DoktorandInnen 

 

Eric Bayala, MA

 

Eric Bayala

Bildungslaufbahn

- 2009-2011: Masterstudium Internationales Sozial- und Gesundheitsmanagement (MCI)
- von April bis September 2013: Berater beim Zentrum für MigrantInnen in Tirol (AST)
- seit Oktober 2015: PhD – Studium der Soziologie an der Universität Innsbruck

- Forschungsgruppe: Agrar- und Regionalsoziologie
- Betreuung: Univ.-Prof. Dipl. Ing. Dr. Markus Schermer, Univ.-Prof. Mag .Dr. Silke Meyer und ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Gilg Seeber
- seit April 2018: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Diaspora Health“ (DIAHealth) und Leiter des Projektes „Collective Diaspora Supports in Burkina Faso“
- seit August 2018: Kollegiat des Doktoratskollegs „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ - Forschungsschwerpunkt: Auswirkungen von Migration auf Diaspora-Gemeinden in Italien und auf die lokale Entwicklung des Gesundheitsinfrastrukturen in Burkina Faso 
- seit September 2019: Wissenschaftlicher Mitarbeiter - Fachhochschule für Gesundheit

Forschungsbereiche: Migration und Transmigration; Diaspora und Social remittences; Entwicklungspolitik; Gesundheit; Sozialnetzwerk

Dissertationsthema: The impact of collective diaspora support on community resilience: case study on rural health infrastructure in Burkina Faso

Das Projekt untersucht welcher Wirkungen kollektive Remittances (Rücksendungen) von MigrantInnengruppen auf die Resilienz der Gemeinschaft in der Herkunftsregion auf Ebene der Region und der Haushalte hat. Während in der Literatur unter Remittances meist die finanziellen Rücksendungen verstanden werden, untersucht dieses Projekt neben den Auswirkungen der finanziellen Unterstützungen zum Aufbau von Infrastruktur auch die Rolle von „sozialen Remittances“, also von Wissen, Erfahrungen und Werten, die an die Bewohner der Herkunftsregion in Bezug auf Gesundheitspraktiken übermittelt werden. Zudem ist die Analyse von Machtstrukturen bei der Definition, Planung und Durchführung der Projektmaßnahmen Bestandteil des Projektes. Im Zentrum der Fallstudie steht die Zusammenarbeit zwischen einer Diaspora Gemeinschaft in Bergamo/Italien und der Region Niaogho im Zentrum-Ost von Burkina Faso. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Errichtung eines Gesundheitszentrums sowie einer Apotheke. Das Projekt will die Effekte der Investition in Gesundheitsinfrastruktur und den damit verbundenen Wandel sozialer Praktiken verstehen. Das Projekt soll Aufschluss darüber geben, wie die Kooperation zwischen den Diasporamitgliedern in Italien und der Zielgruppe in Burkina Faso organisiert wird und wie die Infrastruktur schließlich in das staatliche Gesundheitssystem integriert wird. Die Ergebnisse werden in Hinsicht auf die Resilienz der Gemeinschaft analysiert. Damit sollen Erkenntnisse gewonnen werden, wie Diasporanetzwerke für die Entwicklung ihrer Herkunftsregionen genützt werden und welches Potential sie für die internationale Entwicklungszusammenarbeit haben.


 


 

David Furtschegger, MA

 

Furtschegger David

Bildungslaufbahn

David Furtschegger hat sein Bachelor- und Masterstudium der Soziologie an der Universität Innsbruck absolviert und ist am Institut nun als Doktorats-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), sowie als externer Lehrender verankert. Durch seine langjährige Tätigkeit als Leiter des Lernprojektes des „ABW & SPI Netz“, in dem vom regulären Schulsystem exkludierte Jugendliche bei der Vorbereitung auf externe Bildungsabschlüsse unterstützt werden, hat er seinen Forschungsschwerpunkt auf bildungssoziologische Fragestellungen mit Fokus auf theoriegeleitete qualitative Forschungsmethoden gelegt

Dissertationsthema: Individualisiert - Idealisiert - Instrumentalisiert. Über die soziologische Kontextualität lernender Selbstverhältnisse

