24.04.2015

Dolmetsch-Übungskonferenz

"...nur mal kurz die Welt retten - aber wie?"

 

10.00 - 13.00 UhrPlakat_UeK_24.4.2015
Dolmetsch-Trainingsanlage
Innrain 52, 1.OG, Geiwi-Turm, A-6020 Innsbruck

 

Kontakt

Dipl.-Dolm. Elvira Iannone
Institut für Translationswissenschaft
  +43 512 507-42468   Elvira Iannone

 

   Download Programm Übungskonferenz 24.4.2015

 

Während der Konferenz „…nur mal kurz die Welt retten – aber wie?“ setzten sich am 24.4.2015 nicht nur die Vorträge der sechs ReferentInnen und das Publikum mit dieser Fragestellung auseinander, sondern auch die SimultandolmetscherInnen. Schließlich muss man sich zum Dolmetschen gut vorbereiten, inhaltlich wie terminologisch. Nur so kann das Gesagte – sei es wie bei diesem Event auf Deutsch, Französisch und Englisch – vollständig und korrekt in eine andere Sprache übertragen werden. In eine andere Sprache? Die Reden wurden von MA-Studierenden des Instituts für Translationswissenschaft ins Deutsche, Englische, Französische, Italienische, Spanische und Russische gedolmetscht!

 

Shoba Nayar (Bild 1), Fairtrade-Regionalmanagerin Südindien, erläuterte die Bedeutung von Fairtrade für Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft. Wir danken dem Welthaus der Diözese Innsbruck dafür, dass es den Aufenthalt von Shoba Nayar in Österreich und ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung ermöglicht hat. Selbiges gilt für die Teilnahme des zweiten Redners, Elango Raghunathan (Bild 2), Projektberater für entwicklungspolitische Programme von DKA und KFB. Er sprach über die Auswirkungen des Klimawandels auf Kleinbäuerinnen und -bauern in Tamil Nadu, Südindien. Dann stellte Eric Bayala, MA (Bild 3), vom Verein Tirol Sahel PAJA vor, ein Projekt zur Ausbildung von Jungbauern aus Burkina Faso in Tirol. Der Meteorologe Mag. Clemens Teutsch-Zumtobel (Bild 4) stellte in seinem Vortrag über den Klimawandel in Tirol den Bezug zwischen unserer lokalen Umgebung und einem globalen Phänomen her. Anschließend erklärte Dr. Robert Moser (Bild 5), Vorstand und Projektleiter bei der Bank für Gemeinwohl erklärte den ZuhörerInnen, dass das Bankwesen auch ganz anders funktionieren kann. Den Abschluss der Rednerliste machte Bakk. Nadja Neuner (Bild 6) vom Institut für Geschichtswissenschaften und europäische Ethnologie: Sie ging in ihrer Rede zu migrantischen Arbeitswelten in Süditalien auch auf das Projekt „Bitter Oranges“ von Diana Reiners, Gilles Reckinger und Carole Reckinger ein und präsentierte Forschungsergebnisse. MMMag. Susanne Pauer (Bild 8) moderierte charmant und souverän die gesamte Konferenz, natürlich auch die kritischen Fragen.

Die DTA platzte aus allen Nähten – so viel Publikum findet sich in einer normalen Unterrichtsstunde nicht ein. Mit vielen Fragen und Kommentaren trugen die ZuhörerInnen zu einer lebhaften Diskussion bei. Auch Schülerinnen der HBLA-West in Innsbruck und vom Realgymnasium Schwaz, die sich für ein Studium der Translationswissenschaft interessieren, haben den Weg in die DTA gefunden und wurden von der Studienrichtungsvertretung mit weiteren Informationen versorgt. Unsere Master-Studierenden mit Spezialisierung Konferenzdolmetschen meisterten in den Dolmetschkabinen auch für sie ungewohnte Akzente mit Bravour. Sie haben bei Konferenzen wie dieser die Möglichkeit, in einem realen Setting zu üben: Vorbereitung auf einen “echten“ Dolmetscheinsatz, externe RednerInnen, Publikum, mehrere Vorträge rund um ein aktuelles Thema inkl. Rückfragen und Diskussion (Bilder 9 & 10).

Nach der Konferenz ist vor der Konferenz: Die nächste Gelegenheit, DolmetscherInnen bei der Arbeit zuzuschauen bzw. -hören bietet sich am 21.5.2015 bei der nächsten Konferenz „Wir sind Weltstadt. Was macht Innsbruck zur Alpenmetropole?“. Das INTRAWI freut sich bereits auf Publikum – die Konferenz ist für alle offen.

Text: Elvira Iannone
Fotos: Martina Mayer