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Institutsgeschichte

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Kurze Geschichte des Instituts für Romanistik der Universität Innsbruck 

(zusammengestellt von Paul Videsott anlässlich der 100-Jahres-Feierlichkeiten des Instituts; Stand: 2004)


2.9.1899:

Einrichtung einer „Lehrkanzel für Romanische Philologie“ an der Universität Innsbruck. Diese Lehrkanzel ist aus der seit 1816 bestehenden „Lehrkanzel für italienische Sprache und Literatur“ hervorgegangen, deren letzter Inhaber, Fortunato Demattio, bereits ab 1879 einen erweiterten Lehrauftrag für „italienische Sprache und Literatur und romanische Philologie“ innehatte. Als Begründung für die Umwandlung der italienischen in eine romanistische Lehrkanzel wurde u.a. die stetig wachsende Anzahl von Studierenden angeführt sowie der Umstand, dass „in Innsbruck die Lehramtsprüfung aus Französisch nicht abgelegt werden [könne], da ein Examinator für die moderne französische Sprache und Literatur“ fehle.
Das Ministerium nahm den Vorschlag Demattios und der Fakultät auf, wobei man davon ausging, dass damit die italianistische Lehrkanzel erloschen sei. Dagegen beharrte die Fakultät darauf, dass die romanistische Lehrkanzel eine Neugründung sei und Innsbruck deswegen zwei Ordinariate (ein romanistisches und ein italianistisches) zustünden. Die Problematik um diese zweite, literaturwissenschaftlich ausgerichtete Lehrkanzel wird die Geschichte und Tätigkeit der Innsbrucker Romanistik Jahrzehnte lang (bis 1965) prägen.
Erster romanistischer Ordinarius wird Theodor Gartner (vorher o. Professor in Czernowitz), dessen Forschungsschwerpunkte im Bereich des Rätoromanischen und des Rumänischen lagen. Gartner, ein wissenschaftlicher Autodidakt, kann als österreichischer Vorläufer der strukturalistischen, synchronen Sprachbetrachtung angesehen werden. Berühmt wurde er vor allem durch seine Beschäftigung mit dem Rätoromanischen, dessen grundsätzliche typologische Einheit er (zusammen mit G. I. Ascoli) als einer der ersten erkannte und wissenschaftlich beschrieb. Aufgrund von Gutachten von W. Meyer-Lübke und Gustav Gröber wurden für diese Professur auch Jules Cornu (Prag, primo loco ex aequo mit Gartner), Heinrich Schneegans (Erlangen) und Matthias Friedwanger (Wien) gereiht.
Gartners wertvolle Bibliothek wurde 1926 aus seinem Nachlass für das Institut angekauft. Sie beinhaltete ca. 940 Titel, davon etwa 570 vor 1900 erschienene Werke und sehr viele rätoromanische Unikate und Rarissima, die heute in der Universitätsbibliothek aufbewahrt werden.

5.2.1901:

Theodor Gartner ersucht die Fakultät um die Errichtung eines Seminars für Romanische Philologie. Zu dieser Zeit bestanden an der Universität Innsbruck bereits das altphilologische Seminar (gegründet 1860), das germanistische Seminar (gegründet 1875) und das anglistische Seminar (gegründet 1897).

1901:

Ernennung von Arturo Farinelli zum „wirklichen Extraordinarius“ mit dem Schwerpunkt „Romanische Literaturgeschichte“. Er hatte sich 1896 bei Hugo Schuchardt in Graz habilitiert und ist einer der ersten Komparatisten innerhalb der Literaturwissenschaft. Als erster trug er in Innsbruck spanische und portugiesische Literatur vor, jedoch wurde seine Forschungsrichtung damals noch nicht vollwertig zur Romanischen Philologie gezählt. Auch seine Tätigkeit als kultureller Vermittler zwischen den Nationalitäten gestaltete sich aufgrund der wachsenden nationalen Spannungen vor dem ersten Weltkrieg immer schwieriger.

1902:

Erste Dissertation an der neu errichteten romanistischen Lehrkanzel: Ferdinando Pasini, Clementino Vanzettis Leben und Werke sowie prinzipielle Genehmigung der Institutsgründung.

2.8.1904:

Gründung des Instituts für Romanistik als „Seminar für Romanische Philologie“.
Das Institut wird in einer Wohnung in der Universitätsstraße 7 untergebracht. Ihm standen drei habilitierte Kräfte zur Verfügung (sowie ein Lektor für Französisch): neben Gartner und Farinelli auch Wolfram von Zingerle (Sohn des berühmten Germanisten und Tiroler Sagenforschers Ignaz von Zingerle), der vor allem altfranzösische Literatur lehrte. Er hatte sich 1884 in Wien mit einer Arbeit über den altfranzösischen Prosaroman Floris und Liriope habilitiert und hielt ab Herbst 1886 in wechselnden Abständen Vorlesungen an der Universität Innsbruck, da er gleichzeitig Amanuensis (später Skriptor, zuletzt Oberbibliothekar) der Universitätsbibliothek war.
Im Vorlesungsverzeichnis des WS 1904/05 werden folgende Lehrveranstaltungen angekündigt: Gartner: Lesung altfranzösischer Texte (VO 3h), Einführung ins Altprovenzalische (VO 3h), Seminarübung (2h); Farinelli: Petrarca e l’umanesimo in Italia (VO 3h), Il „Cortegiano“ e le questioni sulla lingua dibattutesi nel corso de secoli (VO 2h), Alarcon’s „Verdad Sospechosa“ mit textkritischen Übungen (1h); Bestaux (Lektor): Lectures et conversation françaises (2h), Traduction écrite et orale (anhand der Lektüre von Der Schwiegersohn des Herrn Poirier) (2h), Viktor [!] Hugo (2h).

