Warum Slawistik?

… AbsolventInnen berichten, warum es sich (noch immer) lohnt, Slawistik zu studieren …

 

 

Christiane Altendorfer

"Nicht zuletzt habe ich aus dem Slawistikstudium zwei Dinge mitgenommen, die mich mein Leben lang begleiten werden: meine Begeisterung für den russischen Film und eine Vielzahl an wunderbaren internationalen Freundschaften."

- Christiane Altendorfer

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Meine berufliche Karriere

Nach dem Studium der Slawistik und der Internationalen Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck begann ich als Projektmanagerin im Bereich Außenwirtschaft der WKO Oberösterreich. Dort betreute ich zweieinhalb Jahre lang ausländische Delegationen, organisierte Veranstaltungen und kümmerte mich um Förderprogramme für die Exportwirtschaft. Besonders gefragt waren meine Fähigkeiten natürlich immer dann, wenn es darum ging, den oberösterreichischen Wirtschaftsstandort russischen Wirtschaftsdelegationen vorzustellen.

Seit nunmehr zwei Jahren arbeite ich bei karriere.at, wo ich als Marketing Managerin die Bereiche B2B und Eventmarketing verantworte und mich u.a. auch um Kooperationen mit Hochschulen kümmere.


Warum Slawistik?

In Innsbruck studierte ich zuerst nur Internationale Wirtschaftswissenschaften. Nach meinem Auslandsjahr beschloss ich, zusätzlich auch noch ein Sprachstudium zu absolvieren – einerseits, weil mich Sprachen und fremde Kulturen schon immer begeisterten und andererseits, weil ich durch das geisteswissenschaftliche Studium andere Sichtweisen und Methoden kennenlernen wollte.

Slawistik mit Schwerpunkt Russisch war für mich naheliegend: exotisch aber doch anwendbar, vor allem in Kombination mit einem Wirtschaftsstudium. Und außerdem wollte ich schon immer mehr über dieses riesige Land im Osten wissen.

Meine Erwartungen an das Slawistikstudium wurden nicht enttäuscht: der Sprachunterricht ist nur eine – wenn natürlich sehr wichtige – Facette. So wirklich erschließt sich einem Russland, die Geschichte und Kultur dieses Landes aber erst durch die wunderbare Kombination von kultur-, literatur- und sprachwissenschaftlichen Fächern.

Das Slawistikstudium in Innsbruck zeichnet sich meiner Meinung nach aus durch engagierte ProfessorInnen, LektorInnen und MitarbeiterInnen, ein ideales Betreuungsverhältnis, eine persönliche Atmosphäre und tolle Zusatzangebote wie Filmabende, Sprachreisen, Lesungen und gemeinsame Projekte.


Warum ich ein Slawistikstudium empfehle?

Schon während des Studiums wurde ich immer wieder gefragt: „Und was machst du dann danach mit dem Studium?“ Als SlawistIn hat man kein eindeutig vordefiniertes Berufsbild. Aber das sehe ich eher als Vorteil. Vor allem in Kombination mit einem Wirtschaftsstudium ergeben sich vielfältige Möglichkeiten auch im späteren Beruf, die Kenntnisse der russischen Sprache, Kultur und Geschichte anzuwenden. Und auch die erlernten kultur- und sprachwissenschaftlichen Methoden erweisen sich in vielen Situationen als äußerst hilfreich und praktisch anwendbar – so z.B. auch bei meinen Aufgaben als Marketing Managerin.

Nicht zuletzt habe ich aus dem Slawistikstudium zwei Dinge mitgenommen, die mich mein Leben lang begleiten werden: meine Begeisterung für den russischen Film und eine Vielzahl an wunderbaren internationalen Freundschaften.


Kontakt

Tanja Becker

"Slawistik ist nicht nur Sprache, sondern auch Kultur, Geschichte, Politik und interkulturelles Zusammenwirken. Unternehmen funktionieren im Kleinen genauso. Verschiedene Einflüsse wirken in einem Unternehmen und seinem Managementsystem. Eine singuläre Betrachtung ist immer eine unvollständige."