Das Dissertationsprojekt untersucht die zunehmende Forcierung individualisierter Lernformen am Beispiel der Neuen Mittelschule (NMS) in Österreich. Dabei wird dieser Prozess entlang von unterschiedlichen gesellschaftlichen Ansprüchen betrachtet und ausgehend von Foucaults Gouvernementalitätstheorie und Habermas‘ Lebensweltkonzept untersucht. Auf methodischer Ebene dient der Zugang der Diskursethnographie dazu, damit in Verbindung stehende Entwicklungen sowohl auf systemischer als auch auf handlungstheoretischer Ebene empirisch greifbar zu machen. In der konkreten Analyse selbst wird zunächst eine soziohistorische Rekonstruktion individualisierter Lernformen verfolgt, in der die Ausdifferenzierung integrativer, selektiver und qualifizierender Bildungsanforderungen nachgezeichnet und in eine Verbindung mit der Entstehung erzieherischer Selbstverhältnisse gebracht wird. Darauffolgend wird die seit dem Übergang zu postfordistischen Organisationsprinzipien stattfindende Amalgamierung unterschiedlicher Ansprüche an schulische Prozesse herausgearbeitet, die in individualisierten Lernformen ein hochstilisiertes diskursives Bindemittel zur Harmonisierung ihrer antagonistischen Aspekte finden. Dadurch wird ein an lebensweltlichen Geltungsansprüchen rückgebundener Diskurs über den Umgang mit ambivalenten Aufgabenstrukturen unterminiert und Individualisierung als Vereinzelung kompetitiver Lernsituation praktiziert. Durch die Ergebnisse der Dissertation können in diesem Zusammenhang die makro- und mikrostrukturellen Bedingungen festgemacht werden, unter denen dezentrierte Unterrichtssettings als produktive, dysfunktionale, integrative oder exkludierende Instrumente unterschiedlicher gesellschaftlicher Anforderungen wirksam werden.

Förderung: DOC-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; Doktoratsstipendium aus der Nachwuchsförderung der Universität Innsbruck


 


 

Daniela Gruber, Mag.a

 

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Bildungslaufbahn

Daniela Gruber completed her diploma study at the Department of Social and Cultural Anthropology at the University of Vienna. Her diploma thesis focused on transnational religious networks of Roma and Sinti in France and Austria. Her research topics are migration, minorities and transnationalism, using qualitative research methods. During her studies in Vienna, she worked for editorial efforts at the human rights organization “Bedrohte Völker” in Vienna.

Dissertationsthema: Beyond an essentialist cultural view: Social integration processes of Pakistani and German immigrants in South Tyrol

The dissertation deals with integration processes in the autonomous region of South Tyrol in North Italy. Following Bourdieu, integration processes are worked out by a theory of practice, focusing particularly on social network building in the social space. The work contains a qualitative study that includes biographical interviews with female and male migrants from Pakistan and Germany as striking examples, considering their migration experience by entering into new social fields and their everyday life. The argumentation line goes along the focus on social network building as crucial in integration processes and its interconnections with other aspects of accumulating and transforming economic and cultural capital. The work aims to examine the mechanisms, which are going on in the society by a theory of practice, including immigrant’s habitus dispositions as an engine for strategies of social networking and their positioning in the society. The argumentation is linked to concrete practice of network building over a long-term period related to gender issues, in contrast to an essentialist cultural view on integration, forced by public discourse, political debates and research studies, which emphasize cultural differences in referring to women from Muslim origin countries and where Pakistani women are regarded as the “upholders of the culture” in playing their major rule in transmission and appreciation of the cultural values of their origin country.


 


 

Dominik Gruber, Mag. phil.

 

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Bildungslaufbahn

Dominik Gruber studierte Soziologie und Pädagogik in Salzburg. Seit 2018 schreibt er an seiner Doktorat an der Fakultät für soziale und politische Wissenschaften der Universität Innsbruck. Beruflich arbeitet Dominik Gruber als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Feld der Sozialpsychiatrie in Oberösterreich. In den Jahren 2011 bis 2018 war er außerdem als Lektor an der Universität Salzburg, Fachbereich Politikwissenschaften und Soziologie (Abteilung Soziologie) tätig.

Dissertationsthema: Vielfalt - mit oder ohne Gesellschaft? Diversität und Vielfalt mit Butler und Adorno

In seinem Dissertationsprojekt arbeitet Dominik Gruber an einer kritischen Theorie gesellschaftlicher/sozialer Vielfalt. Der Begriff der Vielfalt soll gesellschaftstheoretisch verankert und in seinen kritischen Potentialen befragt werden. Dafür werden vor allem theoretische Überlegungen von Judith Butler und Theodor W. Adorno herangezogen. Die theoretischen und normativen Spannungsfelder zwischen Butler und Adorno bzw. zwischen poststrukturalistischem und materialistisch-kritischem Denken sollen genützt werden, um die Potentiale und Grenzen eines kritischen Vielfaltsbegriffs auszuloten.