3./4.11.1904:

„Fatti di Innsbruck“: Anlässlich der Eröffnung der „provisorischen Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät mit italienischer Vortragssprache“ kam es zu gewalttätigen Protesten alldeutscher Demonstranten, bei denen auch ein Toter (der Innsbrucker Kunstmaler ladinischer Abstammung Augustin Pezzey) zu beklagen war. In der Folge wurde die Universität Innsbruck „ent-italianisiert“, was u.a. zur Zwangsbeurlaubung Farinellis bis 1907 führte (er war der einzige italienische Professor an der Philosophischen Fakultät). Sein Extraordinariat (das de facto die italienische Lehrkanzel weiterführte) wurde trotz zweier Anläufe nicht nachbesetzt (um diese Stelle hatten sich u.a. Matteo Bartoli [Straßburg], Giuseppe Vidossich [Triest] und Karl Voßler [Heidelberg] beworben), sondern 1908 in ein italienisches Lektorat umgewandelt, das Enrico Quaresima übertragen wurde. Farinelli wechselte als Professor für Germanistik an die Universität Turin, dadurch wurde er zum Begründer der germanistischen Studien in Italien.

1905:

Übersiedlung in eine Wohnung in der Museumsstraße 9 (zusammen mit der Anglistik).

1911-1915:

Karl von Ettmayer (vorher o. Professor in Freiburg i. Üchtland) folgt auf Theodor Gartner, der Ende März 1911 aus Gesundheitsgründen um Versetzung in den Ruhestand angesucht hatte. Auf den Plätzen zwei und drei der Berufungsliste wurden Ernst Hoepffner (Straßburg) und Adolf Zauner (Wien) gereiht. Ettmayers Innsbrucker Forschungsschwerpunkt war die Dialektologie, insbesondere die Erforschung der ladinischen und italienischen Dialekte in Norditalien. Er arbeitete aber auch auf dem Gebiet der Phonetik (er schaffte für die Innsbrucker Romanistik u.a. ein kompliziertes Modell eines Kehlkopfes an), der Toponomastik und der Syntax. 1915 wurde er in Wien Nachfolger seines berühmten Lehrers Wilhelm Meyer-Lübke, dessen Lehrgebäude er eigenständig und originell ausgebaut hat. In der Zwischenkriegszeit war er einer der führenden Vertreter der Romanischen Philologie in Österreich, gründete aber keine eigene Schule.

1916-1925:

Ernst Gamillscheg (vorher Privatdozent in Wien, ebenfalls Schüler von W. Meyer-Lübke) übernimmt die Lehrkanzel von Karl von Ettmayer. Er war zwar Zweitgereihter hinter den ex aequo plazierten Alfons Hilka (Breslau) und Bernhard Schädel (Hamburg), wurde aber (wohl aus Spargründen) vom Ministerium bevorzugt, da er erst 28 Jahre alt war und erst vom Kriegsdienst freigestellt werden musste. Gamillscheg arbeitete in seiner Innsbrucker Zeit vor allem im Bereich der Wechselbeziehungen zwischen Romania und Germania sowie im Bereich der Sprachgeographie und der Toponomastik. Ganz besonders pflegte er aber die Rätoromanistik und Rumänistik und schloss mit diesen Forschungsschwerpunkten direkt an Gartner an. Das Institut musste er zeitweise alleine führen, da ihm auf Grund der Einberufung von E. Quaresima (Italienisch) und der Erkrankung von A. Charles (Französisch) keine Lektoren zur Verfügung standen. Im WS 1917/18 wurden z.B. nur folgende drei romanistische Lehrveranstaltungen (alle von Gamillscheg) angeboten: Französische Wortlehre (VO 3h), Einführung in das Rumänische (VO 2h), Die Ortsnamen im Burggrafenamte und in den angrenzenden Gemeinden (SE 2h). 1925 wechselte Gamillscheg an die Universität Berlin, wo er bis 1945 blieb. Er zählt zu den vielseitigsten und produktivsten Vertretern der deutschen Romanistik im 20. Jahrhundert.

1918:

Das Ende des Ersten Weltkriegs mit der darauf folgenden Abtretung Südtirols an Italien (1919) führt zu einer weiteren Verschlechterung der österreichisch-italienischen Beziehungen, was sich negativ auf das Institut für Romanistik auswirkt.