- Tanja Becker

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Meine berufliche Karriere

  • Nebenberufliche Selbständigkeit: 01/2016–heute
  • Prozess- und Qualitätsmanagerin bei AUDI AG, Ingolstadt: 11/2015–heute
  • Produktmanagerin Kompetenzcenter Managementsysteme bei TÜV SÜD Akademie, München: 12/2011–10/2015
  • Referentin Managementsysteme QHSSE bei HSG Zander GmbH, Unternehmen der Bilfinger Berger Group, München: 01/2008–11/2011
  • Qualitätsmanagement und Assistentin der Geschäftsleitung bei CMA Engineering GmbH, München: 01/2002–12/2007


Warum Slawistik?

  • Genauigkeit:
    Durch die kleinen Gruppen und das gute Betreuungsverhältnis (z.B. 100% Korrektur und Besprechung von Hausarbeiten) ist immer sofort aufgefallen, wenn etwas nicht ordentlich recherchiert war, wenn man unzuverlässige Quellen verwendet hat, unlogisch argumentiert hat. Genauigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit: Ist bereits das implementierte Managementsystem fehlerhaft, lückenhaft oder im Widerspruch, wird es nicht nur keine Akzeptanz finden, sondern nie wirklich mit Leben gefüllt werden können.
  • System:
    Jede Sprache hat ein System, jedes System hat seine Regeln, aber auch seine Ausnahmen. Beides muss dokumentiert und gehandhabt werden. Das gilt auch für ein Managementsystem.
  • Weitblick:
    Slawistik ist nicht nur Sprache, sondern auch Kultur, Geschichte, Politik und interkulturelles Zusammenwirken. Unternehmen funktionieren im Kleinen genauso. Verschiedene Einflüsse wirken in einem Unternehmen und seinem Managementsystem. Eine singuläre Betrachtung ist immer eine unvollständige.
  • "Inkompetenzkompensation":
    Darunter verstehe ich die Fähigkeit zu wissen, wie man an Informationen kommen kann, wo man sie finden kann und eine Einschätzung bzgl. der Verlässlichkeit der Information. Ist diese Information valide? Wie kann ich das überprüfen? Wie kann ich das weiterverwerten?)
  • Präsentation und Moderation:
    Eine Vielzahl an Referaten während des Studiums hilft nutzer- und zielorientiert präsentieren zu können (Arbeitsalltag!). Nur wenn ich meine Aufgabe, meine „Message“ und mein Ziel (meine Teilnehmergruppe) erfasst habe, kann ich unter Einhaltung des zur Verfügung stehenden Zeitrahmens mein Anliegen darstellen und damit meine Ziele erreichen. Nur wer eine klare, prägnante Botschaft hat, wird sein Ziel erreichen. Das wird in den vielen Referaten und im stets individuellen und ausführlichen Feedback auf der Slawistik geübt.

Riki Daurer

"Neben der Lehramtstätigkeit und bei Reisen bietet die Kenntnis einer slawischen Sprache immer wieder Vorteile im privaten wie auch im beruflichen Leben. Das Studium der Slawistik hat definitiv meine Palette an Möglichkeiten in vielerlei Hinsicht erweitert."

- Riki Daurer

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Meine berufliche Karriere

Nach dem Studium Lehramt Russisch und PPP (1997–2002) verschiedene Arbeitsstellen, erst später (ab 2011) habe ich zu unterrichten begonnen. 2012 gründete ich eine Werbeagentur und habe berufsbegleitend das Studium Online Media Marketing nachgeholt. Derzeit kombiniere ich meine Tätigkeit als Lehrerin mit der Selbstständigkeit.


Warum Slawistik?

