MMag. Bernd Juen

...hat unter anderem an der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie sturiert und blickt mit gutem Gefühl auf sein Studium zurück.
Bernd Juen
(Credit: Bernd Juen)


Was hat Sie damals an die Universität Innsbruck gezogen? Ich wusste einfach, dass die Uni Innsbruck nah ist, dass sie vor allem in meinen Studienfächern einen guten Ruf hat, womit sich räumliche Nähe, Vertrautheit des Umfeldes und somit der für mich ideale Studienstandort leicht bestimmen ließen.
Denke ich an Innsbruck, denke ich sofort an… die alte GeiWi und vor allem an die alte Germanistik-Bibliothek im GeiWi-Turm; genauso an verträumte Spaziergänge an der Innpromenade.
Was war für Sie ein unvergessliches Erlebnis Ihrer Studienzeit? Unvergesslich in schöner Erinnerung bleiben mir vor allem die Exkursionen im Rahmen des Germanistik-Studiums, allen voran eine sprachliche Erkundungsreise zu den Cimbern in Lusern/Luserna im schönen Trentino.
Gab es Momente oder Personen in Ihrem Studium, die Sie besonders geprägt haben? Besonders geprägt haben mich einige meiner Professoren, allen voran Hon.-Prof. Dr. Raoul Kneucker, der uns im Rahmen eines Seminars die Möglichkeit einer Publikation ermöglicht hatte, die für alle Beteiligten zu einem tollen und unvergesslichen Erlebnis wurde.
Aus meinem Studium habe ich noch… viele Erinnerungen, gute Freunde und ein gutes Gefühl, wenn ich zurückblicke.
Waren Sie im Ausland? War das für Sie aus heutiger Sicht wichtig? Ich war im Ausland - in der Türkei. Es war sehr lehrreich und unglaublich schön: sprachlich, kulturell und vor allem kulinarisch habe ich ganz viel Neues gelernt und auch genossen.
Wie hat sich Ihr Weg vom Studium bis heute entwickelt? Nachdem ich zuerst im Bildungsbereich und dann im Sozialbereich, vor allem im Management und in leitender Funktion tolle, spannende Erfahrungen gemacht habe, bin ich nun dabei, meinen PhD zu machen.
Haben Sie nach dem Studium eine andere berufliche Richtung eingeschlagen? Würden Sie sich aus heutiger Sicht für ein anderes Studium entscheiden? Ich würde dieselben Fächer nochmal studieren und habe eine atypische Richtung eingeschlagen. Als Philologe und Politikwissenschaftler bin ich über den Bildungsbereich ins Flüchtlingswesen und dort von der Betreuung ins Management. Es war eine absolut unerwartet erfreuliche Reise und ich bin schon ganz neugierig, wohin es mich weiter verschlägt.
Welche im Studium erworbene Qualifikation hilft Ihnen im heutigen Beruf am meisten? Sprachen (v.a. Türkisch), die Allgemeinbildung (v.a. Literatur als Inspirationsquelle) und natürlich die Statistik, wenn es um die Auswertung und das Lesen von Zahlen, Daten und Fakten geht.
Was war bis jetzt Ihr schönstes Erlebnis in Ihrer beruflichen Laufbahn? Zu den schönsten Erlebnissen zähle ich vor allem eine Kunstausstellung 2017 in der alten BH in Kufstein, im Rahmen derer die einfühlsamen, ausdrucksstarken Bilder unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan ausgestellt wurden. Außerdem war ich auf die Jungs sehr stolz.
Was möchten Sie gerne noch erreichen – beruflich oder privat? Privat möchte ich einfach nur gesund und zufrieden bleiben, vielleicht noch Kinder haben und durchs Leben begleiten dürfen. Beruflich bin ich ganz offen, möchte aber auf jeden Fall Verantwortung tragen und die Möglichkeit haben, Menschen Perspektiven zu geben.
Was würden Sie heute anders machen? Ich weiß es nicht, es spielt vermutlich keine Rolle, denn meine Studienfächer habe ich allesamt aufgrund meiner Interessen gewählt und meine berufliche Laufbahn hat mich bisher auch immer Neues lernen lassen. Ich kann mich echt nicht beklagen.
Studierenden rate ich… Studiert, was euch wirklich interessiert und wofür ihr euch begeistern könnt. Schaut, dass ihr möglichst früh Praxiserfahrung sammelt und/oder euch auch ehrenamtlich engagiert. Macht, was euch Freude bereitet und gebt euer Herzblut rein, dann glaube ich, dass sich ganz viele Perspektiven auftun und interessante Möglichkeiten ergeben.
Was war zu Studienzeiten Ihr Lieblingsort in Innsbruck/an der Universität? Eindeutig das USI. Das USI bietet die besten und die meisten Kurse, man hat unglaublich engagierte TrainerInnen, kann nach dem Lernen abschalten und tut was für die Gesundheit. Ich liebe das USI: vom Schwimmbad über die Sauna und die Trainingshallen bis hin zu Outdooraktivitäten findet man dort alles, was das Sportlerherz begehrt.
Was verbindet Sie heute noch mit der Universität? Mein PhD-Studium, einige meiner ProfessorInnen und die Bibliothek.
Beendenden Sie bitte folgenden Satz: Ich wollte immer schon einmal… die Möglichkeit haben, ganz viele Menschen für etwas zu begeistern, was ich selbst für gut befinde und worin ich einen Nutzen für andere erkenne.
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