedeutung, d.h. aus einer unterschiedlichen Verwendung oder aus sprachlichen Überlegungen: diese können durch die zusätzlichen Attributfelder (Typ), (Zuverlässigkeit) und (GEO) gekennzeichnet werden. Weiters besteht die Möglichkeit, intralinguale Äquivalenz zwischen Synonym und Benennung in einem Erklärungsfeld (NOT) ausführlich anzugeben.

    Abbildungen

    Abbildungen, Schemas und Grafiken sind zur Beschreibung besonders von technischen Begriffen sehr aussagekräftig und können in den jeweiligen Terminologieeintrag integriert werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, daß die Abbildung in einer maschinenlesbaren Datei vorliegt. Am Institut steht für diese Aufgabe ein Schwarz/Weiß-Scanner (Scanjet IIP) mit einer kleinen, aber funktionellen Software zur Verfügung. Diese wird unter Windows aufgerufen, wobei auf die richtige Einstellungen zu achten ist. Grafiken, die in eine Textseite integriert sind, können mithilfe der Zoomfunktion herausgehoben und allein eingescannt werden. Die Terminologieverwaltungssoftware liest Abbildungen im Grafikformat PCX, TIFF, EPS: Die Abbildung muß daher in einem dieser Formate abgelegt werden. Alle Grafikdateien werden in einem eigenen Verzeichnis abgelegt und bei Ende der Arbeit zusammen mit der Terminologiearbeit zur Übernahme in WinTerm bereitgestellt. Das Einscannen von Photographien ist zwar grundsätzlich möglich, es wird aber davon abgeraten, da das Ergebnis erst bei einer sehr hohen Bildauflösung akzeptabel wird und durch den enormen Umfang der Bilddatei (mehrere Megabyte!) die Hardwareaustattung am Institut überfordert ist.

    Ausdruck

    Multiterm für Windows besitzt keine eigene Druckfunktion, dafür ist aber die Exportfunktion sowie der Datenaustausch über die DDE-Schnittstelle sehr gut ausgebaut. Der Ausdruck eines Terminologiebestandes, auch eines herausgefilterten Teilbestandes, über die vordefinierte Exportdefinition (rtfuibk.mtd bzw. für neuere Multiterm Versionen rtfuibk.mdx) und den nötigen RTF-Header rtfhead.rtx funktioniert folgendermaßen:
    1. Beide Dateien (rtfuibk.mtd oder für neuere Multiterm Versionen rtfuibk.mdx und den RTF-Header rtfhead.rtx) auf den eigenen PC in das Verzeichnis kopieren, wo sich die Multiterm-Datenbank befindet.
    2. Dem RTF-Header (rtfhead.rtx) im Windows Explorer denselben Namen geben wie die Multiterm-Datenbank: z.B. Datenbank = mueller.mtw, RTF-Header = mueller.rtx (Dateierweiterung muß rtx bleiben!).
    3. Multiterm starten.
    4. im Multiterm-Fenster Ausgangs- und Zielsprache einstellen, wie im Ausdruck erwünscht. Sortiert wird immer nach der Ausgangssprache; bei einem Ausdruck EN - DE, muß also als Ausgangssprache EN eingestellt sein!
    5. Exportdefinition in Multiterm, d.h. welche Information wie exportiert werden soll, einstellen: Befehl DateiExportdefinieren oder Tastenkombination STRG E aufrufen, Befehl Laden aufrufen ALT D, mit nochmaligen ALT D Exportformat aus Datei laden, in das Verzeichnis wechseln, wo sich die eigene Multitermdatenbank (z.B. mueller.mtw), der RTF-Header (rtfhead.rtx umbenannt in z.B. mueller.rtx) sowie das Exportformat (rtfuibk.mtd bzw. rtfuibk.mdx) befindet, das Exportformat rtfuibk.mtd bzw. für neuere Multitermversionen rtfuibk.mdx wählen, mit OK zurück und nochmals die Wahl mit OK bestätigen.
    6. Export nach der geladenen Vorgabe starten im Menüpunkt DateiAlleEinträgeexportieren (Kurzbefehl ALT D A). Verzeichnis bestimmen, wo die Datei gespeichert werden soll, Namen geben (Dateierweiterung rtf wird automatisch vergeben), bei älteren Versionen RTF-Präambel & Ende aktivieren (damit der rtf-Header eingebunden werden kann), bei neueren Versionen genügt es, bei SpeichernUnter den Dateityp "RTF file (*.rtf)" zu wählen, mit OK bestätigen. Multiterm exportiert nun alle Einträge in diese Datei.
    7. Winword aufrufen und die exportierte Datei laden (ALT D F), entsprechendes Verzeichnis wählen und unten bei Dateityp das Format "Rich Text Format" einstellen, mit OK bestätigen und evt. Konvertierung aus dem RTF-Format bestätigen.
    8. Das Dokument kann nun nach eigenem Gutdünken weiter formatiert, geändert und bearbeitet werden.
    Für den Ausdruck der Bibliographie wird das Exportformat biblioex.mtd gewählt. Für die Sortierung nach Quellenkürzeln muß als Ausgangsindex in Multiterm das Quellenangabefeld QUAX, als Zielindex das Autorfeld eingestellt werden, für die Sortierung nach Autoren hingegen als Ausgangsindex das Feld Autor, als Zielindex das Feld Titel. In WinWord können dann beliebige zusätzliche Formatierungen vorgenommen werden.

