DAS FACH VERGLEICHENDE LITERATURWISSENSCHAFT

 

Ein Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft setzt ein ausgeprägtes Interesse an Literatur, den Geisteswissenschaften und anderen Künsten voraus. In der Regel werden für das Bacherlor-, Master- und Doktoratsstudium keine Studiengebühren erhoben. Auf der Webseite der Universität Innsbruck finden Sie Ausnahmen und nähere Informationen zu Studienbeiträgen und ÖH-Beiträgen.

Wie studiert man Vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck?

Die Atmosphäre der Vergleichenden Literaturwissenschaft in Innsbruck ist von einer engen Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Studierenden sowie zwischen den Studierenden untereinander geprägt. Kennzeichnend für das Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft ist eine Form von angeleiteter studentischer Selbstlernstruktur, die auf einem Ethos der freiwilligen Selbstverpflichtung und auf Lern- und Kommunikationsleidenschaft beruht.

Nach unserem Verständnis soll Bildung eine andere Weltsicht eröffnen, indem sie Horizonte und Denkweisen verändert. Das erfordert eine neugierige und forschende Haltung gegenüber Gegenständen und Methoden unserer Arbeit und zugleich ein grundsätzliches theoretisches Hinterfragen dieses Tuns. Dies verlangt nicht nur Mut zu Meinungspluralismus, sondern impliziert – manchmal auch unangenehme – Änderungen und Korrekturen. Dissens erachten wir als nötig, denn er führt dann zu fruchtbaren Ergebnissen, wenn er von gegenseitiger Wertschätzung getragen ist.

Lehrphilosophie

Die Lehrenden der Vergleichenden Literaturwissenschaft verstehen ihre Rolle nicht nur darin, explizierbares Wissen (in Form von Informationen) weiterzugeben, sondern »implizites Wissen« (Michael Polanyi) – also künstlerisches, textuelles, intertextuelles, intermediales, kulturelles und interkulturelles Erfahrungswissen – in unterschiedlichster Form zugänglich zu machen. Dazu zählt auch das Erfahrungswissen der Studierenden! Erfahrung ist nur schwer in begriffliches Wissen überführbar, sie benötigt daher andere Formen der Kommunikation und Vermittlung, die den Prozess der Wissensgenerierung selbst reflektieren müssen. Dabei sind uns drei Stufen im Lernprozess sind uns sehr wichtig:

Hinsehen, Nachdenken und Hinterfragen – langsam, geduldig und präzise.

Konkret bedeutet das für die Gestaltung der Lehrveranstaltungen, dass Eigeninitiative nicht nur möglich, sondern erwünscht ist. Studierende sind dazu angehalten, eigenverantwortlich an der thematischen wie formalen Gestaltung von Lehrveranstaltungen mitzuwirken. Die Studierenden werden dabei nicht allein gelassen, sondern finden in den Lehrenden immer Gesprächspartner*innen, die sie beraten. Grundsätzlich verstehen die Lehrenden der Vergleichenden Literaturwissenschaft ihre Lehrveranstaltungen als Ort der gemeinsamen Erforschung eines Themas.

Entwicklungstag

Jährlich findet am Ende des Sommersemesters findet der Entwicklungstag statt. Er bietet eine Diskussionsplattform für Studierende, Lehrende und Sekretärinnen, die dem Erfahrungsaustuasch dienen und Optimierungsmöglichkeiten im Kleinen und Großen möglich machen soll. So können Lehre und Verwatung im Dialog an die Bedürfnisse aller angepaßt werden.