Das Interesse an den Ländern, Menschen und Kulturen im Osten Europas hat mich zum Russischstudium motiviert. Die Kombination mit der Lehramtsausbildung war für mich perfekt: So kann ich meine Freude an diesen Ländern auch an junge Menschen weitergeben und die „Faszination Slawistik“ verbreiten. Neben der Lehramtstätigkeit und bei Reisen bietet die Kenntnis einer slawischen Sprache immer wieder Vorteile im privaten wie auch im beruflichen Leben. Das Studium der Slawistik hat definitiv meine Palette an Möglichkeiten in vielerlei Hinsicht erweitert.


Kontakt

Adelheid Heftberger

"Für mich persönlich war das Studium der Slawistik in Innsbruck vor allem eines: Die Erfahrung von großer Unterstützung durch die engagierten und kompetenten Lehrenden, die es schafften, Begeisterung für das Land, die Kultur, die Literatur, den Film und die Menschen zu wecken."

- Adelheid Heftberger

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Meine berufliche Karriere

  • Studium der Slawistik (Russisch) und Komparatistik in Innsbruck
  • Promotion (Russisch) in Innsbruck und Wien
    Titel der Dissertation: Die Visualisierung von filmischen Strukturen am Beispiel des russischen Filmemachers Dziga Vertov
  • Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaften in Berlin
  • Seit 2010 als Archivarin und Kuratorin im Österreichischen Filmmuseum in Wien, davor im Forschungsprojekt Digital Formalism (2007-2010). Schwerpunkte: Audiovisuelles Erbe, Digital Humanities, Visualisierung, russische Kultur und Film der 1920er und 1930er Jahre.


Warum Slawistik?

Slawistik zu studieren, das bedeutet nicht nur Spracherwerb. Natürlich öffnen sich Ohren und Türen, wenn man Russisch (einigermaßen) beherrscht – ein bisschen Bewunderung ist auch immer dabei.

Für mich persönlich war das Studium der Slawistik in Innsbruck vor allem eines: Die Erfahrung von großer Unterstützung durch die engagierten und kompetenten Lehrenden, die es schafften, Begeisterung für das Land, die Kultur, die Literatur, den Film und die Menschen zu wecken. Verlangt wurde durchaus viel, das wurde mir erst später im Gespräch mit Absolventen und Absolventinnen anderer Studienrichtungen bewusst. Seit dieser Zeit schätze ich kleine Gruppen, wenn es um Wissenserwerb geht, leider ist das nur selten der Fall.

Es ist einfach so: Die Slawistik ist mein Alleinstellungsmerkmal im Kulturbetrieb, vor allem in der Kombination mit dem Film-Schwerpunkt in Innsbruck, das war meine Eintrittskarte in das Österreichische Filmmuseum in Wien. Die Arbeit an den russischen Sammlungen im Haus ist eine spannende Tätigkeit, vor allem die Publikation von Online-Katalogen und DVD Editionen macht mir Spaß. Damit kann ich dazu beitragen, dass wieder Dokumente für Slawistinnen und Slawisten zugänglich gemacht werden und erforscht werden können.

Dass ich selbst eine Dissertation schreiben konnte, ist eine glückliche Fügung. Obwohl es eine anstrengende Zeit war, würde ich es doch weiterempfehlen – gerade in Museen, Archiven und Sammlungen aller Art ist eine Promotion durchaus eine wichtige Qualifikation. Slawistinnen treffe ich in diesem Umfeld immer wieder und dann stellt sich sogleich das Gefühl ein, Teil eines familiär kleinen und tragfähigen Netzwerkes zu sein.

Ich finde eine Promotion auch wichtig, um in interdisziplinären Forschungsprojekten auf Augenhöhe mit den Partnern der Universitäten zu sprechen und auch Inhaltliches beitragen zu können, und nicht „nur“ die archivarische Perspektive.

In meinem Beruf bin ich nicht nur nach Russland gereist, das auch und gern immer wieder, sondern habe meine Arbeit überall in Europa, in den USA und sogar in Brasilien vorgestellt. Kulturaustausch mit Russland via Österreich. Ich würde jederzeit wieder Slawistik studieren.

