21.10.2021

Workshop

21.10.2021 Workshop mit Christa Schuenke

Präzision der Zwischentöne
Einblicke in die Übersetzerwerkstatt

Donnerstag, 21.10.2021, 16:00-19:30 Uhr, hybrid (virtuell und in Präsenz)

Ort: Raum 4U102a, UG, Innrain 52d (Geiwi-Turm)
Anmeldung: bis 20.10.2021 via E-Mail an katharina.walter@uibk.ac.at

Vortragende

Christa Schuenke

• ab 1978 literarische Übersetzungen, seit 1981 frei- und hauptberufliche literarische Übersetzerin
• über 130 Übersetzungen aus dem Englischen von Lyrik, Romanen, Kurzprosa, Theaterstücken, etc.

Inhalt und Ablauf

• 16:00-17:30 Uhr: Allgemeine Fragen zum literarischen Übersetzen
• 17:30-18:00 Uhr: Pause
• 18:00-19:30 Uhr: Austausch zur Lyrikübersetzung am Beispiel Shakespeare (Sonett 18)

Organisation: Mag. Dr. Katharina Walter, MA

Mit Unterstützung des Instituts für Translationswissenschaft und der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck

Präzision der Zwischentöne – Einblicke in die Übersetzungswerkstatt am INTRAWI

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Literarisches Übersetzen Englisch Deutsch am Institut für Translationswissenschaft (INTRAWI) fand am 21.10.2021 unter der Leitung von Dr. Katharina Walter der Übersetzungsworkshop „Präzision der Zwischentöne“ mit Christa Schuenke statt.

Christa Schuenke ist bekannt für ihre Übersetzung von W. Shakespeares Gedichtband mit 154 Sonetten und beschreibt sich selbst als leidenschaftliche Lyrikübersetzerin aus dem Englischen ins Deutsche. Ihr Werdegang wurde stark geprägt von den Jugendjahren in Ostberlin. Sie begann 1978 mit literarischen Werken und arbeitet seit 1981 frei- und hauptberuflich als Übersetzerin. Mittlerweile hat sie schon mehr als 180 Werke aus allen literarischen Genres übersetzt.

1990 begann Schuenke die Shakespeare-Sonette selbst zu übersetzen. Dabei ging es darum, dem Autor auf Augenhöhe zu begegnen. Zu diesem Zeitpunkt existierten bereits viele Übersetzungen, weshalb es ursprünglich keine Gedanken an eine Veröffentlichung gab. Im Jahr 1994 erschien Schuenkes Gesamtübersetzung der Shakespeare-Sonette im Straelener Manuskripte Verlag. Sie erhielt dafür 1997 den renommierten Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis, der alle zwei Jahre für herausragende Übersetzungen verliehen wird.

Im ersten Teil des Workshops erfuhren die Veranstaltungsteilnehmer:innen viel über die Arbeitsweise der Übersetzerin. Sie überträgt beispielsweise ein Werk wie Jonathan Swifts Gullivers Reisen aus dem 18. Jahrhundert nicht in modernes Deutsch und somit gelingt es ihr, dicht an den Ausgangstext heranzukommen. Der Rhythmus im Text spielt immer eine wesentliche Rolle beim literarischen Übersetzen. 

Nach einer kurzen Pause wurden im zweiten Teil des Workshops verschiedene Übersetzungen des Sonetts 18 von Shakespeare (z. B. von G. Regis, E. Saenger, K. Kraus) besprochen. Dabei wurden Shakespeares Werk analysiert sowie die formalen Bestandteile erläutert.

Der Workshop wurde als Hybridveranstaltung angeboten. Zahlreiche Interessierte nützten diese Gelegenheit, um Christa Schuenke kennenzulernen und von ihrer langjährigen Erfahrung zu profitieren. Die Teilnehmer:innen waren von Schuenkes Fachwissen und den ehrlichen Schilderungen aus ihrem Leben als Lyrikübersetzerin beeindruckt.

 

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und kann hier nachgehört werden:

Link zur aufgezeichneten Veranstaltung mit Christa Schuenke

 

21.10.2021 Präzision der Zwischentöne | Workshop mit Christa Schuenke

Das Interesse am Treffen mit Christa Schuenke war groß.
Interessierte konnten an der Veranstaltung in Präsenz sowie online teilnehmen.

 

Text: Christine Hörmann
Fotos: Katharina Walter und Natalie Mair

 

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