Mag.a Dr. Juliana Troy

Doktorat Katholische Theologie, 2013

 

troy

  

 





 

Welchen Beruf üben Sie derzeit aus? Wo liegen – kurz charakterisiert – ihre Aufgabengebiete?
 

Klinikseelsorgerin. Begleitung von Kranken, Sterbenden, deren Angehörigen und dem Klinkpersonal. Es geht einerseits um das Wahrnehmen der (spirituellen) Bedürfnisse der Menschen im Krankenhaus (Gebet, Kommunion, Krankensegnung, Verabschiedungsfeiern, Nottaufen, Gespräche, Gewährleistung der Sakramentenspendung ...), anderseits um das "Abfangen" und Begleiten  von Menschen in Grenzsituationen.


Inwieweit hat Ihr Studium mit Ihrem derzeitigen Job zu tun? Inwiefern können Sie die im Studium ausgebildeten Kompetenzen in Ihrem Beruf nutzen?
 

Was die theologischen Grundvoraussetzungen betrifft, sehr viel. Wer keine fundierte Theologie beherrscht, seine "eigene" Theologie reflektiert und geprüft hat, wird es schwer finden, mit anderen Menschen Theologie zu treiben. Betreffend der praktischen Voraussetzungen in der Klinikseelsorge ist das Studium nur mäßig hilfreich. Diese Kompetenzen werden eigens in einer berufsbegleitenden Ausbildung (KSA) vermittelt.

 

Wie hat sich der Einstieg in das Berufsleben nach Ihrem Studium gestaltet?
 

Fließend. Da als Voraussetzung für einen pastoralen Beruf der ULG "Pastoraljahr" mit einem Jahr universitär begleiteter beruflichen Erfahrungssammlung im pastoralen Bereich verpflichtend ist, wird der Berufsseinstieg soweit erleichtert, dass jede/r die Möglichkeit hat, ihre/seine möglichen Arbeitsfelder kennenzulernen. Am Ende dieses Jahres finden gemeinsam mit dem diözesanen Personalreferenten Gespräche zu möglichen Einsatzgebieten / -feldern statt.

 

Welchen Rat würden Sie Studierenden und vor allem Studienanfängern mit auf den Weg geben?
 

Den Weitblick bewahren, um auszuloten, was einen interessiert. Eventuell sogar im ersten Jahr Vorlesungen aus div. Studien besuchen, um dem Interesse genügend Raum zu geben. Unbedingt ein Auslandsjahr absolvieren (es ist das Studium und Kennenlernen der eigenen Person, das es so wertvoll macht!). Sich auch außerhalb des Studiums für das Leben "rund um" zu interessieren, denn studieren sollte den ganzen Menschen bilden, nicht Fachidioten aus jungen Menschen machen!