1921-1928:

Mit der Ernennung ad personam Emil Winklers zum „ao. Professor für romanische Philologie mit besonderer Berücksichtigung der italienischen Literatur“ wird das literaturwissenschaftliche Extraordinariat – unter dem neuen Namen „Extraordinariat für italienische Philologie“ und unter Beibehaltung des italienischen Lektorats – wieder neu besetzt. Interessanterweise wurde die Pflege des Rätoromanischen offiziell dem Aufgabenbereich dieses Lehrstuhls zugewiesen. In der Forschung beschäftigte sich Winkler vor allem mit der literarischen Kunst des französischen Mittelalters und mit Stilistik. 1925 wurde Winkler zum o. Professor ernannt; 1928 folgte er einem Ruf nach Wien, von wo er 1935 nach Heidelberg und 1938 nach Berlin wechselte. Gemeinsam mit seinem dortigen (und früheren Innsbrucker) Kollegen Gamillscheg hatte er großen Einfluss auf die deutsche Romanistik im Dritten Reich. Winkler war eine der widersprüchlichsten Gestalten unter den österreichischen Romanisten, seinen begriffs- und literaturgeschichtlichen Studien liegen zum Teil bedenkliche völkerpsychologische Prämissen zugrunde.

1922:

Erste romanistische Dissertation einer Frau in Innsbruck: Rosa Weichert, Vorstudien zu den Récits d’un Menestrel de Reims.

1925:

Übersiedlung in das Hauptgebäude der Universität, Innrain 52.

WS 1925/26-SS 1926:

Erste Spanisch-Sprachkurse, angeboten durch Heinrich Kuen, späterer Professor in Erlangen.

1926-1950:

Als Nachfolger Gamillschegs wird Josef Brüch (vorher o. Professor in Riga) berufen. Nach der Absage von Jakob Jud (der im gleichen Jahr o. Professor in Zürich wurde) wurden auf den weiteren Listenplätzen Hermann Urtel (Hamburg) und Walter v. Wartburg (Aarau) ex-aequo gereiht. Brüch beschäftigte sich im Besonderen mit dem Vulgärlateinischen und seinem germanischen Anteil, mit der historischen Grammatik des Italienischen und Französischen und betrieb wortgeschichtliche Forschungen (Vorarbeiten zum LEI: Lessico Etimologico Italiano). Seine Stärke waren akribische Detailstudien, in denen er einen erstaunlichen Scharfsinn entfaltete. 1933-34 war Brüch Dekan der Philosophischen Fakultät. 1950 wurde er nach Wien berufen. Brüch war der letzte Vertreter der Wiener romanistischen Schule (W. Meyer-Lübke, Ph. A. Becker), die – in einem weiteren Sinn verstanden (A. Mussafia) – mehr als ein Jahrhundert lang bestanden und mit ihrem historisch-vergleichenden Paradigma die internationale Romanistik maßgeblich geprägt hat.

1929-1936:

Werner Mulertt (vorher ao. Professor in Danzig) folgt Emil Winkler auf dem literaturwissenschaftlichen Lehrstuhl nach. Die längere Vakanz hatte sich ergeben, weil das Finanzministerium die Besetzung dieser Stelle als „absolut nicht notwendig“ ansah und weil der ursprünglich erstgereihte Adalbert Hämel in der Zwischenzeit eine Professur in Würzburg angenommen hatte. Laut Sitzungsbericht der Kommission gab es darüber hinaus in Österreich „keinen Nachwuchs für das Fach der romanischen Sprachen; […] die einzige, die für das Fach der romanischen Sprachen habilitiert [war], Frau Professor Richter, [hatte] das Alter von 61 Jahren und [konnte] für diese Lehraufgabe nicht in Betracht gezogen werden […]“. Mulertts Forschungsschwerpunkte lagen in der französischen Literatur des Mittelalters und der Neuzeit (bis zur Klassik). 1936 nahm er einen Ruf nach Halle/Saale an, wo er Nachfolger von Karl Voretzsch wurde: offiziell, weil er „sich gezwungen [sah], einer Hochschule mit reichen Bibliotheksbeständen und größerem Lehrbetrieb den Vorzug zu geben“, inoffiziell, weil er mit den damaligen politischen Verhältnissen in Österreich nicht zufrieden war. Mulertt starb am 26.12.1944 in Halle und vermachte seine gesamte Bibliothek mit über 5000 Werken dem Institut für Romanistik, doch war es nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr möglich, diese Bücher aus der DDR nach Innsbruck zu holen.

1937:

Erster Versuch zur Nachbesetzung des literaturwissenschaftlichen Lehrstuhls: primo loco Kurt Wais (Tübingen), secundo loco Joachim Storost (Halle), tertio loco Erhard Preissig (Prag). Von außen wird für die Berufung von Hans Rheinfelder (München) und Kurt Jäckel (vormals Breslau, musste aber vor den Nationalsozialisten in die Schweiz fliehen) interveniert.

