07.05.2015

Exkursion

OP-Besichtigung im Sanatorium Kettenbrücke
Studierende des INTRAWI auf den Spuren von Grey's Anatomy

im Rahmen der Lehrveranstaltung Fachübersetzen Medizin

 

Kontakt

Ass.-Prof. Dr. Cornelia Feyrer
Institut für Translationswissenschaft
  +43 512 507-42460   Cornelia Feyrer

 

Am 07.05.2015 erhielten wir erstmalig die Möglichkeit, einen der modernsten OP-Bereiche Europas besichtigen zu dürfen, um einmal hinter die Kulissen des OP-Betriebs blicken zu können. Was man sonst nur aus Ärzteserien kennt, erlebten wir hautnah. Diese einzigartige Führung von Frau Verena Prock, OP-Managerin des Sanatoriums Kettenbrücke, wurde uns von Frau Ass.-Prof. Mag. Dr. Cornelia Feyrer und Frau Lic. Muryel Derlon im Rahmen der Lehrveranstaltungen Fachübersetzen Medizin des Masterstudiums Translationswissenschaft ermöglicht.

 

Pünktlich um 16:00 fanden wir uns in der lichtdurchfluteten Eingangshalle des Sanatoriums ein, wo wir von Frau DGKS Verena Prock (Leitung OP) empfangen wurden. Nachdem wir unsere Alltagsbekleidung gegen die stilechte blaue OP-Kluft samt Hauben getauscht hatten, waren wir von den Stars aus Grey’s Anatomy kaum zu unterscheiden und unsere Reise in die faszinierende Welt des OP-Bereichs konnte beginnen.

Wir starteten im Gehirn des Betriebs, dem OP-Büro, der Schaltzentrale für die Organisation und Administration. Hier steht die gut koordinierte Vergabe der insgesamt vier OP-Säle des Sanatoriums im Vordergrund. Diese werden für diverse Operationen aus den unterschiedlichen Fachgebieten in genau bemessenen Zeitfenstern, den so genannten Time-Slots, gebucht. Wir durften uns kurz im Vorbereitungsraum umsehen, in dem die PatientInnen auf den OP-Tisch umgebettet werden und einen Blick in diverse Lagerräume werfen, in denen systematisch angeordnet und farbcodiert Apparaturen und Geräte, die bei Operationen zum Einsatz kommen, aufbewahrt werden. Der Höhepunkt war natürlich das Herzstück: der OP-Saal. Hier dominieren unzählige High-Tech-Geräte, unter anderem ein riesiger Plasmabildschirm, um endoskopische bzw. minimal-invasive Eingriffe durch hochauflösende Bildgebung optimal kontrollieren zu können.

Weiter ging es tief im Inneren, in der ‚Waschstraße‘ für chirurgische Instrumente; für deren Sterilisation sind etliche Arbeitsschritte, maschinelle wie manuelle, erforderlich. Große Maschinen, ähnlich Geschirrspülern, reinigen das OP-Besteck, das gereinigte Instrumentarium wird anschließend in metallene OP-Koffer gepackt. Dabei werden pro Koffer geschätzte fünfzig Pinzetten und Scheren in unterschiedlichen Größen und Formen von Hand in einen flachen Metallkorb streng nach Vorgabe eingeordnet.

Der Abschluss unserer zweistündigen Besichtigung fand oben im Aufwachraum statt, dessen Decke mit einer speziellen farbwechselnden Lichttechnik ausgestattet ist, die beruhigend wirken und den frisch operierten PatientInnen ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln soll.

Die sehr herzliche Verabschiedung beinhaltete eine abschließende Fragerunde und gemeinschaftliche Erinnerungsfotos.

Für diese in jeder Hinsicht bereichernde und wertvolle Erfahrung nochmals ein herzliches Dankeschön an Frau DGKS Verena Prock und das Sanatorium Kettenbrücke.

Bericht: Schulthess Irina BA, Abenthung Heidi BA, Woldert Nadine BA, Herbst Laurenz BA
Fotos: Lic. Muryel Derlon/Intrawi

Link

Sanatorium Kettenbrücke    http://www.sanatorium-kettenbruecke.at/