09.06.2022

Ankündigung

DOKTORATSKOLLOQUIUM
Vorträge der DoktorandInnen der Dolmetschwissenschaft
am INTRAWI

Donnerstag, 09.06.2022,

10:00-12:45 Uhr, Seminarraum 6 Translationswissenschaft

und 15:15-16:00 Uhr, Mehrzweckraum (Innrain 52d, GeiWi-Turm, EG)

 

Programm:                        

   09.06.2022 Doktoratskolloquium | Vorträge der DoktorandInnen der Dolmetschwissenschaft am INTRAWI

 

Organisation:

Univ.-Prof. Dr. Martina Behr
Institut für Translationswissenschaft


Dolmetschwissenschaftliches Kolloquium am INTRAWI

Am 9.6.22 hielten die DoktorandInnen der Dolmetschwissenschaft (DW) am Institut für Translationswissenschaft (INTRAWI) Vorträge zu Ausschnitten ihrer laufenden Dissertationsprojekte. Dieser Tag zeigte die Vielfalt der DW und ließ die Studierenden in direkten Kontakt mit den Promovierenden und der Möglichkeit eines dolmetschwissenschaftlichen Doktorats an unserer Fakultät kommen.

Mariia Siemer sprach über die Bedeutung der Vorbereitung im Konferenzdolmetschens © Sonja Trizin BertaIm Vortrag von Ruth Mauritz ging es um die Geschichte des Simultandolmetschens in der Sowjetunion, die beim 6. Komintern-Kongress am 17. Juli 1928 ihren Anfang nahm. Zuerst wurde der geschichtliche Kontext dieses Kongresses beleuchtet, bevor auf die technischen Details des dort verwendeten Dolmetschsystems eingegangen wurde. Während des Kongresses aufgenommene Fotos aus dem russischen Staatsarchiv für sozio-politische Geschichte gaben Einblicke in die Arbeitsbedingungen vor Ort. 

Der Vortrag von Mariia Siemer war dem Thema Pausen im Simultandolmetschen sowie dem dazugehörigen Forschungsstand und daraus resultierenden Perspektiven gewidmet. Dabei wurden sowohl Herausforderungen bei der Definition und Klassifikation der Pausen, als auch mögliche Trigger für solche Redeflussunterbrechungen beim Simultandolmetschen thematisiert. Anhand eines Abrisses der Geschichte der Forschung auf diesem Gebiet und der Präsentation ausgewählter Studien wurden Forschungslücken sowie Perspektiven für Lehre und Praxis aufgezeigt. 

Sonja Trzin Berta ging in ihrem Vortrag auf die Bedeutung der Vorbereitung im Konferenzdolmetschens ein © Sonja Trizin BertaSonja Trzin Berta ging in ihrem Vortrag auf die Bedeutung der Vorbereitung im Konferenzdolmetschens ein. Dabei stellte sie die verschiedenen Empfehlungen der Vorbereitungsphasen (vor, während und nach einem Auftrag) verschiedener dolmetschwissenschaftlicher AutorInnen einander gegenüber und erläuterte die Besonderheiten der neuen Medien, die sowohl Vor- als nach Nachteile für eine effiziente Vorbereitung mit sich bringen. In der Diskussion mit den Studierenden wurde deutlich, dass auch die Vorbereitung je nach Dolmetschsetting (z. B. freier Markt vs. EU-Parlament) stark variiert.

Der Beitrag von Monika Bomm zum Dolmetschen in Leichter Sprache und der Schwierigkeit, für diesen Bereich Qualitätskriterien festlegen zu können, musste leider entfallen.

Vladimir Balakhonov richtete in seinem Vortrag „Korpora als Quelle für Übungsmaterial im Dolmetschstudium“ den Blick auf die Didaktik des Simultandolmetschens. Nach kurzer Einführung in das Thema wurden einige Fallbeispiele vorgestellt. Insbesondere wurde gezeigt, wie man mit Hilfe von Dolmetschkorpora wie EPTIC, ANGLINTRAD und FOOTIE zusätzliche Inhalte für den Unterricht gestalten kann. Im zweiten Teil des Vortrages ging es um das selbständige Üben unter Verwendung deutschsprachiger Korpora von politischen Reden, anhand zwei solcher Korpora wurden die Möglichkeiten dieser Übung erläutert.

 

Text: INTRAWI
Bild 1: Mariia Siemer sprach über die Bedeutung der Vorbereitung im Konferenzdolmetschens (c) Sonja Trizin Berta
Bild 2: Sonja Trzin Berta ging in ihrem Vortrag auf die Bedeutung der Vorbereitung im Konferenzdolmetschens ein (c) Sonja Trizin Berta
Bildnachweis Poster: Bildnachweis: © Universität Innsbruck / Peter Sandrini


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