18.06.2019

Gastvortrag
im Rahmen des Kurses "Übersetzen II"

Segnali discorsivi e particelle modali in italiano e tedesco

Dienstag, 18.06.2019, 13:45-15:15 Uhr, Seminarraum 5/PC-Raum 3.Stock
Institut für Translationswissenschaft
Herzog-Siegmund-Ufer 15
A-6020 Innsbruck

 

Vortragende

Dr. Peggy Katelhön (Università degli Studi di Milano)

Partendo dalla descrizione della parte di discorso "Abtönungspartikel" (particella modale) considerata tipica della lingua tedesca, la conferenza presenta gli equivalenti più importanti della lingua italiana e si pone poi la questione se l’"Abtönung" sia davvero un concetto linguistico universale.
Ausgehend von der Beschreibung der typisch deutschen Wortart der Modalpartikeln stellt der Vortrag die wichtigsten Äquivalente der italienischen Sprache vor und stellt sich anschließend die Frage, ob "Abtönung" tatsächlich ein universales sprachliches Konzept ist.

Organisation

Mag. Dr. Erica Autelli
Institut für Translationswissenschaft | Institut für Romanistik
assoz. Prof. Mag. Dr. Christine Konecny
Institut für Romanistik

 

Wie übersetzt man eigentlich eigentlich? Mit diesem Zitat von Albrecht (1998) begann Dr. Peggy Katelhön am 18. Juni 2019 ihren Gastvortrag „Segnali discorsivi e particelle modali in italiano e tedesco“ im Rahmen einer Vortragsreihe am Institut für Translationswissenschaft (INTRAWI), in dem sie über Abtönungspartikel im Deutschen und deren Übersetzung ins Italienische sprach.

18.06.2019 GV KatelhoensNach den Vorträgen zu „Perifrasi verbali dell'italiano e possibili equivalenti in tedesco“ und „Rappresentazione di discorsi in lingua parlata. Italiano e tedesco a confronto“ hielt Dr. Peggy Katelhön von der Università degli Studi di Milano am 18. Juni 2019 einen Vortrag über Abtönungspartikel und segnali discorsivi am INTRAWI. Sogenannte Abtönungspartikel werden in den seltensten Fällen näher beleuchtet. So war es auch keine Überraschung, dass bereits die Anfangsfrage „Wie übersetzt man eigentlich eigentlich?“ Dr. Katelhön die volle Aufmerksamkeit ihrer ZuhörerInnen, sowohl der Muttersprache Deutsch als auch Italienisch, sicherte.

Im Deutschen klingt ein Satz durch die Abwesenheit von Abtönungspartikeln wie ja, halt, doch, eben, schon, ... oft unnatürlich oder formell und direkte exakte Äquivalente gibt es in anderen Sprachen zumeist nicht. Im Deutschen bekleiden Abtönungspartikel eine eigene Wortart, die beim Übersetzen trotz ihrer Wichtigkeit oft verloren gehen, haben sie doch verschiedenste Funktionen und drücken zum Beispiel Überraschung, Wünsche oder einen Wiederspruch aus, bestärken eine Frage oder schränken eine Aussage ein.

Anhand einer Reihe von Beispielen besprach Dr. Katelhön die zahlreichen morphologischen, syntaktischen und semantischen Charakteristika und Funktionen und bot eine Gegenüberstellung der klar abgegrenzten deutschen Abtönungspartikel zu den italienischen segnali discorsivi, wobei eine Vielzahl von Unterschieden deutlich wurde.

Mithilfe eines deutschen Loriot-Videoclips, der mehr oder weniger geglückt ins Italienische übersetzt wurde, zeigte die Vortragende gegen Ende hin noch  ein weiteres Mal auf, wie schwer eine angemessene Übersetzung von Abtönungspartikeln ist und gab den Anstoß für eine lebhafte Diskussion unter den Zuhörenden und Studierenden beider Sprachen über die Möglichkeiten und die Qualität der vorliegenden Übersetzung.

 

Text: Natascha Pirnbacher
Foto: Natascha Pirnbacher

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