Andreas Spatzek

"Aus der Praxis kann ich sagen, dass man auch nicht gelernte Sprachen verstehen lernen kann. So konnte ich mich z.B. in den über 15 Jahren meiner Tätigkeit in und für Bulgarien mühelos auf Russisch verständigen, während meine Gesprächspartner/innen mit mir Bulgarisch sprachen. Kenntnisse des Altkirchenslawischen (Altbulgarischen) und jeder weiteren slawischen Sprache waren dabei sehr hilfreich."

- Andreas Spatzek

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Meine berufliche Karriere

  • Slawistikstudium 1989–1996; Mag. phil.
  • Hauptfach: Russisch Diplomstudium (Literatur, Geschichte, Kultur), Nebenfach: allgemeine Slawistik, Polnisch (Tschechisch, Slowakisch), Fächerbündel (Geschichte und Französisch)
  • Von 1996–1997 (teilweise schon berufsbegleitend): Exportkaufleutelehrgang am MCI Innsbruck
  • Ab 03/1997: Verkaufsassistent bei "Julius Blum GmbH" (Möbelbeschläge) in Höchst (Vorarlberg)
  • Ab 2000: Übernahme der Marktverantwortung für die Märkte der Ex-Sowjetunion plus Rumänien und Bulgarien als Verkaufsleiter
  • Sprachkenntnisse (nach Qualität gereiht): Russisch, Englisch, Polnisch, Ukrainisch, Französisch und Rumänisch

In diesen nunmehr 19 Jahren ist es gelungen, in allen Ländern des Baltikums und des GUS-Raums (vor allem BY, RUS, UA, MD, Zentralasien mit Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan, Georgien, Armenien und Aserbaidschan ein funktionierendes flächendeckendes Absatznetz über Tochterfirmen, Vertretungen und Händlern zu etablieren, wobei der Umsatz von ca. 1 Mio. Euro auf ca. 75–80 Mio. (derzeit weniger) angewachsen ist.

Derzeit umfasst mein Verantwortungsbereich alle Länder der ehemaligen Sowjetunion (außer Aserbaidschan).

Die Firma Blum ist sprachlich sehr aktiv, es gibt Hauptkataloge auf Russisch, Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Slowenisch, Kroatisch, Serbisch und Bulgarisch, Broschüren und Webseiten gibt es in allen slawischen Sprachen (bis auf Sorbisch, Kaschubisch und Weißrussisch).

z.B. www.blum.com/ru/ru, www.blum.com/ua/ua, www.blum.com/bg/bg, www.blum.com/kz/ru, www.blum.com/pl/pl, www.blum.com/hr/hr etc.


Warum Slawistik?

Im Allgemeinen wird die Bedeutung von BWL-ähnlichen Studien im Geschäftsleben überschätzt. Im Verkauf ist ausschlaggebend, die Kultur und Sprache (und somit die Eigenheiten) des Gegenübers zu kennen um von vorne herein nicht in gewisse Fettnäpfchen zu treten. Über das Vermeiden dieser Fettnäpfchen gibt es eine Fülle an "interkultureller Literatur" für Außenstehende, die eigentlich völlig überflüssig ist, wenn man über den notwendigen Hintergrund, dem man bei einem Slawistik-Studium bekommt, verfügt.

Aus der Praxis kann ich sagen, dass man auch nicht gelernte Sprachen verstehen lernen kann. So konnte ich mich z.B. in den über 15 Jahren meiner Tätigkeit in und für Bulgarien mühelos auf Russisch verständigen, während meine Gesprächspartner/innen mit mir Bulgarisch sprachen. Kenntnisse des Altkirschenslawischen (Altbulgarischen) und jeder weiteren slawischen Sprache waren dabei sehr hilfreich.

Dasselbe gilt für Ukrainisch, welches ich rezeptiv im Lauf der letzten 19 Jahre aufgrund solider Russisch- und Polnischkenntnisse erworben habe.