1938:

Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland. Wegen des nun auch hier geltenden Gesetzes „zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ wurden in Innsbruck 54 Hochschullehrer vom Dienst enthoben, darunter am Institut für Romanistik der Lektor für Didaktik, Nikolaus Martin. Aufgrund der Anschlusswirren wird auch die Berufung von Kurt Wais ausgesetzt, die neue Universitätsleitung wünschte vielmehr eine Rückkehr Mulertts nach Innsbruck.

1943:

Erneuter Besetzungsversuch des literaturwissenschaftlichen Lehrstuhls: primo loco Joachim Storost (Halle), secundo loco Wilhelm Kellermann (Göttingen), tertio loco Mario Wandruszka von Wannstetten (Lüttich). Alle drei Genannten befinden sich aber im Kriegseinsatz und können die Stelle nicht antreten. Der Lehrstuhl selbst wird von „Extraordinariat für italienische Philologie“ in „Lehrkanzel für Literaturgeschichte der romanischen Völker“ umbenannt, um sie aus dem deutsch-italienischen Kulturabkommen von 1938 herauszunehmen, das dem Staat Italien ein Vorschlagsrecht bei der Besetzung italianistischer Lehrstühle eingeräumt hätte.

SS 1943:

Nach fast 20-jähriger Unterbrechung Wiederaufnahme der Spanisch-Sprachkurse durch den Lektor Alfonso Carderera y Carderera.

1945:

Noch am 5.4. trifft der designierte Lektor für Rumänisch, Viorel Trifa, in Innsbruck ein, er kann seine Kurse aber aufgrund der Kriegsereignisse nicht mehr aufnehmen. Das Lehrveranstaltungsprogramm im SS 1945 umfasste folgendes Angebot: Brüch: Vom Vulgärlatein zum Altfranzösischen (VO 2h), Historische Formenlehre des Italienischen II (Verbum) (VO 2h), Lektüre des altitalienischen Novellino (SE 2h); Ravanelli: Unterrichtslehre des Italienischen, I. Teil: Einführung, Formen- und Satzlehre (VO 2h), Italienisch für Fortgeschrittene (PS 2h, anhand von Stöcker-Baccini, L’italiano e il suo paese), Italienisch für Fortgeschrittene (PS 2h, anhand von Dante, Divina Commedia); Carderera: Spanisch-Oberkurs (VO 3h: Das goldene Zeitalter der spanischen Literatur, Interpretation aus Werken von Azorín, Übersetzung aus dem Deutschen), Spanisch-Mittelkurs (3h: Grammatik, Konversationsübungen, Lesen von spanischen Märchen), Anfängerkurs (3h: Einführung in die spanischen Sprache).

1945:

Nach Kriegsende erfolgt ein dritter Besetzungsversuch für den in „zweiter romanistischer Lehrstuhl“ rückbenannten literaturwissenschaftlichen Lehrstuhl, auch auf Wunsch der französischen Besatzungsmacht. Auf der neuen Liste wurden gereiht: 1. Fritz Schalk (Köln) 2. ex aequo Joachim Storost (Halle/Innsbruck) und Franz Rauhut (München) 3. ex aequo Mario Wandruszka (Heidelberg, ab 1952 Professor in Tübingen und ab 1971 in Salzburg) und Werner Kraus (Marburg). Wegen der vielfachen Probleme der Nachkriegszeit kommt auch diese Berufung nicht zustande. De facto wird aber der Lehrstuhl in Form einer Gastprofessur, die von den jeweiligen Direktoren des Institut Français wahrgenommen wird, weitergeführt (SS 1946-SS 1958 Maurice Besset, WS 1958/59-SS 1964 François Léger). Die Umbenennung des literaturwissenschaftlichen Lehrstuhls führt in Folge auch zur Umbenennung der „Lehrkanzel für Romanische Philologie“ in „Lehrstuhl Romanistik I“.

1951:

An Stelle des nach Wien berufenen Josef Brüch wird unico loco Heinrich Kuen (Schüler Gamillschegs und Professor in Erlangen) vorgeschlagen. Er lehnt den Ruf aber ab, u.a. mit der Begründung, „daß ich bei den beschränkten Mitteln, über die nach Auskunft des Bundesministeriums für Unterricht das Romanische Seminar in Innsbruck verfügt, nicht in der Lage zu sein glaube, die Bibliothek des Seminars auf dem Stand zu halten, der erforderlich ist, damit auf dem weit verzweigten Gebiet der romanischen Philologie wissenschaftlich gearbeitet werden kann.“

1952-1968:

