Quality AuditsAls erste österreichische Hochschule hat die Universität Innsbruck die Schweizer Qualitätssicherungsagentur OAQ beauftragt, ihr Qualitätsmanagementsystem einer umfassenden Prüfung zu unterziehen. Das Ergebnis: Die Universität ist bestens positioniert, ihre hohen Standards in Lehre und Forschung weiter zu halten und auszubauen.


Das Qualitätsmanagementsystem der Universität Innsbruck ist zertifiziert – das zeigt, dass die Universität ihre internen Prozesse bestens auf Sicherung und Erhöhung der Qualität abgestimmt hat. Für die Evaluierung wurde in einem ersten Schritt ein Selbstbericht erstellt, der das System beschreibt und Einschätzungen zu Stärken und Schwächen enthält. Danach erfolgte im Juni 2014 eine Vor-Ort-Visite durch ein fünfköpfiges ExpertInnenteam, wobei die Auswahl durch das OAQ erfolgte. Vollwertiges Mitglied dieses Teams war auch eine Studierende aus der Schweiz. Die Aufgabe der Gruppe bestand darin, die Ausführungen im Selbstbericht zu überprüfen und eine Entscheidungsgrundlage vorzubereiten. Dazu wurden mit mehr als 70 Personen Interviews geführt. Eine wichtige Rolle nahmen hier auch die Studierenden ein, die ihre Einschätzungen und Anliegen mit dem GutachterInnenteam bei einem eigenen Termin besprechen konnten. Die Ergebnisse und die daraus resultierenden Empfehlungen sind in einem Auditbericht festgehalten, der im Internet veröffentlicht ist.

Das nun verliehene Zertifikat ist insgesamt sieben Jahre gültig und muss im Herbst 2021 erneuert werden. Im Bereich Lehre hebt der Bericht jene Arbeiten hervor, die zur Verleihung des ECTS-Labels und des Diploma-Supplement-Labels durch die Europäische Kommission geführt haben und „beglückwünscht die Universität Innsbruck für die Arbeit, welche es nun ermöglicht, das Angebot der Universität Innsbruck im Kontext der europäischen Bildungslandschaft einzuordnen und zu vergleichen“. Verbunden mit der Zertifizierung sind auch zwei Auflagen, die bis 2016 erfüllt werden müssen. Zum einen müssen zukünftig die Studien periodisch durch externe ExpertInnen begutachtet werden, zum anderen wird die Universität Maßnahmen treffen, um die Leistungsbeurteilung der Studierenden besser zu überprüfen und hin zu einer Prüfungskultur zu entwickeln. Beide Auflagen decken sich mit Projekten, die bereits angestoßen wurden und nun weiterverfolgt werden können.

 

Rückfragehinweise:

Christian Huemer, Stabsstelle für Qualitätssicherung in der Lehre

Auditbericht: http://www.uibk.ac.at/rektorenteam/rektor/qm/qa2014/2014_qa-universitaet-innsbruck_bericht.pdf