Hans Unterdorfer

"Mit der Bestellung zum Honorarkonsul der Russischen Föderation in Tirol […] war das mit dem Studium der Slawistik geschaffene Fundament eine perfekte Basis, um diese Aufgabe erfüllen zu können. Gerade die im Studium erworbenen Kenntnisse haben sich als echte Brückenelemente hin zu den Menschen, mit denen ich in diesem Kontext zu tun habe, erwiesen."

- Hans Unterdorfer

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Meine berufliche Karriere

  • Vorstandsvorsitzender Tiroler Sparkasse
    Ressortverantwortung für Bereich Kommerzkunden und Bereich Privatkunden, Private Banking, Freie Berufe, wohn²Center, Marketing und Vertriebsunterstützung, Unternehmenskommunikation, Revision
  • Doktoratsstudium der Gesundheitswissenschaften an der Privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik – UMIT (PPP-Modelle in der Krankenhausfinanzierung)
  • Vorstandsmitglied Raiffeisen-Landesbank Tirol AG
  • Master of Business Administration der California State University Hayward
  • Assistent der Geschäftsleitung und Leitung des Sektorbüros (Stabsstelle) sowie des Sektorvertriebs (Linie)
  • Raiffeisen-Landesbank Tirol, Produktmanagement Kredit
  • Prokurist und Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Zirl
  • Trainee in der Kreditabteilung und Wertpapierabteilung der Raiffeisen-Zentralkasse Tirol
  • Raiffeisenbank Zirl, Kundenberater
  • Assistent am Institut für Slawistik der Universität Innsbruck
  • Studienpraktikum in der Wertpapierabteilung der Tiroler Sparkasse Innsbruck-Hall (Tiroler Sparkasse Bank AG)
  • Diplomstudium der Rechtswissenschaften an der Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck
  • Diplomstudium Politikwissenschaft und Slawistik (Studienzweig Russisch) an der Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck


Warum Slawistik?

Als bei meiner Studienwahl das Hauptstudium (Politikwissenschaften) feststand, war ich mit der Herausforderung konfrontiert, dass dieses Studium damals kombinationspflichtig war und ein Zweitfach inskribiert werden musste.

Nachdem ich eine gewisse Sprachbegeisterung hatte, war für mich daher der logische Schritt, eine Sprache im Diplom zu inskribieren. Die damaligen Vorlesungsverzeichnisse waren vor allem von einer unglaublichen Unübersichtlichkeit und wilden Informationsflut gekennzeichnet. Beim Schmökern des Vorlesungsverzeichnisses bin ich dann auf ein interessantes kleines Institut gestoßen: Institut für Slawistik, Lehrstuhl o. Univ.-Prof. Dr. Herbert Schelesniker.

Ehrlich gesagt, hatte ich nur äußerst vage Vorstellungen darüber, was darunter zu verstehen war. Was mich jedenfalls faszinierte, war die Möglichkeit der Sprachausbildung in Russisch. Dieses Interesse, verbunden mit der Sprache als kulturell-sozialer Schlüssel, hat sich dann im Laufe des Studiums immer mehr entwickelt und gefestigt. Das Angebot, 1990 als Assistent ein Jahr am Institut zu arbeiten, und die darauffolgende Tätigkeit als Lektor waren ein wichtiger Schritt vom Studium im Sinne des „Ausgebildet-Werdens“ hin zur selbst vorangetriebenen Auseinandersetzung und Beschäftigung vor allem mit dem Thema Russland.

Obwohl ich viele Jahre hindurch meine Kenntnisse nicht aktiv beruflich anwenden konnte, habe ich – mit mehr oder weniger gutem Erfolg – versucht, meine Kenntnisse ajour zur halten.

Mit der Bestellung zum Honorarkonsul der Russischen Föderation im Bundesland Tirol und als Mitglied des Board of Directors der Bank Center Invest in Rostov am Don war das mit dem Studium der Slawistik geschaffene Fundament dann eine perfekte Basis, um diese Aufgaben erfüllen zu können. Gerade die im Studium erworbenen Kenntnisse haben sich als echte Brückenelemente hin zu den Menschen, mit denen ich in diesem Kontext zu tun habe, erwiesen.

