Tourismusforschung


Was wollen wir?

Das KMU & Tourismus Team beschäftigt sich mit für Tirol höchst relevanten Fragestellungen rund um Klein- & Mittel- und Familienunternehmen mit besonderer Berücksichtigung des Tourismus. Dabei beleuchten wir sowohl die Angebots- (Unternehmen) als auch die Nachfrageseite (Kunden).

Es ist unser Ziel, einerseits wissenschaftliche Beiträge in Top-Journalen zu publizieren, andererseits aber auch Hilfestellung bei praxisrelevanten Problemlösungen für unsere Region zu liefern.

"KMU & Tourismus" bietet hierzu forschungsgeleitete Unterstützung. Außerdem ist es uns wichtig, wissenschaftlich fundierte und praxisrelevante Lehre durchzuführen. So möchten wir StudentInnen in die Wirtschaft, aber auch die Wirtschaft zu unseren StudentInnen bringen!

Warum braucht es uns?

Tourismusunternehmen sind zum Großteil Klein- oder gar Mikrounternehmen, die besonderen Charakteristika unterworfen sind. Über 92% aller Unternehmen in der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft haben durchschnittlich weniger als 10 Mitarbeiter, in der Hotellerie über 72% der Unternehmen.

Tourismusunternehmen sind außerdem zum Großteil Familienunternehmen. Das System „Familie“ beeinflusst unternehmerische Entscheidungen in allen Belangen, so dass nicht ausschließlich betriebswirtschaftliche Prämissen gelten. Strategische Entscheidungen, interne Prozesse, aber auch die Leistungserstellung an Sich erfolgt nach spezifischem Muster, so dass sich in der Realität durchaus auch Wettbewerbsvorteile von touristischen Familienunternehmen ausmachen lassen. Die vordringlichste Diskussion wird derzeit über der Gestaltung der Nachfolge geführt, wobei auch weitere Themen wie Qualifikation, Karrierepfadentwicklung oder Familien-Branding beleuchtet werden.

Zudem sind diese Tourismusunternehmen stets Teil einer touristischen Wertkette. Der zu produzierende Wert wird also von einer Vielzahl von Unternehmen bereitgestellt und nur mit viel Aufwand kann ermessen werden, welche Leistung für den Kunden am Ende des Urlaubs den Kernwert darstellt. Somit wird die Messung des Innovationspotenzials einzelner Unternehmen deutlich erschwert, zum anderen zeigt sich aber, wie wichtig eine Abstimmung einzelner oder gemeinsamer Produktentwicklungsprozesse ist.

Wertkreation findet zudem vermehrt gemeinsam mit den Kunden statt. „Customer Co-Creation“, d.h. die Partizipation des Kunden an den nutzenstiftenden Aktivitäten eines Unternehmens ist einer der bedeutendsten Marketing- und Managementwissenschaftlichen Forschungsströme der letzten Jahre. Für die Tourismusindustrie bietet diese Forschungsausrichtung einen Mehrwert, da sie (1) die Motivationsfaktoren von Kunden zur „Co-Creation“ aufzeigt, (2) untersucht, wieweit das Unternehmen den Kunden bei der „Co-Creation“ unterstützen kann und (3) die Auswirkungen der „Co-Creation“ auf die finanzielle und nicht-finanzielle Performance eines Unternehmens evaluiert. Es gilt daher aufzuzeigen, wie Tourismusunternehmen durch die Nutzung der Kompetenzen Ihrer Kunden die Unternehmensleistung steigern und gleichzeitig den wahrgenommenen Nutzen für den Kunden erhöhen können.

Wie gehen wir's an?

Wir haben einige Kernthemen (z.B. Alpine Freizeit, Digitalisierung, Nachhaltigkeit) in der angewandten Tourismusforschung ausgearbeitet, die zum einen Forschungslücken sind, zum anderen aber auch in der (touristischen und KMU) Praxis eine große Rolle spielen. Bei vielen dieser längerfristigen Forschungsprojekte werden wir durch die Abschlussarbeiten von Doktoranten und MasterstudentInnen unterstützt. 

Sie finden unsere Forschungsbereiche und laufende Projekte auf https://tourismusforschung.online/


 

 

 

 

 

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