Pia Andreatta

...wollte schon immer "irgendwas mit Menschen" machen.
Pia Andreatta (Steckbrief)

Pia Andreatta's Forschungsgegenstand sind Menschen und ihre Schicksale. Als Trauma- und Konfliktforscherin entwickelt und erforscht die Vorarlbergerin, wie Traumatisierungen besser verstanden und behandelt werden können.

Der Gaza-Streifen, der Libanon, Sri Lanka oder Syrien: krisengebeutelte Regionen, in denen Krieg und Terror die Menschen zeichnen. Pia Andreatta hat diese Länder für Forschungsaufenthalte bereist, um als Trauma- und Konfliktforscherin vor Ort psychologische Hilfe zu leisten. „Trauma ist nicht gleich Trauma: Ursprung, Zeitpunkt und Kreis der Betroffenen beeinflussen eine Traumatisierung enorm“, weiß die Expertin. Im Gaza-Streifen unterstützte sie Helfer, in Syrien ging es um notfallpsychologische Betreuung unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen wie Frauen oder traumatisierte Kinder. In Sri Lanka stand die Aufarbeitung nach dem Bürgerkrieg im Fokus. „Dort habe ich entdeckt, dass es kein Konzept für den Umgang mit Vermissenden gibt. Was tun, wenn Menschen nach Kriegen Angehörige vermissen und keine Gewissheit haben?“, erklärt die assoziierte Professorin. Die Forschungseinsätze ermöglichen ihr, vor Ort praktische Methoden zu entwickeln und anzuwenden.


Das gesamte Interview mit Frau Andreatta finden Sie in den Interviews "Gemeinsam sind wir Uni", die im Rahmen eines Jubiläums-Projektes in Zusammenarbeit des Büro für Öffentlichkeitsarbeit und der Target Group erstellt wurden.

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