Bettina Mahlert 

Curriculum Vitae

Bildungsweg

  • Habilitation (2019), Venia legendi Soziologie, RWTH Aachen

  • Promotion (Dr. phil) (2013), Soziologie, Universität Bielefeld

  • Mag. Artium (2004) Politische Wissenschaften, Ludwig-Maxilimians-Universität München

  • Studium Politische Wissenschaften, Soziologie, Ethnologie, Volkswirtschaftslehre, Ludwig-Maxilimians-Universität München

 

Spezialisierung

Meine Schwerpunkte in der Forschung und Lehre liegen in folgenden Bereichen:

  • Allgemeine Soziologie und soziologische Theorie,

  • Globalisierungs- und Weltgesellschaftsforschung

  • politische Soziologie (insb. Entwicklungspolitik und globale Kooperation)

  • Soziologie (globaler) sozialer Ungleichheit

  • Post-Development und Systemtheorie


Mein derzeitiges Forschungsinteresse als Soziologin besteht darin herauszufinden, welche Denkweisen verhindern, dass Akteure für sie relevante Aspekte der Wirklichkeit wahrnehmen. Durch welche anderen Denkweisen könnten diese ersetzt werden?

 

Die Relevanz dieser Frage ist mir auf einer Konferenz zu „Post-Development“ klar geworden. Post-Development und de-koloniale Ansätze können meiner Einschätzung nach signifikant zu einer positiven Ausgestaltung aktueller gesellschaftlicher Wandlungsprozesse gerade auch im „globalen Norden“ beitragen. Dabei behindert die betreffenden Wissenschaftler*innen – so meine Beobachtung auf der Konferenz – jedoch ein tief verankertes Denkmuster: Sie begreifen ihre innovativen Ideen kategorisch als „Alternativen“ zu „westlichen“ Ideen, Praktiken, Lösungen etc.. Dadurch übersehen sie wichtige empirische Phänomene und sind weniger erfolgreich, als sie sein könnten.

Ich glaube, dass dies ein Beispiel ist für viele andere. Die soziologische Theorie könnte hier einen konstruktiven Beitrag leisten, denn sie ist von Haus aus darauf ausgerichtet, ihren Nutzer_innen einen Perspektivwechsel gegenüber ihre eingewöhnten Alltagssicht zu ermöglichen.

Meine Publikationen/Publikationsprojekte in diesem Bereich beziehen sich auf praxisorientierte Politikanalyse im Bereich „Entwicklung“ sowie auf neue Formen globaler Kooperation angesichts der gegenwärtigen Krise des westlich geprägten Multilateralismus.

 

Mein aktuelles Projekt als Dozentin ist es, Studierenden vom ersten Semester an zu vermitteln, wie sie soziologische Theorie anwenden können. Mein Fokus liegt darauf, ihnen etwas bieten, das für sie wertvoll ist – in ihrem Studium, für ihre weitere Berufsorientierung, für ihre Karriere als Soziologe oder Soziologin, in Berufsfeldern außerhalb der Wissenschaft und in anderen Lebensbereichen. Um hier von anderen Dozierenden zu lernen, habe ich 20 soziologische Lehrbücher im Hinblick auf folgenden Frage untersucht: Welche Ziele verfolgen die Autor_innen für ihre Leser_innen, wenn sie ihnen selektiv Einblicke in das Werk und Leben von Talcott Parson und die Debatten geben? Die gewonnenen Erkenntnisse sind hier veröffentlicht: (>>access<<

 

Mein besonderes Interesse in der Forschung und Lehre richtet sich auf Talcott Parsons: Ich möchte den Mehrwert seines Werkes für heutige Soziologiestudierende, Forscher_innen und Praktiker_innen verstehen und erschließen.

  

Akademische Positionen

  • Universität Innsbruck Institut für Soziologie: Ass.Prof.in (aktuell)

  • Universität Duisburg-Essen Käte Hamburger Kolleg/Centre for Global Cooperation Research: Research Fellow (2018-2019)

  • RWTH Aachen University Institut für Soziologie: Wiss. Mitarbeiterin (PostDoc) (2013-2019)

  • Universität Bielefeld Institut für Weltgesellschaft: Geschäftsführerin (2009-2012)

  • Universität Bielefeld Fakultät für Soziologie: Wissenschaftliche Mitarbeiterin (2007-2012)

  • Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Münster: Lehrbeauftrage (2005-2006)

  • Deutsche Forschungsgemeinschaft/Universität Bielefeld Graduiertenkolleg "Weltgesellschaft und globale Strukturmuster: Promotionstipendiatin (2004-2007)

 

Professionelle Aktivitäten

Akademische Mitgliedschaften

  • Forschungszentrum "Social Theory", Universität Innsbruck (>>link<<)

  • Sektionen „Soziologische Theorie“, „Politische Soziologie“ und „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (>>link<<)

  • Käte Hamburger Kolleg, Universität Duisburg-Essen (Honorary Fellow) (>>link<<)

  • Institut für Weltgesellschaft, Universität Bielefeld (>>link<<)

  • Society for the Advancement of Socio-Economics (SASE) (>>link<<)


Gutachtertätigkeit

Zeitschrift für Soziologie; Third World Quarterly; World Development; Global Society; Societies; Challenges; Environment, Development and Sustainability; International Journal of Environmental Research and Public Health

 

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