Raymund Schwager: Dramatische Theologie

Dramatische Theologie als Form interdisziplinären Theologietreibens im Dienst eines friedvolleren Zusammenlebens. Erschließung, Edition und Kommentierung des Nachlasses von Raymund Schwager SJ

Der 2004 verstorbene Innsbrucker Dogmatiker Raymund Schwager hat einen innovativen theologischen Anatz vertreten, der die Theologie in den Kontext der Gewalt- und Friedensproblematik stellt. Zentraler Gedanke seines Ansatzes ist, dass Offenbarung Gottes als interpendentes geschichtliches Handeln von Gott und Mensch zu verstehen ist und daher die das Offenbarungsgeschehen bezeugenden biblischen Schriften nach dem Modell eines Dramas zu deuten sind. Schwager entwickelte diesen Anatz in regem Austausch mit dem Kulturwissenschaftler René Girard und der von diesem formulierten mimetischen Theorie. Dabei ist davon auszugehen, dass sich der dramatische Ansatz Schwagers und die mimetische Theorie Girards gegenseitig beeinflussten

Das Forschungsprojekt "Raymund Schwager: Dramatische Theologie" stellt sich die Aufgabe, diesen theologischen Ansatz weiterzuführen. Dabei soll zum einen das z.T. noch fragmentarische Werk Schwagers "Dogma und dramatische Geschichte. Christologie im Kontext von Judentu, Islam und moderner Marktkultur" kritisch ediert und kommentiert werden; zweitens soll der Briefwechsel zwischen R. Schwager und R. Girard, ebenfalls in kommentierter Form, herausgebracht werden. Das Projekt stützt sich dabei in erster Linie auf das Material im Innsbrucker Raymund-Schwager-Archiv, in dem der wissenschaftliche Nachlass des 2004 überraschend verstorbenen Dogmatikers gelagert wird... [Weiter: Projektbeschreibung]