MASTERSTUDIUM VERGLEICHENDE LITERATURWISSENSCHAFT

Das Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Innsbruck setzt auf eine enge Verknüpfung von wissenschaftlich-theoretischer Ausbildung mit praxisorientierten und auf Berufsfelder abzielenden Bereichen. Die Gestaltung des Studienprogramms nimmt darauf Rücksicht.

Ausdrücklich wollen wir berufstätige Studierende einladen, das Master-Studium Vergleichende Literaturwissenschaft zu belegen. Der Austausch zwischen berufserfahrenen Expert*innen und in beruflichen Bereichen noch Unerfahrenen ist ein wichtiges Fundament unseres Konzepts. Flexible Lehrformate (teilweise Blocklehre), eine relativ geringe Zahl von Präsenzstunden, die Möglichkeit, Teile des Studiums durch Berufspraxis zu ersetzen, berufspraktische Studieninhalte und ein intensives Betreuungssystem sollen Berufstätigen die Absolvierung des Master-Studiums ermöglichen.

Das Master-Studium Vergleichende Literaturwissenschaft beginnt jeweils im Wintersemester.

ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN

Die Zulassung zum Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft setzt den Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums,Fachhochschul-Bachelorstudienganges oder eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung voraus (§ 64 Abs. 4 Universitätsgesetz 2002). Studierende, die einen Bachelor der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Innsbruck abgeschlossen haben, erfüllen die Zulassungsvoraussetzungen in jedem Fall.

Für das erfolgreiche Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft sind folgende Kenntnisse erforderlich:

  • Einblick in kultur- und literaturgeschichtliche sowie in grundlegende, allgemein künstlerische Entwicklungen Europas.
  • Kenntnisse der englischen Sprache und einer weiteren lebenden Fremdsprache (Maturaniveau).
  • Grundsätzliche Sensibilität für interkulturelle und intermediale Zusammenhänge sowie Interesse an kulturwissenschaftlichen Fragestellungen.
  • Beherrschung der grundlegenden Techniken wissenschaftlichen Arbeitens (Zitieren, Recherchieren etc.).
  • Beherrschung von Präsentationstechniken und -formen.
  • Aktive und passive Textkompetenz (Gliedern, Begründen und Argumentieren).

Das Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft richtet sich nicht nur an Studierende, die einen philologischen Bachelor, sondern an alle, die ein geistes- und kulturwissenschaftliches Studium absolviert haben. Auch Betriebswirt*innen oder Jurist*innen sind, wenn bei Nachweise der nötigen Kenntnisse, herzlich willkommen. Ein mehr als durchschnittliches Interesse an literarischen und künstlerischen Phänomenen (Theater, Fotografie, Film, Musik etc.) sowie an Phänomenen des Kulturkontakts sind sehr von Vorteil. Das Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft eignet sich als Zusatzqualifikation für vielfältige Berufsfelder.

STUDIENAUFBAU

Pflichtmodul »Allgemeine Grundlagen der Vergleichenden Literaturwissenschaft« führt in zwei Lehrveranstaltungen in die grundlegenden Bereiche der Vergleichenden Literaturwissenschaft ein, insbesondere in Fragen der Text-, Literatur- und Kulturtheorien sowie in die Intermedialitäts- und Interkulturalitätsforschung.

Pflichtmodul 2 (»Literatur, Denken, Kunst«) bietet einen Überblick über historische Grundlagen der Literaturwissenschaft und des kulturellen Denkens (Kultur, Philosophie, Literatur, Kunst, Wissenschaft) sowie über wichtige Epochen der Literaturgeschichte und literarische Werke der Weltliteratur. Das Modul besteht aus zwei Lehrveranstaltungen.

In den beiden ersten Pflichtmodulen wird für den weiteren Verlauf des Studiums der Vergleichenden Literaturwissenschaft nötiges Basiswissen erarbeitet.

