Schulen

Partizipative Fallstudie - Volksschulkinder forschen über Bildung

Im Forschungsprojekt „Volksschulkinder forschen über Bildung“ wird mit Kindern, ihren Erziehungsberechtigten und den LehrerInnen gemeinsam zum Thema Bildung und Bildungswegentscheidungen geforscht. Das Projekt ist als partizipative Fallstudie mit fünf Volksschulklassen aus verschiedenen Regionen in Tirol (Innsbruck Stadt, Lienz, Reutte, Kufstein und Landeck) aufgebaut. Es wird dabei Erkenntnisgewinn auf zwei Ebenen angestrebt: Auf wissenschaftlicher Ebene führt das Projekt zu neuen Erkenntnissen über Bildungswegentscheidungen sowie über die Wahrnehmung von Bildung der Tiroler Bevölkerung im Zusammenhang mit regionalen und sozialen Faktoren. Auf handlungspraktischer Ebene dient das Projekt der Entwicklung, Umsetzung und Analyse einer Fördermaßnahme zur Sensibilisierung aller Beteiligten im Übergang von der Primarstufe zur Sekundarstufe. Es wird dabei im Sinne des Forschenden Lernens vorgegangen, dadurch sind die Beteiligten gleichermaßen als Forschende und Lernende im Projekt aktiv. Als methodisches Kernelement wird dabei die Generative Bildarbeit in Kombination mit theaterpädagogischen Elementen zum Einsatz gebracht.

Befragung von SchülerInnen zur Wahrnehmung von Bildungsmöglichkeiten, Bildungswegentscheidungen und Informationsangeboten

In den Bezirken Innsbruck, Kufstein, Landeck, Lienz und Reutte beteiligten sich rund 1400 SchülerInnen in der 8./9. Schulstufe und der 12./13. Schulstufe an einer quantitativen Befragung zur Wahrnehmung von Bildungsmöglichkeiten, Bildungswegentscheidungen und Informationsangeboten in verschiedenen Schultypen (NMS, PTS, AHS/BHS). Durch die Umfrage konnten vertiefte Erkenntnisse zu den folgenden Aspekten gewonnen werden:

  • den Stellenwert, den SchülerInnen ihrer Bildung beimessen
  • die Wahrnehmung der Bildungsmöglichkeiten
  • die Motive der Schulwahl
  • Bildungsaspirationen und Berufswünsche der SchülerInnen in Abhängigkeit von ihrer sozialen und regionalen Herkunft
  • Einflussfaktoren auf Bildungswegentscheidungen; insbesondere (a) im schulischen Umfeld (soziale Integration in der Klasse, schulisches Wohlbefinden, Leistungsbereitschaft, schulische Selbstwirksamkeit etc.) und (b) in der Lernumgebung zu Hause (sozioökonomischer Hintergrund der Familie, Stellenwert von Bildung innerhalb der Familie, Familienklima, kultureller Kontext, prägende Personen)
  • Nutzung von Informations- und Beratungsangeboten zu Berufs- und Bildungsmöglichkeiten
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