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Wir trauern um unsere liebe Kollegin, Frau

 

Dipl.-Dolm. Emilie Krausneker

 

die am 21. Dezember 2005 unerwartet nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist. Sie hat Generationen von
Studierenden an den Instituten für Slawistik und Translationswissenschaft der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen
Fakultät an der Universität Innsbruck ausgebildet und ihnen ihre hohen Maßstäbe sowie ihr
umfassendes Wissen und Können weitergegeben.
Ihre Dolmetscheinsätze im In- und Ausland, vor allem für die österreichische und russische Regierung,
waren wesentliche Beiträge zur Völkerverständigung.

Unsere "Emmi" wird uns auch weiterhin stets begleiten.

 

Dekan Prof. Dr. Hans Moser
im Namen der
Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät

 

                                               Prof. Dr. Wolfgang Pöckl                                                                           Prof. Dr. Ingeborg Ohnheiser
                                                im Namen des Instituts                                                                                im Namen des Instituts
                                            für Translationswissenschaft                                                                                     für Slawistik

 

 

Spenden im Andenken an Emilie Krausneker bitte an:

Hemayat Verein zur Betreuung von Folter- und Kriegsüberlebenden
Erste Bank 20111, Konto-Nr. 28 446 099 600

 

 

 

Wien, 28.12.2005

Emmi Krausneker

„Sie war streng, aber ich habe bei ihr sehr viel gelernt“ – das ist die Standardantwort, die so gut wie alle ehemaligen Studierenden von Emmi Krausneker geben, wenn sie nach ihrer Studienzeit bei ihr gefragt werden.

 

An unserem Institut für Translationswissenschaft in Innsbruck waren Montag und Dienstag immer die „Krausneker-Tage“. Für die Russisch-Studierenden waren das die härtesten Tage in der Woche; es handelte sich um verschiedene Fächer, Übersetzen, Fachsprache, Simultan-, Konsekutiv- und Gesprächsdolmetschen, Landes- und Kulturkunde, eventuell auch Russische Medien. Kaum jemand von den Studierenden schaffte es, alle Lehrveranstaltungen zu besuchen. Wer drei oder gar vier Krausneker-Lehrveranstaltungen in einem Semester absolvierte, galt bereits als besonders fleißig.

 

Jeder wusste, „Die Krausneker“ verlangt viel, und ein Zeugnis muss man sich hart erarbeiten. Allerdings hatten wir nie den Eindruck, dass das Unterrichten auch für sie, „die Krausneker“, knochenharte Arbeit war. Stets adrett gekleidet und voller Elan zeigte sie so gut wie nie Zeichen von Ermüdung. Es deutete auch nichts auf die lange, anstrengende Zugfahrt hin, die sie jede Woche aus Wien zurücklegte, allenfalls der kleine grüne Koffer, mit dem man sie ab und zu am Gang sehen konnte. Obwohl sie nur zwei Tage in der Woche in Innsbruck war, hat sie unser Studium mehr als irgendeine andere Lehrperson geprägt.

 

Im Laufe der Jahre wurde dann aus „der Krausneker“ immer mehr „die Emmi“ (oder die „Krausi“, wie wir sie unter uns nannten), und wir entdeckten immer neue Facetten ihrer Persönlichkeit: ihren Humor, ihre Liebenswürdigkeit, ihren Charme, ihre Menschenkenntnis, ihre Hilfsbereitschaft, ihre enorme Lebenserfahrung, an der sie uns gern Teil haben ließ. Diese Nähe tat dem Respekt keinen Abbruch, ganz im Gegenteil; je besser wir den Menschen Emmi kennen lernen durften, umso mehr lernten wir die Lehrerin Krausneker schätzen.

 

Die Stunden bei Emmi waren nicht nur sehr arbeitsintensiv und interessant, sondern auch voller Anekdoten aus der Praxis; von heiklen Dolmetschsituationen auf dem diplomatischen Parkett mit Wladimir Putin, über ihre Arbeit mit dem berühmten russischen Liedermacher Bulat Okudschawa, bis hin zu ihren ausgedehnten Reisen durch Russland war alles dabei.  Außerdem hat sie immer versucht, uns durch besondere oder ausgefallene Projekte zu motivieren (z.B. einen alten sowjetischen Film dolmetschen).

