Veranstaltungen

Aktuelle Veranstaltungen

Angabe der Veranstaltungssprache(n) in Rot nach dem Veranstaltungstitel:
z.B.: de = deutsch, en = englisch, ru = russisch

Lesung & Gespräch mit Sergej Lebedev und Alisa Ganieva (Russland) [de/ru]

Mittwoch, 14.04.2021, 19.00 Uhr
online über Zoom (ID: 968 2516 6323; Kenncode: 9e1hkL)

im Rahmen der literarischen Veranstaltungsreihe "Vom Baltikum bis Usbekistan: Gegenwartsliteraturen 30 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion"

Alisa Ganieva, 1985 in Moskau geboren, wuchs in der Kaukasusrepublik Dagestan auf. Sie ist Redakteurin, Journalistin und Buchautorin. In ihren Texten behandelt sie immer wieder ihre dagestanische Herkunft und aktuelle politische Ereignisse.
Auf Deutsch bisher erschienen sind: "Die russische Mauer" (Suhrkamp 2014), "Eine Liebe im Kaukasus" (Suhrkamp 2016) und "Verletzte Gefühle" (Wieser 2021).

Sergej Lebedev wurde 1981 in Moskau geboren. Er ist Journalist und Autor. In seinen Texten beschäftigt er sich vor allem mit der sowjetisch-russischen Vergangenheit, mit der Stalin-Zeit und mit dem Erbe, das diese besondere Zeit im zeitgenössischen Russland hinterlassen hat.
Auf Deutsch bisher erschienen sind: "Der Himmel auf ihren Schultern" (S. Fischer 2013), "Menschen im August" (S. Fischer 2015) und "Kronos' Kinder" (S. Fischer 2018).

Organisation und Moderation: Eva Binder (Institut für Slawistik der Universität Innsbruck) und Miriam Finkelstein (Institut für Slawistik der Universität Graz) gemeinsam mit Anna Rottensteiner (Literaturhaus am Inn)
Simultanverdolmetschung durch Mascha Dabić und Mathias Althaler (Institut für Translationswissenschaft der Universität Innsbruck)

eine literarische Veranstaltungsreihe von Literaturhaus am Inn und Russlandzentrum der Universität Innsbruck

  weitere Informationen

Filmvorführung "Boże Ciało" [Corpus Christi] (Polen 2019, Regie: Jan Komasa) [polnisch/en]

Dienstag, 04.05.2021, bis Dienstag, 11.05.2021
als Online-Stream (via OLAT)

Polnisch mit englischen Untertiteln
Video-Einführung: Dr. Eva Binder

Die Filme werden im Rahmen der Filmreihe "Vielschichtige Figuren des osteuropäischen Gegenwartskinos" und der LV 612013 "Ausgewählte Bereiche des Films" unter der Leitung von Dr. Eva Binder gezeigt und stehen jeweils von Dienstag bis Dienstag als On-Demand Videos in OLAT zur Verfügung.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dieses Streaming-Angebot des Russlandzentrums zu nutzen! Bitte schreiben Sie dazu ein E-Mail an MMag. Agnes Tauscher (agnes.tauscher@uibk.ac.at), um die Zugangsdaten zu erhalten.

eine Veranstaltungsreihe des Russlandzentrums und des Instituts für Slawistik

  Plakat

Filmvorführung "Майор" [Der Major] (Russland 2013, Regie: Jurij Bykov) [ru/en]

Dienstag, 01.06.2021, bis Dienstag, 08.06.2021
als Online-Stream (via OLAT)

Russisch mit englischen Untertiteln
Video-Einführung: Dr. Eva Binder

Die Filme werden im Rahmen der Filmreihe "Vielschichtige Figuren des osteuropäischen Gegenwartskinos" und der LV 612013 "Ausgewählte Bereiche des Films" unter der Leitung von Dr. Eva Binder gezeigt und stehen jeweils von Dienstag bis Dienstag als On-Demand Videos in OLAT zur Verfügung.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dieses Streaming-Angebot des Russlandzentrums zu nutzen! Bitte schreiben Sie dazu ein E-Mail an MMag. Agnes Tauscher (agnes.tauscher@uibk.ac.at), um die Zugangsdaten zu erhalten.

eine Veranstaltungsreihe des Russlandzentrums und des Instituts für Slawistik

  Plakat

Filmvorführung "Danton" (Frankreich 1983, Regie: Andrzej Warda) [fr/de]

geplant: 16.06.2021
Leokino (Anichstraße 36, 6020 Innsbruck)