 

 


 

Carolin Holtkamp, M.A.

 

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Bildungslaufbahn

Carolin Holtkamp studierte „B.A. Kulturwirtschaft“ und „M.A. Nachhaltiges Wirtschaften“ an den Universitäten Passau und Kassel. In Kassel schloss sie 2016 mit einer Masterarbeit über die kollektive Identität und Gemeinschaft in der Berglandwirtschaft in Südtirol ab. Seit 2017 arbeitet Sie als Universitätsassistentin und Projektmitarbeiterin in der Arbeitsgruppe für Agrar- und Regionalsoziologie an der Universität Innsbruck. In diesem Rahmen schreibt sie Ihre Dissertation zu zivilgesellschaftlichen Transformationsstrategien lokaler Agrar- und Ernährungssysteme in Richtung Ernährungssouveränität. Ihr Fallbeispiel ist die soziale Bewegung, Der Malser Weg, in Südtirol. Außerdem ist sie seit 2014 Mitglied der Kasseler Forschungsgruppe "traditionelle Völker und Gemeinschaften". In diesem Rahmen forscht sie im Kontext der nachhaltigen Entwicklung zu Lebens- und Wirtschaftsweisen lokaler Gemeinschaften weltweit, die über Generationen tradiert und an lokale Ökosysteme angepasst sind

Dissertationsthema: Der Malser Weg. Sozial-ökologische Transformation regionaler Agrar- und Ernährungspraktiken durch zivilgesellschaftliche Ernährungsnetzwerke

Im Rahmen des Dissertationsprojekts wird untersucht inwiefern zivilgesellschaftlicher Ernährungsnetzwerke zum sozial-ökologischen Wandel etablierter Agrar- und Ernährungspraktiken beitragen. Das Fallbeispiel ist Bewegung „Der Malser Weg“ in der Gemeinde Mals, Italien. Seit 2010 engagiert sich diese gegen die Ausweitung einer agrar-industrielle Landwirtschaft in ihrer Heimat, dem Obervinschgau, und für den Aufbau der „Gemeinwohlregion Mals“. Eines ihrer Hauptanliegen ist das Verbot von Pestiziden auf dem Gemeindegebiet. Mals ist die erste Gemeinde, die über ein solches Verbot per Volksentscheid abstimmen lies. Durch ihre Aktionen hat die Bewegung einen intensiven politischen Diskurs über die Zukunft der Landwirtschaft in Südtirol und darüber hinaus angeregt. als Kulturgut ist für die alpine Bevölkerung identitätsstiftend. Wichtig dabei sind nicht nur die Lebensmittel selbst, sondern auch ihr Beitrag zur Kulturlandschaft, das Wissen über traditionelle Herstellungsweisen, damit verbundene Konsumrituale und die Überlieferung von alten Weisheiten. Das Interreg-Projekt AlpFoodway entwickelt ein nachhaltiges Entwicklungsmodel zur Valorisierung dieses Kulturguts im Alpenraum. Dabei werden insbesondere Ansätze untersucht die innovative Marketing-Strategien und Governance-Tools aufweisen, womit das Kulturgut ‚Essen‘ als soziale Praktik beibehalten wird.

Die theoretischen Perspektiven auf die sich das Projekt stützt, stammen aus den Diskursen der sozial- ökologischen und der sozio-technischen Transformation. Die Untersuchung folgt dem Format der partizipativen Aktionsforschung. Die Forscherin gewinnt vor allem aus Aktionen, die sie zusammen mit den lokalen Akteuren plant und durchführt. Die Aktionen haben das Ziel, den Prozess der sozial-ökologischen Transformation zu unterstützen. Auf diese Weise werden reichhaltige Daten generiert, anhand derer Fragen der Transformation beantwortet werden könne. Gleichzeitig verlässt das Forschungsprojekt den Bereich des reinen Verstehens und wirkt selbst transformativ. Dadurch trägt es auch zu einer Imageverbesserung der Wahrnehmung von Wissenschaft als effektives Instrument sozialen Wandels bei.