    Quellenverwaltung

    Quellenverweise werden in einem Kurzcode angegeben, der auf einen ausführlichen bibliographischen Eintrag verweist. Diese bibliographischen Einträge werden in der Datenbank mit dem oben angegebenem Aufbau (siehe Eintragsstruktur und Aufbau) gesammelt und verwaltet.
    Jedes Werk wird nur einmal erfaßt und in der Terminologiedatei immer mit demselben Code gekennzeichnet. Bei mehrfacher Nutzung durch verschiedene Diplomarbeiten wird das Feld (SRC) beliebig oft wiederholt: Bei sehr oft zitierten Werken wie dem Brockhaus können durchaus auch 10 und mehr (SRC)-Felder vorkommen. Für die Vergabe der Quellencodes sind folgende Regeln zu beachten:
    • a) Monographien und Artikel in Zeitschriften: Vierstelliger Buchstabencode (Großbuchstaben) aus Anfangsbuchstaben des Titels oder des Autors.
    • b) Normen: Diese werden mit ihrer vollen Numerierung angegeben: z.B. DIN25386
    • c) Zeitschriften: dreistelliger Buchstabencode (Großbuchstaben) z.B.TRS für Technische Rundschau. Zeitschriften werden nur einmal in die Gesamtbibliographie aufgenommen. Angaben über Nummer und Jahr erfolgen direkt nach dem Quellencode im Feld PAG: z.B. (QUA) TRS (PAG) 3-92/24,wobei hier Ausgabe 3 des Jahres 1992 und Seite 24 gemeint ist. Dies gilt aber nur für den redaktionellen Teil bzw. für Artikel ohne Angabedes Autors. Längere Zeitschriftenartikel werden wie Monographien behandelt(s.o.)
    • d) Prospekte: Vierstelliger Buchstabencode - nach Möglichkeit aus Firmennamen und/oder Titel und bei Bedarf durchgehende Numerierung von1 - n z.B. TYRO-1, wobei für jedes Prospekt ein eigener Eintrag angelegt wird.
    Seitenangaben werden in dem eigenen Feld (PAG) jeweils nach dem Quellencode im terminologischen Eintrag eingegeben, und zwar ohne S., p. o.ä.:z.B. (QUA) TRS (PAG) 3-92/22 oder (QUA) BRNT (PAG) sv Halbleiter. Im ausführlichen bibliographischen Hinweis in der Quellendatei wird lediglich der Quellencode angegeben.

    Bei der Vergabe von neuen Quellencodes ist unbedingt zu prüfen:

    • a) ob das entsprechende Werk schon als Quelle zitiert und damit in derGesamtbibliographie erfaßt wurde. Dies erfolgt durch eine Suche inden Feldern (Autor) und (Titel). Ist das Werk bereits erfaßt, muß derselbe Quellencode verwendet werden. Ist es noch nicht erfaßt, muß geklärt werden
    • b) ob der zu vergebende Quellencode nicht bereits für ein anderes Werk vergeben wurde. Dies erfolgt durch eine Suche im Feld (QUAX). Ist der Code bereits belegt, muß ein neuer Code vergeben werden.

    Art der Quellen

    Für terminologische Arbeiten kann vielfaches Dokumentationsmaterialverwendet werden. So gibt es vor allem die Unterscheidung zwischen schriftlichen und mündlichen Quellen, wobei letztere vor allem in Aussagen von Fachexperten bestehen.

    Unter den schriftlichen Quellen gibt es eine große Vielfalt, deren terminologische Verläßlichkeit variiert und von Fall zu Fall beurteilt werden muß.

    • a) internationale (ISO, Infoterm, UNO) und nationale (DIN, ÖNORM,AFNOR ...) Normen
    • b) wissenschaftliche Unterlagen:
      • 1. Lehrbücher
      • 2. Fachzeitschriften
      • 3. Forschungsarbeiten (insb. Diplomarbeiten und Dissertationen) ...
    • c) Fachwörterbücher, Glossare, Dokumentationsthesauri
    • d) firmenspezifische Unterlagen:
      • 1. Handbücher
      • 2. Betriebsanleitungen
      • 3. Kataloge
      • 4. Ersatzteillisten ...
    • e) Terminologiedatenbanken
    • f) enzyklopädische Wörterbücher
    • g) WWW-Seiten

    Es sollte möglichst darauf geachtet werden, daß die Art der Quelle, die für Benennung, Definition und evt. Kontext der Ausgangssprache angeführt wurde, mit der Art der Quelle in der Zielsprache übereinstimmt: Die Gleichsetzung eines Begriffes bzw. einer Benennung aus einer wissenschaftlichen Abhandlung mit einem Begriff oder einer Benennung etwa aus einem Prospekt muß hinterfragt werden.

    WWW-Seiten werden wie andere Quellen erfaßt, wobei ein vierstelliges Kürzel vergeben wird, das im terminologischen Eintrag im Feld (QUA) auf den bibliographischen Eintrag verweist. Das Feld (PAG) enthält die genaue URL (z.B. http://www.quelle.xy/text1.html). Im bibliographischen Eintrag werden dann wie üblich Autor (falls angegeben, sonst die Institution/Firma), Titel, Jahr (hier mit Monatsangabe dahinter: z.B. zuletzt abgefragt im Juni 1998 ergibt die Jahresangabe im Feld (Jahr): 1998-6), Erscheinungsort (immer mit WWW auszufüllen); es entfallen Angaben zum Verlag. Die genaue URL wird im Feld (Bibl.Angaben) angegeben. (vgl. zum Zitieren verschiedener Internet-Quellen A Brief Citation Guide For Internet Sources In History And The Humanities (Version 2.1)