SS 2014

Übersetzungsprojekt

Auf den Spuren von Tagore

im Rahmen der LV Übersetzen II und Übersetzen III Französisch > Deutsch

 

Kontakt

Mag. Martina Mayer, BA
Institut für Translationswissenschaft
  +43 512 507-42476   Martina Mayer

 

Im März 2014 fragte Mag. Alejandro Boucabeille vom Kulturverein ACHT beim Institut für Translationswissenschaft (INTRAWI) an, ob man für die im Mai 2014 von Paris nach Innsbruck reisende Wanderausstellung Auf den Spuren von Tagore DolmetscherInnen für die Sprachkombination Französisch/Deutsch stellen könne? Und ob man vielleicht auch die Texte zur unter der Schirmherrschaft der UNESCO stehenden und zweisprachig konzipierten Ausstellung übersetzen wolle?

 

Natürlich ist es schwierig, solch einer translatorischen Herausforderung zu widerstehen, und außerdem konnte mit dem Frankreich-Schwerpunkt der Universität Innsbruck ein bewährter Projektpartner gewonnen werden. So eröffneten die insgesamt 26 Studierenden der Lehrveranstaltungen Übersetzen II und III unter der Leitung von Mag. Martina Mayer das Projekt: Ca. 50 Seiten Ausstellungstexte sollten aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt werden – eine große Aufgabe, die den JungübersetzerInnen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Literaturnobelpreisträger Rabindranath Tagore und eine effiziente interne Kommunikation der Übersetzungsteams abverlangte. Martina Mayer begab sich außerdem in Paris auf Spurensuche und lernte dort den Kurator der Ausstellung, Azarie Aroulandom (Verein Tagore Sangam), kennen: Er stand den Studierenden im Weiteren mit wertvollen Hintergrundinformationen zu Tagores Leben, seinem Werk und den Exponaten zur Seite. Muryel Derlon vom INTRAWI lektorierte unterdessen die französischen Ausgangstexte. Parallel dazu bereiteten sich vier Dolmetschstudierende des INTRAWI unter der Leitung von Mag. Christine Hetzenauer auf ihre Einsätze im Rahmen der Ausstellung vor: Nicht nur bei der Vernissage, sondern auch bei weiteren Veranstaltungen wie einer Podiumsdiskussion oder einer Filmvorführung mit anschließender Fragerunde stellten die Dolmetscherinnen die im Studium erworbenen Fähigkeiten unter Beweis und vermittelten simultan und konsekutiv erfolgreich zwischen dem mit Unterstützung des Frankreich-Schwerpunkts angereisten Azarie Aroulandom und seinen deutschsprachigen GesprächspartnerInnen bzw. dem Publikum.

Als Dank für Ihr Engagement erhielten die am Projekt beteiligten Studierenden die Möglichkeit, die Ausstellung in einer Sonderführung mit Azarie Aroulandom zu besuchen. Der Frankreich-Schwerpunkt lud schließlich noch zu einem gemeinsamen Projektabschluss der Dolmetscherinnen und ÜbersetzerInnen am INTRAWI ein. Letztlich waren sich alle einig: Der gesteigerte Einsatz aller Beteiligten bei Dolmetsch- und Übersetzungsprojekten lohnt sich, denn die Praxisnähe belebt nicht nur den Unterrichtsalltag, sondern bereitet die Studierenden auch optimal auf künftige berufliche Herausforderungen vor.

Text: Martina Mayer