Rotationsstelle als Universitätsassistentin mit Dissertationsvereinbarung

 

 


 

Christoph Kircher, MA MSc

 

Kircher Christoph

Bildungslaufbahn

Christoph Kircher studierte Soziologie und Volkswirtschaft in Bozen, Bremen und Innsbruck. Derzeit arbeitet er an der Fertigstellung seiner Dissertation, die unter anderem durch ein DOC Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanziert werden konnte. Außerdem ist er seit 2016 als externer Lektor an der Universität Innsbruck tätig.

Dissertationsthema: Mikrologie des Neuen. Eine Kartographie sozio-inventiver Praktiken im Anschluss an Gabriel Tarde und Gilles Deleuze

In seinem Dissertationsprojekt beschäftigt sich Christoph Kircher mit dem Problem des Neuen in seinen sowohl soziologischen als auch philosophischen Dimensionen. Dabei werden vor allem die Arbeiten von Gilles Deleuze und Gabriel Tarde auf die Frage hin beleuchtet, wie Bedingungen konzipiert werden können, unter denen sich etwas Neues ereignet.

Förderung: DOC Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; Doktoratsstipendium der Provinz Bozen

 

 


 

Lukas Mariacher, MA 

 

Lukas Mariacher

Bildungslaufbahn

Lukas Mariacher studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Innsbruck. Seine akademische Tätigkeit begann als Lektor für wissenschaftliche Arbeiten und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Europäische Integration. Im Rahmen seiner Masterarbeit zur Thematik „Heterarchie in den Internationalen Beziehungen“ entwickelte er ein tiefgreifendes Interesse für soziologische Theorien und Problemstellungen.

Forschungsbereiche: Soziale Herkunft und die Auswirkungen auf Denk- und Handlungsweisen; Soziale Ordnungen und Wandlungsprozesse; Soziologische Theorie (Praxis- und Komplexitätstheorie)

Dissertationsthema: Soziales Sein und ethnisches Bewusstsein. Die Gesellschaft Südtirols zwischen Dissoziation und Assoziation

Nach einem Forschungspraktikum an der EURAC Bozen (2019) erhielt er mit seinem Forschungsprojekt „Soziales Sein und ethnisches Bewusstsein. Die Gesellschaft Südtirols zwischen Dissoziation und Assoziation“ ein DOC Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Lukas Mariacher beschäftigt sich im Projekt mit dem Zusammenhang zwischen sozialstruktureller Positionierung und den Prozessen der Ausprägung ethnischen Bewusstseins in Südtirol aus der theoretischen Perspektive Pierre Bourdieus. Seit Mai 2020 arbeitet Lukas Mariacher am Institut für Soziologie an der Umsetzung des Dissertationsprojektes.

Förderung: DOC Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; Doktoratsstipendium der Provinz Bozen

 

 


 

Daniel Roose, MSc

 

Bildungslaufbahn

Daniel Roose studierte Soziologie und Psychologie an der Universität Innsbruck. Zum Psychologen qualifizierte er sich mit einer sozio-epistemologischen Arbeit zum Begriff der Selbstverwirklichung. Sein Soziologiestudium beendete er in Auseinandersetzung mit kritisch-normativen Sozialtheorien zum Sinngehalt der individuellen Lebensführung. Seit 2021 ist er Doktorand am Institut für Soziologie der Universität Innsbruck.

Dissertationsthema: Soziologie des Sinns

 

 


 

Claudia Schütz, MA

 

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Bildungslaufbahn

Claudia Schütz hat Soziologie, Politikwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf studiert und den Master "Soziale und Politische Theorie" an der Universität Innsbruck mit einer Masterarbeit zur bürgerlichen Protestbewegung Stuttgart 21 abgeschlossen. Ihre Abschlussarbeit wurde von der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie als herausragende soziologische Arbeit prämiert. Von 2016 bis 2019 arbeitete Claudia Schütz als Referentin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit bei der Dreikönigsaktion. Im Anschluss übernahm sie die Projektleitung für ein EU-Projekt zur Reduzierung von Lebensmittelabfall bei der Abfallwirtschaft Tirol Mitte.

