Die Inszenierung von Sieg und Niederlage

Zur Kulturanalyse eines ubiquitären anthropologischen Phänomens

 

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Das mehrjährige Forschungsprojekt zielt auf eine breit angelegte, interdisziplinäre Kulturanalyse und Aufbereitung des ubiquitären anthropologischen Phänomens der Inszenierung von Siegen. Untersucht werden entsprechende kulturelle Praxen und Handlungsmuster in allen in Frage kommenden Kontexten, angefangen bei kriegerischen bzw. militärischen Konflikten über den Umgang mit Krankheit und Tod bis zu Mensch-Naturbeziehungen und zum Sport. Das Erkenntnisinteresse gilt dabei nicht primär den Formen der Inszenierung von Siegen oder auch Niederlagen selbst, sondern deren jeweiliger Instrumentalisierung und Aussagegehalt in Hinblick auf vorausgehende und nachfolgende gesellschaftliche Konstellationen. Gefragt wird beispielsweise nach der Bedeutung von Siegesinszenierungen für unterschiedliche soziale Gruppierungen, deren Identität und Erinnerungskultur und nach den je spezifischen kultischen Bedingungen aber auch ganz konkreten Intentionen von Siegesgebärden in einem weitgefassten Sinn: über sportliche oder politische Gegner ebenso wie über Krankheiten oder die Natur.

 

Ziel des Projekts ist eine groß angelegte Ausstellung in Zusammenarbeit mit einem renommierten Museum (ev. Ferdinandeum). Zur Vorbereitung findet vom 28. – 31. Mai 2008 eine internationale Tagung unter dem Generalthema: „Inszenierung von Sieg – Sieg der Inszenierung? Interdisziplinäre Perspektiven“ in der Claudiana statt, an der neben den Projektmitarbeitern an der Fakultät ein ausgewählter Kreis von ExpertInnen teilnehmen wird. Die Tagung wird erfreulicherweise auch von der Universität Innsbruck großzügig gefördert und von Rektor Töchterle nicht nur eröffnet, sondern mit einem eigenen Referat eingeleitet werden.

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