Nach fast zweijähriger Vakanz wird Alwin Kuhn (Schüler von Walter v. Wartburg, vorher ao. Professor in Marburg) Nachfolger von Josef Brüch. Auf den weiteren Listenplätzen werden W. Theodor Elwert (München) sowie ex aequo Rudolf Hallig (Göttingen) und Olaf Deutschmann (Hamburg) gereiht. Obwohl von seinem Werdegang her Galloromanist und Hispanist (mit der französischen Wortgeschichte und den Mundarten Nordspaniens als Forschungsschwerpunkten), fördert Kuhn in Innsbruck vor allem die Rätoromanistik und die Sprachgeographie. Zahlreiche Dissertationen seiner Schüler sind in der von ihm 1962 begründeten Reihe Romanica Ænipontana erschienen. Auch führt Kuhn die von ihm bereits seit 1938 herausgegebene Bibliographie der romanischen Philologie (Supplement zur Zeitschrift für romanische Philologie) weiter, die ab 1965 als Romanische Bibliographie erscheint. Als Mitredaktor ist er auch an der Erstellung des von W. von Wartburg herausgegebenen FEW: Französisches Etymologisches Wörterbuch beteiligt. 1957-58 ist Kuhn Dekan der Philosophischen Fakultät.

WS 1952/53:

Aufnahme der Portugiesisch-Sprachkurse durch Luis von Villa-Secca.

1956:

Umbenennung von „Seminar“ in „Institut für romanische Philologie“.

1962:

Gründung der Reihe „Romanica Ænipontana“. Erster Band: Guntram Plangg: Die rätoromanischen Flurnamen des Brandnertals. Ein Beitrag zu Vorarlbergs Raetoromania Alemanica. Bisher 18 Bände.

1963:

Neuer Anlauf für die Besetzung des literaturwissenschaftlichen Lehrstuhls. Die Berufungsliste umfasst folgende Namen: 1. Hans Ludwig Scheel (Saarbrücken) 2. Hans Hinterhäuser (Kiel) 3. ex aequo Georg Rabuse (WU Wien) und Giovanni Bonalumi (Tessin/Basel). Doch die zwei Erstgereihten sagen ab, Rabuse wird an der Universität Wien Nachfolger von A. Noyer-Weidner, und bei einer Berufung Bonalumis befürchten Mitglieder der Fakultät, dass „bei der besonderen Lage in Innsbruck Schwierigkeiten für einen Gelehrten italienischer Muttersprache entstehen können“.

1964:

Erste Innsbrucker Habilitation im Fach Romanische Philologie durch Herbert Frenzel. Ihm wird sein 1962 erschienenes Buch Ariost und die romantische Dichtung als Habilschrift anerkannt.

1965:

Promotion sub auspiciis von Sr. Maria Clarina Mätzler.

1965:

Ergänzung der Berufungsliste von 1963 und Nachbesetzung des seit 1936 unbesetzten Lehrstuhls für Literaturwissenschaft mit Herbert Frenzel (vorher Direktor des deutschen Kulturinstituts in Genua). Sein Interesse gilt der französischen und vor allem der bukolischen italienischen Literatur, wobei er in der Lehre den romanistischen Kanon um das 18. und 19. Jahrhundert erweitert.

SS 1965:

Erste Rätoromanisch (Grödnerisch)-Sprachkurse am Institut; in den folgenden Semestern werden sogar 6h Rätoromanisch angeboten: ein Seminar (Kuhn, 2h), ein Sprachkurs (2h, Sotriffer) und eine Übung im Sprachlabor (Kuhn/Jaufer, 2h).

SS 1967:

Aufnahme von regelmäßigen Rumänisch-Sprachkursen durch Helga Zangerle.

1968:

Innerhalb von drei Sommermonaten sterben nacheinander die beiden Ordinarii A. Kuhn (Sprachwissenschaft) und H. Frenzel (Literaturwissenschaft).

1969:

Habilitation von Guntram A. Plangg, Sprachgestalt als Folge und Fügung.

1970-2003:

Berufung von Wolfram Krömer (vorher Institut für Vergleichende Literaturwissenschaft, Saarbrücken) auf den literaturwissenschaftlichen Lehrstuhl „Romanistik II“. Er beschäftigt sich v.a. mit der Geschichte des italienischen Theaters, mit der Literatur der Romantik, des Realismus und des Fin de siècle in der Romania sowie mit den österreichisch-spanischen Beziehungen. Im WS 1981/82-WS 1982/83 ist er Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät und im WS 1985/86-WS 1986/87 Rektor der Universität Innsbruck.

1972-2001:

Guntram A. Plangg (Sprachwissenschaft) wird auf die sprachwissenschaftliche Lehrkanzel „Romanistik I“ berufen. Als Schüler und Nachfolger von Alwin Kuhn pflegt er weiterhin das Rätoromanische und die Toponomastik (Leitung des Projekts Tiroler Namenbuch), seine weiteren Forschungsschwerpunkte sind romanisch-germanische Interferenzen in Phonologie, Lexikographie und Syntax. Er ist wiederholt auch Vorstand des Dolmetsch-Instituts und von 1983 bis 2001 Direktor der Prüfungskommission für das Lehramt an Höheren Schulen (AHS).

1972:

Umbenennung von „Institut für romanische Philologie“ in „Institut für Romanistik“.

