07.11.2016

Gastvortrag

Jakutien hat keine Straßen, nur Richtungen

16.15 UhrGastvortrag 07.11.2016
Seminarraum Josef-Hirn-Straße
Institut für Translationswissenschaft

 

Vortragende

Mag. Eva Maria Schmitzberger
Institut für Grundlagen der Technischen Wissenschaften,
AB Festigkeitslehre und Baustatik
Institut für Translationswissenschaft
  +43 512 507-61501   Eva Maria Schmitzberger

Kontakt

Mag. Ester Pöhl
Institut für Translationswissenschaft
  +43 512 507-42487   Ester Pöhl

Mag. Bernhard Eberharter
Institut für Translationswissenschaft
  +43 512 507-42471   Bernhard Eberharter

 

Russland: Das Land der Extreme

Im Rahmen der VO Landeswissenschaft Russisch unter der Leitung von Mag. Ester Pöhl fanden im heurigen Wintersemester zwei Gastvorträge statt. So wie Russland selbst, so hätten auch die Vorträge nicht unterschiedlicher sein können: Von der kältesten Region der bewohnten Welt in die pulsierende Metropole Moskau. Mag. Eva-Maria Schmitzberger und Natalia Lechleitner, beide Lehrbeauftragte für Russisch am Institut für Translationswissenschaft, nahmen die Studierenden in ihren Vorträgen mit auf eine Reise durch das Land der Gegensätze.

 

Am 7. November 2016 sprach Eva-Maria Schmitzberger über ihren einjährigen Auslandsaufenthalt in Jakutien. Sacha, wie die russische Teilrepublik auch genannt wird, ist wie schon Russland selbst ein facettenreiches Land: Temperaturschwankungen von über 100° C, der Kältepol der Welt Werchojansk, die Sprachenvielfalt sowie die kulturelle Vielfalt sind nur einige dieser Facetten. Die Präsentation zeigte nicht nur die faszinierenden klimatischen Extreme, sondern auch das Leben der Ewenken, eines der vielen indigenen Völker Russlands, und den unsagbaren Reichtum an Bodenschätzen.

Am 14. November 2016 nahm Natalia Lechleitner die Studierenden mit auf eine Entdeckungsreise nach Moskau. In ihrem russischsprachigen Vortrag präsentierte die gebürtige Moskauerin die inneren Gegensätze der größten Stadt Europas. Von der Metro mit ihren „unterirdischen Palästen für das Volk“, wie Stalin die Metrostationen nannte, über das UNESCO-Weltkulturerbe Kreml und Roter Platz, bis hin zum Bolschoi-Theater, dem Herzstück der russischen Kulturszene, führte die Reise durch das Zentrum der russischsprachigen Welt.

Die Studierenden erhielten so differenzierte Informationen aus erster Hand und die Landeswissenschaft „zum Anfassen“ gab ihnen einen Einblick in die Vielfalt und Größe sowie die daraus resultierenden Extreme, Spannungen und Gegensätze innerhalb Russlands.

Text: Mag. Bernhard Eberharter, Mag. Ester Pöhl