Luzia Kremmel, BA, MSc

...rät Studierenden viel auszuprobieren.
Luzia Kremmel
(Credit: studio22.at - Marcel Hagen)


Gab es Momente oder Personen in Ihrem Studium, die Sie besonders geprägt haben? Für mich besonders wertvoll waren Lehrende aus der Praxis. Ganz speziell beeindruckt hat mich Mag. Dr. Doris Dialer, die als Frau "ihren Mann steht" und Studierende, vor allem auch uns Frauen, bekräftigt und unterstützt hat. Für sie wahrscheinlich selbstverständlich, sind mir gerade ihre kleinen Gesten der Motivation und Bestätigung im Gedächtnis geblieben.
Waren Sie im Ausland? War das für Sie aus heutiger Sicht wichtig? Während meinem Studium habe ich ein Praktikum an der Österreichischen Botschaft in Jordanien absolviert. Neben dem Einblick in die Arbeit an einer Botschaft, hilft mir heute vor allem der Blick in eine andere Kultur, Religion und zum Teil auch Lebenseinstellung. Auch die Erfahrung des "Ausländerin" zu sein, mit allen Schwierigkeiten die unweigerlich dazu gehören, hilft mir heute in meiner Arbeit.
Haben Sie nach dem Studium eine andere berufliche Richtung eingeschlagen? Würden Sie sich aus heutiger Sicht für ein anderes Studium entscheiden? Nach dem Masterstudium "Europäische Politik und Gesellschaft" war es vor allem wichtig offen zu bleiben, da es nach diesem Studium nicht "den" Beruf gibt sondern viele verschiedene Möglichkeiten. Heute bin ich in einer Einrichtung für Unfallprävention tätig und profitiere hier auch sehr von vielen Erfahrungen und Kompetenzen, die ich in Praktika und Jobs neben dem Studium erworben habe.
Welche im Studium erworbene Qualifikation hilft Ihnen im heutigen Beruf am meisten? Neben dem fachlichen Wissen "lernt" man im Studium fast nebenbei noch die Fähigkeit zur Selbstorganisation und Dinge konzeptionell vorzubereiten und analytisch zu überlegen. Dies sind wichtige Eigenschaften in jedem Beruf.
Was war bis jetzt Ihr schönstes Erlebnis in Ihrer beruflichen Laufbahn? Ein wichtiges und eindrückliches Erlebnis war mein erster internationaler Vortrag im beruflichen Umfeld, auf einer Konferenz in Amsterdam. Das schönste finde ich aber, jedes Mal, wenn ich merke, dass ich mit meiner Arbeit tatsächlich etwas bewirke. Ich bin vorwiegend im Bereich Kindersicherheit tätig und hier erlebt man wirklich hautnah, wie Kinder durch unsere Programme nun z.B. sicherer Fahrradfahren oder schwimmen können.
Studierenden rate ich… viel auszuprobieren. Nicht der schnellste Abschluss hilft später im Berufsleben, sondern auch ein kleiner Umweg (Auslandssemester, Praktikum, aber auch eine Weltreise) kann später sehr wertvoll sein. Hat man während dem Studium schon verschiedenste Berufe und Möglichkeiten getestet, ist man schon besser vorbereitet auf das Berufsleben
Was war zu Studienzeiten Ihr Lieblingsort in Innsbruck/an der Universität? Die USI! Immer wenn mir der Kopf rauchte, war sie mein Ventil.
Was verbindet Sie heute noch mit der Universität? Was mich noch am meisten mit der Universität verbindet, sind die engen Freundschaften, die ich hier geknüpft habe.
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