DI Alfred Brunnsteiner

Bauingenieurwesen Fachrichtung Konstruktiv 1986

 

Brunnsteiner

  

 





 

Welchen Beruf üben Sie derzeit aus? Wo liegen – kurz charakterisiert – ihre Aufgabengebiete?
 

Ich bin Zivilingenieur für Bauwesen mit Schwerpunkt Tragwerksplanung. Ich bin Geschäftsführer meiner ZT-GmbH und führe einen Betrieb mit 9 Mitarbeitern mit Kanzleisitz in Natters bei Innsbruck. Schwergewicht meiner Arbeiten sind die Tragwerksplanung mit allen Materialien. Das Denken in Holz-, Stahl-, Stahlbeton-, Verbund- und Glasbau sowie Vorspanntechnik sind mein Alltagsbrot. Wir beraten unsere Auftraggeber und Architekturkollegen bei großen, mittleren und auch bei vielen kleinen Projekten. Weiter bin ich auch als Privatgutachter tätig.


Inwieweit hat Ihr Studium mit Ihrem derzeitigen Job zu tun? Inwiefern können Sie die im Studium ausgebildeten Kompetenzen in Ihrem Beruf nutzen?
 

Meine Studiumswahl Bauingenieurswesen mit Fachrichtung Konstruktiv hat mir in meiner beruflichen Entwicklung sehr geholfen, da ich sehr viel Theorie erfahren habe. Neben Mechanik bei Prof. Chmelka, Festigkeitslehre I + II und Flächentragwerke I +II bei Prof. Maier, Baustatik I- III bei Prof. Moser, Boden- und Felsmechanik I + II und Grundbau I + II bei Prof. Schober haben mich Prof. Tschemernegg in Stahlbau I + II und Verbundbau sowie Prof. Wicke in Betonbau I + II sehr geprägt. Ich habe sehr viel „Handwerkszeug" mitbekommen.  Es gab bis heute noch nichts, was ich nicht lösen konnte.

 

Wie hat sich der Einstieg in das Berufsleben nach Ihrem Studium gestaltet?
 

Als ich 1986 in einem Ziviltechnikerbüro unterkam, konnte ich schon bald Projekte anfänglich fast und schon bald alleine umsetzen. Ich startete ins Berufsleben zum Beginn des PC-Zeitalters. Es war faszinierend, wie exakt Berechnungen und Zeichnungen waren. Mein Chef war ebenso fasziniert und hat sich für die EDV sehr stark interessiert, so war das die Chance für mich in der Tragwerksplanung, meist Statik bezeichnet, zu entwickeln. Nach 4 Jahren machte ich die Ziviltechnikerprüfung und nach 5 Jahren leitete ich alles in die Wege, um selbstständig zu werden. Oktober 1991 wurde ich Ziviltechniker.

 

Welchen Rat würden Sie Studierenden und vor allem Studienanfängern mit auf den Weg geben?
 

Ich kann nur jedem empfehlen, den Beruf und das dazugehörende Studium zu wählen, welcher auch in der Zukunft Spaß machen wird. Die Hintertür eines Berufswechsels sollte man jedoch immer offen halten. Unbedingt mit mindestens einem Masterstudium seine Ausbildung abschließen, der Bachelorabschluss reicht nicht . Alle möglichen Ausbildungen, die im Rahmen des Studiums angeboten werden, zu konsumieren (beissen). Später hat man selten die Zeit dafür noch viel dazu zu lernen und nach Berufsrecht der Ziviltechniker darf man all das tun, was man während des Studiums absolviert hat.