Dissertationsthema: Remoralization in Contemporary Protest. An empirical analysis of contemporary democratic protest movements

Claudia Schütz arbeitet an ihrer Dissertation im Feld der Protest- und Bewegungsforschung. In ihrem Dissertationsprojekt setzt sie sich mit der Protestwelle in demokratischen Staaten und den gesellschaftlichen normativen Grundlagen als Voraussetzung für kollektive Mobilisierung ab den Jahren 2011 auseinander. Hierbei beschäftigt sie sich besonders mit den Gezi Protesten in der Türkei und der Indignados Bewegung in Spanien. In den Jahren 2014 bis 2016 verbrachte sie daher mehrere Forschungsaufenthalte in der Türkei sowie in Spanien, unter anderem mit Unterstützung durch ein Marietta-Blau Stipendium.


 


 

Martin Steinlechner, MA

 

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Bildungslaufbahn

Martin Steinlechner studierte Soziologie an der Universität Innsbruck und ist derzeit Doktorand am Institut für Soziologie. Er ist Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) und der European Sociological Association (ESA) und hat als Vortragender an mehreren internationalen Tagungen und Konferenzen teilgenommen.

In seiner Dissertation befasst er sich wesentlich mit der Anerkennungstheorie von Axel Honneth und deren Positionierung im Spannungsfeld der Frankfurter Kritischen Theorie von Adorno und Horkheimer.

Martin Steinlechner ist zudem aktiv als Verkehrsplaner tätig und in dieser Funktion mit den täglichen Anforderungen räumlicher Mobilität und ihren vielschichtigen Problemlagen beschäftigt.

Dissertationsthema: Kritische Theorie ohne Gesellschaft. Zur Anerkennungstheorie von Axel Honneth

Die Texte von Axel Honneth nehmen häufig den Raum öffentlicher Willensbildung in den Blick, etwa in »Die Idee des Sozialismus« oder bereits zuvor in »Das Recht der Freiheit« und Honneth skizziert ihn darin jeweils als einen herrschaftsfreien Ort der reflexiven Selbstthematisierung und der Artikulation des sozialen Konflikts. So wie der öffentliche Raum also zugleich am gelingenden Selbst und an der politischen Ordnung wirkt, so ist auch der in diesem Raum ausgetragene soziale Konflikt durch dessen bloße Artikulation in der Öffentlichkeit nicht hinreichend bestimmt: ebenso ist er Ausdruck subjektiver Missachtungserfahrungen in einem »Kampf um Anerkennung« und rückt damit in den Brennpunkt von Honneths gesamten Theoriegebäude.        

Allerdings, so meine These, entwickelt Honneth in der Anerkennungstheorie einen Subjektbegriff, der die Potenziale des Subjekts und damit letztlich auch jene des sozialen Konflikts überhöht. Seine Perspektive unterschätzt, dass in der Anerkennungsordnung auch bestehende Herrschaftsverhältnisse reproduziert werden (Kögler). Das zeigt sich etwa in der impliziten Auszeichnung des Protests als Ideal einer normalen Austragung des sozialen Konflikts: Hier unterschlägt die Anerkennungstheorie, dass Potenziale des Protests in einer Legitimierung herrschender Ordnung verpuffen.

Auf welchen Gesellschaftsbegriff beruft sich Honneth von der Anerkennungstheorie bis hin zu seiner jüngeren Politischen Theorie demokratischer Sittlichkeit, und welcher Kritikbegriff resultiert in weiterer Folge für sein Paradigma einer Frankfurter Kritischen Theorie? Entlang dieser Grundsatzfragen folgt das Dissertationsprojekt schließlich einer Frage ums Ganze: Wird Honneth seinem Anspruch gerecht, den Blick auf das Leiden der Menschen und auf dessen transzendierendes Potenzial zu richten?

 

 


 

Anamaria Topan, M.A.

 

Copy of Aura Topan

Bildungslaufbahn

Anamaria Topan carried out her university studies in Cluj-Napoca, Romania, earning her B.A. in European Studies at the Babes-Bolyai University. Several years of work followed, first as an advisor at the Babes Bolyai Center for International Studies, then as a project manager at the Ethnocultural Diversity Research Center. A strong desire to engage in a more research-oriented work translated in pursuing a Master’s degree in social sciences at the Faculty of Sociology in Freiburg, Germany. She attended the Global Studies Program with the support of a DAAD scholarship. The program took place in collaboration with two other universities, the Kwazulu-Natal University in Durban, South Africa, and Jawaharlal University in New Delhi, India. After the completion of the master’s program emerged the desire to deepen the research work in social sciences. She started a doctorate at the Ludwig-Maximilians University in München, Germany, also working as a lecturer at the Institute of Sociology. The doctorate was continued at the University of Innsbruck, Austria and the research is being carried out at the Institute of Sociology under the supervision of Prof. Dr. Frank Welz, who was also the Director of the Global Studies Program in Freiburg.