 

Eine besonders beliebte Lehrveranstaltung war die Landeskunde Russlands. Abgesehen davon, dass wir dort unglaublich viel über Geographie, Geschichte und Literatur Russlands gelernt haben, verstand Emmi es wie keine Andere, uns die russische Alltagskultur näher zu bringen. Sie sprach ganz ungezwungen über den einen oder anderen Lapsus, der ihr in Russland unterlaufen war, lauter amüsante und lehrreiche Geschichten und G’schichtln. Unvergesslich ist auch die Zeit, die wir mit ihr außerhalb des Unterrichts verbringen durften, z.B. auf Exkursionen oder wenn sie mit uns zum Semesterende in ein Kaffeehaus ging; bei solchen Gelegenheiten wollte sie dann meistens erfahren, was wir nach dem Studium vorhaben und ob sie uns dabei irgendwie behilflich sein kann. Sie hat jede Gelegenheit genutzt, uns Studierende zu fördern und Professionalität zu vermitteln. Professionelle sprachmittlerische Tätigkeit und ihre gebührende Anerkennung waren ihr immer ein großes Anliegen.

 

Ich selbst hatte durch meinen Umzug nach Wien im September 2004 das besondere Privileg, Emmi auch als Arbeitskollegin und Menschen kennen zu lernen. Erst da ist mir klar geworden, wie viel Emmi eigentlich gearbeitet und geleistet hat, und dass sie in Wirklichkeit an sich selbst wesentlich höhere Ansprüche stellte als an ihre Studierenden. Erstaunlich war für mich auch zu sehen, dass Emmi bei Hemayat ebenso unersetzlich war wie an unserem Institut, und dass sie in jeder Situation das Maximum gegeben hat. Bei aller Professionalität ist für Emmi aber immer der Mensch, bzw. die zwischenmenschliche Kommunikation im Vordergrund gestanden, und davon haben alle, die mit ihr gearbeitet haben, profitiert.

 

Es ist überhaupt nicht übertrieben, wenn ich sage, dass Emmi Krausneker mit Abstand die wichtigste Lehrerin in meinem Leben war. Ich weiß auch, dass das für sehr viele andere Studierende gilt und dass ich hier auch in ihrem Namen spreche. Darüber hinaus war Emmi auch meine Mentorin in allen Lebenslagen, und in den letzten Monaten ist sie auch eine Freundin geworden, trotz des beträchtlichen Altersunterschieds. Dennoch hat sie nie aufgehört, auch meine Lehrerin zu sein. Jedes einzelne Mal wenn ich Emmi im Krankenhaus oder zu Hause besucht habe, habe ich etwas von ihr gelernt. Sie hat trotz ihrer schweren Krankheit nie das Interesse für das Leben anderer Menschen verloren; obwohl sie im Krankenstand war, hat sie alles Menschenmögliche getan, um ihre StudentInnen in Innsbruck weiterhin zu unterstützen.

 

Bis ganz zum Schluss habe ich sie als eine aufmerksame, brillante und unterhaltsame Gesprächspartnerin erlebt. Paradoxerweise hatte ich den Eindruck, dass ihre moralische Stärke durch die körperliche Schwäche erst so richtig zum Ausdruck kam; in ihren letzten Monaten hat Emmi mir eindrucksvoll vor Augen geführt, wie man eine so schwere Krankheit mit so viel Würde und Gelassenheit tragen kann. Sie hat mir von ihrem Aufenthalt in Mexiko erzählt, wo sie bestimmt ebenso engagiert war wie an unserem Institut oder bei Hemayat, sie hat viel über ihre Kindheit und Jugend gesprochen, und das letzte Mal, als ich sie gesehen habe, hat sie mir beigebracht, wie man Buchweizenbrei kocht, ohne dass er verklebt.

 

Es gäbe noch sehr sehr viel zu sagen über die Emmi Krausneker, sowohl über die professionelle, kompetente, gewissenhafte Dolmetscherin und Lehrerin, als auch über die lebensbejahende, humorvolle, charmante Frau. Aber alles das, was man noch sagen könnte, würde dem Menschen Emmi Krausneker nicht gerecht werden und eine unzulängliche Beschreibung bleiben. Selbstlob lag Emmi fern, und Pathos war auch ihre Sache nie, und deshalb möchte ich mich jetzt einfach im Namen aller ihrer Studentinnen und Studenten und Kolleginnen und Kollegen aus Innsbruck ganz herzlich für alles bedanken. Sie wird uns fehlen.