Pflichtmodul 3 (»Intermedialität und Interkulturalität / Grundlagen«) erarbeitet in je einer Lehrveranstaltung die Grundlagen der Intermedialitäts- und der Interkulturalitätsforschung und baut das Basiswissen aus den beiden ersten Pflichtmodulen hinsichtlich der Innsbrucker Studienschwerpunkte weiter aus.

Pflichtmodul 4 (»Intermedialität / Vertiefung«) und Pflichtmodul 5 (»Interkulturalität / Vertiefung«) bilden die Vertiefung des Pflichtmoduls 3 und führen die Grundlagen daraus weiter – und zwar jeweils in einer stärker theoretisch und einer stärker praktisch ausgerichteten Lehrveranstaltung.

Pflichtmodul 6 und Pflichtmodul 7 bestehen aus jeweils einem umfangreichen Seminar zu »Intermedialität (Spezialisierung)« und »Interkulturalität (Spezialisierung)« und bilden die Spezialisierung in den beiden genannten Fachbereichen. Die beiden Seminare sind dreistündig, wobei die dritte Seminarstunde nicht gemeinsam in der Lehrveranstaltungs-Gruppe absolviert wird, sondern in Form von Einzelbetreuung bzw. in kleinen Gruppen zu den Master-Arbeiten: Die Gespräche zwischen LehrveranstaltungsleiterIn und der/dem Studierenden sollen dabei bereits auf die Masterarbeit hinführen.

Pflichtmodul 8 (»Projekt- und Sozialkompetenz«) besteht aus einer Lehrveranstaltung, welche die Studierenden auf einen Einstieg ins Berufsleben vorbereitet. Dabei geht es insbesondere um die Wahrnehmung, Diskussion und Gestaltung von Grundfragen beruflichen Handelns, um einen Einblick in Grundfähigkeiten der berufsbezogenen Gesprächsführung (Zielvereinbarung, Feedback, Mitarbeitergespräch, Kritikgespräch, helfendes Gespräch, Verhandeln etc.) sowie um den bewussten Umgang mit Macht, Verantwortung, Solidarität und Loyalität inklusive der genderspezifischen Dimension.

Pflichtmodul 9 besteht aus der abschließenden »Masterprüfung«.

Wahlmodul 1 (»Literaturbetriebslehre«) gibt Einblick in Probleme des Kulturbetriebes aus makroökonomischer Sicht (Strukturen des Literaturbetriebes, des Buchmarktes etc.) sowie in Fragen der Literaturvermittlung sowie in die grundlegende Gestaltung beruflichen Handelns. Dieses Wahlmodul ist im Gegensatz zum Wahlmodul 2 eher praxisorientiert.

Wahlmodul 2 (»Literaturwissenschaftliche Vertiefung«) vertieft text-, literatur- und kulturtheoretische Fragestellungen und öffnet den Blick auf das weite Feld weltliterarischer Phänomene (was auch Probleme der literarischen Übersetzung mit einschließt) sowie auf medienwissenschaftliche Fragestellungen. Gender Studies bilden einen wesentlichen Teil dieses Wahlmoduls.

Studierende können im Wahlmodul auch vergleichbare Lehrveranstaltungen und Module anderer Studienrichtungen der Universität Innsbruck (und gegebenenfalls von anderen inländischen und ausländischen Universitäten oder vergleichbaren postsekundären Bildungseinrichtungen) absolvieren. Die in Frage kommenden Lehrveranstaltungen und Module müssen dem Niveau eines Master-Studiums entsprechen. 

ANSPRECHPARTNER

Wenn Sie unsicher sind, ob sich Ihre Kenntnisse, Qualifikationen und Interessen für ein Masterstudium Vergleichende Literaturwissenschaft eignen, zögern Sie nicht, sich an Martin Sexl zu wenden. Als Ansprechpartner für den Masterstudiengang berät Martin Sexl alle Interessierten per E-Mail (martin.sexl@uibk.ac.at) oder in einem persönlichen Beratungsgespräch.