1972:

Gründung der „Abteilung für Rätoromanistik“, bis SS 2003 geleitet von Prof. Guntram A. Plangg, danach von Prof. Heidi Siller-Runggaldier. Wegen ihrer Verdienste um das Rätoromanische wird 1985 Univ. Prof. Heinrich Kuen (Erlangen) und 1990 Dr. Andrea Schorta (Chur) das Ehrendoktorat der Universität Innsbruck verliehen.

1972-1981:

Unterbringung des Instituts in Räumlichkeiten der Schöpfstraße 3 (Eröffnungsrede von Prof. Carlo Tagliavini, Padua).

1974:

Von Prof. Guntram Plangg in Hinblick auf die Einführung der neuen Studienpläne (1975) organisierte Didaktik-Tagung in Neustift/Brixen.

1975:

Mit dem neuen UOG werden die einzelsprachlichen, aber kombinationspflichtigen Studienrichtungen Französisch und Italienisch eingerichtet (gegliedert in Diplom-, Lehramts- und Doktoratsstudium); in Form von Sprachkursen wird darüber hinaus regelmäßig auch Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch und Rätoromanisch angeboten. Im Rahmen dieser Studienreform konnte die Sprachausbildung durch Neustrukturierung wesentlich verbessert werden. Bis zum SS 2001 wurde der Sprachunterricht weitgehend gemeinsam mit den Lehrkräften des Instituts für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung für Studierende beider Institute angeboten.
Durch die ständig steigende Zahl der Studierenden wurde auch das wissenschaftliche Lehrangebot ausgebaut. Im Bereich der Literaturwissenschaft konnte der Unterricht intern durch Prof. Krömer und die (wenig später) habilitierten Assistenten Hans-Joachim Müller und Ursula Mathis-Berek abgedeckt werden. In der Linguistik mussten Gastprofessoren herangezogen werden. Prof. Plangg gelang es in den nächsten Jahren, namhafte Wissenschaftler aus Deutschland, Italien sowie aus den USA für die Versorgung der Italianistik zu gewinnen.

1976:

Promotion sub auspiciis von Ursula Mathis-Berek.

1977:

Habilitation von Hans-Joachim Müller, Der Roman des Realismus-Naturalismus in Frankreich.

1978:

Gründung der Reihe „Arbeitspapiere der Romanistik Innsbruck“. Erster Band: Bibliographie österreichischer Hausarbeiten zum Französischen, herausgegeben von Elisabeth Klein, Erich Mayr und Guntram A. Plangg. Bisher 31 Bände.

1978:

Institutsvorstand Prof. Krömer erreicht im Zuge von Berufungs-Abwehrverhandlungen die Errichtung der Studienrichtung Portugiesisch (bislang gab es diese Studienrichtung nur in Wien). Aufgrund zu geringer Studentenzahlen musste Portugiesisch als Studienrichtung im SS 1984 aufgelassen werden (und wurde in Folge nach Wien transferiert), wird aber als Sprachunterricht bis 1999 weitergeführt.

1980:

Erstes spanisch-österreichisches Symposion in Innsbruck/Igls, organisiert von Prof. Wolfram Krömer. Diese Symposien finden abwechselnd in Österreich und in Spanien statt; 1992 wird die 7. Auflage erneut in Innsbruck ausgerichtet.

1981:

Übersiedlung in den "GeiWi-Turm" am Innrain 52.

1981:

Einrichtung der Studienrichtung Spanisch, das davor nur als Lektorat vertreten war. Für die allmählich heranwachsenden Hispanisten sind in diesen Jahren ebenfalls mehrere Gastprofessoren tätig.

1982-2003:

Ernennung von Hans-Joachim Müller (Literaturwissenschaft) zum ao. Professor für neuere romanische Literaturwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung des ibero- und galloromanischen Bereiches. Der Forschungsschwerpunkt von Hans-Joachim Müller ist die Verbindung sozialgeschichtlicher, erkenntnistheoretischer und psychologischer Ansätze zur Erhellung der Literatur-, Geistes- und Kunstgeschichte der Romania.

1983:

Promotion sub auspiciis von Erich Mayr.

1983:

Habilitation von Ursula Mathis-Berek, Existentialismus und französisches Chanson.

1983:

Maria Iliescu (vorher Ordinaria für Allgemeine und Romanische Sprachwissenschaft an der Universität Craiova) nimmt als Gast-, dann als Vertragsprofessorin ihre Lehre im Bereich der romanischen Sprachwissenschaft auf. 1997 wird sie zur Honorarprofessorin ernannt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der allgemeinen vergleichenden romanischen Sprachwissenschaft (insbesondere Französisch, Italienisch, Rätoromanisch, Rumänisch) sowie im Bereich des Vulgärlateins und der Lexikographie. Durch die Anwesenheit von Prof. Iliescu entspannte sich die Situation im Bereich der sprachwissenschaftlichen Lehre wesentlich, denn nun waren die Studienrichtungen Französisch und Italienisch in gleicher Weise abgedeckt.

1984:

Theodor Gartner-Tagung (Rätoromanisch/Rumänisch) in Innsbruck/Vill, organisiert von den Prof. Guntram Plangg und Maria Iliescu.

