Gastvortrag

Remote Interpreting im Konferenzdolmetschen

Donnerstag, 29.10.2020, 17:15 Uhr, Raum 4U102b (Geiwi-Turm)   

Innrain 52d (Geiwi-Turm), Untergeschoß
A-6020 Innsbruck

 

Vortragende

Dr. Sabine Seubert
Universität Mainz/Germersheim

 

Organisation

Univ.-Prof. Dr. Martina Behr
Institut für Translationswissenschaft


Beim Remote Simultaneous Interpreting (RSI) findet eine Videoschaltung zwischen der Konferenz und den DolmetscherInnen statt. Sie sind somit vom eigentlichen Konferenzgeschehen ausgelagert, die Bildübertragung geschieht per Leinwand / Monitor und die Verdolmetschungen werden – wie üblich – über Kopfhörer in den Konferenzsaal übertragen. Die Verbreitung des RSI hat stark zugenommen. Dies hat einerseits Berufsverbände wie den Internationalen Konferenzdolmetscherverband (aiic) oder den deutschen Verband der Konferenzdolmetscher (VKD im BDÜ e. V.) dazu veranlasst, nicht nur ein Positionspapier zu erarbeiten, sondern z. B. auch gemeinsam mit einem kommerziellen Konferenztechnikanbieter in der Nähe von Stuttgart einen so genannten Hub einzurichten, in dem  DolmetscherInnen unter optimalen Kabinenbedingungen eine Konferenz aus der Ferne dolmetschen können. Andererseits scheint das RSI – trotz der immer besseren technischen Möglichkeiten – für die DolmetscherInnen Einschränkungen mit sich zu bringen. Dr. Sabine Seubert, praktizierende Konferenzdolmetscherin, wird in ihrem Vortrag Vor- und Nachteile dieser neuen Form des Konferenzdolmetschens näher beleuchten und dabei auch Forschungserkenntnisse, die sie im Rahmen ihrer Dissertation zur Verarbeitung visueller Informationen beim Konferenzdolmetschen mittels Eyetracking-Methode gewonnen hat, vorstellen.

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