theologische trends - Band 11:

Der unbequeme Gott

Vorträge der zweiten Innsbrucker Theologischen Sommertage 2001
Hg.: W. Sandler / N. Wandinger


In einer unbequemen, weil stress- und konfliktgeladenen Welt wächst die Sehnsucht nach einem bequemen Gott und einer bequemen Religion ... . Solche Sehnsucht hat gewiss auch ihr Recht; und gewiss ist es gerade der christliche Glaube, der „Ruhe für die Seele" verspricht. Aber es ist auch eine gefährliche Verlockung für TheologInnen und SeelsorgerInnen, einfach nur die harmonischen Klänge auf den Saiten von Bibel und kirchlicher Erfahrung zum Klingen zu bringen. ... Dem Christsein geht es um alles: nicht nur um das Abzirkeln heil gebliebener Schonbereiche, sondern um eine Transformation des ganzen Lebens, – mit all seinen Härten und Ungerechtigkeiten. In solcher Transformation liegen Kraft und Chance des Christentums, – dazu aber muss man es erst losbinden, man muss es unverkürzt darstellen, – mit seinen unbequemen Ecken und Kanten.

Dieser schwierigen Aufgabe stellen sich die Autoren in folgenden Beiträgen:

Robert Oberforcher: Die Opposition Gottes. Ringen der Propheten um authentischen Glauben und wahre Humanität.

Martin Hasitschka: „Nahe gekommen ist das Reich der Himmel." Faszinierende und zugleich „unbequeme" Botschaft Jesu nach dem Matthäusevangelium.

Willibald Sandler: „Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen". Gratwanderungen zwischen dem liebenden und dem zornigen Gott im Licht einer Erzählung von Dostojewskij

Johannes Panhofer: Ruhekissen Pfarrgemeinde? Glauben zwischen Kuschelecke und Exodus

George Vass: Relativität der christlichen Wahrheit?

Wilhelm Rees: Vom unbequemen Gott zur unbequemen Kirche. Bergpredigt contra Strafrecht?

Nikolaus Wandinger: Wie unbequem ist Gott? oder Wie ist Gott unbequem? Überlegungen zu Gottesbild, Kreuz und Nachfolge


 

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