Dissertationsthema: Refugee Journeys as Catalysts of Transformed Subjectivities

The research focuses on the path the refugees take to and in the country of destination, with the aim to provide a contextualized and authentic understanding of refugee experiences, their needs and demands. The arguments are constructed around the theory of performativity by Judith Butler. From her iconic articulation of the relationship between gender and performativity, she extends the main tenants of her theory in her later work to precarious bodies: the poor and the disenfranchised. The research follows Butler’s argument that political articulation is inextricably linked with bodies, (the refugees), with their needs, the desires, and the complexity of their decisions. The thesis investigates whether vulnerability and precarity are mobilized throughout the journey to produce agency, at the individual and/or collective level; specifically, how does the bodily performativity of refugees operate in order produce claims and demands at the social and political level. In this way, the thesis wants to help redefine the existing framework of refugee studies by providing an account of the complex figure of the refugee and the process of refuge itself, especially in revealing the potential for political agency in finding and negotiating their place in the social realm.

 

 


 

Sarah von Karger, Bakk. MA 

 

Sarah_von_Karger

Bildungslaufbahn

Ich habe ein Bachelorstudium der Publizistik-und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien abgeschlossen und anschließend einen Master in Soziologie an der Universität Innsbruck absolviert. In meiner Masterarbeit habe ich die Unterschiede in Bourdieus und Butlers Theorien zur Sprache, hinsichtlich ihrer Stabilität und Dynamik untersucht. Der Titel der Masterarbeit lautete: „Performativität der Sprache. Eine theoretische Auseinandersetzung mit der handlungspraktischen Dimension des Sprechens“. 

Dissertationsthema: Diaspora & Entwicklung. Das Potenzial von Diasporaorganisationen als EntwicklungsakteurInnen

Seit Oktober 2020 arbeite ich als Universitätsassistentin und als Projektarbeiterin im Forschungszentrum Social Theory am Institut für Soziologie der Universität Innsbruck. In diesem Rahmen schreibe ich meine Dissertation über den Zusammenhang zwischen Migration und Entwicklung, indem ich das transnationale Engagement in afrikanischen Migrantenorganisationen im deutschsprachigen Raum untersuche. 

 

 


 

Stephan Pabst, Dipl.-Ing.  

 

Bildungslaufbahn

Stephan Pabst hat Agrar- und Ernährungswirtschaft mit Schwerpunkt Agrarsoziologie an der BOKU Wien und der Wageningen University studiert. In seiner Masterarbeit hat er sich im Feld der Agro-Food Studies mit Alternativen Lebensmittelnetzwerken auseinandergesetzt und Methoden der qualitativen Sozialforschung und partizipativen Aktionsforschung angewandt. Er hat sich ehrenamtlich in der internationalen und österreichweiten Vernetzung für „Community Supported Agriculture“ (CSA) bzw. solidarischer Landwirtschaft engagiert und mehrere Jahre auf vielfältigen Bauernhöfen gearbeitet. Von 2017 – 2021 war er Mitarbeiter in der „Forschungsgruppe Nachhaltige Lebensmittelsysteme“ am Studiengang „Nachhaltiges Lebensmittelmanagement“ der FH JOANNEUM Graz, wo er einen Lehrauftrag wahrnimmt. Seit März 2021 arbeitet er im Rahmen einer Doktoratsstelle am FWF Projekt „FoodAlternatives.at – Exploring values-based modes of production and consumption in the corporate food regime“.

 

 

 


 

Hannes Vorhofer, Dr.

 

Hannes Vorhofer

Bildungslaufbahn

Hannes Vorhofer war von 2001 bis 2012 bei der APA-MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH, einem Spin-off der Universität Innsbruck - Institut für Politikwissenschaft, tätig und leitete das Unternehmen die letzten vier Jahre als deren Geschäftsführer. Von 2012 bis 2014 arbeitete Vorhofer im Management Board der APA-OTS GmbH. Er promovierte 2010 am Institut für Politikwissenschaft zum Thema Politische Kommunikation und Medienresonanz-Analysen. Aktuell ist Hannes Vorhofer als Postdoc-Researcher im Postsecular Conflicts Project am Institut für Soziologie tätig und schreibt an seiner Soziologie-Dissertation. Zeitgleich arbeitet Hannes Vorhofer als Partner in der Agentur Kommunikationsraum GmbH und arbeitet im Team als Berater für empirische Medienresonanz-, Medienwirkungs- und Reputationsanalysen und im Bereich International und Intercultural Communications.