Französisch mit deutschen Untertiteln

Die Filme werden im Rahmen der Filmreihe "Historische Einstellungen – Die Geschichte Ost-/Südosteuropas im Europäischen Film" und der LV 645212 "Geschichte und Kultur Südosteuropas / Geschichte und Region" unter der Leitung von Prof. Kurt Scharr gezeigt.

eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, des Russlandzentrums und des Doktoratskollegs Austrian Studies mit dem Leokino

  Einladung zur Filmreihe

Veranstaltungsreihen

Vom Baltikum bis Usbekistan:
Gegenwartsliteraturen 30 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion

Februar–Juni 2021
online über Zoom

Eine literarische Veranstaltungsreihe von Literaturhaus am Inn und Russlandzentrum der Universität Innsbruck

Im Jahr 2021 jährt sich der Zerfall der Sowjetunion zum 30. Mal. Aus dem riesigen Imperium, das seit den 1920er Jahren hymnisch als ein "Sechstel der Erde" besungen wurde, gingen 15 Nationalstaaten hervor. Laut Herfried Münkler war die Sowjetunion das letzte im 20. Jahrhundert zerfallene Imperium eines "alten" territorial begründeten Typs. Der Zerfall selbst verlief im welthistorischen Vergleich relativ unblutig, doch das Erbe, das die Sowjetunion politisch, gesellschaftlich und kulturell hinterlassen hat, wirkt in den Nachfolgestaaten bis heute – wenngleich auch unterschiedlich – nach. Wirtschaftliche Daten, politische Theorien und historische Fakten erfassen zwar die verschiedenen Dimensionen und Folgen dieses Umbruchs, doch die Emotionen und Erinnerungen, die Millionen von Menschen damit verbinden, vermitteln sie nicht. Die Literatur dagegen kann davon erzählen und sie kann dies auf vielfältige Weise tun. Sie kann von der Mehrheitsgesellschaft vergessene Stimmen hörbar und aus dem kollektiven Gedächtnis Ausgeblendetes sichtbar machen. Vor allem aber kann sie subjektiv Erlebtes und Erlittenes anschaulich zur Darstellung bringen.

In einer literarischen Veranstaltungsreihe werden von Januar bis Juni 2021 Autor*innen aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu Wort kommen. Sie werden in einer Kombination aus Lesung und moderiertem Gespräch Einblicke in ihre jeweiligen Länder, Regionen und Sprachen gewähren und uns eine Vielfalt dort erahnen lassen, wo 70 Jahre lang zumindest ideologisch Einheit und Einheitlichkeit als Ziel ausgegeben wurden. Autor*innen unterschiedlicher Generationen, unterschiedlicher Schreibstile und Genres werde ihre Texte präsentieren und im Gespräch darüber reflektieren, welches Erbe das Sowjetsystem hinterlassen und was sich dennoch wesentlich verändert hat. Dabei wird es nicht zuletzt auch um die Frage des Stellenwertes des Russischen, der russischsprachigen Literatur und der damit verbundenen literarischen Traditionen im jeweiligen Land heute gehen.

Durch die Pandemie bedingt lassen sich die einzelnen Veranstaltungen zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht fixieren. Aus diesem Grund werden wir uns auch nicht, wie ursprünglich geplant, vom Baltikum über die Ukraine und Belarus, die Republik Moldau und Russland weit in den Osten nach Usbekistan begeben, sondern eher einer Zick-Zack-Route folgen. Wir beginnen im Jänner 2021 mit den beiden slawisch-sprachigen Ländern Ukraine und Belarus und den Autor*innen Tanja Maljartschuk und Alhierd Bacharevič und schließen, so die Hoffnung, im Juni mit einem Live-Auftritt der lettisch-russischen Lyrik- und Performance-Gruppe Orbita ab. Wir bitten um Verständnis, dass die Veranstaltungen vorerst nur kurzfristig angekündigt werden können.

Organisation und Moderation: Eva Binder (Institut für Slawistik der Universität Innsbruck) und Miriam Finkelstein (Institut für Slawistik der Universität Graz) gemeinsam mit Anna Rottensteiner (Literaturhaus am Inn)

Station 1: Ukraine und Belarus
Lesung & Gespräch mit Tanja Maljartschuk und Alhierd Bacharevič
Mi 24.02.2021, 19.00, Zoom

Station 2: Republik Moldau
Lesung & Gespräch mit Liliana Corobca
Mi 17.03.2021, 19.00, Zoom

Station 3: Russland
Lesung & Gespräch mit Sergej Lebedev und Alisa Ganieva
Mi 14.04.2021, 19.00, Zoom

Station 4: Usbekistan und Kasachstan
Lesung & Gespräch mit Shamshad Abdullaev und Aigerim Tazhi
Mi 26.05.2021, 19.00, Zoom

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