Dr. Helmut Fimml

Doktoratsstudium Chemie

 

Fimml

  

 





 

Welchen Beruf üben Sie derzeit aus? Wo liegen – kurz charakterisiert – ihre Aufgabengebiete?

Derzeit bin ich als Arbeitsgruppenleiter im Forschungs- & Entwicklungsbereich eines internationalen Konzerns beschäftigt. Neben den personellen Führungsaufgaben liegt mein Fokus auf der Behandlung business-zugeordneter Problemstellungen auf wissenschaftlicher Basis, insbesondere unter Berücksichtigung material- bzw. qualitätsrelevanter Aspekte, sowie rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Zusätzlich bin ich nebenberuflich als Vortragender an der FH-Gesundheit tätig und als Prüfungskommissionsmitglied für die Lehrberufe Chemielabor- und Chemieverfahrenstechnik nominiert.


Inwieweit hat Ihr Studium mit Ihrem derzeitigen Job zu tun? Inwiefern können Sie die im Studium ausgebildeten Kompetenzen in Ihrem Beruf nutzen?
 

Zum einen bilden die erworbenen chemisch-fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten die Grundvoraussetzung für die zu erfüllenden Tätigkeiten. Zum anderen sind im Zuge des Studiums erworbene Kompetenzen, wie exakte, strukturierte, analytische, auf Zahlen, Daten, Fakten basierende Arbeitsweise, systematisch-methodisches, sowie ziel- und ergebnisorientiertes Vorgehen, das selbssttändige Lösen von Problemen und das Treffen notwendiger Entscheidungen wesentliche Erfolgsfaktoren für die effektive und effiziente Bewältigung der täglichen Arbeit.

 

Wie hat sich der Einstieg in das Berufsleben nach Ihrem Studium gestaltet?

Um Erfahrung in der Privatwirtschaft zu sammeln, bewarb ich mich vor Studienabschluss, noch während der Arbeiten zu meiner Dissertation, um ein halbjähriges Industriepraktikum bei - wie sich später herausstellen sollte - meinem späteren Arbeitgeber. Die Anstellung ermöglichte ein gegenseitiges Kennenlernen und eröffnete noch während der Praktikumslaufzeit die Chance auf eine Festanstellung mit konkretem Aufgabengebiet. Ich habe das Angebot angenommen, musste somit zwar die Dissertation parallel zur Arbeit beenden, hatte aber andererseits einen problemlosen Einstieg ins Berufsleben.

 

Welchen Rat würden Sie Studierenden und vor allem Studienanfängern mit auf den Weg geben?

Die Wahl des geeigneten Studienfaches ist wohl die größte Herausforderung für Studienanfänger. Um hier Fehlentscheidungen bzw. Enttäuschungen nach erfolgtem Studienbeginn zu vermeiden, erscheint es mir wichtig, sich ein klares Bild über die eigenen Interessen und über die Inhalte des jeweiligen Studienganges zu machen. Ich kann nur empfehlen, sich hier nicht nur auf der Basis des Schulunterrichts für ein Fach zu entscheiden, sondern sich Zeit für die Einholung detaillierterer Information (Studienpläne etc.) zu nehmen und vor allem das Gespräch mit Studierenden bzw. Absolventen zu suchen.