Dissertationsthema: Religiös-säkulare Konflikte in Israel aus der Perspektive zeitgenössischer Kritiken der Säkularisierungsthese

Hannes Vorhofer ist als Postdoc-Researcher im Postsecular Conflicts Project am Institut für Soziologie tätig und schreibt an seiner Soziologie-Dissertation mit dem Arbeitstitel "Religiös-säkulare Konflikte in Israel aus der Perspektive zeitgenössischer Kritiken der Säkularisierungsthese". Seine Interessen konzentrieren sich dabei auf die theoretischen und empirischen Aspekte der Thesen zu Postsäkularität, De-Säkularisierung und Rückkehr des religiösen Fundamentalismus. Erkenntnisse daraus finden praktische Anwendung in seiner beruflichen Beratungstätigkeit in den Bereichen International und Intercultural Communications & Sales, Diversity Management & Cultural Diplomacy und Integrationsmanagement.

 

 


 

Sabine Wallner, MA

 

Wallner Sabine

Bildungslaufbahn

Sabine Wallner absolvierte die Masterstudiengänge Soziologie und Gender, Kultur und sozialer Wandel an der Universität Innsbruck. Ihre akademische Ausbildung kennzeichnet eine ausgeprägte Interdisziplinarität mit soziologischem Schwerpunkt, was auch das Forschungsinteresse nachhaltig prägte. So befasst sich Sabine Wallner in iher Dissertation mit dem Phänomen der gesellschaftlichen Deutung von sexualisierter Gewalt.

Dissertationsthema: Zur Deutung sexualisierter Gewalt als soziale Praxis. Eine soziologisch-geschlechtertheoretische Analyse

 

 


 

Mathias Weiss, Mag. phil.

 

Mathias Weiss

Bildungslaufbahn

Mag. phil. Mathias Weiss, geb. 1983 in Hallein, Österreich, studierte Soziologie und Kulturwissenschaften an der Universität Salzburg mit Forschungsaufenthalten an der Universidad de Los Andes, Bogotá, Kolumbien und der Universidad Bolivariana de Venezuela, Caracas, Venezuela. Derzeit ist er Doktorand am Institut für Soziologie der Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Innsbruck, war Teilnehmer und Vortragender der ersten internationalen Climate Engineering Conference (CEC14 - Critical Global Discussions) in Berlin und schreibt seine Dissertation über den Themenkomplex "Militärisches Geoengineering vs. Zivilgesellschaft".
Er hat u. A. eine handwerkliche Ausbildung als Zimmermann. Seit dem Jahr 2000 engagiert er sich in der freien Kunst- und Kulturszene und verwirklicht seither Projekte im In- und Ausland an der Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft. Mag. phil. Mathias Weiss ist Mitglied des Forschungsinstitut für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen
(Fipaz), sowie der Planetaren Bewegung für Mutter Erde (PBME).

Dissertationsthema: Geoengineering vs. Zivilgesellschaft

Ziel der Arbeit ist es, die Frage zu klären, ob und wie die klimamanipulierende Option des Geoengineering als ein die Klimaveränderung auslösender Faktor behandelt – oder nicht behandelt – und im naturwissenschaftlichen bzw. öffentlichen Diskurs konstruiert wird. Dabei soll gezeigt werden, dass Geoengineering im Begriff ist, eine neue Stufe in Richtung der Umsetzung einer Ideologie zur totalen „Maschinisierung “ (Genth) und Kontrolle über den Planeten und alles Lebendigen zu erlangen, um ihn zum 1. Mal in der Geschichte in den militärischen, wirtschaftlichen sowie ingenieursmäßigen Griff zu bekommen. Dies soll mittels einer soziologischen Ideologiekritik und Analyse aus der Perspektive der „Risikogesellschaft“ (Beck), der Kritischen Theorie wie auch der „Kritischen Patriarchatstheorie“ (Werlhof) aufgrund ihrer sozialwissenschaftlichen Technikkritik erfolgen.

 

 

 

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