AKTUELLE DISSERTATIONSPROJEKTE

Yvonne BRANDT

Depictions of Cultural Encounters in the Blog Literature of the War on Terror (Iraq-US)

abstract // Die während der Invasion und Besetzung des Iraks 2003 verfassten Blogs ausgewählter irakischer und US-amerikanischer Autoren werden in ihrer Buchform („blook“) mithilfe kultur- und literaturtheoretischer Ansätze genau betrachtet, um aufzuzeigen, wie beide Seiten kulturelle Begegnungen schildern/inszenieren und welche Veränderungen durch eine Buchpublikation erfolgen. // KontaktYvonne.Brandt@student.uibk.ac.at // 

  Betreut von Univ.-Prof Dr. Sebastian Donat 

 


 

Martin FRITZ 

„That's How Similar Artists Are Made“ Systemtheoretische Beschreibung gegenwärtiger Popkultur anhand von Phänomenen des Web 2.0

abstract // Ein im so genannten Web 2.0 häufiges Ordnungsprinzip von Kulturgütern, das Ähnlichkeiten, Genres etc. über den nicht weiter begründeten Geschmack eines Kollektivs generiert (statt aus von ExpertInnen bestimmten inhaltlichen, formalen etc. Kriterien), wird mit Hilfe der Luhmann'schen Systemtheorie als konstitutiv beschrieben für Popkultur. // Kontakt: persönliche Webseite //

  Betreut von Univ.-Prof Dr. Martin Sexl

 


 

Koku G. NONOA

Gegenkulturelle Tendenzen im postdramatischen Theater: grenzüberschreitendes Theater?

abstract // Mit dem „postdramatischen Theater“ im Sinne von Hans-Thies Lehmann rücken u. a. eine ästhetische Zäsur, eine Bevorzugung körperzentrierter, performativer und rituell geprägter Theaterformen in den Blick, welche die kulturellen und institutionelle Rahmenbedingen von Kunst überschreiten. Außerdem weisen sie aufaltgriechische und afrikanische bzw. außereuropäische Theaterformen hin. Unter diesem Blickwinkel wird in diesem Forschungsvorhaben an Hermann Nitschs Orgien-Mysterien-Theater und Christoph Schlingensiefs „Aktion 18, tötet Politik“ herangegangen. // KontaktKoku.Nonoa@student.uibk.ac.at //

  Betreut von Univ.-Prof Dr. Sebastian Donat

 


 

Monika RAIČ

ORIENTALISMUS UND KOSMOPOLITISMUS. Ästhetische Repräsentationsstrategien und Weltliteratur bei Roberto Arlt

abstract // Die Zeit als Spanien-Korrespondent der Zeitung El Mundo (1936-1937) markiert im Werk Roberto Arlts eine apodiktische Zäsur. Diese ist einerseits gekennzeichnet durch die Realität Spaniens, dessen literarisch-kulturell vermittelter Glanz mit Arlts Beobachtungen gesellschaftlicher Zustände nicht kongruiert, andererseits durch Arlts Aufenthalt in Marokko. Dieser literarisch mythologisierte – bzw. orientalisierte – Kulturraum schlägt sich während des Aufenthalts in Arlts Feuilletonbeiträgen Aguafuertes nieder und entwickelt sich von da ab zu seinem literarischen Hauptgegenstand. In der Folge entstehen Kurzgeschichten und Theaterstücke, die orientalische Motive, Figuren und/oder Räume fiktionalisieren. Ausgehend von Überlegungen zum Verhältnis von Mimesis (μίμησις) und Mimikry stellt mein Projekt die Frage, welches Interesse Arlt an diesem (kulturellen) Raum hat und, welche ästhetischen, rhetorischen und literarischen Strategien er in der Auseinandersetzung expliziert. // Kontakt: persönliche Webseite //

  Betreut von Univ.-Prof Dr. Sebastian Donat

 


 

Beate STEINHAUSER

Multilingual Meaning and Translation

abstract // This project explores how different forms of interlingualism generate and multiply meaning in three contemporary fictionalised autobiographies about growing up with two or more languages. Multilingual meaning is analysed through the lens of translatability and translation. // Kontakt: persönliche Webseite // 

  Betreut von Univ.-Prof Dr. Sebastian Donat und Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pöckl

 


 

Nina ZACKE

Ich fotografiere, also bin Ich. Zur Inszenierung von Identität in digitalen Selbstportraits.

abstract // Die modernen Errungenschaften der Technik haben mit dem digitalen Selbstportrait (vor allem dem Selfie) eine kulturelle Praktik hervorgebracht, die sich in ganz unterschiedlichen sozialen Kontexten auf der ganzen Welt beobachten lässt. Anhand der Kategorien der Pose und der Theatralität u.a. soll untersucht werden, wie sich Identität (vor allem auch Geschlechtsidentität) im Selbstportrait konstituiert. // Kontakt: nina.zacke@student.uibk.ac.at. //

  Betreut von Univ.-Prof Dr. Martin Sexl