1985:

Gründung der „Abteilung Textmusik in der Romania“, geleitet von Prof. Ursula Mathis-Moser.

1985:

Ehrendoktorat der Universität Innsbruck für Prof. Heinrich Kuen (Erlangen) wegen seiner Verdienste um das Rätoromanische.

1986:

Erste Habilitation im Fach Übersetzungswissenschaft in Österreich durch die Innsbrucker Romanistin Annemarie Schmid: Mettre à toutes les sauces. Analyse sémantico-syntaxique des lexies complexes à base de "mettre".

1988:

Das Institut für Romanistik nimmt unter der Leitung von Prof. Maria Iliescu die Mitarbeit am ERASMUS- und TEMPUS-Programm auf.

1990:

Ehrendoktorat der Universität Innsbruck für Dr. Andrea Schorta (Chur) wegen seiner Verdienste um das Rätoromanische.

1990:

3. Kongress für Vulgär- und Spätlatein in Innsbruck, organisiert von den Prof. Maria Iliescu und Guntram Plangg.

1992:

Auf intensives Drängen der Institutsmitglieder und des Institutsvorstandes Prof. Müller erhält das Institut den Lehrstuhl „Romanistik III“ zugesprochen. Er wurde institutsintern der Sprachwissenschaft zugeteilt.

1993:

Symposion Université d'été de la chanson française. Das moderne französische Chanson ab 1975 im Spannungsfeld von Medien, Gesellschaft und Politik, organisiert von Prof. Ursula Mathis-Moser.

1995:

Gründung des „Centre d'étude de la chanson québécoise“, geleitet von Prof. Ursula Mathis-Moser.

1995:

Habilitation von Heidi Siller-Runggaldier, Das Objektoid. Eine neue syntaktisch-funktionale Kategorie, aufgezeigt anhand des Italienischen.

1996:

Promotion sub auspiciis von Birgit Mertz-Baumgartner.

1996:

Berufung von Petra Braselmann (Düsseldorf) zur o. Universitätsprofessorin auf den Lehrstuhl „Romanistik III“ (Romanische Sprachwissenschaft: Spanisch/Französisch). Ihre Forschungsschwerpunkte sind die romanische Grammatikographie, die (v.a. diastratische und diaphasische) Varietätenlinguistik sowie der Sprach- und Kulturvergleich (Anglizismenforschung, Sprachkontakte, -konflikte und Sprachplanung).

1996:

Italienisch-österreichische Linguisten - Tagung Parallela VII in Innsbruck, organisiert von Prof. Maria Iliescu, Prof. Guntram Plangg und Doz. Heidi Siller-Runggaldier.

1997:

Sprache und Mythos. Mythos der Sprache - 13. Nachwuchskolloquium der Romanistik, organisiert von Beate Burtscher-Bechter, Doris Eibl, Elia Eisterer, Gerhild Fuchs, Birgit Mertz-Baumgartner und Andrea Oberhuber.

1998:

Fragen über Fragen - Tagung zur romanischen Interrogation in Innsbruck, organisiert von Prof. Maria Iliescu, Prof. Guntram Plangg und Doz. Heidi Siller-Runggaldier.

1998:

Gründung der Reihe „Bulletin des Archivs für Textmusikforschung BAT“. Bisher 14 Bände.

1998:

Die Universität Timisoara/Rumänien verleiht Prof. Maria Iliescu den Dr. h.c.

1999:

Errichtung des Internetportals Hispanoteca durch Justo Fernández López. Es bietet detaillierte Informationen zur spanischen Sprache und Kultur für Interessierte aus deutschsprachigen Ländern und weist enorme Zugriffzahlen (ca. 700.000/Monat) auf. Für den italoromanischen Bereich (Landes- und Kulturkunde, Sprach- und Literaturwissenschaft) betreuen Lois Harraser und Giuliano Merz das Internetportal Culturitalia, mit ähnlich hohen Zugriffszahlen.

2001:

Einführung der neuen Studienpläne mit den nicht mehr kombinationspflichtigen Studien Französisch, Italienisch und Spanisch. 2002: Berufung von Heidi Siller-Runggaldier (Sprachwissenschaft) und Ursula Moser (Literaturwissenschaft) auf zwei neu geschaffene Professuren. Damit stehen dem Institut nun insgesamt fünf Professuren zur Verfügung. Die Forschungsschwerpunkte von Heidi Siller-Runggaldier sind die Semantik und die Syntax (vor allem aus valenztheoretischer Sicht), die Grammatikographie, die Wortbildung, der Sprachvergleich und das Rätoromanische (im Besonderen seine ladinischen Varietäten); jene von Ursula Moser die neuere französische Literatur, die Frankophonie Nordamerikas und der Karibik, Migrationsliteraturen, Text und Musik; im Spanischen die frühe Erzählliteratur, die Volkserzählung und der Realismus.

2003:

Eva Lavric (WU Wien, Promotion sub auspiciis an der Universität Wien 1990) wird in Nachfolge von Guntram A. Plangg als Professorin für Romanische Sprachwissenschaft (Romanistik I) berufen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der kontrastiven Linguistik, der Semantik und der Pragmatik.

