Marlon Possard, BA, MSc

...ist kein Schubladendenker.
Marlon Possard, BA, MSc
(Credit: Marlon Possard)


 

 

 

 


Was hat Sie damals an die Universität Innsbruck gezogen? Für mich war es besonders reizend, an einem alpinen und zugleich urbanen Universitätsstandort zu studieren. Die engagierten und namhaften Lehrenden waren ebenso ein Grund dafür, mich für die Universität Innsbruck zu entscheiden.
Denke ich an Innsbruck, denke ich sofort an… die allseits beliebte Innpromenade und die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen.
Was war für Sie ein unvergessliches Erlebnis Ihrer Studienzeit? Es gab einige unvergessliche Erlebnisse. Besonders spannend war natürlich die erste Vorlesung für mich, ganz frisch nach der Matura. Dieses Gefühl, das erste Mal den Uni-Hörsaal so richtig zu erleben, war ein spezielles Gefühl. Und natürlich war da auch die erste Prüfung, die ich so schnell nicht vergessen werde. Ich merkte nun, dass ich, im Gegensatz zur schulischen Bildung, nun völlig auf mich allein gestellt bin. Selbstverantwortung war dann das leitende Motto.
Gab es Momente oder Personen in Ihrem Studium, die Sie besonders geprägt haben? Da ich im Jahr 2019 zum Studienvertreter und Fakultätsstudienvertreter gewählt wurde und damit verbunden auch in die Curriculum-Kommission und in den Fakultätsrat entsandt wurde, konnte ich meinen Horizont auch in diesem Bereich erweitern und aktiv bei wichtigen Entscheidungen mitwirken. Dankbar bin ich diesbezüglich auch meinen Studienkolleg*innen, denn immer wurde das Gemeinsame vor das Trennende gestellt. So fühlte ich mich an der Uni Innsbruck immer wohl.
Aus meinem Studium habe ich noch… Menschen in meinem Umkreis, die zu sehr guten Freund*innen geworden sind.
Wie hat sich Ihr Weg vom Studium bis heute entwickelt? Ich wusste immer schon, dass ich die Welt verstehen möchte und dass mich mein Weg einmal an eine Universität führen würde. Fragen wie „Was ist der Mensch?“ oder „Warum denken wir überhaupt?“ waren für mich seit meiner Kinder- und Jugendzeit fundamental. Zumindest ansatzweise. Als Kind schon habe ich die "großen" Fragen gestellt und war nebenbei daran interessiert, wie ein Staat aufgebaut ist und welche Regulierungen gesetzt werden, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Deshalb entschied ich mich neben einem juristischen und wirtschaftlichen Studium auch für das Studium der Philosophie an der Philosophisch-Historischen Fakultät (mit Schwerpunkt Rechtsphilosophie und Angewandte Ethik). Die Kombination war recht gut, immerhin wurde es mir möglich, juristische Problemstellungen philosophisch zu hinterfragen. Speziell das Studium der Philosophie half mir, Dinge in unserer schnelllebigen Zeit viel reflektierter und differenzierter zu betrachten und das "Schubladendenken" für einen selbst nicht zuzulassen.
Welche im Studium erworbene Qualifikation hilft Ihnen im heutigen Beruf am meisten? Reflexion, Zahlenaffinität, wirtschaftliches Denken und die Schlüsselkompetenz der Problemlösung.
Was war bis jetzt Ihr schönstes Erlebnis in Ihrer beruflichen Laufbahn? Da ich derzeit als Lehrbeauftragter für Rechnungswesen mit Schwerpunkt Buchhaltung tätig bin, freut es mich immer besonders, mein erworbenes Wissen anderen Menschen weiterzugeben. Die Lehre hat es mir schon ziemlich angetan.
Was möchten Sie gerne noch erreichen – beruflich oder privat? Da ich auch weiterhin an der Universität Innsbruck studiere, ist der nächste Schritt das Doktoratsstudium. Darauf freue ich mich!
Was würden Sie heute anders machen? (Bezugnehmend auf Beruf oder Studium) Im Nachhinein würde ich wohl die Chance nützen, einen längeren Auslandsaufenthalt zu absolvieren.
Studierenden rate ich…
Es lohnt sich immer, Zeit oder auch Geld in die eigene Bildung zu investieren! Entdeckt ebenso die Welt! Und: Oft ist es gut, einige Dinge einfach dem Zufall zu überlassen. Ganz nach dem Motto von Ovid: “Casus ubique valet; semper tibi pendeat hamus; Quo minime credas gurgite, piscis erit."
Was war zu Studienzeiten Ihr Lieblingsort in Innsbruck/an der Universität? In unserem Büro fühlte und fühle ich mich eigentlich sehr wohl. Ansonsten war ich häufig mit Freund*innen an der Innpromenade anzutreffen. Nicht selten haben wir bei Sonnenschein und einem kalten oder warmen Getränk (je nach Jahreszeit) vor Prüfungen nochmals den Stoff gemeinsam wiederholt.
Was verbindet Sie heute noch mit der Universität? Da ich an der Universität Innsbruck weiter studiere, werden mich die langen Gänge an unserer Uni noch ein wenig begleiten. Beeindruckend für mich ist das Hauptgebäude der Universität: Sehr oft denke ich heute noch daran, wie ich das erste Mal in die Studienabteilung zur Immatrikulation musste und die goldenen Buchstaben, die am Hauptgebäude angebracht sind, bestaunte („Universitas Leopoldino Franciscea“). Wie die Zeit vergeht ...
Beendenden Sie bitte folgenden Satz: Ich wollte immer schon einmal…
Bungeespringen (vielleicht von der Europabrücke), aber es kam bisher noch nicht dazu. ;-) Was noch nicht ist, kann ja noch werden.
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