Die Integration Europas als ein Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum baut ganz wesentlich auf dem wechselseitigen Verständnis der Herkunft und Geschichte auf. Zuletzt habe ich Bulgarien als Land für mich entdeckt, was auch in eine spannende Zusammenarbeit mit der Universität für National- und Weltwirtschaft in Sofia (www.unwe.bg), an der ich zwei öffentliche Vorlesungen halten durfte, gemündet hat.

Deshalb Slawistik!


Kontakt:

David Zipperle

"Heute würde ich das Studium wieder wählen, da es nicht nur wertvolle Sprachkenntnisse vermittelt, sondern mit seinem abstrakten Zugang zu genauso komplexer wie spannender Literatur, Kultur- und Sprach­wissenschaft sowie mit seinen ebenso spannenden und vor allem lehrreichen Auslandspraktika eine sehr konkrete Problemlösungs­kompetenz ausbildet."

- David Zipperle

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Meine berufliche Karriere

  • Project Manager Russia / CIS bei Gebr. Heinemann SE & Co. KG. (08.2014–aktuell)
  • Senior Professional – Channel Marketing Tourism & Sales Manager bei D. Swarovski KG / D. Swarovski Tourism Services GmbH (01.2014 – 08.2014)
  • Marketing & Sales Manager bei D. Swarovski KG / D. Swarovski Tourism Services GmbH (01.2010–12.2013)
  • E-Marketing & Content Manager bei Österreich Werbung / Österreichische Außenhandelsstelle Moskau (11.2008–06.2009)
  • Fachtutor / eLearning-Projektmitarbeiter Sprachausbildung Russisch bei Leopold-Franzens-Universität Innsbruck / Institut für Slawistik
 (studienbegleitend 10.2006–07.2008)
  • Lehre für Deutsch als Fremdsprache am Goethe-Institut in Nižnij Novgorod (studienbegleitend 05.2005–01.2006)


Studium

  • Diplom (Mag. Phil.) Medienpädagogik und Kommunikationskultur (14.10.2009)
  • Diplom (Mag. Phil.) Slawistik / Russistik (10.11.2008). Diplomarbeit: „Werbung, Mythen, Pseudomythen. Die Selbstdarstellung Österreichs im russischsprachigen Internet.“
  • Bakkalaureat (Bakk. Phil.) Slawistik / Russistik (Bakkalaureatsarbeit: „Kultureller Kontext in Anzeigen- und politischer Werbung.“
  • Auslandsstudium an der Staatlichen Universität St. Petersburg / Joint Studies Stipendium (01.2005–04.2005)
  • Auslandsstudium an der Linguistischen Universität Nižnij Novgorod (05.2005–01.2006)
  • Forschungsstipendium der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Schwerpunkt: Positionierung von Österreich als touristische Marke in Russland. (07.2008–09.2008)


Warum Slawistik?

Damals fiel die Wahl auf Slawistik als eines von zwei Studien aufgrund meiner Liebe zur Lyrik Puškins, aber vor allem nach dem Motto "Schauen wir mal...“. Heute würde ich das Studium wieder wählen, da es nicht nur wertvolle Sprachkenntnisse vermittelt, sondern mit seinem abstrakten Zugang zu genauso komplexer wie spannender Literatur, Kultur- und Sprachwissenschaft sowie mit seinen ebenso spannenden und vor allem lehrreichen Auslandspraktika eine sehr konkrete Problemlösungskompetenz ausbildet. Für mich war diese die Basis für meinen Fokus auf Interkulturelles Markenmanagement – einen Schwerpunkt, den ich mir bereits während des Studiums setzte und der mir seither bei der erfolgreichen Einarbeitung auch in nicht-direkt verwandte Fachbereiche und in internationale Aufgabengebiete in und außerhalb der GUS Staaten hilft.


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