Freitag, 06.11.2015

Gastvortrag

Translation and terminology for decentralized EU Agencies

13:45 Uhr
Universität Innsbruck
Institut für Translationswissenschaft, Seminarraum 2
Herzog-Siegmund-Ufer 15/3.Stock, A-6020 Innsbruck


Vortragende/r

Thierry Fontenelle
Head of Translation Department
Translation Centre for the Bodies of the European Union
Luxembourg

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. Pius ten Hacken
Institut für Translationswissenschaft
  +43 512 507-42450   Pius ten Hacken

  Poster Gastvortrag Thierry Fontenelle

 

Bericht mit Foto

Translation and terminology for decentralized EU Agencies:
Thierry Fontenelle am INTRAWI

Thierry Fontenelle
© Thierry Fontenelle

Das Übersetzungszentrum für die Einrichtungen der Europäischen Union produziert für alle Dienste der EU, die keine eigene Übersetzungsabteilung haben, Translate. Diese Einrichtungen, insgesamt 61, sind über 24 Mitgliedstaaten verteilt. Das Zentrum befindet sich in Luxemburg und Thierry Fontenelle leitet die dortige Übersetzungsabteilung, die naturgemäß den Hauptteil dieser Stelle bildet.

 

Am 6. November 2015 hat Thierry Fontenelle die Organisation und die Arbeit seines Übersetzungszentrums vorgestellt. Es wurde 1994 gegründet und hat seit 2008 eine Belegschaft von etwa 200 MitarbeiterInnen, mehrheitlich ÜbersetzerInnen. Es werden die offiziellen EU-Sprachen abgedeckt, bei Bedarf auch andere Sprachen (z.B. Russisch, Arabisch, Norwegisch). Die weitaus meisten Übersetzungen werden aus dem Englischen angefertigt. Die Zielsprachen sind etwas breiter gefächert, aber die Arbeitssprachen der EU (Englisch, Französisch und Deutsch) sind am stärksten vertreten. Jährlich werden etwa 300 000 Normseiten übersetzt. Ein Großteil der Arbeit wird an qualifizierte ÜbersetzerInnen ausgelagert.

Terminologie ist ein sehr wichtiger Aspekt der Arbeit des Übersetzungszentrums. Die IATE-Terminologiedatenbank wurde vom Zentrum aus den existierenden Terminologiedatenbanken der einzelnen EU-Institutionen zusammengestellt. Sie ist seit 2007 auch für Außenstehende zugänglich. Die Datenbank bildet nur eine Komponente einer größeren sprachtechnologischen Arbeitsumgebung der MitarbeiterInnen des Zentrums, die auch Aspekte der maschinellen Übersetzung umfasst. Ohne diese Hilfsmittel wäre die Produktivität der ÜbersetzerInnen nicht hoch genug, um mit der Nachfrage Schritt zu halten.

 

Text: Pius ten Hacken
Foto: © Thierry Fontenelle