2003:

Habilitationen von Julia Kuhn, Die paucale Quantification in der spanischen Nominalphrase mit vergleichenden Ausblicken auf die französische Nominalphrase; Birgit Mertz-Baumgartner, Ethik und Ästhetik der Migration. Algerische Autorinnen in Frankreich (1988-2003) und Paul Danler, Valenz und diskursive Strategien. Die politische Rede in der Romania zwischen 1938 und 1945: Franco – Mussolini – Pétain - Salazar.

2004:

Habilitation von Paul Videsott, Padania scriptologica. Skriptologische und skriptometrische Untersuchungen zu altnorditalienischen Texten von den Anfängen bis 1525.

2004:

Absiedlung der Institutsbibliothek in die Räumlichkeiten der Universitätsbibliothek.

2004:

Mit dem Inkrafttreten des UOG 2002 werden alle bestehenden Organisationseinheiten der Universität Innsbruck, also auch das Institut für Romanistik, bis zum Inkrafttreten des neuen Organisationsplanes nur mehr provisorisch weitergeführt (provisorische Institutsleiterin ist Prof. Heidi Siller-Runggaldier). Das Institut selbst wird der neu errichteten „Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät“ zugeordnet. Im SS 2004 haben über 1000 Studierende romanistische Studien belegt. Mehrere Absolventinnen und Absolventen der Innsbrucker Romanistik haben im Bereich der Wissenschaft, der Politik und der Medien einen beträchtlichen Bekanntheitsgrad erreicht.

2004:

Berufung von Franziska Meier (Mannheim) als Professorin für italienische Literaturwissenschaft (Romanistik II). Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Faschismus-Forschung im europäischen Vergleich, Gender Studies, Autobiographik und Identitätskonzepte in der italienischen und französischen Renaissance sowie im Siglo de Oro, sowie Orient-Okzident in den vier romanischen Literaturen. Das Institut für Romanistik ist das einzige dieser Größe im deutschen Sprachraum, an dem alle Professuren von Frauen wahrgenommen werden.


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Quellenverzeichnis

  • Akten des Universitätsarchivs Innsbruck, Faszikel Romanistik (ab 1899)
  • AUGSCHELLER, DAVID (1993): Die romanistischen Lehrkanzeln an der Universität Innsbruck von 1918 bis 1945. Ein Beitrag zu ihrer Geschichte. Dipl. Arbeit Innsbruck.
  • BRUNNER, KARL (1999) [eigtl. 1962]: Rede bei der Übergabe des Bandes Weltoffene Romansitik (Festschrift Alwin Kuhn zum 60. Geburtstag) am 13.1.1962. In: ABTEILUNG FÜR RÄTOROMANISTIK (Hrsg.): 100 Jahre romanische Sprachwissenschaft in Innsbruck. Innsbruck: Institut für Romanistik, 51-57. [Arbeitspapiere der Romanistik Innsbruck, 12]
  • HAUSMANN, FRANK-RUTGER (1998): „Deutsche Geisteswissenschaft“ im Zweiten Weltkrieg. Die „Aktion Ritterbusch“. Dresden; München: University Press.
  • HAUSMANN, FRANK-RUTGER (2000): „Vom Strudel der Ereignisse verschlungen“. Deutsche Romanistik im „Dritten Reich“. Frankfurt a. M: Klosetermann. [Analecta Romanica, 61]
  • HAUSMANN, FRANK-RUTGER (2002): Die Rolle der Geisteswissenschaften im Dritten Reich 1933-1945. München: Oldenbourg.
  • Institutsbuch Romanistik (von A. Kuhn ab 1952 angelegt)
  • Kürschners deutscher Gelehrtenkalender. München: Saur (1925 ff.)
  • LABENBACHER, GERTRUD (1982): Dissertationsverzeichnis der Universität Innsbruck, Bd. 1: Philosophische Fakultät. Innsbruck: Wagner. [Beihefte zur Tiroler Heimat, 9]
  • LEEB, HEDDA (1967) Geschichte der Universität Innsbruck von 1898 bis 1908. Diss. Innsbruck.
  • MAIR, WALTER N. (1982/83): Die romanische Philologie an der Universität Innsbruck bis 1918. In: Tiroler Heimat 46/47, 111-136.
  • MAIR, WALTER N.; METER, HELMUT (1982): Die Romanistik in Österreich zwischen 1945 und 1980: Versuch einer Institutionsgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der Italianistik. In: Italienische Studien 5,159-193.
  • OBERKOFLER, GERHARD (1982): Der italienische Sprachunterricht an der Philosophischen Fakultät in Innsbruck im Vormärz. In: Tiroler Heimatblätter 1, 13-20.
  • SCHUSSER, A. (1972): Zur Entwicklung der italienischen Universitätsfrage in Österreich (1861-1918). Diss. Wien.
  • Vorlesungs- und Personalverzeichnisse der Universität Innsbruck (ab 1899)

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