 

Marija Dabic

 

 

Verehrte Angehörige,

sehr geehrte Trauergäste,

 

mehrere Male pro Jahr muss eine Universität die schwarze Fahne hissen; in der Regel hält man kurz inne, erfährt den Namen der oder des Verstorbenen, ist erleichtert, die Person kaum oder gar nicht gekannt zu haben, und geht zur Tagesordnung über.

Gestern wurde an der Universität Innsbruck eine Trauerfahne aufgezogen, die namentlich am Institut für Slawistik und am Institut für Translationswissenschaft große Betroffenheit ausgelöst hat. Denn sie gilt einer Kollegin, die fast dreißig Jahre lang an den beiden Instituten Dreh- und Angelpunkt der Russisch-Ausbildung war. Frau Diplom-Dolmetsch Emilie Krausneker, von den Institutsangehörigen ebenso liebe- wie respektvoll Emmi genannt, hat mit ihrer unvergleichlichen und von allen bewunderten sprachlichen und landeskundlichen Kompetenz und ihrer Erfahrung auf dem internationalen diplomatischen Parkett einen Hauch der großen weiten slawischen Welt in den Hörsaal und in die Dolmetschtrainingsanlage geholt. Es ist unbestreitbar zu einem großen Teil ihr Verdienst, dass Russisch in Innsbruck alles andere als ein Orchideenfach ist.

Nun ist ihr Platz im Hörsaal, im Dolmetschraum, im Büro leer geworden. Und er wird lange leer bleiben – denn wer könnte so schnell in Emmi Krausnekers Fußstapfen treten, wer wird es überhaupt je können? Es bleibt ein Gefühl der Bitterkeit darüber, dass der Faden eines Lebens, das noch nicht zu Ende gelebt war, so ungerecht früh durchtrennt worden ist. Hat nicht sie selbst noch jedem Besucher aus Innsbruck die Nachricht mit auf den Weg gegeben, dass sie Ende Jänner zu den Prüfungen gewiss wieder im Einsatz sein werde? Zu einem großen Teil war es wohl das Pflichtgefühl, das ihr Kraft gab, an eine solche Möglichkeit zu glauben. Dennoch war die Krankheit stärker als der unbeugsame Optimismus.

Wie sehr Frau Krausneker an den beiden Innsbrucker Instituten, an denen sie tätig war, geschätzt wurde, zeigt die große Zahl derer, die heute zu diesem traurigen Anlass aus Tirol gekommen sind. Im Namen des Dekans der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät Prof. Dr. Hans Moser, im Namen der anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Slawistik und des Instituts für Translationswissenschaft und im Namen derer, die es aufgrund familiärer oder anderer Verpflichtungen nicht ermöglichen konnten, zur Verabschiedung zu kommen, spreche ich Emmi Krausneker den allerherzlichsten Dank für ihr unermüdliches und aufopferndes Engagement, für ihre unbedingte Verlässlichkeit und Kollegialität und für ihre unverbrüchliche Solidarität aus.

Die Angehörigen der Verstorbenen möchte ich unseres tief empfundenen Mitgefühls versichern.

 

Wir werden unserer Kollegin Emmi immer ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Wolfgang Pöckl

 


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 Diplomprüfungstermine
für die 1. und 2. Diplomprüfung
im Studienjahr 2005/06

 

Herbsttermin 2005

Anmeldefrist:

11. Juli 2005 bis 15. Juli 2005

Schriftliche Prüfungen:

26. September 2005 bis 30. September 2005

Mündliche Prüfungen:

03. Oktober 2005 bis 07. Oktober 2005

Nachreichfrist für Scheine:

09. September 2005


Frühjahrstermin 2006

Anmeldefrist:

12. Dezember 2005 bis 16. Dezember 2005

Schriftliche Prüfungen:

20. Februar 2006 bis 24. Februar 2006

Mündliche Prüfungen:

27. Februar 2006 bis 03. März 2006

Nachreichfrist für Scheine:

16. Februar 2006


Sommertermin 2006

Anmeldefrist:   

08. Mai 2006 bis 12. Mai 2006

Schriftliche Prüfungen:

03. Juli 2006 bis 07. Juli 2006

Mündliche Prüfungen: 

10. Juli 2006 bis 14. Juli 2006

Nachreichfrist für Scheine:

30. Juni 2006

 

Bitte melden Sie sich mittels E-Mail bei Helga.Lechner@uibk.ac.at an!

Erika Scharfs/26.04.2005


 

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AUS GEGEBENEM ANLASS

Mitteilung an die Kandidatinnen und Kandidaten der Diplomprüfung:

  • Die Anmeldung erfolgt zu den angegebenen Zeiten (siehe Tafel im 4. Stock, neben Sekretariat) im GEIWI-Prüfungsamt.
  • Die Unterlagen reichen Sie bitte SPÄTESTENS im LAUF DER ANMELDEWOCHE! im Inst. für Translationswissenschaft ein (Büro Dr. Kolp, Postfach Dr. Kolp).

  • Zu den Unterlagen gehören OBLIGATORISCH folgende Papiere:

1) Gültige Inskriptionsbestätigung des Semesters, in dem die Diplomprüfung statt findet

2) Das / die Prüfungsprotokoll/e (siehe Ordner vor der Bibliothek zur freien Entnahme oder unsere Homepage/Prüfungen! Evtl. liegen bereits Protokolle in Ihrem Prüfungsakt im Geiwi-Prüfungsamt, falls Sie früher schon Prüfungsteile abgelegt haben.)

3) Die Scheine in der Reihenfolge, in der sie im Protokoll aufscheinen, sowie allfällige Anrechnungsbescheide von Auslandsaufenthalten, eintragen.

  • Ihre Unterlagen können vor der schriftlichen Prüfung bei Fr. Dr. Kolp abgeholt werden; das beglaubigte Protokoll ist zu den einzelnen schriftl. Prüfungsteilen mitzubringen und der Aufsicht zu zeigen. (=Zulassung f.d. Betreten des Prüfungsraumes). Die Kontrolle erfolgt etwa 15 Minuten vor dem tatsächlich angesetzten schriftlichen Termin. Ihr Protokoll (= Zettel, in dem alle eingereichten Zeugnisse aufscheinen) wird dann beglaubigt und abgestempelt, wenn Sie alle Anforderungen, die zum Antreten zu den Prüfungen berechtigen, erfüllt haben!

BITTE BEACHTEN SIE DIE JEWEILS GÜLTIGEN AUSHÄNGE IM 4. STOCK!

Dr. Erika Kolp, 27.9.2004


  
 

ZEUGNISSE
WICHTIGE MITTEILUNG AN STUDIERENDE

  1. In Zukunft gibt es am Institut nur mehr Zeugnisse für ERASMUS-Studierende und für jene Student/inn/en, die sie zum Nachreichen für die Diplomprüfung benötigen. Diese Nachreich-Zeugnisse sind nur 4 Wochen ab Prüfungstermin gültig.
  2. Zeugnisse über Lehrveranstaltungen, die an den Service-Points mit Hilfe des elektronischen Ausweises für Studierende ausgedruckt werden, sind ohne Institutsstempel und Unterschrift des Prüfers gültig. Es ist also nicht erforderlich, einen Zeugnisausdruck vom Prüfer unterschreiben zu lassen bzw. mit einem Institutsstempel zu versehen (Zitat ehem. Vizerektor für Evaluation Univ.-Prof. Dr. Peter Loidl).
(Erika Scharfs)

Vorlesungsverzeichnis im Internet

Für unsere Neulinge und solche, die ´s noch nicht gefunden haben...

 

 Wie finde ich das Vorlesungsverzeichnis?

  1. Geh auf die Uni-Homepage
  2. Dann findest du im Header den Punkt Studium - klick drauf
  3. Nun auf den 5. Punkt Lehrzielkatalog (Vorlesungsverzeichnis)
  4. Im Suchformular wählst du das entsprechende Semester aus,
    gibst bei Volltextsuche Translationswissenschaft ein,
    klickst auf Institution und lässt den Computer suchen
  5.   -- hier findest du die Druckversion
    Translationswissenschaft -- hier die Internetversion
(Susanne)